Affenbrotbaum verliert Blätter – was tun? | Gelbe und braune Blätter

Färbt sich das Laub einer Pflanze oder fällt gar ab, ist das meist kein gutes Zeichen. Beim Affenbrotbaum ist dieser Vorgang jedoch nicht immer ein Indiz für Krankheiten oder Schädlinge. Denn in den meisten Fällen handelt es sich hierbei um einen völlig natürlichen Prozess. Allerdings ist dennoch Vorsicht geboten, denn nicht immer sind diese Symptome harmlos! Wir verraten Ihnen, wann und wie Sie bei diesen Anzeichen am besten handeln sollten.

Affenbrotbaum verliert sein Laub

Wenn der afrikanische Exot seine Blätter verliert, ist dies nicht sofort ein Grund für Panik. Denn oftmals handelt es sich hierbei um einen natürlichen Schutzmechanismus des Baumes. Allerdings lässt das Bäumchen auch sein Blattwerk fallen, wenn es erkrankt ist. Um herauszufinden, warum der Affenbrotbaum sein Laub verliert, muss daher zunächst die Ursache gefunden werden.

Ursachen

Natürlicher Schutzmechanismus

Die häufigste Ursache für den Blattabfall ist ein vollkommen natürlicher Schutzmechanismus des Bäumchens. Denn der Adansonia ist dazu fähig, den Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit zu erkennen. Um erfolgreich zu überwintern, lässt der afrikanische Exot zu Beginn der Trockenzeit sein Laub fallen. Erkennbar ist dies auch an der Verfärbung des Blattwerks, denn zunächst machen sich gelbe und dann braune Blätter bemerkbar. Damit das Bäumchen in hiesigen Regionen erfolgreich überwintern kann, sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Pflanze am besten in den Innenbereich holen
  • an einen sonnigen, warmen Standort stellen
  • im Außenbereich vor der Witterung schützen
  • nicht gießen, Wurzeln könnten sonst faulen
  • auch nicht düngen
  • Temperatur um die 10 Grad

Affenbrotbaum Blätter und Blüte

Kranke Wurzeln

Wenn der Affenbrotbaum bereits vor der Trockenperiode sein Laub verliert, ist Vorsicht geboten. Dann können hierfür beschädigte oder kranke Wurzeln verantwortlich sein. Wenn das Wurzelwerk beispielsweise beim Umtopfen beschädigt wird, entwickelt sich der Wurzelballen nicht mehr weiter. Dadurch wird jedoch in weiterer Folge die Nährstoff- und Wasseraufnahme beeinträchtigt, oder gar völlig unterbunden. Sobald die Pflanze nicht mehr ausreichend versorgt ist, stirbt sie letztendlich ab. In diesem Fall ist folgende Vorgehensweise ratsam:

  • Wurzeln auf Beschädigungen kontrollieren
  • sind Wurzeln beschädigt: Pflanze entsorgen
  • sind Wurzeln nicht beschädigt: weitere Ursache suchen

Tipp: Selbst wenn das Wurzelwerk beschädigt ist, ist der Affenbrotbaum noch nicht ganz verloren. Denn mit etwas Geschick lässt sich aus Blättern oder Trieben eine neue Pflanze ziehen.

Schädlinge

Der Affenbrotbaum ist zwar weitestgehend resistent gegenüber Krankheiten, allerdings können ihm gewisse Schädlinge durchaus zu schaffen machen. Insbesondere von der Trauermücke wird der afrikanische Exot gerne heimgesucht. Allerdings sind nicht die Trauermücken selbst, sondern deren Larve besonders gefährlich. Denn diese fühlen sich vor allem im Erdreich besonders wohl und ernähren sich dort vom Wurzelwerk. Ist der Befall nicht rechtzeitig erkannt, beschädigen die Larven das Wurzelwerk dauerhaft. Dadurch wird die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Bäumchens beeinträchtigt, sodass es letztendlich sein Laub verliert. Ein Befall mit Trauermücken lässt sich jedoch meist erfolgreich bekämpfen:

  • Adansonia umtopfen
  • Pflanzenschutzmittel einsetzen
  • alternativ Zitronensaft oder Kaffeesatz

Verfärbte Blätter beim Affenbrotbaum

Gelbe oder braune Blätter sind meist ein Vorzeichen für den kommenden Blattabfall. Allerdings verfärbt sich das Laub des Affenbrotbaumes auch bei falscher Pflege. Wenn das Bäumchen gelbe oder braune Blätter trägt, ist daher zunächst die Pflege anzupassen.

Pflegefehler

Falscher Standort

Der afrikanische Exot benötigt nicht nur ein warmes, sondern auch ein möglichst sonniges Plätzchen. Wenn das Bäumchen zu wenig Sonnenlicht erhält, macht sich das zunächst an der Gelbfärbung des Laubes bemerkbar. Allerdings wirkt sich ein falscher Standort auch auf das Wachstum aus, denn dadurch verlangsamt sich dieses wesentlich. Um sicherzugehen, dass der Affenbrotbaum ausreichend Sonnenlicht erhält, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • sonniges, helles Plätzchen
  • so viel Sonne wie möglich
  • mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag

Tipp: Gelbe oder braune Blätter können zudem auch auf zu niedrige Temperaturen hinweisen!

Falsches Gießverhalten

Der Adansonia kann aufgrund seiner Herkunft Wasser speichern und muss dementsprechend nur wenig gegossen werden. Wenn das Bäumchen jedoch überwässert wird, machen sich relativ schnell gelbe und braune Blätter bemerkbar. Dies ist oftmals der Fall, wenn der Affenbrotbaum im Freien kultiviert wird und er einer langen Regenperiode ausgesetzt ist. Um sicherzugehen, dass die Pflanze nicht überwässert wird, istdaher Folgendes zu berücksichtigen:

  • nur im Sommer bewässern
  • aber erst, wenn er vollständig ausgetrocknet ist
  • in Regenperioden weniger gießen

Tipp: Das Bäumchen kann problemlos im Topf kultiviert werden. Wichtig hierbei ist, dass das Gefäß auf der Unterseite Ablauflöcher hat. Denn dadurch wird Staunässe und somit eine Überwässerung vermieden.

Affenbrotbaum, Adansonia digitata

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