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Aloe vera Erde: 5 wichtige Kriterien

Aloe Vera im Topf - Fokus auf Substrat

Bei der Kultivierung von Aloe vera-Pflanzen ist das richtige Substrat essentiell für die Vitalität des Sonnenanbeters. Es muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit sich die Sukkulente im Kübel wohlfühlt. In dieser Erde kann Aloe vera über einen langen Zeitraum gehalten werden.

Auf den Punkt gebracht

  • Aloe vera bevorzugt leichte Böden
  • humusarm und nährstoffreich
  • muss durchlässig sein
  • gedeiht gut in trockenem Substrat
  • Empfehlung: Aloe vera-Erde selbst mischen

5 wichtige Kriterien für Aloen-Erde

Durchlässig

Eine der wichtigsten Kriterien für eine ideale Aloe vera-Kübelerde ist die Durchlässigkeit. Die Sukkulenten reagieren äußerst empfindlich auf Staunässe und müssen aus diesem Grund vor dieser geschützt werden. Sie benötigen demnach eine Drainage, die direkt in die Sukkulentenerde eingearbeitet wird. Das verbessert die Struktur des Substrats so, dass die Aloe nicht dauernd unter Stress durch die Feuchtigkeit leiden.

Leicht

Echte Aloen benötigen keinen Humus im Boden und bevorzugen dafür leichte Böden. Vor allem die Luftdurchlässigkeit wird von den arabischen Gewächsen gern gesehen, da ihre Wurzeln nicht anfangen dürfen zu faulen. Das kann zusammen mit einer Überwässerung schnell zur Wurzelfäule führen, die Sie unbedingt verhindern müssen.

Kalkanteil

Ein weiterer, wichtiger Punkt beim Anmischen des Substrats für die Aloe ist die Notwendigkeit von Kalk. Das ist bereits am pH-Wert zu erkennen, der für die Aloe-Pflanzen am besten geeignet ist. Sie gedeihen am besten in Substraten, die einen pH-Wert von 6,0 bis 7,2 haben. Aus diesem Grund benötigen Sie nicht viel Kalk, doch ist dieser notwendig, um den pH-Wert weit genug oben zu halten. Stark saure Böden verträgt die Aloe in keiner Form. Daher ist Kalk wichtig, wenn sehr leichte Erde zum Pflanzen verwendet wird.

Aloe vera umtopfen
Für eine gesunde Entwicklung der Pflanze ist regelmäßiges Umtopfen der Aloe – natürlich in optimales Substrat – empfehlenswert.

Nährstoffarm

Aloe vera-Pflanzen benötigen nur wenig Nährstoffe im Kübelsubstrat. In den meisten Fällen reicht es aus, die Pflanzen regelmäßig mit einem Flüssigdünger zu versorgen. Die verwendete Erde für die Pflanzen ist meist vorgedüngt und versorgt somit für eine Weile das Gewächs mit Nährstoffen. Selbst müssen Sie aber nichts mit in die Erde mischen, um sie nährstoffreicher zu machen.

Trocken

Wie bereits erwähnt, bevorzugen Aloen ein durchlässiges Substrat. Im Allgemeinen sollten Sie auf ein feuchtes Substrat verzichten, denn mit Trockenheit kommt die Pflanze gut zurecht. Zu feuchte Erde würde die Aloe vera nicht so gut vertragen, da die Böden meist schwerer sind. Das wirkt sich negativ auf das Wurzelwachstum aus und sollte daher vermieden werden.

Hinweis: Trotz der bevorzugten Trockenheit müssen Sie Aloen regelmäßig wässern. Einmal wöchentlich nach einer Fingerprobe reicht vollkommen aus.

Substrat selbst anmischen

Sie kennen nun die Kriterien für eine geeignete Aloen-Erde. Das wird es Ihnen erleichtern, ein gutes Pflanzsubstrat für die einzigartigen Sukkulenten zu finden. Sie sind besser für die Sukkulenten geeignet, da sie weder zu schwer noch verdichtend sind. Da es sich bei der Aloe um eine Sukkulente handelt, lässt sich entsprechende Pflanzerde für die Gewächse nutzen. Die beste Grundlage stellen die folgenden dar:

  • Kakteenerde
  • Sukkulentenerde

Diese beiden sind durchlässig und verfügen über die notwendige Struktur, in der sich die Aloen wohlfühlen. Falls Sie die nicht kaufen wollen, können Sie sich selbst eine Variante anmischen.

Erde für Aloe vera mischen
Das Substrat für Aloe-Pflanzen können Sie auch ganz einfach selbst mischen.

Achten Sie dabei darauf, dass Sie eine qualitativ hochwertige Universalerde ohne Torfanteil kaufen. Sie bietet die notwendige Struktur, die sie aber noch etwas anpassen müssen. Dafür benötigen Sie:

  • Quarzsand
  • Drainagematerial (Blähton, Perlit)
  • Urgesteinsmehl (Granit, Basalt)
  • Gartenkalk

In Kombination mit diesen Stoffen wird aus der herkömmlichen Universalerde ein geeignetes Kübelsubstrat für die Echte Aloe. Mischen Sie einfach die Bestandteile nach dem folgenden Mischverhältnis miteinander und fertig ist die optimale Erde für Ihre Aloe vera:

  • 5 Teile Universalerde
  • 3 Teile Drainagematerial
  • 1 Teil Quarzsand
  • 1 Teil Urgesteinsmehl
  • max. 1 Esslöffel Gartenkalk

Hinweis: Zwar könnten Sie die Echte Aloe in herkömmliche Pflanzenerde setzen und diese etwas auflockern, das Wachstum verlangsamt sich dadurch aber spürbar. Zudem müssen Sie häufiger umtopfen, da die Erde den Wurzeln weniger Freiraum gönnt.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollten Aloe vera-Pflanzen umgetopft werden?

Das Umtopfen ist wichtig, damit die Sukkulente mit der Zeit nicht zu groß wird. Im Durchschnitt müssen Sie die Aloe im Rhythmus von zwei bis fünf Jahren umtopfen. Orientieren Sie sich dabei an Kindeln und am Wurzelwachstum. Ist die Erde durchwurzelt, müssen sie umgetopft werden. Überprüfen Sie den Wurzelballen, bevor Sie ihn in frisches Pflanzsubstrat einsetzen. Vor dem Winter muss nicht umgetopft werden.

Lässt sich Seramis als Alternative verwenden?

Ja, Sie können Ihre Aloe ebenfalls in Seramis oder ähnliche Granulate pflanzen. Wichtig ist dabei, dass Sie vorher die Resterde komplett von den Wurzeln entfernen, da es sonst zu Fäulnisproblemen kommen kann. Weiterhin müssen Sie den Nährstoffhaushalt der Pflanze im Auge behalten, da Seramis dafür nicht ideal ist. Um den Halt im Granulat zu verbessern, klopfen Sie nach dem Eintopfen mehrmals auf den Kübel.

Bietet sich Pflanzerde aus dem eigenen Garten für Aloen an?

Wenn Sie keine schwere Gartenerde verwenden, ist diese ebenfalls für die Aloen geeignet. Achten Sie nur darauf, dass Sie diese gut mit Sand, Drainagematerial und etwas Kalk anreichern, falls dieser nicht schon enthalten ist. Wichtig ist zudem, dass Sie die Gartenerde vorher in der Mikrowelle oder dem Backofen entkeimen. Dadurch schützen Sie das Gewächs vor Krankheitserregern und Schädlingseiern.

Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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