Auf die Frage nach einem natürlichen Mittel gegen Ameisen antworten die meisten Menschen Backpulver. Doch wie effektiv ist das Backtriebmittel wirklich und welche Alternativen gibt es?

Ameisen

Ameisen gehören zu den Plagegeistern von denen nahezu jeder Mensch schon einmal betroffen war. Ein weit verbreiteter Irrglaube besagt, dass Ameisen Ameisensäure produzieren, das ist jedoch Unsinn! Es sind ausschließlich rote Ameisen die stechen können, diese kommen aber seltener vor. Auch wenn oft davon ausgegangen wird sind Ameisen nicht das Resultat von Hygienemängeln. Die kleinen Insekten sind gut an den Menschen angepasst und finden ihre Nahrung vor allem in deren Nähe.

Backpulver

Wie wird Backpulver gegen die Gartenameise eingesetzt

Wenn Sie die typische, schwarze Gartenameise bekämpfen möchten, brauchen Sie lediglich Zucker und Backpulver. Die beiden Substanzen werden miteinander gemischt und auf einen Teller gegeben. Nun müssen Sie nur noch abwarten, bis die Insekten Witterung aufgenommen haben und sich die Süßspeise mit dem todbringenden Pulver einverleiben.

Backpulver als Hausmittel
Backpulver als Hausmittel

Diese Methode dient auch dazu ein komplettes Ameisennest zu zerstören, da die Tiere den Kropfinhalt in ihre Umgebung ausscheiden. So können Sie unterirdische Ameisenbauten bekämpfen, indem nur wenige der Tiere von der Backpulvermischung fressen.

Wirkungsweise

Die Wirkungsweise von Backpulver beim Ameisenplage bekämpfen

Backpulver wirkt vor allem aufgrund des darin enthaltenen Natrons. Reines Natron kann daher als Alternative gesehen werden. Wird das Pulver mit Zucker gemischt, werden Ameisen davon angezogen und fressen das Pulver. Natron, das Backtriebmittel, quillt im Körper der Ameise auf und drosselt den pH-Wert. Die Ameise wird von innen verletzt, ihr Kreislauf sinkt in den Keller und sie geht zugrunde. Tierfreunde sind daher gegen den Einsatz von Backpulver beim Ameisen bekämpfen.

Umweltauswirkungen

Welche Auswirkung hat Backpulver auf die Umwelt?

Backpulver ist ein natürliches Mittel bei dem kein Umweltschaden zu befürchten ist. Natron verflüchtigt sich von selbst, der Boden wird nicht vergiftet. Schädlich ist das Mittel allerdings für die Insekten und auch für Fressfeinde, die sich vom Ameisenkadaver ernähren. Auch hier kann sich Natron übertragen und zu Schäden am Tier führen.

Weitere Hausmittel

Acht weitere Tipps gegen Ameisen

Sofern es sich bei der Ameise um eine simple Gartenameise handelt, gibt es zahlreiche, natürliche Bekämpfungsmethoden, die einen schöneren Tod als den durch Backpulver verursachten zur Folge haben.

Folgende acht Tipps haben sich bewährt:

  • Klebeband auf eine Ameisenstraße
  • Kreide ausbringen
  • Essig
  • Hefe & Honig
  • Teebaumöl
  • Staubsauger
  • Umsiedlung des Ameisenhaufen
  • Wasserglas
Essig als Hausmittel
Essig als Hausmittel

Klebeband zum Ameisen bekämpfen

Eine Ameisenstraße ist unübersehbar und der optimale Transportweg für die kleinen Insekten. Dort transportieren sie ihre Beute, Nahrung und orientieren sich dabei durch Duftstoffe (Pheromone). Wird ein Streifen Klebeband in die Ameisenstraße geklebt, verwirrt dies die kleinen Tierchen. Sie verlieren die Orientierung, die Ameisenstraße unterbricht und die Insekten verteilen sich in der Umgebung.

Einen ähnlichen Effekt hat es, wenn Sie ein Duftmittel auf die Ameisenstraße sprühen. Da sich die Tiere an den Pheromonen der Vorgänger orientieren, wird die Orientierung unterbrochen und die Straße ist beendet.

Kreide beim Bekämpfen der Gartenameise

Wenn Sie die Ameise lediglich von einem bestimmten Ort, wie z.B. der Terrasse fernhalten möchten, reicht es den Bereich mit einem dicken Kreidestrich zu umranden. Ameisen werden vom Geruch der Kreide irritiert und überschreiten den Strich nicht. Diese Methode ist allerdings nicht besonders langanhaltend, da die Kreide innerhalb weniger Tage verblasst und dann nachgezogen werden muss.

Essig als natürliches Vertreibungsmittel

Essig ist gut gegen Schmutz, riecht intensiv und vertreibt Ameisenplagen zuverlässig und schonend. Zum Einsatz kommt entweder handelsüblicher Essig oder Essigessenz, die sogar pur angewandt werden kann. Besser ist es allerdings die Essigessenz mit Wasser zu verdünnen und mit Hilfe einer Sprühflasche aufzutragen. Durch den strengen Geruch des Essigs verlieren die Tiere ihre Orientierung und die Ameisenstraße löst sich auf.

In den eigenen vier Wänden ist die Anwendung von Essig allerdings nur mäßig beliebt. Der starke Eigengeruch der Substanz belastet auch die menschliche Nase. Außerdem verfliegt der Geruch relativ schnell, so dass mehrere Anwendungen nötig sind, bis die Ameisenplage komplett vertrieben ist.

Ameisen an Blättern
Ameisen an Blättern

Ameisenplage mit Hefe und Honig vertreiben

Hefe hat einen ähnlichen Effekt auf die Ameise wie Backpulver. Ein Hefewürfel wird zerbröselt und mit Honig vermischt. Dieser Brei wird nun auf die Ameisenstraße aufgetragen. Der Honig lockt die Insekten an, sie fressen ihn zusammen mit der Hefe. Da diese im Körper der Ameise aufquillt, stirbt sie an inneren Verletzungen. Da immer mehr Hefe ohne Natriumhydrogencarbonat hergestellt wird, ist dieses Hausmittel nicht immer wirksam. Abgesehen davon ist auch das eine sehr rabiate Todesart für die kleinen Insektenstaaten.

Teebaumöl im Einsatz gegen Ameisenplagen

Das stark riechende Teebaumöl ist ein effektives Mittel gegen eine Ameisenstraße, allerdings ist der Geruch selbst für viele Menschen zu intensiv. Da die Tiere sich vom beißenden Geruch gestört fühlen, werden sie den mit Teebaumöl behandelten Stellen fernbleiben.

Teebaumöl zur Schädlingsbekämpfung
Teebaumöl zur Schädlingsbekämpfung

Kampf den Insekten mit dem Staubsauger

Hysterische Menschen die mit dem Staubsauger Spinnen von der Decke saugen sind ein oft verulktes Bild. Tatsächlich kann der Staubsauger im Kampf gegen die Ameisenplage hilfreich sein. Es ist allerdings wichtig, dass der Staubsaugerbeutel unmittelbar nach dem Saugen geleert wird. Passiert dies nicht, werden sich die Insekten am Standort des Staubsaugers wieder aus dem Beutel befreien und das Problem ist nicht beseitigt, sondern verlagert.

Umsiedeln

Den Ameisenhaufen umsiedeln

Ein Ameisenhaufen ist störend, doch trotzdem handelt es sich bei den kleinen Insekten um Nützlingen. Anstatt den Haufen mit Chemie zu zerstören, ist es möglich ihn umzusiedeln und den Tierchen ihr Leben zu lassen.

Benötigt werden hierfür lediglich:

  • ein Blumentopf
  • Holzwolle oder Stroh

Der Blumentopf wird dick mit Stroh oder Holzwolle gefüllt und anschließend mit der Öffnung nach unten auf den Ameisenhaufen gestellt. Es dauert einige Tage, bis der komplette Ameisenstaat ins Innere des Blumentopfs umgesiedelt ist. Nun kann der Ameisenhaufen an einen anderen Ort gebracht werden.

Ameisenhaufen
Ameisenhaufen

Tipp: Meist ist es sinnlos die Ameisen nur wenige Meter zu entfernen, da sie zu ihrem alten Platz zurückfinden können. Es kann mitunter nötig werden die Tiere mit dem Auto in den Wald zu bringen.

Ameisenplage

Ameisenplage auf dem Gartentisch mit Wasser bekämpfen

Zunächst klingt Wasser nicht wie ein hilfreiches Mittel um Ungeziefer zu bekämpfen. Wenn sich jedoch eine Ameisenplage immer wieder auf dem Gartentisch niederlässt können vier Gläser mit Wasser Abhilfe schaffen. Das ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn es sich um einen Tisch aus Plastik oder witterungsbeständigem Material handelt. Werden die vier Tischbeine je in ein Glas mit Wasser gestellt, stellt dies eine unüberwindbare Barriere für die kleinen Krabbeltiere dar.

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