Zum Inhalt springen
Startseite » Ziergarten » Schädlinge » Hausschädlinge » Ameisen bekämpfen im Haus/in der Wohnung – 22 wirksame Mittel

Ameisen bekämpfen im Haus/in der Wohnung – 22 wirksame Mittel

Ameisen bekämpfen

Insekten im Haus sind eine unliebsame Sache. Besonders sobald die Tiere massenweise auftreten und erhebliche Zerstörung anrichten. Ameisen im Haus und in der Wohnung können uns das Leben schwer machen. Bereits bei einigen wenigen Exemplaren ist zügiges Handeln angesagt. Auch ohne den Einsatz chemischer Mittel gelingt es Ihnen, die Ameisen wirkungsvoll zu beseitigen bzw. aus Ihren vier Wänden zu vertreiben.

Video-Tipp

Wissenswertes

Ameisen sind unverzichtbare Helfer in der Natur. Zur wichtigsten Eigenschaft der possierlichen Krabbler zählt, dass sie pflanzliche und tierische Reste neu verwerten. Im Garten erwecken die Insekten beim stillen Beobachter noch Faszination und Begeisterung. Im Haus und in der Wohnung schlägt das jedoch schnell ins Gegenteil um.

Fast niemand mag diese Insekten in seinen eigenen Wohnräumen haben. Schnell können sie sich zu einer Plage entwickeln und massiven Schaden anrichten. Mit einfachen Mitteln gelingt es Ihnen, die Ameisen wirksam zu bekämpfen.

Unliebsame Mitbewohner

Im Garten und in der freien Natur sind Ameisen unverzichtbar. Die kleinen Krabbler tragen effektiv zum ökologischen Gleichgewicht bei. Beispielsweise lockern die Insekten mit ihren weitverzweigten Tunnelsystemen den Boden auf und fördern damit das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen. Ameisen sorgen gleichzeitig für die Verbreitung von Samen und Pilzsporen. Als Schädlingsvernichter halten sie unliebsame Insekten im Garten ordentlich in Schach.

Selbst verrottende Materialien und Aas werden von den Hauflüglern schnell und effizient entsorgt. Ein paar heimische Arten, wie beispielsweise die Rote Waldameise, gelten als streng geschützt. Unsere heimischen Ameisenarten können den Menschen nicht gefährlich werden. Ein Biss löst bei einem Großteil der Fälle nur eine minimale Hautreizung hervor.

Ameisenhaufen

All die Nützlichkeit der sechsbeinigen Krabbler ist vergessen, wenn die Ameisenstraße nicht durch den Vorgarten, sondern direkt durch das heimische Wohnzimmer führt. In der Küche bzw. im Vorratsraum zeigen sich die Insekten dann von ihrer lästigen Seite. Zucker- und eiweißhaltige Zutaten locken die Hautflügler magisch an. Haben die Kundschafter die Leckereien erst entdeckt, wird aus einigen wenigen Insekten rasch mehr. Dabei ist es nicht nur die Gefräßigkeit, die Ameisen zu einer lästigen Plage im Haus bzw. der Wohnung werden lässt. Die Krabbler können Krankheitskeime verbreiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, betroffene Lebensmittel unverzüglich zu entfernen.

Schnelles Handeln ist angesagt. Fühlen sich die Tiere in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus wohl, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Selbst ein strenger Winter kann der Ameisenpopulation nichts anhaben. Spätestens im Folgejahr können Sie die nächste Generation von Insekten auf ihrer Suche nach Nahrung beobachten.

Ursache finden

Es ist verständlich, dass kaum jemand freiwillig seinen Wohnraum mit den kleinen Insekten teilen will. Ameisen im Haus bzw. in der Wohnung zu bekämpfen ist einfach. Bevor Sie zu wirksamen Mitteln greifen, sollten Sie im ersten Schritt den Zugang lokalisieren und den Grund für den massiven Befall finden.

Undichte Fenster- und Türdichtungen stellen für Ameisen auf Nahrungssuche kein wirkliches Hindernis dar. Auch poröses Mauerwerk oder andere kleine Öffnungen sind eine Einladung für die kleinen Plagegeister. Bei einem starken Ameisenbefall ist es leicht, den Eingang zu finden: Folgen Sie den Insekten. Mit dieser Methode finden Sie Zielort und Zugang gleichzeitig.

Folgendes hat sich als erste Maßnahme gegen einen Ameisenbefall im Haus bewährt:

  • versiegeln Sie Löcher und Ritzen mit Silikon, Gips oder Lehm
  • Klebefallen ausbringen
  • offene Lebensmittel unverzüglich in Behältnisse umfüllen
  • regelmäßig mit Essigwasser wischen
Silikon

Der letzte Punkt ist wichtig, um die Duftspuren der Insekten zu zerstören. Damit verwirren Sie die Ameisen und können bei einem schwachen Vorkommen den Schädlingsbefall komplett beseitigen. Es lohnt sich, bereits bei einzelnen Tieren die Augen offen zu halten. Meist handelt es sich um Kundschafter, die bei einem positiven Fund dem Rest der Ameisenkolonie den Weg weisen. Beseitigen Sie die Tiere, ehe es soweit kommt.

In einer Wohnung im 1. Stock werden Sie seltener mit einem Besuch der Hauflügler rechnen müssen, als in ebenerdigen Wohnräumen. Wenn Sie gerne bei offenem Fenster kochen und backen, wischen Sie zuckerhaltige Reste auf dem Boden und dem Arbeitsplatz sofort weg. Damit verhindern Sie, dass die Ameisen im Garten die Witterung aufnehmen.

Speisekammern und Vorratsschränke lassen sich durch konsequentes Verpacken zuckerhaltiger Nahrungsmittel unattraktiv für die Ameisen machen. Verwenden Sie luftdicht verschließbare Behältnisse für alle offenen Zutaten und Speisen. Eine wirksame Methode, um auch anderen schadhaften Insekten den Zugang zu verwehren. Lebensmittelmotten und Mehlkäfer sind Vorratsschädlinge und können enormen Schaden anrichten. Anders als Ameisen sind diese Insekten schwerer zu bekämpfen. Der Einsatz von Insektiziden ist hier fast unumgänglich.

Neben süßen Speisen und Getränken zieht offenes Hunde- und Katzenfutter Ameisen scharenweise an. Das lässt sich vermehrt in den heißen Sommermonaten beobachten, wenn das Fleisch längere Zeit im Fressnapf verbleibt. Füttern Sie immer nur so viel, wie Ihr Vierbeiner in wenigen Minuten zu sich nehmen kann. Bei Hauskatzen ist das mit etwas Arbeit verbunden. Um den Stoffwechsel und die Verdauung der Stubentiger zu fördern, müssen die Fellnasen regelmäßig fressen. Eine weitere Möglichkeit: Stellen Sie die Futternäpfe auf eine erhöhte Position und bringen Sie eine „Barrikade“ für die lästigen Ameisen aus.

Wirksame Hausmittel

Um Ameisen in der Wohnung bzw. im Haus zu bekämpfen, gibt es mehr oder weniger aggressive Mittel. Versuchen Sie es zuerst mit milden Maßnahmen, um die lästigen Insekten dauerhaft aus Ihren vier Wänden zu vertreiben. In einigen wenigen Fällen sind die Tiere trotzdem zahlreich in den Wohnräumen vorhanden. In einer derartigen Situation sollten Sie zu anderen Methoden greifen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich kleinere Ameisen dauerhaft in einem großen Blumenstock einnisten. Überprüfen Sie aus diesem Grund alle Zimmerpflanzen.

Ameisen bekämpfen

Schädlinge auf den Gewächsen können einen potenziellen Zielpunkt für die 6-beinigen Zeitgenossen darstellen. Dabei sind es Blattläuse, die durch den Honigtau die Ameisen regelrecht anlocken. Beide Insektengruppen gehen eine Art von Symbiose ein. Während die Hautflügler die Zellsaft saugenden Schädlinge regelrecht melken, bieten sie ihnen gleichzeitig Schutz vor Fressfeinden.

Hier ist es ratsam, Blattläuse und Ameisen gleichermaßen zu bekämpfen. Sofern es die Zimmerpflanze verträgt, sollten Sie die Maßnahme im Freien durchführen. Damit verhindern Sie eine Weiterverbreitung der Schädlinge auf andere Gewächse im Zimmer und lenken die Ameisenstraße von den Wohnräumen weg. Es ist wortwörtlich von einer Umleitung die Rede. Die Insekten werden recht schnell „ihre“ Blattläuse am neuen Standort lokalisieren.

Backpulver

Eine wirkungsvolle, allerdings umstrittene Methode zur Bekämpfung der lästigen Krabbler ist das Ausbringen von Backpulver / Natron. Ähnlich wie im Backofen quillt das Pulver im Magen der Ameisen auf, was unweigerlich zum Tod der Insekten führt. Ein qualvolles Ende, was aber eine wirksame und schadstofffreie Lösung ist.

  • streuen Sie das Pulver an den Eingängen
  • kombinieren Sie Backpulver mit Klebefallen
  • erneuern Sie die Barriere regelmäßig
Ameisen bekämpfen

Einziger Trost: Nur allein durch die wertvolle Backzutat werden Sie niemals ein komplettes Ameisennest dezimieren können. Nur ein paar wenige Exemplare werden durch das Pulver sterben. Das reicht in der Regel vollkommen aus, damit die Ameisen in Zukunft das Gebiet meiden. Vorsicht: Entfernen Sie die „Quelle“, welche die Insekten in Ihre Wohnung bzw. das Haus lockt. Ist diese zu attraktiv, werden die Tiere schnell einen anderen Weg dorthin finden.

Hirschhornsalz

Ähnlich wie Backpulver wirkt Hirschhornsalz. Das klassische Triebmittel für Backwaren setzt bei Ameisen Ammoniak frei. Die Insekten sterben an einer toxischen Vergiftung. Für Menschen und Haustiere vollkommen ungefährlich, können Sie das Hirschhornsalz auf der Ameisenstraße ausbringen. Gehen Sie großzügig mit dem Mittel um, damit die Krabbler keinen alternativen Weg finden.

Gezielt mit Duft bekämpfen

Wie fast alle in Kolonien lebenden Insekten kommunizieren auch Ameisen über Gerüche. Wie schon erwähnt sind es Späher, die neue Nahrungsquellen erschließen und ihren Fund ihren Artgenossen mitteilen. Machen Sie sich das zunutze. Ameisen reagieren empfindlich auf fremde Gerüche. Gezielt eingesetzt können Sie die Insekten damit aus Ihren Wohnräumen vertreiben.

Bringen Sie eine der folgenden Komponenten großzügig an den stark betroffenen Stellen aus:

  • Zimtpulver
  • Zitronen- oder Orangenschalen
  • Essig
  • Getrocknete Nelken
  • Teebaumöl
Nelken

Auch der Duft von ätherischen Nutz- und Heilpflanzen kann den Geruchssinn der Insekten verwirren. Legen Sie frisch geerntete Pflanzenteile dieser Kräuter gezielt auf der Ameisenstraße aus.

Folgende Gewächse haben sich für diese Aufgabe bewährt:

  • Thymian
  • Wacholderblätter
  • Kerbel
  • Zitronenkraut
  • Zitronenmelisse
  • Pfefferminze
  • Lavendelblüten
  • Farnkraut
  • Kaffeesatz

Machen Sie sich die Abneigung der Ameisen gegen diese Kräuter zunutze und pflanzen Sie die vielseitigen Pflanzen in den Garten. Alternativ können Sie die Gewächse auf der Fensterbank kultivieren. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Ameisen bleiben fern und Sie können Ihre Gerichte kulinarisch mit frischen Kräutern aufwerten.

Im Winter sollten Sie auf stark riechende Öle, wie beispielsweise von Lavendel und Pfefferminze, zurückgreifen. Der Vorteil der natürlichen Duftkomponenten: Die Mittel sind weder für Allergiker noch für kleine Kinder oder Haustiere giftig. Ameisen erleiden bei dieser Maßnahme ebenfalls keinen Schaden, sondern werden nur durch den Geruch vertrieben.

Lavendel

Kaffeesatz ist ein vielseitiges Mittel. Frisch gebrüht zaubert das Pulver ein schmackhaftes Getränk. Im benutzten, getrockneten Zustand gibt es einen nährstoffreichen Dünger im Garten ab. Wenn Sie den Zugang der Ameisen entdeckt haben, sollten Sie im Außenbereich eine dicke Schicht des stark riechenden Pulvers ausbringen. Erneuern Sie die Barriere regelmäßig. Der Vorteil: Den alten Kaffeesatz können Sie direkt in das Substrat Ihrer Pflanzen streuen bzw. über den Kompost entsorgen.

Ameisennest umsiedeln

Eine Kolonie der kleinen Krabbler zu beobachten, ist faszinierend. Emsig bewegen sich die Insekten fort, tragen Lasten, die um ein vielfaches größer sind als sie selbst. Im Garten sind Ameisen willkommen. Sobald die nur wenige Millimeter großen Tiere sich auf der Terrasse oder der Hauswand niederlassen, ist Vorsicht geboten.

Der Weg in die Wohnräume ist nicht mehr weit. Poröse Mauern von älteren Gebäuden bieten einen idealen Unterschlupf für Ameisen. Anstelle von chemischen Substanzen können Sie auf einen bewährten Trick zurückgreifen: Siedeln Sie das gesamte Nest um. Das klappt sehr gut bei einer jungen bzw. kleinen Population. Alles, was Sie benötigen, ist ein Tongefäß, Holzwolle und Geduld.

  • füllen Sie die Holzwolle in das Behältnis
  • das gesamte Gefäß über das Ameisennest stülpen
  • nach ein paar Tagen das neue Zuhause behutsam in den Garten umsiedeln

Sie können den Vorgang beschleunigen, indem Sie zuvor das alte Nest einige Zentimeter tief freilegen. Dabei simulieren Sie den Angriff eines Fressfeindes, die Ameisen werden versuchen, ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen. Das Tongefäß bietet den Insekten Wärme und einen geschützten neuen Lebensraum.

Chemische Hilfsmittel

Insektizide

Wenn das Verschließen der Zugänge und das Ausbringen herkömmlicher Hausmittel nicht wirkt, müssen Sie zu anderen Methoden greifen. Insektizide können hilfreich sein, um die Ameisen in Schach zu halten. Im Fachhandel erhalten Sie spezielles Kontaktgift. Die Insekten nehmen es auf und tragen es in ihr Nest um.

Dort entfaltet es seine volle Wirkung und dezimiert einen Großteil der Ameisenpopulation. Lassen Sie sich ausreichend beraten, denn nicht jede Falle bzw. jedes Kontaktgift ist für jede Ameisenart geeignet. Die Mittel sind extrem giftig, Kinder und Haustiere sollten nicht in Kontakt mit den Fallen geraten. Bringen Sie die Köder an schwer erreichbaren Stellen aus.

Ameisen bekämpfen

Bioziden

Ein starker Ameisenbefall in Mietswohnungen und -häusern kann zu einer Mietminderung führen. Abhängig vom Alter und der Stärke des Nests ist eine Beseitigung mit herkömmlichen Mitteln schwierig bis unmöglich. In einem derartigen Fall kann nur ein Schädlingsbekämpfer Abhilfe schaffen. Mit Bioziden rückt dieser den Ameisen und anderen Plagegeistern zu Leibe. Die genaue Vorgehensweise richtet sich nach der Größe der Wohnräume und der Anzahl der Schädlinge. Greifen Sie nicht selbst zu diesen Giftstoffen. Eine unsachgemäße Verwendung kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Der Vorteil eines „Kammerjägers“: Nach seinem Einsatz sind Sie alle lästigen Insekten los.

Scroll Up