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Aussaat: was kann man im Juli noch pflanzen? - Titelbild

Aussaat: was kann man im Juli noch pflanzen?

Nach der Aussaat im Frühjahr werden die Beete ab Juli wieder frei. Doch was können Sie jetzt pflanzen oder säen, um eine weitere Ernte zu erhalten? Hier erfahren Sie es.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • auf späte Sorten achten
  • Auswahl ist überraschend groß
  • Pflanzreihenfolge beachten
  • schnellwachsende Pflanzen sind gut geeignet
  • Wintergemüse ist ideal

Aussaat im Juli

Viele Menschen schrecken davor zurück, im Sommer nochmals auszusäen. Der Abstand zum Winter erscheint zu gering. Dabei gibt es reichlich Gewächse, die schnell wachsen und eine reiche zweite Ernte einbringen können. Eine Vorzucht ist aber natürlich ebenfalls möglich, um das Wachstum zu beschleunigen.

Pflanzen von A bis Q

Buschbohnen

  • Botanischer Name: Phaseolus vulgaris
  • Aussaat: Frühjahr bis Hochsommer
  • Standort: warm, sonnig, geschützt
  • Erntezeit: zwei bis drei Monate nach der Aussaat
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: mäßiger Nährstoffgehalt, locker, humos, neutraler pH-Wert
Buschbohnen


Erbsen

  • Botanischer Name: Pisum sativum
  • Aussaat: ab April bis zum Sommer
  • Standort: halbschattig
  • Erntezeit: drei Monate nach Aussaat
  • Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
  • Substrat: locker, mäßig nährstoffreich, nicht zu lehmig
Erbsen im Garten


Feldsalat

  • Botanischer Name: Valerianella locusta
  • Aussaat: Juni bis September
  • Standort: sonnig
  • Erntezeit: September bis November
  • Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
  • Substrat: anspruchslos
Feldsalat zur Spätaussaat


Kräuter

  • Beispiele: Petersilie, Dill, Kresse
  • Aussaat: über die gesamte Gartensaison
  • Standort: abhängig von der Art
  • Erntezeit: bereits wenige Wochen nach dem Austrieb
  • Nährstoffbedarf: gering
  • Substrat: Kräutererde ist ideal
Krause Petersilie im Beet
Petersilie (Petroselinum crispum)

Möhren

  • Botanischer Name: Daucus carota subsp. sativus
  • Aussaat: Mai bis August in warmen Regionen
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: zehn bis zwölf Wochen nach der Aussaat
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: sandig und locker
Karotten im Garten

von R bis Z

Radieschen

  • Botanischer Name: Raphanus sativus var. sativus
  • Aussaat: ab März bis Anfang August
  • Standort: sonnig und luftig
  • Erntezeit: etwa acht Wochen
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: humusreich, mittelschwer aber locker
Radieschen


Rucola

  • Botanischer Name: Eruca vesicaria ssp. sativa
  • Aussaat: Anfang April bis Anfang September
  • Standort: sonnig
  • Erntezeit: März bis Oktober
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: locker und feucht, mäßig nährstoffreich
Aussaat Juli: Rucola


Rettich

  • Botanischer Name: Raphanus sativus var. sativus
  • Aussaat: März bis August
  • Standort: sonnig
  • Erntezeit: Oktober bis Dezember
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: humos, leicht feucht, mäßig nährstoffreich
Aussaat Juli: Schwarze Rettich (Raphanus sativus var. niger)
Schwarze Rettich (Raphanus sativus var. niger)

Rote Bete

  • Botanischer Name:
  • Aussaat: April bis Anfang Juli
  • Standort: vollsonnig
  • Erntezeit: drei bis vier Monate nach der Aussaat
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: tiefgründig, locker, humos
Rote Beete


Salate

  • Beispiele: Endivien, Radicchio
  • Aussaat: ab März bis August
  • Standort: halbsonnig
  • Erntezeit: sechs bis zwölf Wochen nach der Aussaat
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: locker, tiefgründig, humos
Aussaat Juli: Radicchio
Radicchio (Cichorium intybus var. foliosum)

Spinat

  • Botanischer Name: Spinacia oleracea
  • Aussaat: Herbstspinat Juni bis September
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: zehn bis zwölf Wochen
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: humusreich, locker, neutraler pH-Wert
Echter Erdbeerspinat (Blitum virgatum)
Echter Erdbeerspinat (Blitum virgatum)

Pflanzung im Juli

Bereits vorgezogene Jungpflanzen haben entscheidende Vorteile. Darunter:

  • geringerer Aufwand
  • höhere Widerstandskraft
  • schnellerer Ertrag

Hinweis: Bei vielen davon handelt es sich um Starkzehrer, sodass eine entsprechende Düngung erforderlich ist. Zudem sollten sie nicht jährlich angepflanzt werden, sondern sind in passender Fruchtfolge zu kultivieren.

Pflanzen von A bis J

Blumenkohl

  • Botanischer Name: Brassica oleracea var. botrytis
  • Pflanzen: Juni bis August
  • Standort: vollsonnig, Halbschatten wird ebenfalls vertragen
  • Erntezeit: neun bis zwölf Wochen nach der Pflanzung
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: humos, locker, leicht feucht und nährstoffreich
Aussaat Juli: Blumenkohl


Brokkoli

  • Botanischer Name: Brassica oleracea var. italica
  • Pflanzung: ab April bis September
  • Standort: sonnig
  • Erntezeit: April bis Mai
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: neutral, locker, nährstoffreich
Brokkoli


Chinakohl

  • Botanischer Name: Brassica rapa subsp. pekinensis
  • Pflanzung: bis Anfang August
  • Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt
  • Erntezeit: ab Oktober
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: pH-Wert neutral, nährstoffreich, locker und tiefgründig
Aussaat Juli: Chinakohl


Fenchel

  • Botanischer Name: Foeniculum vulgare
  • Pflanzung: Aprl bis August
  • Standort: vollsonnig
  • Erntezeit: etwa drei Monate nach der Pflanzung
  • Nährstoffbedarf: Mttelzehrer
  • Substrat: nährstoffreich, locker, oragnischen Dünger verwenden
Aussaat Juli: Fenchel


Grünkohl

  • Botanischer Name: Brassica oleracea var. sabellica
  • Pflanzung: ab Mai bis Juli
  • Standort: sonnig
  • Erntezeit: zwei bis sieben Monate nach der Pflanzung abhängig von der Sorte
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: humos, nährstoffreich, locker
Grünkohl

von K bis Z

Kohlrabi

  • Botanischer Name: Brassica oleracea Gongylodes Group
  • Pflanzen: Juni bis August
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: August bis Oktober
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: nährstoffreich
Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes)

Tipp: Ernten Sie jungen Kohlrabi. Ältere Exemplare werden holzig.

Lauch

  • Botanischer Name: Allium porrum
  • Pflanzung: Juli bis August
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: vor dem ersten Frost
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: nährstoffreiche Gartenerde
Lauch

Tipp: Achten Sie bei der Aussaat im Juli unbedingt darauf, eine späte Sorte zu wählen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie den Porree selbst vorziehen.

Rosenkohl

  • Botanischer Name: Brassica oleracea var. gemmifera
  • Pflanzung: April bis Anfang August
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: November bis März
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: neutraler pH-Wert, sandig, lehmig, locker und nährstoffreich
Aussaat Juli: Rosenkohl, Wintergemüse im Hochbeet


Steckrübe

  • Botanischer Name: Brassica napobrassica
  • Pflanzung: von Juni bis Juli
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: September bis April
  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
  • Substrat: nährstoffreich, leicht feucht, pH-Wert von mindestens 6,8
Aussaat Juli: Steckrübe


Wirsing

  • Botanischer Name: Brassica oleracea
  • Pflanzung: April bis Juli
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: September bis Oktober
  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer
  • Substrat: kalkhaltig und nährstoffreich
Aussaat Juli: Wirsingkohl, Wintergemüse im Hochbeet

Häufig gestellte Fragen

Warum muss die Pflanzreihenfolge beachtet werden?

Wurden zuvor Starkzehrer in dem Beet gezogen, sind die meisten Nährstoffe in dem Substrat verbraucht. Ohne eine weitere Düngung können also nur noch Schwachzehrer darauf wachsen. Verbrauchte Erde macht sich spätestens durch das rapide Nachlassen des Ertrags bemerkbar.

Was ist besser, säen oder pflanzen?

Bereits vorgezogene Jungpflanzen haben einen Vorsprung gegenüber Samen. Sie wachsen schneller und zeigen sich widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen. Zudem lässt sich der notwendige Pflanzabstand leichter einhalten und lediglich aufgegangene Saat wird ins Beet verbracht. Gerade bei sehr kleinen Gärten beziehungsweise Gärten ist das ideal.

Was kann mit den Gewächsen nach der Ernte erfolgen?

Sie können als Gründünger dienen. Dazu müssen Sie sie lediglich kleinschneiden und in die Erde einarbeiten. Im Winter werden sie durch im Boden lebende Organismen zersetzt und stellen erneut Nährstoffe bereit.

Was muss bei der Aussaat oder Pflanzung im Juli beachtet werden?

Bereiten Sie die Erde entsprechend vor. Diese sollte von Unkraut und anderen Pflanzenresten befreit und aufgelockert werden. Eine erneute Düngung kann ebenfalls sinnvoll sein.

Wie lässt sich die Erntezeit beschleunigen und verlängern?

Indem Jungpflanzen oder Samen in ein Hochbeet gesetzt werden. Die Temperatur der Erde ist höher wodurch sie schneller wachsen und in kürzerer Zeit abgeerntet werden können. Sogar eine mehrfache Ernte ist möglich.

Autor
Corinna ist unsere Wort-Künstlerin. Keine Pflanze ist ihr zu exotisch. Dank ihrer Recherche finden sich zu unzähligen Themen hilfreiche Tipps und Ratschläge.

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