Basilikum Pflege - Titel

Die richtige Pflege von Basilikum sorgt dafür, dass Sie immer ausreichende Mengen des Krauts verfügbar haben. Nicht nur die Grundlagen sind hierbei wichtig. Pflegetipps helfen bei der Kultivierung gesunder Exemplare.

Auf den Punkt gebracht

  • Königskraut benötigt ausreichend Sonne zum Wachsen
  • Pflanzung im Freiland ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse in deutschsprachigen Ländern nur einjährig möglich
  • Basilikum ist sehr durstig und bevorzugt ein feuchtes Substrat ohne die Gefahr auf Staunässe
  • Topf- und Beetbasilikum werden unterschiedlich gedüngt
  • Durch eine regelmäßige Ernte wird die Vitalität der Pflanzen erhalten und die Blüte verhindert


Optimaler Standort

Egal ob Sie Basilikum auf dem Balkon, in der Küche oder im Freiland kultivieren, der Lippenblütler (Lamiaceae) ist aufgrund seiner mediterranen Herkunft auf einen geeigneten Standort angewiesen. Effektiv wächst das Königskraut, wenn Sie ein Plätzchen mit den folgenden Eigenschaften zur Verfügung stellen:

Basilikum blüht, ist er noch essbar
  • Lichtbedarf: sonnig
  • min. 6 Stunden Sonne am Tag
  • starke Mittagssonne vermeiden
  • windgeschützt
  • vor Niederschlag geschützt

Bei Topfpflanzen in der Wohnung hilft es, die Exemplare zwischendurch ins Freie zu befördern. Dadurch werden sie robuster. Zudem sollte eine gute Luftzirkulation bestehen, damit sich keine überschüssige Feuchtigkeit ansiedeln kann, was den Pflanzen stark zusetzt.

Hinweis: Da eine Pflanzung im Garten nicht mehrjährig möglich ist, müssen Sie die Pflanzen regelmäßig vermehren. Geben Sie die Saat des Lichtkeimers entweder Mitte Mai direkt ins Beet oder ziehen Sie die Pflänzchen ab April vor.

Substrat

Wenn Sie Basilikum kultivieren, muss das Substrat an die Bedürfnisse des Krauts angepasst werden. Der Starkzehrer bevorzugt einen nährstoffreichen Boden, der ausreichend durchlässig ist, um die Chance auf Staunässe zu verringern. Für Basilikum im Beet verwenden Sie reifen Kompost, um die Struktur zu verbessern und für genügend Nahrung zu sorgen. Topfpflanzen sollten als Substrat Blumenerde mit hohem Nährstoffanteil erhalten. Die allseits beliebte Kräutererde reicht beim Königskraut nicht aus. Falls sie zu dicht ist, mischen Sie etwas Quarzsand unter.

Hinweis: Eine Drainage aus Tonscherben, Kies oder Blähton am Topfboden schützt vor Staunässe.

Basilikum im Topf
Für die Vermehrung von Basilikum bieten sich prinzipiell zwei Arten an.

Gießen

Das Wässern gelingt ohne größere Probleme. Gießen Sie immer, wenn die oberste Bodenschicht angetrocknet ist. Im Freien kann das je nach Wetterlage mehrere Tage dauern, während Topfpflanzen sogar zweimal pro Tag gegossen werden müssen. Ist der Boden noch feucht, nicht nachgießen. Es spielt keine Rolle, ob Sie kalkhaltiges Wasser verwenden.

Düngen

Die Düngung ist ein wichtiger Aspekt bei der Basilikum-Pflege. Dabei ist zu beachten, dass in den Garten gepflanzte Exemplare anders gedüngt werden müssen als Kübelbasilikum. Wenn Sie sich für die Kübelvariante entschieden haben, düngen Sie wie folgt:

  • Häufigkeit: alle 2 Wochen
  • Winter-Düngung: alle 2 bis 4 Wochen
  • Dünger: Flüssigdünger (organisch), Kräuterdünger (biologischer Ursprung)
  • über Gießwasser verabreichen
  • nicht über Blätter geben

Bei der Pflanzung reichern Sie den Boden mit reifem Kompost oder Hornspänen an, vor allem wenn dieser mager ist. Im Sommer düngen Sie je nach Bedarf noch einmal mit Kompost nach.

Regelmäßig ernten

Zur richtigen Pflege des Basilikum müssen Sie das Kraut nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt schneiden. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie das Kraut in regelmäßigen Abständen abernten, um die Bildung von Blüten zu verhindern. Der Grund: Nach der Blüte verendet die Pflanze, da das Wachstum komplett eingestellt wird. Da Ocimum basilicum zudem ohne einen Ernteschnitt den dichten, buschigen Wuchs verliert, verringert sich die Menge an nutzbaren Blättern. Glücklicherweise können Sie immer ernten, wenn Sie Basilikum benötigen oder eine bestimmte Größe erreicht wurde. Schneiden Sie ausschließlich Triebspitzen bis zur nächsten Verzweigung. Auf diese Weise verhindern Sie, dass die Pflanze schwächelt und sich nicht mehr erholen kann.

Basilikum anbauen

Hinweis: Durch die anhaltende Ernte verhindern Sie, dass das Kraut ein bitteres Aroma annimmt. Da der Lippenblütler keine Chance zum Blühen hat, werden keine Bitterstoffe entwickelt, die die Intensität der ätherischen Öle schwächen.

Basilikum-Pflege: 7 Tipps

  • Nach Kauf umtopfen: Wenn Sie sich für einen Supermarkt-Basilikum entscheiden, topfen Sie diesen so schnell wie möglich um. Entfernen Sie vertrocknete, verfaulte oder beschädigte Wurzeln und nutzen Sie ein hochwertiges Substrat.
  • Gekauften Basilikum teilen: Je nach Anbieter ist in Töpfen erhältlicher Ocimum basilicum zu eng gepflanzt. Hier bietet es sich an, den Wurzelballen auszugraben, in vier Stücke mit einem Messer zu teilen und in separate Pflanzgefäße zu setzen. So bieten Sie dem Königskraut genügend Platz.
  • Ideale Topfgröße: Bei einer Kultivierung im Topf sollte dieser nicht zu klein sein. Ideal sind acht bis zehn Liter Töpfe mit einer Höhe von 20 Zentimetern. Auf diese Weise hat das Basilikum genügend Platz zum Gedeihen.
  • Problem Schnecken: Im Garten gehören Schnecken zu den größten Feinden des Basilikums. Setzen Sie als Gegenmaßnahme auf Duftbarrieren, Schneckenzäune oder Fressfeinde ein. Alternativ pflanzen Sie das Kraut in höheren Töpfen oder einem Hochbeet an.
Basilikum blüht von Juni bis September
  • Luftfeuchtigkeit: Eine warme und trockene Umgebung fördert den Befall durch Blattläuse und Thripse. Zur Pflege des Basilikum sprühen Sie in der Umgebung des Krauts regelmäßig Wasser oder setzen Sie einen Luftbefeuchter ein. Sobald Sie einen Befall durch die Schädlinge entdecken, brausen Sie diese mit Wasser ab, isolieren sie und entfernen befallene Blätter.
  • Pilzkrankheiten vorbeugen: Achten Sie bei der Kultivierung Ihres Basilikums darauf, nicht die Blätter von oben zu gießen. Speziell bei kühlen Wetterlagen führt dieser Dauerzustand zu Pilzinfektionen wie der Blattfleckenkrankheit und der gefährlichen Fusarium-Welke. Entfernen Sie befallene Triebe, um den Befall einzudämmen.
  • Gute Nachbarn: Pflanzen Sie das Kraut zusammen mit anderen Pflanzen, um es gesünder zu machen. Für diesen Zweck eignen sich Rosmarin, Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Petersilie, Borretsch, Kresse, Bohnenkraut und Kerbel. Aufgrund der Inhaltsstoffe bietet sich Basilienkraut ebenfalls als Schutz vor Mehltau und Schädlingen an, die Kräuter und Gemüse zusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Wie werden geerntete Basilikumblätter gelagert?

Wenn Sie die geernteten Basilikumblätter nach der Ernte nicht sofort verwenden wollen, sollten Sie diese einfrieren. Dafür können Sie entweder ganze Blätter oder ein Mus aus diesen zur Aufbewahrung in der Gefriertruhe platzieren. Auf diese Weise hält das Kraut sogar mehrere Monate. Ebenso ist es möglich, die Blätter nach dem Trocknen in Sonnenblumen- oder Olivenöl zu lagern, wodurch dieses das Aroma annimmt.

Welche Sorten können mehrjährig kultiviert werden?

Es gibt einige Sorten, die robust genug sind, um den Winter trotz Lichtmangel und einem Winterquartier überleben und mehrjährig kultiviert werden können. Dazu gehören der Tulsi (Ocimum sanctum), der Strauchbasilikum ‚Wilder Purpur‘ (Ocimum canum basilicum ‚Wildes Purpur) und der Kampfer-Basilicum ‚African Blue‘ (Ocimum kilimandscharicum basilicum ‚African Blue‘). Ebenso ist der Nelkenbasilikum (Ocimum gratissimum) zu nennen.

Wie werden geeignete Basilikumsorten überwintert?

Egal ob es sich um robuste Sorten oder nicht handelt, die Pflanzen müssen ab einer Außentemperatur von 12°C im Herbst nach drinnen befördert werden. Das Winterquartier muss hell sein und idealerweise Temperaturen zwischen 12°C und 20°C haben. Vermeiden Sie unbedingt einen Platz über der Heizung, da das Kraut sonst austrocknet. Vergessen Sie nicht, regelmäßig zu gießen, da die Pflanze im Winter weiterhin austreibt.

Können Stecklinge zur Vermehrung verwendet werden?

Ja, Stecklinge können genutzt werden, wenn Sie eine mehrjährige Sorte ausgewählt haben. Da diese Pflanzen deutlich robuster sind als einjährige Exemplare, können die abgeschnittenen Pflanzenteile genügend Wurzeln ausbilden. Schneiden Sie hierfür einen gesunden Trieb ab und entfernen Sie das untere Drittel an Blättern. Platzieren Sie den Steckling in einem Wasserglas und nachdem Wurzeln zu erkennen sind, topfen Sie das Pflänzchen ein.