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17 beliebte essbare Pilze mit Schwamm

17 beliebte essbare Pilze mit Schwamm

In der Pilzsaison treibt es viele Menschen in die Wälder, um nach den leckeren Schätzen Ausschau zu halten. Dabei sind nicht immer alle ungiftig. Hier gibt es die wichtigsten Informationen der 17 beliebtesten essbaren und geschmackvollsten Pilz-Exemplare, die Sie sich in den Korb stecken können.

Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht

  • zahlreiche Röhrenpilze mit Schwamm sind essbar
  • am häufigsten gesammelten und verzehrte Sorten
  • mit pilzigem, nussigem, säuerlichem und bitterem Geschmack zu finden

Essbare Pilze mit Schwamm

Brätling (Lactarius volemus)

Der Brätling ist mit den Täublingspilzen verwandt. Er zeichnet sich durch seine besondere Geschmacksnote aus und wächst zwischen Juli und Oktober.

Brätling (Lactarius volemus)
Quelle: Ernie, AD2009Sep06 Lactarius Volemus 03, bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0
  • Aussehen: 10 bis 12 Zentimeter hoch; orange-brauner Stiel; flacher, rot-brauner Hut mit zwischen 5 und 15 Zentimeter Durchmesser und mittiger Delle
  • Geschmack: mild, mit dezent-bitterem Nachgeschmack
  • Geruch: fischig
  • Standort: Waldrand

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)

Zu den bekanntesten essbaren Pilzen mit Schwamm zählen die Pfifferlinge und insbesondere der Echte Pfifferling, der auch Eierschwamm oder Rehling genannt wird. Er besitzt ein einzigartiges Aroma und hat meist ab Ende Juni bis Oktober Saison.

Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)
  • Aussehen: Stielhöhe 3 bis 6, seltener 8 Zentimeter; dunkelgelb bis blass weißlich; gegabelte Leisten
  • Geschmack: aromatisch, leicht scharf, pfefferig.
  • Geruch: obstartig, frisch pilzig
  • Standort: Mischwälder

Tipp: Sie sollten unbedingt auch die schwammigen Sorten „Samtiger Pfifferling“ (Cantharellus friesii) und „Amethyst-Pfifferling“ (Cantharellus amethysteus) probieren, die einen ebenso würzigen Geschmack aufweisen.

Edel-Reizker (Lactarius deliciosus)

Von August bis Oktober zeigt sich der Edel-Reizker, der als Heilpilz in der Alternativmedizin sehr beliebt ist. Von echten Pilzliebhabern ist er aufgrund seines hohen Vitamin- und Mineraliengehalts sehr gefragt.

Edel-Reizker (Lactarius deliciosus)
  • Aussehen: 4 bis 7 Zentimeter lang; flacher, 10 Zentimeter breiter Hut; zunehmend trichterförmig oder eingerollt; orangefarbener Stiel
  • Geruch: süßlich, obstartig
  • Geschmack: fruchtig-mild
  • Standort: Kieferwälder

Hinweis: Der Edel-Reizker ähnelt stark dem Lachs-Reizker, der zwar nicht giftig ist, aber einen sehr bitteren Geschmack aufweist und deshalb nicht immer erwünscht ist.

Maipilz (Calocybe gambosa)

Der Maipilz gehört zu den Ritterlingen und champignonartigen Pilzen (Agaricales). Es wächst bereits ab Mai.

Maipilz (Calocybe gambosa)
Quelle: User:Strobilomyces, Calocybe gambosa 080420wb, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Aussehen: Größe 5 bis 8 Zentimeter; weißer, breiter, fester Stiel; Hut cremeweiß; weißes Sporenpulver
  • Geruch: aufdringlich mehlartig
  • Geschmack: mild-würzig
  • Standort: Waldränder

Röhrenpilze

Am häufigsten lassen sich essbare Pilze mit Schwamm unter den Röhrenpilzen finden. Folgend einige Beispiele beliebter Sorten:

Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus luridiformis)

Dieser Röhrenpilz wird auch „Zigeuner, Flocki oder Hexenpilz“ genannt und gedeiht oftmals bereits ab April bis November. Ausgewachsen erreicht er ein korpulentes Volumen.

Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus luridiformis)
Quelle: Deana Thomas, Neoboletus luridiformis 91431889, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Aussehen: gelber bis gelblich-brauner Hut; gelblicher bis oliv-grüner, flockiger Stiel mit roten Grundflecken; bis 15 Zentimeter
  • Geruch: typisch pilzig
  • Geschmack: mild; angenehm pilzig
  • Standort: Mischwälder; vorzugsweise sauren Boden

Hinweis: Der Hexenröhrling nimmt nach dem Aufschneiden eine grünlich bis bläuliche Farbe an den Schnittstellen an, was ganz natürlich und kein Anzeichen für eine Giftigkeit ist.

Glattstieliger Hexenröhrling (Suillellus queletii)

Optisch ist der glattstielige Hexenröhrling für viele Pilzsammler kein Appetitanreger, aber überzeugt dennoch durch seinen feinen Geschmack.

Glattstieliger Hexenröhrling (Suillellus queletii)
Quelle: EmillimeS, Suillellus queletii; 101 0534, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Aussehen: bräunlicher, rubin-rötlicher bis kupfer- und dunkelroter Hut; hellgelber nach unten rot verlaufender Stiel; zitronengelbe über goldgelbe bis blass-olivgrüne Röhren; bis 18 Zentimeter groß
  • Geruch: minimal bis leicht angenehm pilzig
  • Geschmack: mild, pilzig
  • Standort: Laubwälder; bevorzugt Eichen und Buchen

Maronen-Röhrling (Imleria badia)

Dieser Röhrenpilz verfügt über ein festes Fruchtfleisch. Er zählt zu den beliebtesten und weit verbreitetsten Speisepilzen.

Maronen-Röhrling (Imleria badia)
Quelle: Lukas from London, England, Imleria badia (44024099735), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Aussehen: Stiel bis 15 Zentimeter lang; hell- bis dunkelbräunlicher Hut; weißlich bis gelbliches Fruchtfleisch; gelblich bis grün-gelbliche Röhren; oliv-braune Sporen
  • Geruch: pilzig; leicht säuerlich
  • Geschmack: pilzig; nussig
  • Standort: Fichten und Lärchenwälder

Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus)

Der Pfefferröhling gedeiht wild ab etwa Mai und manchmal bis in den Dezember hinein. Er zählt zu den besten Würzpilzen.

Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus)
Quelle: Holger Krisp, Pfefferröhrling Chalciporus piperatus, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0
  • Aussehen: rot-brauner, leicht gebuckelter Hut; dünner bräunlicher bis gelber Stiel; rot-braune Röhren; großporiger Schwamm
  • Geruch: neutral
  • Geschmack: pfeffrig-scharf
  • Standort: Mischwald; gern saure Böden

Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)

Dieser dreifarbige Röhrenpilz kommt häufig vor. Er wächst ab Sommer bis in den Spätherbst.

Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)
Quelle: Dušan Vučić, Xerocomus subtomentosus gljiva, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Aussehen: grau-brauner Hutdeckel mit leicht rosafarbiger Unterhaut; schlanker beige-gefleckter bis weißer Stiel; chrom- bis ockerfarbige, später gelbliche bis grün-braune Röhren
  • Geruch: neutral
  • Geschmack: mild, pilzig
  • Standort: Mischwälder

Rotfußröhrlinge

Pilzröhrlinge lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen, wie beispielsweise in Rotfußröhrlinge. Sie sind kleiner und schmaler als die bekannten Steinpilz-Sorten, besitzen einen mittig gelegenen sowie weichen Stiel und eine filzige Huthaut. folgend beliebte Beispiele:

Gemeiner Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)

Aufgrund seines auffallenden Geschmacks wird der Gemeine Rotfußröhrling in der Regel nur als Mischpilz verwendet.

Gemeiner Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
Quelle: Dr. Hans-Günter Wagner, Xerocomellus chrysenteron (Syn. Boletus chrysenteron) (35255669413), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Aussehen: bräunlicher, filziger bis samtiger Hut, der später aufreißt und rote Furchen bildet; rötlicher, gepunkteter, bis 12 Zentimeter langer Stiel; gelbe bis oliv-gelbe Röhren
  • Geruch: säuerlich, pilzig
  • Geschmack: säuerlich
  • Standort: Mischwälder

Falscher Rotfuß (Xerocomellus porosporus)

Auch „Düsterer Rotfußröhrling“ genannt, präsentiert sich dieses Exemplar als perfekter Würzpilz für eine leicht säuerliche Note, der als Mischpilz spürbar das Aroma anderer Pilzsorten annimmt.

Falscher Rotfuß (Xerocomellus porosporus)
Quelle: Björn S., Xerocomellus porosporus – panoramio (2), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Aussehen: nussbrauner bis beige-brauner, aufreißender Hut; rote Furchen; gelblich bis weiß-grauer oder weiß-gelblicher Stiel, gelegentlich mit roten Punkten; gelbe Röhren
  • Geruch: neutral bis leicht säuerlich
  • Geschmack: mild; etwas säuerlich
  • Standort: Mischwälder

Rotkappen

Die Rotkappen bilden eine weitere Kategorie der Röhrlinge. Sie weisen alle helle Stiele mit schwarz-braunen Schuppen auf. Bei Hautverletzungen können Verfärbungen auftreten, die von rosa über rot bis blau und grün bis hin zu schwarz übergehen.

Hinweis: Beim Kochen kann sich das Fruchtfleisch schwarz verfärben. Das ist ein normaler Vorgang und beeinträchtigt weder die Verzehrbarkeit noch den Geschmack.

Birkenrotkappe (Leccinum versipelle)

Die Sorte „Birkenrotkappe“ ist roh ungenießbar und kann Magenprobleme hervorrufen. Deshalb sollte dieser Pilz grundsätzlich gut durchgekocht werden.

Birkenrotkappe (Leccinum versipelle)
Quelle: Lukas from London, England, Leccinum versipelle (32681845148), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Aussehen: rot-orangefarbener, bis braun-rötlicher Hut; auffallend dicker Stiel, der anfangs gelblich und später ins gräuliche übergeht; Röhren besitzen ähnliche Farbe wie Stiele
  • Geruch: angenehm pilzig
  • Geschmack: mild
  • Standort: bevorzugt Birkennähe; gern sand- und lehmhaltige Böden

Schmierröhrlinge

Eine besondere Röhrling-Kategorie stellen auch die Schmierröhlinge dar, die als Speisepilz sehr gefragt sind – vor allem die folgenden:

Butterpilz (Suillus luteus)

Der Butterpilz ist bekannt für seinen intensiven säuerlichen Geschmack, denn nicht jeder Pilzliebhaber verträgt.

Butterpilz (Suillus luteus)
Quelle: Björn S…, Suillus luteus (37793987452), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Aussehen: 13 Zentimeter breiter, braun-glänzender Hut; gelbliche Stiele mit bräunlich-violettem Ring und bräunlichen Punkten; zitronengelbe Röhren
  • Geruch: obstartig
  • Geschmack: deutlich säuerlich
  • Standort: Kieferwälder

Goldröhrling (Suillus grevillei)

Er wird auch unter den Synonymen „Goldgelber“, „Lärchenröhrling“ und „Goldkappe“ geführt. Beliebt ist er vor allem bei Köchen und Genießern, die keinen typischen und/oder herausstechenden Pilzgeschmack wünschen.

Goldröhrling (Suillus grevillei)
Quelle: Holger Krisp, Suillus-grevillei-Goldröhrling, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0
  • Aussehen: goldfarbener bis orange-gelber Hut; seltener auch rostbraun oder hellgelb; unterer Stiel dunkelorange bis braun; oberer Stiel gelbe, später bräunliche Ringe; Röhren zuerst gelblich, später bräunlich
  • Geruch: leicht pilzig, teilweise leicht muffelig
  • Geschmack: sehr mild; wenig pilzig; eher fade
  • Standort: Lärchenböden

Steinpilze

Die wohl bekannteste Gruppierung unter den Röhrlingen sind die Steinpilze. Sie kommen den meisten Vorstellungen eines aromatischen Pilzes am nächsten. Hier einige sehr beliebte Beispiele von Schwammpilzen:

Birkensteinpilz (Boletus betulicola)

Ein optisches Meisterwerk bietet dieser kräftig wachsende, dickfleischige Birkensteinpilz, der auch geschmacklich einiges zu bieten hat. Er wächst zwischen Sommer und Herbst.

Birkensteinpilz (Boletus betulicola)
Quelle: Midnight Runner, Hríb smrekový (Boletus edulis) (2), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Aussehen: heller, ocker- bis bronzefarbener, gewölbter Hut; brauner Stiel mit weißlicher Netzzeichnung; erst gelbe, später dunkel- bis ocker-gelbe Röhren
  • Geruch: neutral
  • Geschmack: mild pilzig; leichte nussige Note
  • Standort: Laubwälder; bevorzugt Birken

Eichensteinpilz (Boletus reticulatus)

Der geschmackvolle Eichensteinpilz ist einer von wenigen Exemplaren seiner Art, der auch roh gegessen werden kann. Er lässt sich zwischen Mai und September in der Natur finden.

Eichensteinpilz (Boletus reticulatus)
Quelle: Björn S…, Boletus reticulatus (29025825761), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Aussehen: unterschiedliche Brauntöne des Hutes; bis zu 28 Zentimeter Durchmesser; mittelbrauner Stiel mit beigem bis weißlichem Netz; Röhren erst weißlich, später leicht gelblich-beige bis grün-gelblich
  • Geruch: angenehm nussig
  • Geschmack: typisch steinpilzig mit Nuss-Note
  • Standort: Laubwälder; vorzugsweise unter Eichen, aber auch Buchen

Fichtensteinpilz (Boletus edulis)

Wie der Eichensteinpilz ist auch der Fichtensteinpilz roh essbar. Er zeigt sich zwischen Juli und Oktober und bei milden Temperaturen auch noch im November.

Fichtensteinpilz (Boletus edulis)
Quelle: Holger Krisp, (Gemeine Steinpilz) Boletus edulis, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0
  • Aussehen: unterschiedliche Brauntöne des Hutes; bis zu 25 Zentimeter Durchmesser; Stiel weißlich mit bräunlichen Fasern; Röhren erst weißlich, gelblich oder gelbgrün, später oliv-grün
  • Geruch: angenehm pilzig
  • Geschmack: mild-pilzig; leicht nussig
  • Standort: Nadelwälder, seltener in Misch- und Laubwäldern

Häufig gestellte Fragen

Wie sind essbare von giftigen Pilzen mit Schwamm zu unterscheiden?

Es gibt kein „Patentrezept“. Das können Sie nur über die eindeutige Pilzbestimmung erfahren. Nutzen Sie dafür verschiedene Hilfsmittel. Es gibt Apps und Bücher, die Sie mit auf Ihre Pilzsuche nehmen sollten. Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Pilz giftig oder nicht ist, gibt es auch spezielle Anlaufstellen, bei denen Sie sich beraten lassen können.

Welche Pilze mit Schwamm sind nicht essbar?

Dazu zählen unter anderem der giftige Satansröhrling (Boletus satanas) sowie die ungenießbaren Schönfußröhrlinge (Boletus calopus) und Wurzelnden Bitterröhrlinge (Boletus radicans). Sie sind extrem bitter. Eine Besonderheit stellt der Netzstielige Hexenröhrling (Boletus luridus) dar, der nur essbar ist, wenn zeitgleich kein Alkohol konsumiert wird. Er reagiert darauf und kann Vergiftungserscheinungen auslösen.

Wachsen essbare Pilze mit Schwamm ausschließlich in Wäldern?

Nein. Sie wachsen überall dort, wo sie optimale Wachstumsbedingungen finden. Für die meisten bieten diese feuchte und schattenspendende Wälder. Viele Sorten finden sich beispielsweise auch auf Pferdeweiden oder an Wegrändern, wenn der Boden sandig, lehmig oder sauer und ausreichend Feuchtigkeit gegeben ist.

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