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33 Bienensträucher und insektenfreundliche Büsche

Bienensträucher

Blühende Büsche und Sträucher locken viele nützliche Insekten und Vögel in den Garten und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Die Auswahl an insektenfreundlichen Gehölzen ist riesig und vielfältig. Hier finden Sie 33 Bienensträucher.

Auf den Punkt gebracht

  • bienenfreundliche Sträucher und Büsche sind reich an Nektar und Pollen
  • weit offene und nicht dicht gefüllte Blütenkelche ideales Ziel für Bienen und Insekten
  • Mischung aus Früh-, Sommer- und Spätblühern empfehlenswert
  • erhöht so Blütenpracht und Pollenangebot

Insektenfreundliche Frühblüher

Von B bis F

Bauernjasmin (Philadelphus coronarius)

Bauernjasmin - Philadelphus coronarius
  • schmal aufrecht, im Alter überhängend
  • zwischen 200 und 300 cm groß
  • schwach gezähnte, tiefgrüne Blätter
  • Blütezeit Mai-Juni
  • schalenförmige, rahmweiße, duftende Blütentrauben

Tipp: Zuchtformen dieses traditionellen Bauerngartengehölzes sind weder bienenfreundlich noch insektenfreundlich.

Berberitze (Berberis)

Bienensträucher - Gewöhnliche Berberitze
Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris)
  • aufrechter, dichter Wuchs, im Alter bogig überhängend
  • Wuchshöhe bis 300 cm
  • bedornte Zweige und Blätter
  • Blütezeit von Mai bis Juni
  • Bienensträucher mit kleinen, rein gelben Blüten
  • nach der Blüte schwarze, blaubereifte Früchte
  • Nektar mäßig, Pollen gering

Echte Mispel (Mespilus germanica)

Echte Mispel - Mespilus germanica
  • bizarrer Wuchs, 300 bis 800 cm hoch 
  • krummer Stamm, breite Krone
  • blüht von Mai bis Juni
  • kleine weiße oder rosafarbene Blüten
  • kleine essbare, birnenförmige Früchte
  • reiches Nektar- und Pollenangebot

Edelginster ‚Lena‘ (Cytisus scoparius)

Bienensträucher - Edelginster 'Lena'
  • besenartiger aufrechter Wuchs, bis 150 cm hoch
  • dicht verzweigt, gedrungen
  • von Mai bis Juli traubenständige Schmetterlingsblüten
  • in Gelb-, Orange- und Rottönen
  • Nektar gering, Pollenangebot mäßig

Faulbaum (Rhamnus frangula)

Faulbaum - Rhamnus frangula
  • schnell wachsend, mehrstämmig
  • von 200 bis 400 cm groß
  • blüht von Mai bis Juli
  • Blüten klein, gelblich, unscheinbar
  • reiches Nektarangebot, Pollen mäßig
  • rote bis schwarze Früchte, giftig

Feuerdorn (Pyracantha coccinea)

Feuerdorn - Pyracantha coccinea
Pyrantha coccinea ‚Red Column‘
  • dorniges, aufrechtes, buschiges Gehölz
  • wird 100 bis 300 cm hoch
  • Mai bis Juni weiße Schirmrispen mit viel Pollen
  • mäßiges Nektar- und Pollenangebot
  • nach der Blüte gelbe, orangefarbene oder rote Früchte
  • für Menschen ungenießbar

Tipp: Dieser Strauch dient auch Vögeln als Nistplatz und seine Beeren als Nahrungsquelle.

Flieder (Syringa vulgaris)

Flieder - Syringa vulgaris
  • aufrecht, dicht verzweigt
  • wird 400 bis 600 cm hoch
  • Gestrüpp und Ausläufer bildend
  • Blütezeit Mai bis Juni
  • lila bis violette Blütenrispen, stark duftend
  • Nektar mäßig, reiches Pollenangebot

Von G bis R

Goldregen (Laburnum anagyroides)

Goldregen - Laburnum anagyroides
  • schmaler trichterförmiger Großstrauch
  • Wuchshöhe 200 bis 800 cm
  • Mai/Juni gelbe, hängende Blütentrauben
  • viel Pollen, wenig Nektar
  • alle Teile der Pflanze giftig

Heimische Beerensträucher

Bienensträucher - Himbeeren
Himbeeren (Rubus idaeus)
  • meist sehr gutes Nektar- und Pollenangebot
  • unterschiedliche Blüh- und Fruchtzeiten
  • Himbeere besonders bienenfreundlich
  • höchster Pollen- und Nektarwert unter Beerensträuchern
  • auch wegen langer Blütezeit von Mai-August

Tipp: Weitere erwähnenswerte Nektarweiden sind beispielsweise Johannisbeere, Brombeere und Stachelbeere.

Heimische Wildrosen

Hundsrose - Rosa canina
  • Wuchshöhen von 100 bis 400 cm
  • unterschiedliche Farben, meist essbare Früchte
  • blühen meist nur wenige Wochen im Jahr
  • unterschiedliche Farben und im Herbst Hagebutten
  • sichere und beliebte Nistplätze
  • Nektar- und Pollenangebot mäßig

Tipp: Geeignete Wildrosen sind beispielsweise die Hunds-, Essig-, Zimt- und Bibernellrose sowie die Rotblatt- und Weinrose.

Kornelkirsche (Cornus mas)

Kornelkirsche - Cornus mas
  • oft mehrstämmig mit aufstrebenden Ästen
  • im Alter baumartig, 300 bis 500 cm hoch
  • Blüten von Anfang März-Ende April
  • einfach, goldgelb, doldenförmig
  • Nektar reichlich, Pollen mäßig
  • im Herbst rote Steinfrüchte

Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)

Kupfer-Felsenbirne - Amelanchier lamarckii
  • mehrstämmiger Strauch, überhängende Zweige
  • Wuchshöhe zwischen 100 und 300 cm
  • Laubaustrieb kupferfarben, später grün, im Herbst orangerot
  • im April weiße Blütentrauben
  • dunkelviolette, essbare Beeren im Herbst
  • Bienensträucher mit wenig Pollen und mäßigem Nektarangebot

Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis)

Maiblumenstrauch - Deutzia gracilis
  • aufrechter, dichtbuschiger Wuchs, 60-80 cm hoch
  • üppige Blüte von Mai bis Juni
  • weiße, rispenförmige Sternchenblüten
  • nur Nektar keine Pollen
  • blüht am mehrjährigen Holz

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Roter Hartriegel - Cornus sanguinea
  • aufrechter, später breiter Wuchs, ausläuferbildend
  • Wuchshöhe 300 bis 500 cm
  • Blütezeit Mai/Juni
  • weiße Blüten, viel Nektar und Pollen
  • August/September schwarze Beeren
  • für Menschen ungenießbar

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

Rote Heckenkirsche - Lonicera xylosteum
  • breit aufrecht, gut verzweigt
  • leichte Zickzackform der Triebe
  • bis zu 300 cm hoch und breit
  • von Mai bis Juni gelblich-weiße Blüten
  • viel Nektar und Pollen

Von S bis Z

Sal-Weide (Salix caprea)

Sal-Weide - Salix caprea
  • bis zu 1000 cm hoher Strauch oder kleiner Baum
  • entweder mit Pollen vollgepackte männliche Blüten
  • oder nektarreiche weibliche Blüten
  • blüht von März bis April
  • silbrig-gelbe Weidenkätzchen
  • ausgezeichneter Nektar- und Pollenwert

Tipp: Aufgrund ihrer Bedeutung als Nahrungsquelle für Insekten dürfen vom 1. März bis zum 30. September keine Zweige abgeschnitten werden.

Schlehe (Prunus spinosa)

Schlehdorn - Prunus spinosa
  • buschig ausladender, mehrstämmiger Strauch
  • Äste und Triebe bedornt
  • von 100-300 cm hoch
  • blüht von März bis April
  • duftend, weiße Blüten auf den Trieben
  • ab August bläulich-schwarze Früchte
  • Nektar mäßig, Pollen reichlich

Schneeheide (Erica carnea)

Schneeheide - Erica carnea
  • bis zu 30 cm hohe Bienensträucher
  • wichtige Futterquelle nach dem Winterschlaf
  • blüht von Januar bis April
  • rosafarbene oder rötliche Blüten
  • mäßiges Pollenangebot
  • reichhaltiges Nektarangebot

Vogelbeere/Eberesche (Sorbus aucuparia)

Vogelbeere - Sorbus aucuparia
  • oft mehrstämmig bis 1200 cm hoch  
  • gefiedertes Laub, im Herbst gelb bis orange
  • blüht von Mai-Juni
  • rispenförmige weiße Blüten
  • ab August roter Fruchtschmuck
  • Nektar und Pollen mäßig

Vogelkirsche (Prunus avium)

Süßkirsche - Prunus avium
  • oft mehrstämmiger, lockerer Aufbau
  • zwischen 200 und 2500 cm hoch
  • blüht von April-Mai
  • kleine weiße Blüten, auffällig viele Staubblätter
  • sehr bienenfreundlich, reiches Angebot an Nektar und Pollen

Tipp: Der Nektar der Vogelkirsche lockt auch Ameisen an. Die wiederum halten die Pflanze frei von Ungeziefer.

Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum)

Blut-Johannisbeere - Ribes sanguineum
  • aufrecht, stark verzweigt
  • bis zu 300 cm hoch
  • Laub und Blüten nahezu gleichzeitig
  • blüht von März bis April
  • tief dunkelrosa bis rote Blütentrauben
  • im Sommer dunkel-purpurfarbene, blau bereifte Beeren
  • viel Nektar und Pollen

Zweigriffliger Weißdorn (Crataegus laevigata)

Zweigriffeliger Weißdorn - Crataegus laevigata
  • unregelmäßige, mehrstämmige Bienensträucher
  • zwischen 200 und 1000 cm hoch
  • weiße Blüten von Mai bis Juni
  • Bienenweide mit viel Nektar und Pollen
  • im Herbst essbare scharlachrote Früchte

Zwergmispeln (Cotoneaster)

Zwergmispel - Cotoneaster dammeri
  • immergrüner Bodendecker
  • sortenabhängig 15 bis 50 cm hoch
  • im Frühjahr weiße bis rosafarbene Blütenpracht
  • reichhaltiges Nektarangebot
  • im Spätsommer orange-roter oder schwarzer Beerenschmuck
  • alle Pflanzenteile giftig

Frühsommer- und Sommerblüher

Blut-Johanniskraut (Hypericum androsaemum)

Blut-Johanniskraut - Hypericum androsaemum
  • kahler Strauch, kriechender bis aufrechter Stamm
  • ca. 30 bis 80 cm hoch
  • von Juni-August gelbe, schalenförmige Blüten
  • im Herbst fleischige, kugel- bis spindelförmige Beeren
  • anfangs rotbraun, später schwarz
  • ausgezeichnete Bienenweide, viel Pollen

Liguster (Ligustrum vulgare)

Bienensträucher - Ligusterhecke
  • breit aufrecht, ausladend
  • bis zu 500 cm hoch
  • Wuchs stagniert im Alter
  • im Juni/Juli weiße Blüten mit strengem Duft
  • Bienensträucher mit reichlich Pollen und Nektar

Rispenhortensien (Hydrangea paniculata ‚Levana‘)

  • breit aufrechter, schnellwüchsiger Strauch oder Busch
  • bis 300 cm hoch
  • blüht von Juli-Oktober
  • riesige, reinweiße Blütenstände
  • sehr guter Nektar- und Pollenspender

Schneebeere (Symphoricarpos albus)

Schneebeere - Symphoricarpos albus
  • dicht, aufrecht buschig, überhängend
  • etwa 100 bis 200 cm hoch
  • blüht von Juni-Oktober
  • glockenförmige, weiße bis rosa Blütentrauben
  • schneeweiße, giftige Beerenfrüchte
  • geringes Angebot an Nektar und Pollen

Strauch-Fingerkraut (Potentilla fruticosa)

Fingerkraut - Potentilla fruticosa
  • aufrechte 20 bis 100 cm hohe Büsche
  • Rinde blättert in langen Fetzen ab
  • blüht von Juni-September
  • leuchtend gelbe Blüten
  • mäßiger Nektar- und Pollenwert

Tausendblütenstrauch (Tetradium daniellii)

Tausendblütenstrauch - Euodia danielii
  • mehrstämmig, anfangs strauchartig, später als Baum
  • Wuchshöhe von 1000 bis 1500 cm
  • blüht von Juli bis August, angenehmer Blütenduft
  • große, grünlich-weiße Schirmrispen
  • sehr gute Nektarquelle für den Spätsommer

Spätblühende Bienensträucher

Clandon-Bartblume (Caryopteris x clandonensis)

Clandon-Bartblume - Caryopteris x clandonensis
  • bis zu 100 cm hoher Halbstrauch
  • eingebürgerter Neophyt
  • Blütezeit im August/September
  • blaue Blütendolden, sehr aromatischer Duft
  • Nektar- und Pollenwert sehr gut

Strauch-Efeu ‚Arborescens‘ (Hedera helix)

Bienensträucher - Strauch-Efeu
Makroaufnahme der Blüte von Hedera helix ‚Arborescens‘
  • kleiner Strauch, klettert nicht
  • Wuchshöhen von etwa 150 cm
  • blüht von September bis Oktober
  • gelbgrüne, doldenförmige Blüten
  • besonders insektenfreundlich, wichtiger Nektarlieferant

Strauch-Eibisch (Hibiscus syriacus)

Straucheibisch - Hibiscus syriacus
  • aufrechter Strauch, 100 bis 400 cm hoch
  • nicht zu verwechseln mit dem Echten Eibisch (Althaea officinalis)
  • blüht von Juli-August
  • Blüten blauviolett, weiß in der Mitte mit roten Flecken
  • wenig Nektar, viel Pollen

Winterschneeball (Virburnum bodnantense)

Winterschneeball - Viburnum bodnantense
  • anfangs straff aufrecht, dicht verzweigt
  • später dichtbuschig, überhängende Äste
  • Ausläufer bildende Büsche
  • Blühzeitraum von November-April
  • weiß-rosafarbene, duftende Blütenbüschel
  • wenig Pollen aber reichlich Nektar

Häufig gestellte Fragen

Was kennzeichnet sogenannte Bienensträucher oder Bienenweiden?

Diese Pflanzen bieten diesen Tieren Nistplätze und Futter in Form von Nektar oder Pollen. Von einer Bienenweide spricht man, wenn auf einer Fläche besonders viele bienenfreundliche Pflanzen wachsen.

Warum sollte man Bienensträucher in den Garten pflanzen?

Etwa 80 Prozent unserer heimischen Pflanzen sind auf eine Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Nur durch sie können sich Früchte entwickeln. Ohne sie gäbe es weder Erdbeeren noch Äpfel, Birnen oder Kirschen. Den größten Anteil beim Bestäuben leisten Honigbienen.

Sind alle Blühpflanzen insektenfreundlich?

Nein, nicht jede blühende Pflanze ist wertvoll für Bienen und andere Insekten. Wildbienen beispielsweise ernähren sich nur von heimischen Pflanzen. Durch Zucht veränderte sind für sie uninteressant, ihre Blüten sind steril, sie produzieren weder Nektar noch Pollen. Auch Pflanzen mit gefüllten Blüten sind nicht insektenfreundlich. Hier finden Insekten keinen Zugang, sodass sich weder Samen noch Pollen entwickeln können. Ein Beispiel dafür ist die Forsythie.

Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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