Birkenfeige verliert Blätter – 10 Tipps für schnelle Hilfe

Birkenfeige verliert Blätter

Die Birkenfeige ist eine der häufigsten Zimmerpflanzen, die sich die Deutschen gerne in die eigenen vier Wände holen. Trotz ihrer Popularität ist sie nicht das einfachste Gewächs und verliert schon bei kleinen Fehlern in der Pflege das üppige Blattwerk. Mit den folgenden Tipps sind Sie sofort zur Stelle, wenn Ihr Ficus benjamina seine Blätter verliert, um den Schaden einzudämmen und die Pflanze wieder kräftig erstrahlen zu lassen.

Ursachen

Häufige Ursachen für den Blattverlust

Bei Ficus benjamina handelt es sich um ein empfindliches Maulbeergewächs, das ursprünglich aus den ostasiatischen Tropen und dem nördlichen Australien stammt. Aus diesem Grund müssen Sie in der Pflege besonders gut aufpassen, die Pflanze nicht zu stören. Vor allem der Standort erweist sich als äußerst wichtig für die Birkenfeige. Die folgenden Ursachen haben den Blattverlust von Ficus benjamina zur Folge.

  • Standortwechsel
  • ungünstiger Standort
  • Zugluft
  • Temperatur/Schwankungen
  • Lichtmangel
  • übermäßige direkte Sonneneinstrahlung
  • niedrige Luftfeuchtigkeit
  • Ballentrockenheit
  • Fehler beim Gießen/Staunässe
  • Schädlinge

Birkenfeige kann durch verschiedene Ursachen Blätter verlieren

Standort

Probleme durch den Standort

Der Standort ist der essentielle Punkt die Birkenfeige vor dem Blattverlust zu bewahren. Hier können sich gleich mehrere Probleme präsentieren, die vor allem durch ihre Standorttreue ausgelöst werden. Vermeiden Sie vor allem, Ficus Benjamina umzustellen und dabei einen Platz zu wählen, der nicht dem vorherigen Standort genauestens entspricht oder wenigstens ähnelt. Bei einem Blattverlust sollte sofort ein Standort mit den folgenden Eigenschaften gewählt werden.

  • warm, nicht unter 16°C
  • hell
  • keine Vollsonne
  • viel Platz
  • Trockenheit durch Heizungsluft oder Öfen vermeiden
  • störungsfrei

Störungsfrei bedeutet hier, dass die Pflanze nicht im direkten Umfeld von Bewegungen liegen sollte, zum Beispiel rennenden Kindern oder Haustieren. Selbst ständige Berührungen durch Klamotten kann schädlich sein für die Birkenfeige. Ein geeigneter Standort wäre ein weiter Raum mit einem Südfenster, indem die Pflanze eine solitäre Stellung einnehmen kann.

Zugluft

Zugluft ist schädlich

Zugluft ist einer der größten Feinde der Birkenfeige und sollte auf alle Fälle vermieden werden. Aus diesem Grund sollten Sie, wenn Ihr Exemplar in der Nähe von Türen, Fenstern, Heizungen, Klimaanlagen oder Gasherden steht, diese auf jeden Fall an einen anderen Platz stellen. Falls es möglich ist können Sie auch die Klimaanlage oder den Ventilator umstellen, um die Birkenfeige nicht zu oft umstellen zu müssen. Wenn der Winter bevorsteht, darf Ficus Benjamini auf jeden Fall nicht in der Nähe folgender Öffnungen stehen.

  • Haustür
  • Fenster
  • Balkon-, Terrassen- oder Gartentür
  • Flur
  • Garagentür

Hier ist vor allem die kalte Zugluft schädlich für die Pflanze aufgrund des ständigen Wechsels zwischen kalter und warmer Luft. Das kann das Ausfallen extrem beschleunigen und sollte daher unbedingt vermieden werden. Bitte beachten, Zigarettenrauch ist ebenso schädlich wie Zugluft und daher sollte nicht in der Nähe der Pflanze geraucht werden.

Temperatur

Temperaturschwankungen sind ungünstig

Neben einem plötzlichen Standortwechsel sollte unbedingt auf die ständige Veränderung der klimatischen Bedingungen innerhalb des Raumes geachtet werden. Die beste Bedingung für Ficus Benjamini ist eine konstante Raumtemperatur zwischen 16°C und 28°C. Wärmer ist hier besser, solange keine Stauhitze entsteht, die wiederum schädlich wäre. Die Temperaturschwankungen können zudem durch die oben genannten Zugluft-Tipps eingeschränkt werden.

Ficus Benjamini verträgt keine Zugluft

Kälte unbedingt vermeiden

Da die Birkenfeige ein tropisches Gewächs ist, stellt Kälte für die sensiblen Wurzeln ein großes Problem dar. Niemals sollte die Pflanze auf einer kalten Fensterbank oder Fliesen stehen, die nicht warm sind. Die Folge daraus ist das Absterben der Wurzeln. Fallende Blätter sind ein Warnsignal der Pflanze, dass die Wurzeln die Kälte nicht vertragen. Falls Sie nicht über einen geeigneten Standort gegen Bodenkälte verfügen, sollten Sie eine Unterlage wählen. Folgend aufgeführte Materialien bieten sich dafür an.

  • Styropor
  • Kork
  • Kokosmatte

Schneiden Sie ein geeignetes Stück ab und stellen Sie den Blumentopf auf die Unterlage. Achten Sie darauf, dass der Topf nicht wackelt und die Pflanze fest steht. Die Unterlage dient dabei als Isolierung.

Lichtverhältnisse

Die perfekten Lichtbedingungen

Die richtige Menge an Licht ist wichtig für den Wuchs der Birkenfeige. Ein Lichtmangel sollte unbedingt vermieden werden, da die Pflanze in ihrer ursprünglichen Heimat große Mengen Sonne erhält. Ermöglichen Sie der Pflanze daher einen Standort an einem Südfenster, achten Sie aber darauf, dass sie nicht direkt von der Sonne beleuchtet wird. Der Winter hingegen ist eine schwere Zeit für den Ficus. Aufgrund des wochenlangen Sonnenmangels verliert die Pflanze große Mengen an Blättern. Gleichen Sie den Lichtmangel zur kalten Jahreszeit folgendermaßen aus.

  • Pflanzenlampe installieren
  • Lichtspektrum: rot-blau
  • Leistung: 15 bis 20 Watt
  • Reflektorschirm ist empfehlenswert

Birkenfeige verliert Blätter durch Wurzeltrockenheit

Luftfeuchtigkeit

Luftfeuchtigkeit ausgleichen

Aufgrund ihres Ursprungs als Tropfenpflanze sind zu trockene Räume nicht vorteilhaft für den Wuchs der Pflanze. Sie verliert sehr schnell ihre Blätter, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu niedrig ist. Daher sollten Sie die Birkenfeige mit den folgenden Tipps vor zu trockener Luft bewahren, was sich vor allem für den Winter anbietet.

  • bewahren Sie die Pflanze im Bad auf – dort herrscht immer eine höhere Luftfeuchtigkeit als in den restlichen Räumen
  • besprühen Sie die Blätter zweimal die Woche – das Wasser sollte hierfür weich sein
  • Sie können den Untersetzer mit einer Mischung aus Wasser und Blähton füllen – diese Kombination gibt kontinuierlich Wasser an die Umgebung ab und sorgt für eine höhere Luftfeuchtigkeit in der direkten Umgebung zur Pflanze

Wurzeltrockenheit

Trockenheit der Wurzeln ausgleichen

Die Wasserversorgung der Pflanze ist ein wichtiges Thema, denn wie auch beim Standort sollte diese ausreichend sein. Wird zu wenig gegossen, fallen die Blätter aufgrund des trockenen Wurzelballens sehr schnell ab, was zu einem Absterben der Pflanze führen kann. Besonders im Sommer müssen Sie mehr gießen. Gehen Sie wie folgt vor, falls Sie versäumt haben, Ficus Benjamini zu gießen.

  • zur Vorbereitung wird eine Schale mit Wasser gefüllt, die groß genug für den Wurzelballen ist – achten Sie unbedingt darauf, weiches Wasser ohne Kalk zu nehmen, Regenwasser, gefiltertes oder abgestandenes Wasser aus der Leitung ist hier zu empfehlen
  • nun wird der Übertopf entfernt und der gesamte Wurzelballen eingetaucht – achten Sie darauf, die Wurzeln während dieses Vorgangs nicht zu beschädigen
  • im Wasserbad sollte sich die Birkenfeige für etwa 20 Minuten aufhalten
  • nun heben Sie das Gewächs heraus und lassen überschüssiges Wasser ablaufen, damit keine anschließende Staunässe entsteht – je nach Größe der Pflanze kann dies etwas länger dauern
  • der Ficus wird wieder an seinen Standort zurückgestellt und nun sollten Sie darauf achten, regelmäßig zu gießen, im Winter aber weniger

Tipp: Wenn es ein besonders warmer Tag ist, sollten Sie die Blätter einsprühen. Ficus Benjamini nimmt nämlich nicht nur durch die Wurzeln, sondern auch durch die Blätter Feuchtigkeit auf.

Ficus Benjamini kann an Blattverlust leiden

Staunässe

Staunässe – Feind der Birkenfeige

Die Staunässe ist für eine Vielzahl von Pflanzen schädlich, so auch für die Birkenfeige. Übermäßige Wasserzugabe macht sich durch den Verlust an Blättern bemerkbar und verläuft anschließend in eine mögliche Wurzelfäule, was die Pflanze komplett zunichtemachen könnte. Vor allem Exemplare, die übergossen wurden und dabei in einer kalten Umgebung stehen, ist das bemerkbar. Gehen Sie bei Staunässe wie folgt beschrieben vor.

  • schnelle Lösung durch Abtropfen
  • gründliche Lösung durch Umtopfen

Schnelle Lösung: Lassen Sie die Erde in einem separaten Behälter abtropfen. Gießen Sie anschließend erst wieder, wenn die Erde angetrocknet ist.

Gründliche Lösung: Diese Lösung ist vor allem für Exemplare, deren Wurzeln schon angefault sind. Entfernen Sie die Pflanze aus dem Topf und bereiten Sie einen neuen Topf mit frischem Substrat vor. Schneiden Sie die fauligen Wurzeln ab und kürzen Sie Wurzeln etwas ein. Setzen Sie die Pflanze nun in das frische Substrat.

Staunässe lässt sich zudem vermeiden durch:

  • Töpfe mit Löchern im Boden
  • Drainage aus Blähton oder Tonscherben
  • regelmäßiges Leeren des Untersetzers bei Übergießen

Birkenfeige ist ein empfindliches Gewächs

Schädlinge

Schädlinge bekämpfen

Wenn Ihre Pflanze von Schädlingen wie Schildläusen, Spinnmilben oder Thripsen befallen ist, sollten Sie so schnell wie möglich handeln. Folgende Tipps sind hierbei empfehlenswert.

  • Pflanze gründlich abduschen
  • Blätter mit Lösung aus Spiritus und Seife abwaschen
  • alle zwei Tage wiederholen, bis Schädlinge entfernt sind
  • falls wirkungslos, Pflanzenschutzmittel verwenden
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