Pflanzen brauchen überwiegend Sonnenlicht zum Leben. Dunklere Gebiete bleiben in Gärten sowie auf Balkonen deshalb oftmals unbepflanzt, trist und kahl. Das muss nicht sein, denn es gibt zahlreiche blühende Pflanzen, die an schattigen beziehungsweise halbschattigen Plätzen farbliche Kontraste in dunkle, langweilige Bereiche setzen. Doch Vorsicht, denn Schatten ist nicht gleich Schatten. Hier finden Sie die Unterschiede und zahlreiche Ideen für blühende Schattenpflanzen.

Schattenpflanzen

Wenn von Schattenpflanzen gesprochen wird, heißt dies nicht automatisch, dass sie an einem Standort gut zurechtkommen, an dem kein Sonnenlicht gelangt. Die Unterschiede sind weitreichend und bei der Auswahl der Pflanzen unbedingt zu beachten.

Lichter Schatten

Dabei handelt es sich um die hellste Form des Schattens. Es ist ein Standort, an dem das Sonnenlicht kontinuierlich zwar ankommt, aber gelegentlich unterbrochen wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn durch Wind das Blattwerk eines benachbarten Baumes zwischen Licht und Pflanzen hin- und her schwingt. Als lichter Schatten wird auch bezeichnet, wenn das Licht nur abgeschwächt auf die Pflanzen trifft, wie beispielsweise durch transparente Pergolas oder mild durch Plexiglas scheint.

Offener Schatten

Offener Schatten wird auch als absonnig bezeichnet. Damit ist ein Standort gemeint, an dem viele Stunde das Tageslicht auf die Pflanzen scheint, ohne dass eine direkte Sonnenlichteinstrahlung ankommt. Derartige Standorte sind vor allem in von hellen Mauern umgebenen Innenhöfen zu finden, wobei das Mauerwerk das Sonnenlicht reflektiert und so für ausreichend Tageslicht sorgt.

Halbschatten

Von Halbschatten ist zu sprechen, wenn durch die „Sonnenwanderung“ circa 4 Stunden Sonnenlicht auf den Standort fällt und die Pflanzen für den Rest des Tages im Schatten stehen. Optimal eignen sich hier Plätze, an denen Schatten durch beispielsweise Baumkronen, Gebäude-Fassaden oder Mauern entsteht. Häufig zeigen sich Schattenpflanzen empfindlich gegen die heiße Mittagssonne und vertragen die morgendliche Sonneneinstrahlung besser, als die am Nachmittag, weil sie kühler ist und Halbschattengewächse meist zu Verbrennungen neigen. Am optimalsten sind dabei Standorte, die nach Osten ausgerichtet sind. Dort geht die Sonne morgens auf und ist bis zum Mittag bereits weiter gezogen.

Vollschatten

Es gibt nur wenige Pflanzen, die im Vollschatten existieren können, weil hier ein Minimum an Licht zur Verfügung steht. Vor allem unter dichten Laub- und Nadelbäumen sowie an Wänden und Fassaden, die nach Norden zeigen, ist Vollschatten gegeben.

Pflanzen für den lichten Schatten

Von A – B

Alpenveilchen

Alpenveilchen (Cyclamen) werden überwiegend als Zimmerpflanze gehalten, allerdings machen sie sich im Gartenbeet und auf dem Balkon aber ebenso gut. Insbesondere die im Frühjahr blühende Cyclamen coum und die Cyclamen hederifolium mit efeu-ähnlichen Blättern eignen sich dabei ideal als Hingucker im Staudenbeet.

  • Blütezeit von Vorfrühlings-Alpenveilchen: zwischen Februar und März bis April.
  • „Normale“ Sorten: zwischen Juli und April
  • Wuchshöhe: zwischen zehn und 15 Zentimeter
  • Verschiedene Blütenfarben erhältlich

Alpenveilchen als Schattenoflanze

Hinweis: Alpenveilchen sind nicht frostfest. Frühe Sorten eignen sich aus diesem Grund nicht optimal für das Gartenbeet oder den Balkonkasten, es sei denn, sie stehen windgeschützt und werden mit einem Pflanzenvlies gegen Temperaturen unter 10 °C geschützt.

Bleiwurz 

Bei der Bleiwurz (Plumbago auriculata) handelt es sich um eine winterfeste, blühende Riesenstaude, die dabei viel Platz in Anspruch nimmt. Sie kann vielseitig eingesetzt werden und erfreut Hobbygärtner dabei mit tollen Blüten und einer hohen Pflegeleichtigkeit. Am meisten kommt die Plumbago auriculata vor, gefolgt von der himmelblau blühenden ‚Caerulea‘. Weiße Blüten bietet hingegen die Sorte ‚Alba‘, die nur selten erhältlich ist.

  • Blütezeit: Juni bis in den Herbst
  • Blütenfarbe: verschiedene Blautöne, seltener weiß oder rosa-rot
  • Wuchshöhe: je nach Sorte bis zu 2,5 Meter
  • Als Strauch, Hängepflanze und Bodendecker geeignet
  • Bedingt winterhart

Bleiwurz, Plumbago auriculata als Schattenpflanze

Hinweis: Während die Bleiwurz eigentlich mit entsprechendem Kälteschutz im Gartenbeet an einem windgeschützten Ort überwintern kann, ist bei der rosa-rot blühenden Plumbago indica auf einen wärmeren Standort zum Überwintern zu achten.

Von G – S

Glockenblume 

Glockenförmige Blüten machen aus der Glockenblume (Campanula) eine ganz besondere Erscheinung. Während sich ihr Grün wie ein Teppich in alle Richtungen ausbreitet, sticht die Blütenpracht über diese empor. In der Regel handelt es sich um mehrjährige Pflanzen, die auch offenen Schatten sowie Halbschatten toleriert.

  • Ausdauernde Staude mit feinem, dichtem Laub
  • Wuchshöhe: zehn bis 15 Zentimeter
  • Blütezeit: Juni bis September – manchmal bis Oktober
  • Blütenfarbe: Lavendel-Blau
  • Ideal zur Pflanzung ins Staudenbeet, in Steingärten sowie Kübel oder im Wohnraum

Glockenblume, Campanula glomerata

Hainblume 

Für eine Saison verzaubert diese blühende Pflanze Gartenbeete und Balkone. Für das Wohnzimmer ist eine Hainblume (Nemophila) aber weniger geeignet, denn sie benötigt viel Platz in der Breite, um sich nach allen Seiten wie ein Teppich ausbreiten zu können. Sie ist aber ein echter Blickfang in Hochbeeten, bringt Farbe unter die Äste der Bäume und ist dazu noch pflegeleicht. Es ist außerdem darauf zu achten, dass sie mindestens vier Stunden Sonnenlicht erhält, denn im Vollschatten blüht sie nicht.

  • Niedrig, teppichartig wachsendes, einjähriges Wasserblattgewächs
  • Wuchshöhe: maximal bis 20 Zentimeter
  • Blütezeit: je nach Sorte zwischen Mai und September
  • Blütenfarbe: Weiß, Blau, Weiß-Blau-Mix
Hainblume als Schattenpflanze
gefleckte Hainblume, Nemophila Maculata

Sonnenhut

Im Halbschatten kommen beide Sonnenhut-Pflanzen (Rudbeckia und Echinacea) zurecht, aber es kann sein, dass die Blütenpracht nicht so üppig ausfällt, wie an einem sonnigeren Standort. Vor allem die gelben Exemplare ähneln dabei ein wenig der Sonnenblumenblüte. Sie bereichern jeden halbschattigen Ort mit kräftigen Farben.

  • Blütenfarbe: Rosatöne, Gelb, Flieder, Rot-Orange
  • Blütezeit: je nach Sorte Juni/Juli bis September/Oktober
  • Wuchshöhe: zwischen 40 Zentimeter und zwei Meter
  • Ideal für Blumenwiesen und Naturgärten geeignet
  • Mehrjährige Stauden benötigen Kälteschutz im Winter
Sonnenhut, Rudbeckia
Sonnenhut, Rudbeckia

Pflanzen für offenen Schatten

Rhododendron 

Unter den Schattenpflanzen gilt der Rhododendron als einer der weit verbreitetsten Vertreter. Er ist ein wahres Blütenwunder und ändert seine Blütenfarbe dabei mit dem jeweiligen pH-Wert des Bodens. Er eignet sich für das Gartenbeet sowie die Kübelpflanzung für Balkone und Terrassen. Im Halbschatten kommt er ebenso gut zurecht.

  • Immergrüner Strauch
  • Wuchshöhe: Mini-Exemplare bis zu 40 Zentimeter – ansonsten bis zu vier Meter (je nach Sorte)
  • Blütezeit: früh blühende Rhododendron-Sorten ab März/ April bis Mai – Frühjahrs-Blüher Mai bis Juni – Sommerblüher im Juli – Herbstblüher August bis Oktober
  • Blütenfarbe: Rosa-Weiß, Rosatöne, Weiß, Rot, leuchtend Orange, Gelbtöne, Violettnuancen
  • Winterhart

Rhododendron mit pinken Blüten

Silberkerze  

Mit mäßig bist wenig Licht kommt ebenfalls diese Silberkerze (Cimicifuga ramosa) gut zurecht. Die Staude bildet dabei Blütenähren mit angenehm-intensivem Duft.

  • Horstig aufrecht wachsende und blühende Staude
  • Wuchshöhe: bis 180 Zentimeter
  • Blütenfarbe: reines Weiß
  • Blütezeit: September bis Oktober
  • Winterhart
Silberkerze, Cimicifuga ramosa
Silberkerze, Cimicifuga ramosa

Pflanzen für den Halbschatten

Von A – E

Anemone/ Herbst-Anemone 

Diese Staude (Anemone hupehensis) zählt zu den Herbstblühern und begeistert durch ihre zarten Blüten, die üppig wachsen und farbliche Kontraste an halbschattigen Standorten setzen.

  • Blütezeit: zwischen August und Ende Oktober
  • Stark wüchsig
  • Wuchshöhe: bis zu 120 Zentimeter
  • Blütenfarbe: von Weiß über Rosatöne bis kräftigem Rot
Herbst-Anemone, Anemone hupehensis
Herbst-Anemone, Anemone hupehensis

Aronstab

Eigentlich handelt es sich bei dem Aronstab (Arum) um eine Blattschmuck-Pflanze. Doch bilden sich wunderschöne Blüten, aus denen sich leuchtend rote Beeren entwickeln, sodass sie als blühende Pflanze für den Halbschatten in der Liste nicht fehlen darf.

  • Wuchshöhe: bis 60 Zentimeter
  • Blütezeit: Frühjahr
  • Früchte: im Herbst rote Beeren an aufrecht stehenden Stängeln
  • Frostfest
  • Verwendung: Blütenstaude, Schnittblume

Aronstab, Arum

Christrose

Die Christrose (Helleborus niger) ist ein pflegeleichtes Gewächs, welches mit seinen weißen Blüten auch im Winter die Beete verzaubert.

  • Wintergrünes, mehrjähriges Hahnenfußgewächs
  • Blütezeit: Dezember bis März
  • Blütenfarbe: Weiß, manchmal Weiß-Rosa
  • Wuchshöhe: zwischen zehn und 30 Zentimeter

Christrose als Schattenpflanze

Efeu-Strauch ‚Arborescens‘ 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Efeu (Hedera helix), wächst diese Gattung als Strauch und nicht als Kletter- oder Bodendeckerpflanze. An den Standort stellt sie in Bezug auf Licht kaum Ansprüche, weshalb sie in der Sonne ebenso gut gedeiht wie als Schattenpflanze im Halbschatten.

  • Wuchshöhe: zwischen 80 und 180 Zentimeter
  • Immergrün und winterfest
  • Blütenfarbe: Gelb
  • Blütezeit: September bis Oktober
  • Ideal als Heckenbepflanzung geeignet

Eisenhut

Hoch giftig zeigen sich die Wurzeln des Eisenhuts (Aconitum napellus), während alle anderen Pflanzenteile eine leicht geringere Giftigkeit aufweisen. Er wächst prächtig im Halbschatten und erfüllt seine Umgebung mit kräftigen Farben.

  • Aufrechter Wuchs
  • Wuchshöhe zwischen 50 und 150 Zentimeter
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Blütenfarbe: Violetttöne bis intensivem Blau (Blauer Eisenhut), Gelb und Rot
  • Winterhart und pflegeleicht
  • Ideal auch als Bodendecker
Blauer Eisenhut, Aconitum napellus
Blauer Eisenhut, Aconitum napellus

Von F – H

Fingerhut

Vor allem auf Bauernhöfen ist der Fingerhut (Digitalis) zu Hause, findet mittlerweile aber zunehmend Gefallen auch als Garten- und Balkonpflanze. Große Blütenstände erfüllen die Umgebung mit prachtvollen Farben, die sich im Halbschatten ebenso üppig bilden, wie in der Sonne.

  • Zweijährige imposante Staude mit Glockenblüten
  • Wuchshöhe: zwischen 60 und 200 Zentimeter
  • Blütenfarbe: je nach Sorte weiß, rot bis blau-rot, violett oder rosa
  • Blütezeit: Juli bis August
  • Winterhart
  • Vorsicht: giftige Samen

Gedenkemein

Farbe bringt vor allem das Gedenkemein (Omphalodes verna) an halbschattige Plätze. Das auch als Lichtnelke oder Frühlings-Nabelnüsschen bekannte Raublattgewächs ähnelt dem klassischen Vergissmeinnicht mit sternenförmigen Blüten. Es eignet sich optimal für Orte, die durch Farbe zum Hingucker werden sollen.

  • Krautige Staude
  • Wuchshöhe: bis 15 Zentimeter, selten bis 25 Zentimeter
  • Blütenfarbe: Blau und Weiß
  • Blütezeit: je nach Sorte April bis Mai oder Mai bis Juni
  • Winterhart
  • Breitet sich wie ein Teppich aus
Gedenkemein, Omphalodes verna
Gedenkemein, Omphalodes verna

Herzblättrige Bergenie

In puncto Lichtverhältnisse ist die Herzblättrige Bergenie (Bergenia cordifolia) anspruchslos. Am liebsten mag sie den Halbschatten, wenngleich ihr ein paar Stunden mehr Sonne auch nichts ausmachen.

  • Immergrüne, robuste Staude
  • Blüten von April bis März
  • Nach Blüten-Rückschnitt zweite Blühphase im Herbst möglich
  • Glockenförmige Blüten in verschiedenen Farben
  • Wuchshöhe: zwischen 15 und 40 Zentimeter
  • Ideal als Zierpflanze für Steingärten, Rabatte, in Gehölzgruppen und an Teich- oder Seeufern
Herbstblüte, Bergenia cordifolia
Herbstblüte, Bergenia cordifolia

Von K – M

Kaukasusvergissmeinnicht 

Eigentlich zählt das Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla ‚Variegata‘) zu den Blattschmuck-Pflanzen, weil ihre gelb-weißen panaschierten Blätter herzförmig und weiß umrandet sind. Dennoch bringt sie im Frühjahr intensiv Farbe an schattige Plätze.

  • Bodendeckende, buschig wachsende Staude
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Blütenfarbe: kräftiges Blau
  • Wuchshöhe: bis 45 Zentimeter

Kaukasus-Vergissmeinnicht, Brunnera

Krötenlilie 

Die aus Japan stammendem Schattenpflanzen zählen zu den Spätblühern und sorgen dann für farbliche Akzente, wenn der Garten/Balkon seine Farbe verloren hat. Aufgrund des „Tigermusters“ der Blüten wird sie auch Tigerlilie (Tricyrtis) genannt. Es gibt rund 23 verschiedene Arten, die allesamt halbschattige bis schattige Standorte bevorzugen.

  • Wuchshöhe: bis zu einem Meter
  • Blütezeit: September bis Oktober
  • Blütenfarbe: je nach Sorte Weiß, Lila bis Purpur, Orange und stets andersfarbig gesprenkelt
  • Bedingt winterhart

Krötenlilie, Tricyrtis

Lerchensporn 

Aus der Familie der Mohngewächse stammt der Lerchensporn (Corydalis). Es gibt zwischen 300 und 400 verschiedene Arten. Die meisten gedeihen im Halbschatten ebenso gut wie in der Sonne. Doch Vorsicht: viele besitzen giftige Pflanzenteile, wie beispielsweise der Gefingerte Lerchensporn.

  • Blüht an Rispen
  • Blütezeit: Mai bis September
  • Blütenfarbe: Weiß, Gelb- und Lilatöne
  • Ein- oder mehrjährige Arten erhältlich
  • Wuchshöhe: Zwerg-Lerchensporn circa zehn Zentimeter – andere Arten bis zu 20, seltener 30 Zentimeter
Hohler Lerchensporn, Corydalis cava
Hohler Lerchensporn, Corydalis cava

Mondviole/ Ausdauerndes Silberblatt 

Als Kreuzblütengewächs präsentiert sich die Mondviole (Lunaria rediviva), welche als mehrjährige Staude mit feinem Duft verzaubert. Vor allem in dunklen Bergwäldern ist sie zu Hause und wird unter den Hobbygärtner als Schattenpflanze sehr geschätzt.

  • Blütenfarbe: hell bis dunkel-violettfarbene große Kreuzblüten
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Wuchshöhe: bis 120 Zentimeter
  • Bildet im Herbst silbrige Schotenfrüchte
  • Duftet nachts intensiv

Mondviole, Lnuaria rediviva

Von N – S

Nelkenwurz 

Einst in Chile für üppige Blütenteppiche gesorgt, ist die Nelkenwurz (Geum chiloense) längst in mitteleuropäische Gärten eingezogen. Dort gedeiht sie prächtig an halbschattigen Standorten und begeistert mit einer wochenlang haltenden Blütenpracht in herrlichen Farben.

  • Robuste, mehrjährige Pflanzen
  • Blütezeit: je nach Sorte zwischen Mai und Juli
  • Blütenfarbe: Goldgelb, Gelb, Orange-Rot, Flieder
  • Wuchshöhe: zwischen 20 und 80 Zentimeter

Nelkenwurz, Geum chiloense

Prachtspieren 

Bei der Prachtspiere (Astilbe) handelt es sich um eine farbenprächtige Staude, die dabei von frühem Sommer bis in den Herbst hinein blüht. Sie zeichnet sich dabei vor allem durch ihre Widerstandsfähigkeit und ihr interessantes Aussehen aus. Das winterharte Steinbrechgewächs ist nicht ausschließlich im Garten oder auf dem Balkon dekorativ, sondern bringt auch die Natur als Schnittblume in Wohnräume.

  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blütenfarben: Rot, Weiß, Violetttöne
  • Wuchshöhe: zwischen 15 und 120 Zentimeter
  • Frostfest
  • Ideal mit anderen Schattenpflanzen kombinierbar
Prachtspieren, Astilbe
Prachtspieren, Astilbe

Purpurglöckchen  

Purpurglöckchen (Heuchera micrantha) eignen sich optimal, um einzigartige Kontraste zwischen dem rötlich-braunen Laub und den Blüten an halbschattige Standorte zu setzen. Die herzförmigen und leicht gewellten Blätter wirken dabei zusätzlich dekorativ.

  • Wintergrüne Staude
  • Wuchshöhe: kleinste Sorten um die 15 Zentimeter – hohe Sorten bis zu 70 Zentimeter
  • Kleine Blütenglöckchen an schlanken Rispen
  • Blütezeit: Juli/ August
  • Blütenfarbe: Weiß sowie Rot- und Rosatöne
  • Bis -15 °C winterhart
  • Zieht Bienen und Schmetterlinge an

Purpurglöckchen

Salbei 

Salbei (Salvia) findet vor allem als Küchenkraut Verwendung, ziert aber je nach Sorte zusätzlich Orte im Halbschatten. Vor allem der Steppen-Salbei (Salvia nemerosa) passt prima in ein Staudenbeet, wenngleich er sich auch in Kübeln und Balkonkästen wohl fühlt.

  • Blütenfarbe: Blau-Violett
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Wuchshöhe: zwischen 40 und 60 Zentimeter
  • Bevorzugt trockene und karge Standorte
Hain-Salbei, Steppen-Salbei, Salvia nemorosa
Hain-Salbei, Steppen-Salbei, Salvia nemorosa

Pflanzen für den Vollschatten

Ruprechtskraut 

Das Ruprechtskraut (Geranium robertianum) oder auch Stinkender Storchschnabel genannt, reagiert auf zu viel Licht schnell mit einem Sonnenbrand, der im schlimmsten Fall sogar zum Absterben der Schattenpflanzen führen kann. Wild wächst das Kraut dabei vor allem im schattigen Wald. An einem schattigen Standort im heimischen Garten oder auf dem Balkon begeistert es mit einer monatelangen Blüte.

  • Wuchshöhe: bis zu 50 Zentimeter
  • Blütezeit: Mai bis Oktober
  • Blütenfarbe: rosafarben
  • Muffiger Geruch, der Mücken vertreibt

Ruprechtskraut, Geranium robertianum

Waldgeißbart/ Geißbart 

Einen echten Klassiker unter den Schattenpflanzen bildet der Waldgeißbart (Aruncus dioicus). Prachtvolle Blütenrispen kombiniert mit langen Fiederblättern zeichnen ihn aus. Er mag es gern feucht, weshalb er auch wild an Bach- und Seeufern sowie Waldrändern zu finden ist. In deutschen Gärten und auf Balkonen sorgt die pflegeleichte Wildstaude dann an halbschattigen/ vollschattigen Standorten für einen dekorativen Hingucker.

  • hochwachsende Staude
  • Wuchshöhe: zwischen 80 und 200 Zentimeter
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Blütenfarbe: Weiß bis Creme-Weiß
  • Mehrjährig und frostfest
Wald-Geißbart, Arunculus dioicus
Wald-Geißbart, Arunculus dioicus

Waldlilie 

Die Waldlilie (Trillium) ist eine der beliebtesten Schattenpflanzen, welche die Vorfreude auf den Sommer aufkommen lässt. Optimal ist ein Standort im Schatten unter laubabwerfenden Pflanzen, wenn die Blätter dort verrotten und den relativ hohen Nährstoffbedarf der Waldlilie decken.

  • Blütenfarbe: Weiß
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Wuchshöhe: bis circa 40 Zentimeter
  • Dreiblattblüte
  • Winterhart
  • Ideal für Unterpflanzung von Gehölzen und Sträuchern

Waldlilie, Trillium

Tipp: Der Wasserbedarf von Schattenpflanzen sollte vor allem während der Sommermonate nicht unterschätzt werden. Denn Wärme und Wind gelangen auch in den Bereich von Halbschatten. Eine regelmäßige Kontrolle des Feuchtigkeitsgehalts ist deshalb unabdingbar.

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