Schneckeneier in der Blumenerde erkennen | Wie sehen die Eier aus?

Schneckeneier in der Blumenerde

Schnecken sind der Schrecken in jedem Garten. Die gefräßigen kleinen Biester machen sich mit Vorliebe über Salat und andere Gemüsesorten her, verschmähen aber natürlich auch Früchte nicht. Wer mit einer Schneckenplage zu kämpfen hat, sieht schnell seine gesamte Ernte in Gefahr. Handeln ist da dringend erforderlich. Dabei werden jedoch meist die Schneckeneier vergessen. Sie stellen eine mindestens ebenso große Gefahr dar wie die erwachsenen Tiere – allerdings dann erst im kommenden Jahr.

Schneckeneier

Vor allem Nacktschnecken sind ein großes Problem in vielen Gärten – und zwar auch dann, wenn sie längst entfernt worden sind. Die Tiere legen nämlich Eier, aus denen nach einiger Zeit die Jungschnecken schlüpfen. Pro Nacktschnecke können ganz leicht bis zu 400 Eier im Jahr zusammenkommen. Schlüpfen die Tiere, kommt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer wahren Schneckeninvasion im Garten. Es ist daher erforderlich, die Gelege aufzuspüren und zu vernichten. Dazu muss man natürlich deren Aussehen kennen und wissen, wo sie mit einer gewissen Vorliebe abgelegt werden.

Nacktschnecken auf Salat

Farbe und Form

Die erste und wichtigste Frage ist natürlich, wie Schneckeneier eigentlich aussehen und woran man sie zweifelsfrei erkennen kann. Die Antwort darauf ist relativ einfach: Bei den Eiern insbesondere von Nacktschnecken handelt es sich meist um kleine weiße bis leicht gelbliche Kügelchen. Die Größe eines einzelnen Eis entspricht in etwa der eines Stecknadelkopfes. Häufig liegen mehrere dieser Minikugeln in kleinen Klumpen lose beieinander. Berührt man sie, stellt man fest, dass sie sehr weich sind und auf Druck reagieren. Schon allein durch ihre helle Farbe heben sich gut sichtbar vom darunterliegenden Erdreich ab.

Ablageorte

Ein derartiges Gelege zu erkennen fällt natürlich deutlich leichter, wenn man genau weiß, wo man eigentlich suchen muss. Schnecken haben nämlich eine Reihe von bevorzugten Orten, an denen sie ihr Gelege hinterlassen. Am beliebtesten sind dabei kleine Erdhöhlen. Diese entstehen häufig, beim Ernten des Gemüses. Zu empfehlen ist deshalb, die Beetfläche sofort nach dem Ernten mit einem Rechen glatt zu streichen. Außerdem lassen sich Gelege unter Mulch- und Laubdecken, an Gehwegkanten, bei Fässern oder unter losen Steinen finden. Wenn Sie im Herbst den Garten winterfest machen, sollten Sie sich an diesen Stellen gezielt auf die Suche begeben. Die Gelege können Sie dann mit einem Glas sammeln und direkt in den verschlossenen Hausmüll geben. Auf dem Komposthaufen haben sie hingegen nichts zu suchen.

Schneckeneier mit Babyschnecke

Verwechslung

Immer wieder kommt es vor, dass Gartenbesitzer glauben, in der zugekauften Garten- oder Blumenerde Schneckeneier entdeckt zu haben. Dabei handelt es sich jedoch immer um eine Verwechslung. Was auf den ersten Blick nach Eiern aussieht, ist nichts anderes als wertvoller Depotdünger. Er besteht aus einzelnen Körnern, die in Farbe und Größe tatsächlich Schneckeneiern ähneln können. Allerdings sind die Körner auch relativ hart. Mit einem kurzen Fühltest lässt sich daher leicht unterscheiden, um was genau es sich da eigentlich im Erdreich handelt.