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Bonsai umtopfen: Anleitung | Welche Erde?

Bonsai umtopfen - Titel

Alle zwei bis drei Jahre müssen Sie den Bonsai in neue Erde umtopfen. Das Substrat bietet dann nicht mehr ausreichend Nährstoffe und häufig ist der Topf nicht mehr groß genug für den Wurzelballen.

Auf den Punkt gebracht

  • bester Zeitpunkt zum Umtopfen von Bonsaibäumen ist das zeitige Frühjahr
  • verwenden Sie als Substrat immer nur eine spezielle Erde, die für Bonsaibäume geeignet ist
  • Größe des Topfs sollte passend zum Wurzelballen gewählt werden und nur etwas größer sein
  • Wurzelballen sollten beim Umtopfen immer beschnitten werden
  • sollte das neue Substrat nach dem Umtopfen in den ersten Wochen absacken, füllen Sie wieder nach

Zeitpunkt

Wann es Zeit ist, den Bonsai umzutopfen, erkennen Sie meist daran, dass die Wurzeln durch die Ablauflöcher des Topfes wurzeln. Je nach Baumart und Topfgröße kann dies nach einem Jahr schon der Fall sein. Mindestens alle drei Jahre müssen Sie jeden Bonsai mit neuer Erde umtopfen. Das Substrat bietet dann keine gute Versorgung mehr für die Pflanzen. Zudem ist die Erde meist stark verdichtet, wodurch sich der Bonsai nicht mehr gut entwickeln kann.

Hinweis: Laubbäume müssen häufiger umgetopft werden. Sie benötigen spätestens nach drei Jahren einen Substratwechsel und Nadelbäume müssen zumindest alle fünf Jahre umgetopft werden.

Die beste Jahreszeit zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr. Etwa ab Ende Februar bis Mitte März ist der ideale Zeitraum. Die Bonsai-Bäume befinden sich dann in einer Ruhephase und ein Umtopfen kostet sie keine unnötige Kraft.

Bonsai umtopfen

Topf

Für einen Bonsaibaum wird eine sogenannte Bonsaischale verwendet. Ein gut gepflegter Bonsai kann häufig in die gleiche Schale gesetzt werden, in der er vorher war. Die Schale sollte dem Wurzelballen, nachdem er beschnitten wurde, immer ausreichend Platz bieten.

Wenn Sie die Schale wiederverwenden, müssen Sie sie vorbereiten:

  • Schale grob reinigen
  • Kalkränder entfernen
  • auf Risse und Sprünge kontrollieren

Hinweis: Die Topfgröße muss nicht zwingend zunehmen. Wird der Wurzelballen beschnitten, kann die Bonsaischale auch eine geringere Größe haben.

Substrat

Bonsaibäume benötigen ein spezielles Substrat. Dies muss ausreichend Nährstoffe bieten, sollte jedoch noch immer durchlässig sein. Sowohl für Laubbäume als auch für Nadelbäume gibt es spezielle Mischungen aus Erde, die zum Umtopfen ihres Bonsai geeignet ist.

Mischung für Laubbäume:

  • 25% Bimskies
  • 50% Akadama
  • 25% Lavagranulat

Mischung für Nadelbäume:

  • 33% Bimskies
  • 33% Akadama
  • 33% Lavagranulat

Die Erde für den Bonsaibaum sollte keine Bestandteile enthalten, die verrotten und dadurch für übermäßig viele Nährstoffe sorgen. Bestandteile im Substrat, die sehr fein sind, sind ebenfalls problematisch, denn sie können dazu beitragen, dass die Erde verdichtet wird. Die meisten Bäume gehen eine Symbiose mit Mykorrhza-Pilzen ein. Mischen Sie daher immer einen kleinen Anteil des alten Substrates der Mischung für Nadel- oder Laubbäume bei. Dadurch wird das neue Substrat mit Mykorrhza-Pilzen beimpft und der Baum entwickelt sich besser.

Bonsai umtopfen

Bonsai austopfen

Zum Umtopfen müssen Sie den Bonsaibaum aus der Schale entnehmen. Dies kann manchmal aufwendig sein, denn der Wurzelballen wird meist mit einem Draht fixiert. Lässt sich der Baum nicht einfach löschen, zerschneiden Sie besser den Draht, damit Sie die Wurzeln nicht schädigen. Anschließend entfernen Sie das alte Substrat. Lässt sich dies nicht leicht lösen, halten Sie den Wurzelballen unter Wasser, meist geht die alte Erde dann einfacher ab. Unverzichtbar ist das Beschneiden des Wurzelballens.
Ein Wurzelschnitt ist aus folgenden Gründen notwendig:

  • Platz für neues Substrat
  • Bildung von Haarwurzeln
  • Förderung der Nährstoffaufnahme

Ein Bonsai braucht keine dicken Wurzeln für die Standfestigkeit, denn die bekommt er durch die Fixierung mit Drähten. Viel wichtiger ist ein feines Wurzelsystem, damit er gut mit Nährstoffen versorgt werden kann. Daher sollten Sie bevorzugt dicke Wurzeln entfernen.

Bonsai eintopfen

Ist der Bonsai soweit vorbereitet, können Sie ihn wieder eintopfen.

Anleitung zum Eintopfen:

  • etwas Substrat einfüllen
  • Wurzelballen mittig positionieren
  • Wurzelballen mit Draht durch Ablaufloch oder an Drahthalterung fixieren
  • mit Substrat auffüllen
  • Bonsai vorsichtig angießen
Bonsai gießen mit einer Brause

Der Draht zur Fixierung des Wurzelballens stört die Bäumchen nicht. Sie bleiben in der Regel dauerhaft in der Schale und werden so angebracht, damit sie nicht mehr zu sehen sind, wenn mit Substrat aufgefüllt wurde.
Achten Sie beim Gießen in den ersten Wochen darauf, dass das Substrat nicht gleich wegschwimmt. Verwenden Sie bevorzugt eine Ballbrause, mit der Sie das Wasser gleichmäßiger verteilten können. Wässern Sie die Bäumchen immer solange, bis das Wasser unten wieder ausläuft, und gießen Sie überschüssiges Wasser in einer Auffangschale weg. In den ersten Wochen kann es passieren, dass das Substrat durch das Gießen immer wieder absackt. Füllen Sie dann wieder mit frischem Substrat nach, bis es sich nicht mehr setzt.

Häufig gestellte Fragen

Sollte der Bonsai vor dem Umtopfen gegossen werden?

Nein, es ist sogar besser, wenn Sie den Bonsaibaum vor dem Umpflanzen mehrere Tage nicht gießen. Dadurch lässt er sich leichter aus der Schale lösen und das alte Substrat können Sie einfach abschütteln.

Kann ich das Substrat für den Bonsaibaum selbst mischen?

Im Handel gibt es die einzelnen Bestandteile für die Bonsaierde zu kaufen oder Sie greifen zu fertig gemischten Substraten. Verwenden Sie allerdings immer geeignete Substrate für Bonsaibäume. Komposterde oder Walderde ist nicht geeignet für Bonsaibäume, da sie zu schnell verdichten würde und zu nährstoffreich ist.

Woran erkenne ich, wie viele Wurzeln ich entfernen muss?

Beim Wurzelschnitt sollten Sie vorsichtig vorgehen. Nehmen Sie lieber weniger Wurzeln weg und topfen dafür vielleicht im nächsten Jahr wieder um. Das verbliebene Wurzelsystem muss den oberirdischen Teil noch immer mit Wasser und Nährstoffen versorgen können.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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