Monstera braune Blätter

Die aus Mittel- und Südamerika stammende Monstera (Monstera deliciosa) ist auch als Fensterblatt bekannt. Sie gehört nach wie vor zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Das tropische Gewächs stellt keine sonderlich hohen Ansprüche an die Pflege und ist als Anfängerpflanze beliebt. Auch wenn das Aronstabgewächs (Araceae) äußerst pflegeleicht ist, kann es braune Blätter oder Blattspitzen bekommen.

Ursachen für braune Blätter

Die Monstera kann sich bei guter Pflege zu einer drei Meter oder noch höheren Pflanze entwickeln. Sehr ansehnlich sind dabei die bis 45 Zentimeter breiten und herzförmigen Blätter, welche an 30 Zentimeter langen Stielen sitzen. Bei jungen Pflanzen sind die Blätter ganzrandig und bei älteren Exemplaren sind die imposanten Laubblätter zwischen den einzelnen Blattadern tief eingeschnitten. Mitunter können braune Verfärbungen an den Blattspitzen auftreten. Diese können sich auch über das ganze Blatt hinziehen. Verschiedene Ursachen sind für diese Braunfärbung schuld:

Ungeeigneter Standort

Lichtmangel, auch pralle Sonne oder zu trockene Luft kann sehr schnell zu braunen Blattspitzen oder Blättern an der Monstera führen. Gerade im Winter können die Pflanzen zu wenig Licht erhalten. In ihrer Heimat wächst das Fensterblatt im lichten Schatten der Laubdächer riesiger Bäume. Normalerweise kommt die Monstera auch noch mit dunkleren Standorten zurecht. Allerdings leidet darunter das Wachstum und es bilden sich keine Einschnitte mehr.
Daneben können auch Zugluft beim Lüften, Temperaturschwankungen und Kälte allgemein braune Flecken auf den Blättern verursachen. Dieses tropische Gewächs verträgt keine Kälte. Abhilfe kann durch folgende Maßnahmen geschaffen werden:

  • Vermeidung von Zugluft
  • heller bis halbschattiger Standort
  • pralle Sonne vermeiden
  • idealer Platz an Ost,- West- oder Nordfenster
  • an Südfenster nachmittags Sonnenschutz anbringen
  • Mindestabstand zu Fenster oder Wand zwei bis drei Meter
  • Temperatur von April bis September zwischen 20 und 28 Grad
  • von Oktober bis März 16 bis 21 Grad

Von Juni bis September kann die Monstera auch einen halbschattigen Platz auf dem Balkon einnehmen. Allerdings muss ein Schutz vor praller Mittagssonne erfolgen.

Hinweis: Ständige Berührungen mit der Fensterscheibe oder Wand können bei der Monstera ebenfalls zu braunen Verfärbungen an den Blättern führen. Daher entsprechenden Abstand einhalten, damit die mechanischen Beschädigungen verhindert werden.

Zu wenig Wasser

Bei bestehendem Wassermangel kommt nicht genug davon von den Wurzeln der Monstera zu den einzelnen Pflanzenteilen weiterzuleiten. Letztendlich verfärben sich die Laubblätter anfangs gelb, später braun, welken und sterben ab. Ganz leicht kann die Feuchtigkeit im Substrat mittels Feuchtigkeitsmesser überprüft werden oder ganz einfach auch mit der Fingerprobe.

Monstera braune Blätter

Dazu wird der Zeigefinger einige Zentimeter tief in das Erdsubstrat gedrückt. Ist dort keine Feuchtigkeit zu spüren, leidet die Pflanze ganz unter Trockenstress. Ebenfalls kann eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit braune Blattspitzen und Blattränder verursachen. Als Bewohner des Regenwalds ist die Monstera eine hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt. Um einen Trockenstress der Pflanze zu vermeiden, gibt es verschiedene Maßnahmen:

  • im Sommer reichlich und im Winter mäßig gießen
  • Substrat soll stets feucht, aber nicht nass sein
  • Verwendung von abgestandenem, zimmerwarmem Wasser
  • 50 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit ideal
  • Blätter regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen
  • trockene Heizungsluft vermeiden
  • Luftbefeuchter und Hygrometer zur Prüfung der Luftfeuchtigkeit einsetzen
  • lange Luftwurzeln in einen mit Wasser gefüllten Behälter umleiten
  • gegebenenfalls Wurzelballen im Wasser tauchen
  • dazu Wurzelballen in Eimer mit Wasser setzen
  • tauchen bis keine Luftblasen mehr aufsteigen

Hinweis: Alle Pflanzenteile der Monstera enthalten Schleimhaut reizende Stoffe. Besondere Vorsicht ist dabei geboten, wenn Kinder und Haustiere im Haushalt leben. Ebenfalls sollten Handschuhe beim Umgang mit diesem Gewächs getragen werden.

Staunässe vermeiden

Staunässe ist mitunter schädlicher als ein vorübergehender Wassermangel. Die nasse Erde ist verdichtet und es kann keine Luft mehr an die Wurzeln gelangen. Sie ersticken förmlich und sind demzufolge auch nicht mehr in der Lage Wasser und Nährstoffe zu den restlichen Pflanzenteilen zu transportieren. Infolgedessen verfärben sich die Blattspitzen und auch Blattränder braun. Daneben beginnen ebenfalls die Wurzeln in der übernässten Erde zu faulen.

Staunässe kann durch häufiges Gießen, Wassergaben in großen Mengen, aber auch durch verstopfte Abzugslöcher im Topf, sowie stehendes Wasser im Untersetzer entstehen. Das Gießen muss unverzüglich eingestellt werden, so dass das Substrat schnellstens trocknen kann. Besser wäre jedoch das Fensterblatt umgehend in frische und trockene Erde umzutopfen. Dabei wird wie folgt vorgegangen:

  • Pflanze aus Topf heben
  • nasses Substrat entfernen
  • Wurzeln lauwarm sorgfältig abbrausen
  • bereits braune, kranke Wurzeln entfernen
  • Reinigung Topf mit heißem Wasser
  • Abzugslöcher müssen frei sein
  • fünf Zentimeter hohe Drainage am Topfboden einbringen
  • dazu Verwendung von Blähton, Tonscherben oder Kies
  • frische Erde halbhoch in Topf einfüllen
  • Wurzelballen einsetzen
  • restliche Erde auffüllen
  • Pflanze nicht tiefer als vorher setzen
  • Gießrand von zwei Zentimeter belassen
  • Fensterblatt nicht angießen
  • erste Wassergaben nach einer Woche
  • danach regelmäßig gießen
  • zwischen Wassergaben Erdoberfläche etwas antrocknen lassen
  • stets überschüssiges Gießwasser aus Untersetzer abgießen
  • optimal Verwendung von Feuchtigkeitsmesser

Hinweis: Hellbraune Flecken mit einem dunkleren Rand auf den Blättern sind ein Anzeichen für Sonnenbrand. Diese Flecken entstehen nur dort, wo die Sonne direkt drauf scheint. Abhilfe schafft ein Standortwechsel im lichten Halbschatten.

Nährstoffmangel oder Überdüngung

Bei einem Nährstoffmangel verfärben sich anfangs die Blätter und werden schließlich abgeworfen. Auch eine Überdüngung führt bei der Monstera zu braunen Blättern. Dabei verbrennen die Wurzeln und die Laubblätter färben sich anfangs gelb und später braun und sterben schließlich ab. Bei einer Überdüngung liegt eine Überversorgung mit Nährstoffen vor. Dies kann beispielsweise bei der Verwendung von unverdünntem Flüssigdünger erfolgen. Im Prinzip hilft hier nur noch ein Umtopfen in frisches Substrat. Während der Hauptwachstumszeit benötigt die Monstera regelmäßig zusätzliche Nährstoffe, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten. Dabei sollte folgendes beachtet werden:

  • Nährstoffbedarf mäßig hoch
  • von März bis September alle zwei Wochen düngen
  • Verwendung von Flüssigdünger für Grünpflanzen
  • Verabreichung mit Gießwasser
  • für Dosierung Angaben vom Hersteller beachten
  • alternativ Einsatz von Düngestäbchen für Grünpflanzen
  • ab Oktober Düngung einstellen

Tipp: Die Blätter sollten regelmäßig mit Algensaft abgewaschen werden. Dadurch erhalten sie einen dezenten Glanz. Gleichzeitig werden benötigte Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine zugeführt.

Braunfärbung durch Pilzinfektion

Augenfleckenkrankheit
Augenfleckenkrankheit (Spilocaea oleagina) an Olivenblatt. Quelle: The original uploader was Michele.iannizzotto at Italian Wikipedia., Occhio di pavone, Zuschnitt von Plantopedia, CC BY 3.0

Braune Blattflecken oder vollständig braune Blätter an der Monstera können ebenfalls durch einen Pilz hervorgerufen werden. Dabei handelt es sich um die Augenfleckenkrankheit (Spilocaea oleagina). Die Flecke sind rund und innen hellbraun gefärbt, wobei der Rand etwas dunkler ist. Diese Krankheit ist auch als Pfauenauge bekannt, da diese Flecken an Augen erinnern. Die Krankheitserreger breiten sich sehr langsam aus und die Pilzsporen können dabei auf andere Laubblätter übertragen werden. Diese Krankheit sollte früh erkannt werden, sonst kann die Pflanze großen Schaden nehmen, am Ende sogar eingehen. Wichtig dabei sind regelmäßige Kontrollen. Falls ein Befall vorhanden ist muss dann schnellsten gehandelt werden:

  • kompletter Rückschnitt
  • Verabreichung von Stärkungsmitteln
  • dabei Einsatz von Schachtelhalmsud oder Lebermoosextrakt
  • betroffene Blätter stets entfernen
  • dazu scharfe und in Alkohol desinfizierte Schere verwenden
  • sonst Übertragung weiterer Krankheitskeime möglich
  • Entsorgung Schnittgut im Hausmüll
  • nicht auf Komposthaufen geben, Ausbreitungsgefahr

In der Regel reicht ein Rückschnitt. Die Monstera erholt sich wieder und treibt neu aus.