Go to Homepage » Tiere im Garten » Insekten » Braune Raupen erkennen: 12 Arten mit Bild

Braune Raupen erkennen: 12 Arten mit Bild

braune Raupen erkennen

Eine braune Raupe zu erkennen ist in der Natur nicht ganz einfach. Denn durch die Färbung sind die Tiere gut an ihre Umgebung angepasst und ähneln Zweigen oder vertrockneten Blättern.

Auf den Punkt gebracht

  • eine braune Raupe ist farblich gut an ihre Umgebung angepasst und vor Fressfeinden geschützt
  • verschiedene Arten können sich stark ähneln
  • Unterscheidung ist in manchen Fällen kaum genau möglich
  • eine Bekämpfung ist nicht in jedem Fall erforderlich oder angeraten
  • bei der Entfernung ist in einigen Fällen Vorsicht angeraten

Arten unterscheiden

Um eine braune Raupe von einer anderen unterscheiden zu können, ist oftmals umfassende Kenntnis erforderlich. Einige Anhaltspunkte können jedoch zur Orientierung herangezogen werden. Bei diesen handelt es sich unter anderem um:

  • Dicke
  • Länge
  • Markierungen beziehungsweise Zeichnung
  • Behaarung
  • Zeitpunkt des Auftretens

Braune Raupen von B bis E

Bärenspinner – Erebidae

Die Bärenspinner gehören zu den Schmetterlingen und sind als adulte Falter wunderschön anzusehen. Besonders auffällig ist die starke Behaarung.

Bärenspinner – Erebidae, braune Raupen
Quelle: LiCheng Shih, Erebidae (35506592512), Bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0
  • maximale Länge: zwischen 4,0 und 6,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: zwischen Juli und August
  • Ernährung: sehr großes Ernährungsspektrum an Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Laubbäumen
  • Farbe: grau bis braun in verschiedenen Schattierungen
  • besondere Merkmale: kleine und erhabenen schwarzbraune Erhöhungen auf der Oberseite, die wirken, wie Warzen
  • Behaarung: stark ausgebildet

Die Raupen sind vergleichsweise einfach zu erkennen, da sie stark behaart sind. Allerdings finden sich von den Bärenspinnern mehr als 100 Arten.

Breitflügelige Bandeule – Noctua comes

Breitflügelige Bandeule, Raupe im Mai
Quelle: Olei, Noctua.comes.6967, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • maximale Länge: 6 cm
  • Zeit des Auftretens: zwischen Herbst und Mitte Mai, eine Generation pro Jahr
  • Ernährung: Blumen, Beerensträucher, Kräuter, Sauerkirsche
  • Farbe: rötliches Grau bis Grünbraun
  • besondere Merkmale: dunkle dreieckige Flecke entlang der Seiten und dem hinteren Ende
  • Behaarung: nicht vorhanden

Breitflügeliger Fleckleibbär – Spilosoma lubricipeda

Breitflügeliger Fleckleibbär – Spilosoma lubricipeda
Quelle: Quartl, Spilosoma lubricipeda qtl1, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • maximale Länge: bis zu 4,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: in zwei Generationen von Mai bis September
  • Ernährung: krautige Pflanzen, Beerenbüsche
  • Farbe: graubraun, schwarz oder rot
  • besondere Merkmale: heller Streifen auf dem Rücken
  • Behaarung: sehr haarig aber farblich kontrastreich zum Körper

Buchen-Zahnspinner – Stauropus fagi

Buchen-Zahnspinner, Raupen bestimmen

Der Buchen-Zahnspinner gehört zu der Familie der Nachtfalter oder in der Fachsprache Notodontidae und beginnt seinen Zyklus ebenfalls als braune Raupe.

  • maximale Länge: 6 cm
  • Zeit des Auftretens: bedingt durch zwei Generationen einmal von April bis Mai und einmal von Juni bis August
  • Ernährung: Laubbäume, wie beispielsweise Buchen, Feldahorn, Hartriegel, Stieleiche und Weißdorn
  • besondere Merkmale: die Vorderbeine sind lang und auffällig, der hintere Körperabschnitt ist verhornt und steht ab
  • Behaarung: nicht vorhanden

Brauner Bär – Arctia caja

Brauner Bär, Raupe im Mai
  • maximale Länge: circa 4,5 bis 6,5 cm
  • Zeit des Auftretens: zwischen Juli und September
  • Ernährung: krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume
  • Farbe: dunkelbraun bis schwarz
  • besondere Merkmale: weiße, warzenförmige Auswüchse entlang des Rückens, der Kopf ist rostrot
  • Behaarung: sehr lang und dicht

Eichenspinner – Thaumetopoea processionea

Eichenprozessionsspinner
  • maximale Länge: circa 3 cm
  • Zeit des Auftretens: zwischen Mai und Juli
  • Ernährung: Blätter von Laubbäumen, wie Buchen, Birken und Eichen
  • Farbe: bräunlich, gräulich mit gelben Punkten
  • besondere Merkmale: starke und lange Behaarung, können komplette Bäume entlauben
  • Behaarung: Brennhaare, die allergische Reaktionen auslösen können und eine Gefahr darstellen

Hinweis: Die Bekämpfung dieser Raupen ist ausgesprochen sinnvoll, denn sie stellen sowohl für Menschen als auch Tiere und Umwelt eine Gefahr dar. Baumsterben in Laubwäldern kann zu einem großen Teil auf die schädlichen Nachtfalter zurückgeführt werden.

Braune Raupen von G bis M

Goldafter – Euproctis chrysorrhoea

Goldafter - Euproctis chrysorrhoea
Quelle: spacebirdy
(also known as geimfyglið (:> )=| made with Sternenlaus-spirit), Euproctis chrysorrhoea – Burgenland 2, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • maximale Länge: bis zu 3,5 bis 4,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: Juli
  • Ernährung: Obstbäume und Eichen
  • Farbe: braun mit goldener Zeichnung am hinteren Ende
  • besondere Merkmale: treten häufig in großer Anzahl auf
  • Behaarung: vergleichsweise kurz

Hausmutter – Noctua pronuba

Hausmutter
  • maximale Länge: bis zu 5,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: zwischen Juni und Oktober
  • Ernährung: krautige und holzige Gewächse
  • Farbe: braun mit Zeichnung
  • besondere Merkmale: gelbe Zeichen mit schwarzen Linien
  • Behaarung: keine vorhanden

Tipp: Die braune Raupe sowie der Falter selbst werden auch als Eulenfalter bezeichnet. Ab dem dritten Larvenstadium sind sie nachtaktiv.

Mittlerer Weinschwärmer – Deilephila elpenor

Mittlerer Weinschwärmer (Deilephila elpenor), Raupen mit Horn
Quelle: OhWeh, Mittlerer Weinschwärmer Deilephila elpenor-003, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.5
  • maximale Länge: bis zu 8,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: zwischen Juni und August, bei mildem Klima nochmals zwischen August und September
  • Ernährung: Fuchsien, Springkräuter, Blutweiderich, Nachtkerze
  • Farbe: grün bis schwarzbraun in verschiedenen Schattierungen
  • besondere Merkmale: schwarze Punkte an der vorderen Körperhälfte
  • Behaarung: gering und kurz

Braune Raupen von T bis Z

Tagpfauenauge – Aglais io

Tagpfauenauge, Raupen im August
  • maximale Länge: bis zu 4,5 bis 6,5 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: Schlupf von Juli bis August als zwei Generationen
  • Ernährung: Brennnesseln
  • Farbe: schwarz mit weißen Punkten
  • besondere Merkmale: treten in großer Anzahl auf und können sich auch im Haus finden, mit Dornen versehen
  • Behaarung: keine

Weißdorneule – Allophyes oxyacanthae

Die sogenannte Weißdorneule ist ein Schmetterling und gehört zu der Familie der Eulenfalter. In der Fachsprache werden diese auch als Noctuidae bezeichnet.

Weißdorneule
Quelle: Harald Süpfle, Allophyes oxyacanthae 04 (HS), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • maximale Länge: zwischen 5,0 und 6,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: zwischen Juli und August
  • Ernährung: Schlehen und Weißdorn
  • Farbe: grau bis braun mit einem gestrichelten Muster
  • besondere Merkmale: kleine und erhabenen schwarzbraune Erhöhungen auf der Oberseite, die wirken, wie Warzen
  • Behaarung: vereinzelt und kurz

Weißgraues Flechtenbärchen – Eilema caniola

Weißgraues Flechtenbärchen, Raupen im Juli
Quelle: Slimguy, 2017 04 22 Eilema caniola, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 4.0
  • maximale Länge: bis zu 3,0 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: bis zu drei Generationen von Mai bis Oktober
  • Ernährung: Flechten und Blüten
  • Farbe: Grundfarbe hellbraun mit rötlichen, dunklen Punkten
  • besondere Merkmale: Warzen
  • Behaarung: sehr borstig aber vereinzelt

Zimtbär – Phragmatobia fuliginosa

Zimtbär; Raupe im APril
  • maximale Länge: bis zu 3,5 Zentimeter
  • Zeit des Auftretens: bis zu drei Generationen von Mai bis Oktober
  • Ernährung: krautige Pflanzen von Löwenzahn bis Brombeerblättern
  • Farbe: Grundfarbe schwarzgrau mit rotbraunen oder graubraunen Haaren
  • besondere Merkmale: Streifen auf dem Rücken
  • Behaarung: sehr haarig aber farblich kontrastreich zum Körper

Hinweis: Sie wirkt nicht wie eine braune Raupe, sondern erscheint eher rötlich oder gar bunt.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine braune Raupe giftig sein?

Wenn die Tiere sich von giftigen Pflanzen ernähren, ist das durchaus möglich. Behaarte Exemplare können zudem Reizungen der Haut und der Atemwege erzeugen.

Wie lässt sich die braune Raupe bekämpfen?

Wenn die Raupen Pflanzen im Garten beschädigen, ist der Wunsch nach einer wirksamen Bekämpfung verständlich. Anstelle von Pestiziden sollten sie jedoch besser abgesammelt und an anderer Stelle ausgesetzt werden. Alternativ ist auch die Tötung möglich, sofern es sich um schädliche Arten handelt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen ergriffen werden?

Wenn die Raupen abgelesen werden, sind vor allem bei behaarten Varianten direkte Berührungen mit der Haut zu vermeiden. Daher sollten sie entweder mit Handschuhen und einem Mundschutz oder aber mit Werkzeugen entfernt werden.


Scroll Up