Brunnenwasser filtern - Kosten

Wer das Wasser aus dem eigenen Brunnen maschinell filtert, kann damit sogar die Qualität von Trinkwasser erreichen. Je nach Voraussetzungen sind damit allerdings auch Kosten von mehreren hundert Euro verbunden.

Auf den Punkt gebracht

  • Brunnenwasser lässt sich relativ einfach auf mechanischer Basis filtern
  • Dafür wird ein spezielles Filtersystem benötigt
  • Das System muss in die Leitung vom Brunnen zum Haus integriert werden
  • Die Kosten dafür hängen von der Art des Filters ab und ob man für den Einbau einen Fachmann benötigt

Filter

Ein eigener Brunnen kann goldwert sein. Er macht auf jeden Fall unabhängig und hilft dabei Wassergebühren zu sparen. Für Brauchwasser eignet sich das Nass aus dem eigenen Garten allemal. Anders sieht es hingegen aus, wenn die Qualität von Trinkwasser erreicht werden soll. Der genügt Brunnenwasser nämlich sehr häufig nicht. Abhilfe kann hier ein Filter schaffen. Dabei hat man grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  • Filter um Feinsand zurückzuhalten
  • Filter gegen Eisen und Mangan
  • Universalfilter für Trinkwasserqualität
Wasserpu

Bevor man sich daran macht, einen Filter einzubauen, ist eine professionelle Wasseranalyse unumgänglich. Sie zeigt nämlich auf, wie es tatsächlich um die Wasserqualität bestellt ist und wo unter Umständen nachgearbeitet werden muss. Ausgehend von den Analyseergebnissen kann man sich dann für einen bestimmten Filter bzw. ein Filtersystem entscheiden. Wer etwa nur Feinsand zurückhalten möchte, kann auf einen sehr einfachen Filter zurückgreifen. Er besteht im Wesentlichen aus einem sehr feinen Sieb, das vollkommen natürlich den Sand aus dem Wasser filtert. Wer hingegen tatsächlich auf Trinkwasserqualität abzielt braucht ein relativ komplexes System, das gewissermaßen maschinell arbeitet.

Hinweis: Bei Filtern für Trinkwasserqualität entstehen immer auch Folgekosten. Die Filter arbeiten nämlich mit speziellen Einsätzen (Kartuschen), die regelmäßig gewechselt werden müssen.

Filter für Trinkwasser

Trinkwasser muss hierzulande bestimmten Anforderungen genügen. Geregelt ist das in der Trinkwasserverordnung, die für viele Inhaltsstoffe sehr enge Grenzwerte festlegt. Zu diesen Stoffen und potenziellen Krankheitserregern gehören:

  • Ammonium
  • Eisen
  • Mangan
  • Nitrat
  • Nitrit
  • E-Coli-Bakterien
  • Enterokokken
Gartenpumpe montieren

Darüber hinaus muss Trinkwasser einen pH-Wert aufweisen, der zwischen 6,5 und 9,5 liegt. Je nachdem, wie das Brunnenwasser belastet ist, muss der jeweilige Filter gewählt werden. Es gibt jedoch auch relativ komplexe Filtersystem, die gewissermaßen Möglichkeiten abdecken. Es versteht sich beinahe von selbst, dass derartige Systeme zu bevorzugen sind, wenn dauerhaft Trinkwasser aufbereitet werden soll. Da sich die Wasserqualität im Laufe der Zeit auch ändern kann, ist man dann für alle Eventualität gerüstet.

Tipp: Bevor man sich für einen Filter bzw. ein Filtersystem entscheidet, sollte man sich auf jedem Fall von einem Experten ausführlich beraten lassen. Und natürlich muss das Wasser vorab getestet werden.

Investitionen

Wie viel ein Filter bzw. ein Filtersystem kostet hängt von der jeweiligen Ausführung und dem Hersteller ab. Pauschale Angaben hierzu sind nicht möglich. Ein einfacher Eisenfilter ist im Handel beispielsweise schon ab rund 50 Euro erhältlich. Für komplexe Systeme hingegen können schon mal mehrere hundert Euro anfallen. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist auch die Installation des Filters. Die Frage dabei: Kann und soll sie selbst durchgeführt werden oder benötigt man dafür einen Installateur. Ein Profi ist immer dann zu empfehlen, wenn das Brunnenwasser im Haus genutzt werden soll. Damit sind dann allerdings auch erhebliche Zusatzkosten verbunden, die weitgehend vom Arbeitsaufwand abhängig sind.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist ein Filter sinnvoll?

Immer dann, wenn das Brunnenwasser als Trinkwasser genutzt werden soll, muss ein Filter mehr oder weniger sein. Kaum ein privater Brunnen liefert von vorne herein Wasser in Trinkwasserqualität.

Muss Gießwasser gefiltert werden?

Nicht unbedingt. Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten sollte dann allerdings insbesondere zum Schutz vor Krankheitserregern gründlich gereinigt werden.

Wo findet man Filter bzw. wer kann einen beraten?

Es gibt Fachhändler, die sich auf Wasserfilter und die Aufbereitung von Wasser spezialisiert haben. Sie sind über das Internet relativ leicht zu finden.