dunkle Flecken auf Betonpflaster entfernen 2

Wenn auf dem Betonpflaster dunkle Flecken aufkommen, ist schnelles Handeln gefragt. Als Ursache können Algen, Flechten und Pilze aber auch Vogelkot oder Reifenspuren in Frage kommen.

Vorbereitungen

Dunkle Rückstände auf dem Pflaster können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein und werden mit verschiedenen Hausmitteln beseitigt. Vor der Fleckenbehandlung sollten Sie grobe Verschmutzungen entfernen. Scharfkantiger Sand ist ein ideales Reinigungsmittel für großflächige Pflastersteine. Verteilen Sie das Substrat mit einem Besen auf der Fläche. Die feinen Körner polieren die Oberfläche und lösen Schmutz, der anschließend zusammen mit dem Sand auf ein Kehrblech gefegt wird. Nutzen Sie folglich geeignete Methoden zur Fleckenentfernung. Wenn die Maßnahme nicht wirkt, sollten Sie weitere Mittel ausprobieren und verschiedene Anwendungen miteinander kombinieren. Oft ist Geduld gefragt, da sich tief eingebrannte Verfärbungen nur langsam abschwächen.

Spülmittel gegen Reifenspuren

Rückstände von Autoreifen lassen sich einfach reinigen, da sie oberflächlich bestehen und nicht sehr tief in die Porenstruktur der Pflastersteine eindringen. Feine Spuren können ohne großen Aufwand mit Radiergummi oder -schwamm beseitigt werden. Nutzen Sie für hartnäckige Flecken einen umweltschonenden und lösemittelfreien Reiniger:

  • biologisch abbaubares Spülmittel in Wasser geben
  • Anteil des Spülmittels an den Verschmutzungsgrad anpassen
  • Lösung auf die betroffenen Stellen gießen
  • Mittel mit einer weichen Bürste oder Schwamm einarbeiten
  • etwa 20 Minuten einwirken lassen
  • Fläche mit klarem Wasser abspülen

Bleichmittel gegen Flechten

Diese Organismengruppe besiedelt extreme Lebensräume wie Pflastersteine, die sowohl im Schatten als auch in der Sonne liegen. Es gibt Flechten, die sich relativ einfach mit einem Spachtel abkratzen lassen. Andere Arten erfordern eine höhere Aufwendung durch intensive Reinigung mit einer Drahtbürste. Zudem existieren Flechten, die tief in die Poren eindringen und nicht mechanisch entfernt werden können. Zum Abtöten solcher Fleckenverursacher hilft ein Bunsenbrenner. Um die zurückgebliebenen Rückstände auf dem Betonpflaster verschwinden zu lassen, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Wasserstoffperoxid auf die Flecken geben
  • Mittel einwirken lassen, sodass es in Wasser und Sauerstoff zerfällt
  • abgetötete Flechten gründlich mit Drahtbürste beseitigen
Drahtbürste, Fleckenentfernung

Hinweis: Hochdruckreiniger sind bei einem Befall durch Flechten und Pilze nicht förderlich. Durch die porentiefe Reinigung dringt Feuchtigkeit in die Pflastersteine, sodass sich nach kurzer Zeit erneut Organismen ansiedeln.

Soda gegen Schimmelpilze

Pilzsporen finden auf nahezu jedem Untergrund optimale Wachstumsbedingungen und Nährstoffe. Sie siedeln sich daher bevorzugt auf beschatteten Pflastersteinen an. Kleinste Ablagerungen von Algen oder Flechten, die durch natürliche Prozesse verrotten, bieten den Sporen somit einen guten Nährboden. Hat sich der Schimmelpilz im Betonpflaster angesiedelt, hinterlässt er unschöne Flecken. Diese erinnern oft an Stockflecken in feuchter Wäsche und lassen sich schwer beseitigen. Durch eine Veränderung des pH-Wertes töten Sie indes das Pilzmyzel ab. Um unschöne Flecken im Pflaster abzumildern, sollten Sie daher die folgende Maßnahme regelmäßig über mindestens drei Monate durchführen:

  • fünf Esslöffel Soda in fünf Liter Wasser auflösen
  • auf die betroffenen Stellen gießen und einwirken lassen
  • Pflaster gründlich mit einer Bürste behandeln
  • Betonpflaster mit Gartenschlauch abspritzen

Achtung: Essig ist zwar ein ideales Mittel zum Abtöten von Schimmelpilzen. Allerdings ist der Einsatz auf versiegelten Flächen im Freien nicht erlaubt.

Natronpaste gegen Algenbewuchs

Schwarzalgen sind häufig verantwortlich für dunkle Verfärbungen an Steinen und werden somit oft mit Straßenschmutz verwechselt. Die Organismen siedeln sich bevorzugt auf den Kanten beschatteter Steine an, da hier ein feuchtes Mikroklima herrscht. Werden sie nicht rechtzeitig beseitigt, kann sich der Algenbewuchs großflächig ausbreiten. Für hartnäckige Flecken hat sich diese Maßnahme bewährt:

Natronpaste
  • vier Esslöffel Speisestärke mit 100 Gramm Natron mischen
  • lauwarmes Wasser zugeben, bis eine Paste entsteht
  • Mittel auf die Verfärbungen geben und fünf Stunden einwirken lassen
  • Betonpflaster gründlich schrubben und Rückstände mit Wasser abspülen

Fleckensalz gegen Vogelkot

In den Hinterlassenschaften von Vögeln befinden sich häufig Farbstoffpigmente von Beerenfrüchten, die schwärzliche Verfärbungen auf dem Pflaster verursachen. Durch Feuchtigkeit dringen die Farbstoffe tief in die Poren ein, sodass sich die Flecken mit zunehmendem Altem immer schwerer beseitigen lassen. Sobald Sie Vogelkot entdecken, sollten Sie diesen mit warmem Wasser und einigen Tropfen Spülmittel entfernen. Mit diesem Steinpflegemittel beseitigen Sie hartnäckige Verfärbungen:

  • fünf Liter Wasser aufkochen
  • 50 Milliliter Schmierseife und 30 Gramm Waschsoda als Reinigungsmittel auflösen
  • 30 Milliliter Glycerin als Imprägniermittel beifügen
  • 60 Gramm handelsübliches Fleckensalz als Farbstoffzerstörer untermischen

Verfärbungen vorbeugen

weiße Flecken auf Pflastersteinen

Das Beseitigen von Flecken auf Betonpflaster kann zur Geduldsprobe werden. Mechanische Maßnahmen ziehen das Betonpflaster häufig in Mitleidenschaft, sodass die aufgeraute Oberfläche eine verbesserte Angriffsfläche für Verfärbungen bietet. Damit es nicht zu unschönen Rückständen kommt, ist eine regelmäßige Reinigung empfehlenswert. Beseitigen Sie angesammeltes Laub im Herbst und heruntergefallene Früchte von nahestehenden Bäumen. Achten Sie darauf, dass sich keine Pfützen auf den Steinen bilden. Ein trockener Untergrund bietet Pilzen und Flechten keinen optimalen Nährboden. Durch eine Versiegelung schützen Sie das Pflaster vor eindringenden Wurzelgeflechten und Farbpigmenten. Glatte Oberflächen verhindern darüber hinaus das Wachstum verschiedener Organismen.