Einblatt blüht nicht: so helfen Sie Spathiphyllum zu neuen Blüten

Zweimal im Jahr erblüht das Einblatt, auch Scheidenblatt genannt, und verzückt mit ihren cremeweißen Blüten. Die Luftreiniger sind äußerst pflegeleicht und verlangen nur einen passenden Standort, was sie ideal für Anfänger macht, die eine ansprechende Tropenpflanze in den eigenen vier Wänden halten wollen. Jedoch kann es aufgrund von Pflegefehlern dazu kommen, dass Spathiphyllum nicht blüht, was immer ein Hinweis darauf ist, dass die Pflanze aufgrund einer Ursache unter Stress steht.

Ursachen

Falscher Standort

Das Einblatt ist für eine reichhaltige Blüte dauerhaft auf einen geeigneten Standort angewiesen. Viele Besitzer von Spathiphyllum stellen die Pflanze an einen Platz, an dem Sie zum Beispiel nicht ausreichend Licht erhält oder kühler Zugluft ausgesetzt ist. Der Standort ist daher essentiell, damit das Scheidenblatt zweimal im Jahr erblühen kann. Der Standort für die Pflanze sollte die folgenden Eigenschaften aufweisen, die der tropischen Heimat des Gewächses entsprechen:

  • hell
  • verträgt keine dauerhafte, direkte Sonneneinstrahlung
  • normale Zimmertemperatur
  • Wachstum verlangsamt sich deutlich bei unter 18 °C
  • minimale Temperatur: 13 °C
  • unter 13 °C werden keine Blüten ausgebildet und es kommt zu Schäden an der Pflanze
  • keine Zugluft
  • hohe Luftfeuchtigkeit wird benötigt

Spathiphyllum, Einblatt

Die Luftfeuchtigkeit ist nicht unbedingt entscheidend dafür, ob das Einblatt blüht, dafür umso mehr die Temperatur und der Lichtbedarf. Da es sich bei Spathiphyllum um ein tropisches Gewächs handelt, das nur wenig direktes Sonnenlicht erhält, muss sie hell stehen, aber nur so wenig wie möglich der Sonne ausgesetzt sein. Es wird oft angegeben, dass das Gewächs problemlos mit schattigen Plätzen klar kommt, was auch stimmt. Jedoch bildet Spathiphyllum keine Blüte an schattigen und sogar halbschattigen Plätzen aus. Suchen Sie daher einfach einen neuen Standort aus, der das gesamte Jahr über hell ist, aber das Einblatt vor zu viel Sonne schützt.

Gießfehler

Neben dem Standort ist es wichtig, das Einblatt richtig zu gießen, damit die Pflanze effektiv Nährstoffe aus der Erde aufnehmen und verteilen kann. Dabei ist es an sich unproblematisch, ob Sie etwas zu viel gießen, da Spathiphyllum als Tropenpflanze an viel Feuchtigkeit gewöhnt ist. Zu wenig gießen kann ein Problem darstellen, jedoch wirkt sich dies nur geringfügig auf die Blütenbildung aus. Das größte Problem beim Gießen, was vielen Menschen passiert, ist die Verwendung des falschen Gießwassers. Als Tropenpflanze ist das Einblatt kaltes und hartes Wasser nicht gewöhnt. Sie muss auf die folgende Weise gegossen werden:

  • regelmäßig, damit der Ballen niemals austrocknet
  • warmes Wasser verwenden
  • kein Leitungswasser, da dieses zu viel Kalk enthält
  • gefiltertes Wasser bietet sich an
  • ebenfalls abgestandenes Wasser

Falls Sie bis jetzt immer mit kaltem Leitungswasser gegossen haben, müssen Sie sich nicht wundern, dass Ihr Scheidenblatt nicht mehr blüht. Vor allem im Winter können Sie großen Schaden anrichten, da das kalte Kalkwasser die Pflanze stresst und keine Ruhephase möglich ist. Es reicht, wenn das Wasser lauwarm ist und falls Sie kein Filterwasser zur Verfügung haben, lassen Sie das Kalkwasser eine Weile stehen, bevor es verabreicht wird. Alternativ können Sie das Wasser kochen und über einen längeren Zeitraum abkühlen lassen, obwohl das auf Dauer keine Lösung ist. Die Tropenpflanzen vertragen einfach keinen Kalk, was Sie beachten müssen, damit sie blüht.

Tipp: neben dem Gießen können Sie die Luftfeuchtigkeit am Standort hoch halten, denn die Pflanze nimmt zusätzlich Wasser über ihre obererdigen Pflanzenteile auf. Dadurch trocknet sie langsamer aus und kann zusammen mit den richtigen Gießmaßnahmen problemlos eine Vielzahl von Blüten ausbilden.

Fehler bei der Düngung

Ebenso wichtig wie das richtige Gießen ist das Düngen. Viele Menschen machen hier Fehler, vor allem wenn zu wenig gedüngt wird. Der Großteil der Tropenpflanzen benötigt viele Nährstoffe, um die Blütenbildung zu ermöglichen, was von vielen Besitzern nicht beachtet wird. Einblätter werden auf folgende Weise gedüngt:

  • verwenden Sie Dünger für Blühpflanzen
  • diese enthalten höhere Mengen Stickstoff, die dem Einblatt gut bekommen
  • düngen Sie alle zwei Wochen

Tipp: Sie können Ihrem Exemplar zwischendurch etwas Kaffeesatz verabreichen, denn dies wirkt sich positiv auf Nährstoffverteilung und dadurch direkt auf die Blühkraft aus.

Umtopfen

Zudem sollten Sie in regelmäßigen Abständen umtopfen, am besten jährlich. Einblätter sind äußerst hungrige Pflanzen und verbrauchen im Durchschnitt innerhalb eines Jahres die Nährstoffe im Substrat. Da sich die Erde zudem mit der Zeit verdichtet, können die Wurzeln darunter leiden, deren Gesundheit wichtig für eine reiche Blütenbildung ist. Beim Umtopfen achten Sie auf die folgenden Punkte:

  • Zeitpunkt: Februar bis März
  • Pflanze vorsichtig aus dem Topf lösen, um Schäden an den Wurzeln vorzubeugen
  • alte Wurzeln überprüfen
  • beschädigte Wurzeln können die Blühfreude einschränken
  • nicht die Drainage vergessen
  • Einblätter lieben ein durchlässiges Substrat mit gutem Wasserabzug
  • normal weiterdüngen
  • bei vorgedüngter Erde sechs Wochen warten

Tricks für eine reiche Blüte

Wenn Sie Ihrem gesunden Einblatt etwas Gutes tun und sich dabei über eine reiche Blüte freuen wollen, gibt es eine Maßnahme, die besonders effektiv funktioniert. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

1. Reduzieren Sie während der Winterpause über einen Zeitraum von mehreren Wochen die Häufigkeit der Wasserzugaben. Ebenso verfahren Sie mit den Düngezugaben.

2. Sobald das Einblatt schon etwas länger die Blätter hängen lässt, wieder ausreichend gießen, damit der gesamte Wurzelballen feucht ist.

3. Erhöhen Sie die Düngezugaben nach dieser Wartezeit, damit die Pflanze viele Nährstoffe zur Verfügung hat. Im Frühling wird Spathiphyllum viele Blüten ausbilden.

Bei dieser Methode wird der natürliche Kreislauf des Einblatts nachgeahmt, denn dieses trocknet über eine bestimmte Ruhezeit im Regenwald etwas aus und erhält dadurch weniger Nährstoffe. Sobald sich der Regen wieder erhöht, blüht sie deutlich.