Erdbeeren bekommen braune Blätter: was hilft meinen Erdbeerpflanzen?

Erdbeerpflanzen

Wer liebt sie im Sommer nicht? Rote, saftige, süße Erdbeeren, am liebsten aus dem heimischen Garten. Alles wunderbar und ein Grund zur Freude, solange sich keine Flecken auf den Blättern bilden, denn die deuten auf eine Krankheit hin.

Braune Blätter an Erdbeerpflanzen

Braune Blätter sind ein Hinweis, dass es zur Ausbildung einer Pilzart gekommen ist. Es handelt sich entweder um die Weißfleckenkrankheit oder die Rotfleckenkrankheit. Beide Erreger treten oft gemeinsam auf und unterscheiden sich in der Ausbreitung. Die Behandlung ist aber bei beiden Erregern gleich und die Erdbeeren lassen sich in der Regel retten.

Rotfleckenkrankheit

Die Rotfleckenkrankheit ist häufig der Grund, wenn sich braune Blätter bilden. Diese Krankheit breitet sich meist schon im Lauf der Erntezeit aus. Erscheinungsbild sind purpurfarbene bis bräunliche Flecken auf den Blättern, die etwa vier Millimeter groß werden können. Meist sind die erkrankten Stellen der Erdbeerpflanze gelb verfärbt.

  • Entwicklung von purpurfarbenen Flecken
  • Fleckgröße rund 4 mm
  • Verfärbung der Blätter ins bräunlich-gelbe

Rotfleckenkrankheit, Diplocarpon earliana

Weißfleckenkrankheit

Wie der Name schon sagt, ist die Weißfleckenkrankheit dadurch erkenn- und unterscheidbar von der Rotfleckenkrankheit, weil die Fleckfarbe heller ist. Es handelt sich hier um kreisrunde, helle Flecken, die eine rötliche Umrandung haben. Das Blattgewebe was sich in der Fleckmitte befindet stirbt teilweise bis komplett ab und das Laub verfärbt sich erst gelb, dann braun und fällt schließlich ab.

  • Entwicklung von weißen Flecken mit roter Umrandung
  • Fleckgröße wird zunehmend größer
  • Gewebe des Blattes stirbt ab

Weißfleckenkrankheit, Mycosphaerella fragariae

Kombination der Erkrankung

Wenn die Erdbeere stark befallen ist, laufen die Flecken beider Krankheiten ineinander zusammen. Die Assimilationsfläche des Blatts wird dadurch reduziert und die Pflanze wird geschwächt. Manchmal ist nicht nur das Laub, sondern auch die Frucht betroffen, selbst Kelchblätter können Krankheitssymptome zeigen.

Auch der kalte Winter ändert nichts am Befall, denn die Pilzsporen können überwintern. Sie verbleiben auf den befallenen Pflanzen und werden dann durch Regentropfen, Windbewegungen oder direkten Kontakt auf andere Exemplare übertragen.

Vorbeugung gegen braune Flecken

Erreger der Rot- und Weißfleckenkrankheit brauchen eine feucht-warme Umgebung, damit sie in der Lage sind zu keimen. Vorbeugemaßnahme Nummer eins ist daher trockenes Laub. Wenn Regen fällt ist es wichtig, dass die Pflanzen schnell wieder abtrocknen können. Hier ist der Pflanzabstand entscheidend. Zwischen zwei Erdbeerpflanzen sollte ein Mindestabstand von 30 cm nicht unterschritten werden. Zwischen einzelnen Reihen sind 60 cm Pflicht.
Mit einer Auflage aus Stroh können Sie dafür sorgen, dass kein Regen hochspritzt und die Pflanzen verunreinigt. Bei der Selbstbewässerung sollten Sie darauf achten, dass Sie ausschließlich morgens gießen und die Blätter trocken bleiben.

  • Erdbeerpflanzen immer morgens gießen
  • für trockenes Laub sorgen
  • Pflanzabstand beachten

Auflage mit Stroh bei Erdbeeren

Braune Blattflecken wirksam behandeln

Hat sich das Laub erst einmal verfärbt, ist eine sachgemäße Behandlung wichtig. Schon im Vorfeld können Sie mit Schachtelhalmbrühe dafür sorgen, dass Ihre Erdbeeren widerstandsfähiger sind. Auch können Sie sich für Sorten entscheiden, die weniger anfällig für Krankheiten sind.

Wenn Sie eine betroffene Pflanze entdecken, ist es wichtig dass Sie alle befallenen Blätter sorgfältig entfernen. Bringen Sie sie entfernt auf den Kompost und lassen sie keinesfalls im Beet liegen. Als Behandlung eignet sich zudem die Gabe eines Fungizids auf Kupferbasis. Diese sind im biologischen Anbau zugelassen und stellen keine Beeinträchtigung der Verzehrbarkeit dar.

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