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Erdbeeren im Hochbeet anpflanzen: die Grundlagen

Erdbeeren im Hochbeet anpflanzen - Titel

Wenn Sie Erdbeeren im Hochbeet anpflanzen, können Sie sich auf einen zeitigen und hohen Ertrag freuen. Auf welche Faktoren zu achten ist, zeigt der umfassende Ratgeber.

Auf den Punkt gebracht

  • Hochbeete ermöglichen frühzeitiges Anpflanzen
  • Ertrag fällt höher aus
  • Ernte kann früher erfolgen
  • Erdbeeren im Hochbeet sind besser geschützt
  • Pflege muss angepasst erfolgen

Was sind Hochbeete?

Ein Hochbeet kann in Stein, Holz, Metall oder Kunststoff eingefasst sein. Die Erde in dem Gefäß oder Rahmen weist einen größeren Abstand zum Boden auf. Zudem werden in der Regel verschiedene Schichten eingefüllt, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen und Wärme zu erzeugen. Hierdurch ergeben sich gleich mehrere Vorteile. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Anpflanzen oder Aussaat kann zeitiger erfolgen
  • Arbeiten im Beet und Ernte fallen einfacher und sind rückenschonender
  • Erdbeeren im Hochbeet blühen früher
  • mehrmalige Ernte möglich
  • Schutz vor Schädlingen, wie beispielsweise Schnecken
  • Erde kann einfacher ausgetauscht werden

Das Substrat in Hochbeeten ist in der Regel acht Grad wärmer als der Erdboden. Mit einem geeigneten Aufbau wird es daher möglich, die Erdbeeren schon sehr zeitig im Jahr anzupflanzen oder auszusäen. Jungpflanzen lassen sich aufgrund der Wärme bereits ab Februar oder März ins Freiland setzen. Knospen und Früchte werden ebenfalls zeitiger ausgebildet. Dadurch wird es möglich, sehr früh im Jahr Erdbeeren aus dem eigenen Garten zu genießen.

Hochbeet aus Lärche

Standort

Für einen guten Ertrag und gesunde, langlebige Pflanzen sollte das Hochbeet an einem geschützten, warmen und sonnigen Standort platziert werden.

Substratschichten

Die Füllung des Hochbeets wird schichtweise aufgebaut. Sie besteht aus vier verschiedenen Lagen:

  • Schicht 1: Die erste Lage dient der Drainage. Sie besteht daher aus grobem Kies, Tonscherben oder Schutt. Bedeckt wird sie mit wenigen Zentimetern Mutterboden beziehungsweise normaler Gartenerde.
  • Schicht 2: Zweige, Äste und Wurzelstücke sollten in dieser Lage vorhanden sein. Sie werden mit Erde vermischt und dienen der langfristigen Versorgung mit Nährstoffen. Das ist der Fall, da sich die Bestandteile nur langsam zersetzen.
  • Schicht 3: Diese Lage wird als schnell verrottender Kompost angesetzt. Laub und sonstiger Grünschnitt sind dafür bestens geeignet. Sie werden zu gleichen Teilen mit Erde vermischt.
  • Schicht 4: Zu gleichen Teilen werden Sand, Gemüseerde, Mutterboden, verotteter Mist und reifer Kompost miteinander vermischt.

Tipp: Die Schichten sollten jeweils die gleiche Dicke aufweisen. Berechnen Sie also im Vorfeld, wie hoch das jeweilige Substrat eingefüllt beziehungsweise aufgetragen werden muss.

Aussaat

Eine Möglichkeit, Erdbeeren im Hochbeet zu ziehen ist die Aussaat direkt in das Beet oder das Vorkeimen im Haus. Dies kann bereits ab Ende Januar oder Februar erfolgen. Im Freiland beziehungsweise im Hochbeet können die Samen etwa ab März eingebracht werden.
Dann ist allerdings ein entsprechender Schutz erforderlich. Durch isolierende Abdeckungen lässt sich dieser erzielen.

junge Erdbeeren

Anpflanzen

Gekaufte oder vorgezogene Jungpflanzen können zwischen März und Mai oder Juli und August gepflanzt werden. Ein wirklicher Ertrag ist bei der späten Pflanzung nicht mehr zu erwarten. Die Zeit reicht jedoch aus, um die Gewächse auf den Winter vorzubereiten und sie abzuhärten. Dadurch kann der Ertrag im folgenden Jahr umso höher ausfallen.

Gießen

Eine ausreichende Versorgung mit Wasser ist in jedem Fall wichtig. Ideal ist es, weiches Wasser zu verwenden. Daher bieten sich die folgenden Optionen an:

  • abgestandenes Leitungswasser
  • Aquarienwasser
  • Regenwasser
  • Teichwasser

Die Erde sollte nie austrocknen aber auch keine Staunässe aufweisen. Im Sommer kann es daher notwendig sein, einmal täglich oder sogar noch häufiger zu gießen.

Hinweis: Wenn Sie Wasser aus Teich oder Aquarium verwenden, darf dieses nicht chemisch behandelt sein. Bedenken Sie zudem, dass es bereits Nährstoffe enthält und dadurch auch zu Düngung beiträgt.

Düngen

Erdbeeren im Hochbeet zu düngen ist in den ersten zwei Standjahren nicht erforderlich. Der bereits enthaltene Kompost und Grünschnitt stellen die Versorgung mit Nährstoffen zunächst sicher. Wird darüber hinaus Aquarien- oder Teichwasser zum Gießen benutzt, kann auf eine zusätzliche Düngung zunächst verzichtet werden. Ab dem dritten oder vierten Standjahr sind allerdings viele düngen.

Für die Düngung empfiehlt sich im Frühjahr ein organischer Langzeitdünger. Die benötigten Mineralien werden durch diesen nach und nach freigegeben und versorgen die Pflanzen für die ganze Saison. Um den Gewächsen weiterhin ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, sollte zusätzliche eine Düngung im Herbst erfolgen. Hierbei werden Kompost und Mist in die obere Erdschicht eingearbeitet. Ähnlich wie bei dem Langzeitdünger zersetzen sich die einzelnen Bestandteile mit der Zeit und sind erst danach zur Aufnahme durch die Erdbeerpflanzen bereit. Aus diesem Grund können diese Mittel problemlos im Herbst eingesetzt werden, ohne die Winterruhe der Gewächse zu stören.
Bei der Düngung sollten Sie zudem einige Faktoren berücksichtigen. Zu diesen gehören:

Erdbeeren gießen
Dünger kann auch direkt mit dem Gießwasser verabreicht werden.
  • festen Dünger in die Erde einarbeiten
  • Flüssigdünger direkt ins Gießwasser geben
  • keine mineralischen Düngemittel verwenden
  • nach der Gabe schwemmend gießen

Hinweis: Diese Maßnahmen sind entscheidend, damit es nicht zu chemischen Verbrennungen an den Wurzeln kommt. Nimmt der Ertrag trotz regelmäßiger und richtiger Düngung ab, sollte ein Austausch des Substrats erfolgen.

Ernte

Wann Sie die Erdbeeren im Hochbeet ernten können, lässt sich pauschal nicht beantworten. Dafür zeigen sich verschiedene Kriterien verantwortlich. Bei diesen handelt es sich um:

  • Klima beziehungsweise Wetter
  • Pflegebedingungen
  • Sorte der Erdbeeren

Tipp: Um die ganze Saison über frische Erdbeeren ernten zu können, sollten Sie verschiedene Sorten mit einem jeweils unterschiedlichen Ernte-Zeitpunkt wählen. Hierdurch schaffen Sie nicht nur geschmackliche Abwechslung, sondern erhöhen Sie auch den Ertrag und verteilen ihn gleichmäßiger über die Saison.

Verschnitt

Auch wenn im Hochbeet bestimmte Schädlinge, wie beispielsweise Mäuse und Schnecken keine Gefahr darstellen, können dennoch Fraßspuren oder Krankheiten auftreten. Zudem können Blätter vertrocknen oder abgeknickt werden. In diesen Fällen ist ein Verschnitt erforderlich. Entfernt werden müssen lediglich Pflanzenteile, die beschädigt, vertrocknet, verwelkt oder mit Krankheitserregern beziehungsweise Parasiten befallen ist. Der Verschnitt sollte in diesen Fällen jeweils zeitnah erfolgen, da die Abschnitte eine mögliche Eintrittspforte für Keime und Schädlinge darstellen.
Zu beachten sind dabei die folgenden Faktoren:

Erdbeerpflanzen schneiden
  • möglichst an trockenen Tagen ohne pralle Sonne durchführen
  • sauberes Schnittwerkzeug verwenden
  • scharfe Messer oder Scheren einsetzen

Hinweis: Bei Krankheiten oder Schädlingen sollten sie das Schnittgut nicht auf dem Kompost entsorgen. Besser ist es, dieses in den Hausmüll zu geben oder zu vernichten.

Überwinterung

Ebenso wie auf einem normalen, ebenerdigen Beet, können Sie die Erdbeeren auch im Hochbeet überwintern. Günstig ist es, wenn Sie dennoch einen zusätzlicher Schutz aufbringen. Dieser kann aus Gartenvlies, Stroh oder einzelnen Abdeckungen bestehen. Gerade bei Jungpflanzen ist dieser Schutz angeraten.

Häufig gestellte Fragen

Was tun, wenn die Erdbeerpflanzen keine Früchte tragen?

Jungpflanzen können schlicht noch nicht so weit sein, um Knospen und Beeren auszubilden. Ebenso kann die Ursache in zu alten Pflanzen, fehlenden Nährstoffen oder Krankheiten zu finden sein. In jedem Fall sollten Standort und Pflege überprüft und die Gewächse kontrolliert werden.

Wie lässt sich der Ertrag erhöhen?

In dem die Versorgung umfassend ausfällt und die Früchte möglichst schnell geerntet werden. Auch die Wahl der Sorte spielt eine entscheidende Rolle für den Ertrag.

Warum ist ein gemauertes Hochbeet die beste Wahl?

Ein Hochbeet aus Stein bietet zum einen guten Schutz gegen Schädlinge, wie beispielsweise Mäuse und Ratten. Zum anderen erwärmt sich das Material vergleichsweise schnell und gibt die gespeicherte Wärme nur allmählich wieder ab. Hierdurch bleibt die Temperatur lange Zeit konsistent. Das ist nicht nur im Winter von Vorteil.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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