Erde für Erdbeeren

Erdbeermarmelade, Erdbeereis, Erdbeerkuchen oder roh genascht – Erdbeeren schmecken einfach gut. Am besten schmecken sie jedoch, wenn sie aus dem eigenen Garten kommen. Die Erdbeerpflanzen gedeihen aber auch im Kübel oder im Balkonkasten. Und die Freude ist umso größer, wenn die Ernte reichlich ausfällt. Deswegen sollten Sie den Erdbeerpflanzen neben dem richtigen Standort auch ein optimales Substrat bieten.

Erdbeeren

Erdbeeren im Beet

Damit die Erdbeeren im Beet gut gedeihen, sollten Sie für die Pflanzen den richtigen Standort und Boden wählen. Im besten Fall ist der Boden wie folgt beschaffen.

  • locker
  • nicht zu schwer
  • tiefgründig
  • humusreich
  • pH-Wert: 5,5 bis 6,5 (schwach sauer bis sauer)
  • sandig-lehmig
Gartenboden, Erde
Gartenboden, Erde

Zudem sollte das Erdreich keine Staunässe zulassen. Ist der Boden stark verdichtet, sollte er vor dem Einpflanzen der Gartenerdbeeren mit Sand oder Laubkompost aufgelockert werden. Auch eine Gründüngung mit Lupinen oder Inkarnatklee ist eine gute Vorbereitung für die Pflanzen.

Tipp: Herkömmlicher Gartenkompost eignet sich nicht für Erdbeerpflanzen, da er zu kalk- und salzhaltig ist.

Bodenvorbereitung

Bevor die Erdbeerpflanzen im Juli ins Beet kommen, sollte der Boden vorbereitet werden. Am besten beginnen Sie damit bereits einige Wochen vor dem Einpflanzen, denn Erdbeerpflanzen dürfen nicht in frisch bearbeiteten Boden gesetzt werde. Gehen Sie dazu wie folgt vor.

  • Boden tief umgraben
  • pro Quadratmeter vier bis fünf Liter Humus bzw. Laubkompost einarbeiten
  • 30 Gramm Hornmehl pro Quadratmeter flach einarbeiten

Nach etwa zwei Wochen hat sich das Gartenbeet gesetzt, so dass es nun glatt geharkt werden kann und die jungen Pflanzen eingesetzt werden können. Zwischen den Pflanzen ausgestreutes Stroh reduziert nicht nur das Wachstum von Unkraut, sondern schützt die Gartenerdbeeren auch vor Nässe und Grauschimmel.

Erdbeerpflanzen
Erdbeerpflanzen

Tipp: Monats- und Klettererdbeeren werden schon im Frühjahr gepflanzt.

Nach der Ernte

Damit die Pflanzen auch im nächsten Jahr wieder viele Früchte tragen, sollten Sie Erde und Pflanzen nach Ernte bereits für das kommende Jahr vorbereiten. Dazu räumen Sie das Stroh zur Seite und schneiden Blätter ab und entfernen alle Kindel.

Tipp: Je nach Bedarf können die Kindel zur Vermehrung verwendet werden.

Um die Pflanzen vor Pilzinfektionen zu schützen, muss das alte Laub aus dem Beet entfernt werden. Die nun verdichtete Erde wird anschließend gelockert. Danach streuen Sie um jede Pflanzen organischen Beerendünger und mulchen Sie das Erdreich mit Laubkompost. So haben die Pflanzen genügend Nährstoffe, um im Herbst neue Blütenknospen anzulegen.

Standjahre

In der Regel ist die Erdbeerernte im zweiten bzw. dritten Jahr nach dem Einpflanzen am ergiebigsten. In den folgenden Jahren nimmt der Ernteertrag deutlich ab. Deswegen sollten Sie nach der dritten Ernte die alten Pflanzen gegen neue Jungpflanzen austauschen. Damit die neuen Pflanzen reichlich Früchte tragen, sollten sie auch in ein anderes Beet gesetzt werden. Das alte Gartenbeet sollte erst nach vier Jahren wieder mit Gartenerdbeeren bepflanzt werden. Als sogenannte Vorfrüchte eignen sich Pflanzen mit kurzer Kulturdauer, wie zum Beispiel.

  • Kohlrabi
  • Radieschen
  • Salate
Erdbeeren sind sehr beliebte Früchte
Erdbeeren sind sehr beliebte Früchte

Kübelpflanzen

Erdbeeren als Kübelpflanzen

Wer keinen Garten hat, oder kein Erdbeerbeet anlegen möchte, muss trotzdem nicht auf frische Erdbeeren verzichten, da (Topf-)Erdbeeren auch sehr gut im Kübel oder im Balkonkasten gedeihen, wenn, wie bei den Gartenerdbeeren, der Standort und das Substrat stimmen.

Topferdbeeren sollten idealerweise in einer strukturstabilen Kübelpflanzenerde auf Kompostbasis gezogen werden. Wie bei den Gartenerdbeeren sollte das Substrat nahrhaft und leicht sauer sein. Damit die Gefahr von Staunässe reduziert wird, sollte die Erde mit Perliten oder Sand aufgelockert werden. Da auch Topferdbeeren keine frisch bearbeitete Erde mögen, sollte das Pflanzgefäß auch in diesem Fall bereits einige Wochen vor dem Einpflanzen mit Erde befüllt werden, damit sie sich setzen kann. Gedüngt werden Topferdbeeren, wie ihre Gartenkollegen, nach der Ernte.

Tipp: Ein Pflanzgefäß mit Abzugslöchern hilft zusätzlich gegen Staunässe.

Damit das Erdreich warm und feucht bleibt, sollten Sie die Topferdbeeren mit Laub, Stroh oder Rindenmulch mulchen. So wird die Wasserverdunstung reduziert und die Pflanzen werden gleichzeitig vor Fäulnis geschützt. Idealerweise ist die Schicht Rindenmulch zwei bis drei Zentimeter hoch.

Da im Kübel der Platz für die Pflanzen beschränkt ist, sollte bei Erdbeeren im Balkonkasten oder im Pflanzgefäß besonders auf den Pflanzabstand geachtet werden. Optimal ist ein Abstand zwischen 20 und 30 Zentimetern. Wird nur eine Pflanze in den Kübel gesetzt, sollte dieser einen Durchmesser von mindestens 20 Zentimetern haben.

Erdbeer-Pflanzen im Gartenbeet
Erdbeer-Pflanzen im Gartenbeet

Überwintern

Erdbeeren im Kübel überwintern

Wie bei den Gartenerdbeeren gibt es auch bei den Topferdbeeren winterfeste Sorten. Damit die Pflanzen gut durch die kalte Jahreszeit kommen, müssen auch bei Topferdbeeren nach der letzten Ernte alle Blätter abgeschnitten werden. Zudem sollten Sie auch alle Blätter und Pflanzenteile, die auf dem Erdreich liegen, entfernen. Am besten stellen Sie die Topferdbeeren im Winter an eine geschützte Hauswand. Bei äußerst tiefen Temperaturen sollten die Pflanzen auch abgedeckt werden.

Spezialerde

Spezialerde für Erdbeeren

Erdbeerpflanzen stellen an den Boden wenige Ansprüche. Wichtig ist, dass das Erdreich locker und nährstoffreich ist. Dies gilt auch für Topferdbeeren. Ob die Erdbeerernte mit einer speziellen Erde, wie zum Beispiel mit Erdbeer- oder Beerenerde größer ausfällt, wird heftig diskutiert. Für eine Beerenerde, die auch für das Gartenbeet verwendet werden kann, spricht, dass sie das Erdreich verbessert und als organischer Dünger dient.

Bewertung: 5.0/5.. Aus 2 Stimmen.
Bitte warten...