Die beliebtesten Pilze – Heimische essbare Pilze erkennen mit Fotos

die beliebtesten, heimischen, essbaren Pilze

Im Herbst laden die milde Witterung und bunten Wälder zum Pilzesammeln ein. Das ist ein Spaß für die ganze Familie und bereichert den Speiseplan um eine frische, delikate Komponente. Doch Vorsicht: so mancher Pilz in Feld und Wald hat einen oder mehrere giftige Doppelgänger. In diesem Ratgeber finden Sie nützliche Informationen rund um die beliebtesten Pilze mit Hinweisen zu Fundort, Merkmalen und Verwechslungsgefahr. So erkennen Sie heimische, essbare Pilze.

Essbare Pilze

Essbare Pilze aus heimischen Wäldern

Unter den mehr als 2.500 heimischen Pilz-Arten sind viele essbar – jedoch längst nicht alle. Die folgende Übersicht stellt Ihnen in alphabetischer Reihenfolge die 30 beliebtesten Pilze vor mit ihren charakteristischen Eigenschaften, klassischen Fundorten und Erntezeit. Sofern vorhanden, macht die Liste aufmerksam auf Unterscheidungsmerkmale zu giftigen Pendants.

Pilze von B bis E

Birkenpilz (Leccinum scabrum)

  • Wuchsform: 5 bis 15 cm hoch, halbkugeliger, später abgeflachter Hut, 5 bis 15 cm groß
  • Hutfarbe: hell grau-braun mit rötlichem Schimmer oder gelblichen Nuancen
  • Stielfarbe: weiß, häufig mit schwarzem Netz oder schwarzen Schuppen, ähnlich einem Birkenstamm
  • Röhren (Schwamm): an jungen Pilzen weiß, später ockergelb
  • Vorkommen: unter Birken in Symbiose
  • Sammelzeit: Juni bis November
  • Geschmack: mild bis säuerlich
  • Verwechslungsgefahr: dank des charakteristischen Stiels unverwechselbar
Birkenpilz (Leccinum scabrum)
Birkenpilz (Leccinum scabrum)

Brätling (Lactarius volemus)

  • Wuchsform: 10 bis 12 cm hoch, 5 bis 15 cm breit, flacher Hut mit Delle in der Mitte
  • Hutfarbe: orange-rot-braun bis zimtfarben, selten semmelgelb
  • Stielfarbe: orangebraun
  • Lamellen: gelb mit roten Verfärbungen an Druckstellen
  • Vorkommen: an den Rändern von Laub- und Nadelwäldern
  • Sammelzeit: Juli bis Oktober
  • Geschmack: mild
  • Verwechslungsgefahr: dank des eindringlichen Fischgeruchs nach Hering unverwechselbar
  • Besonderheit: schon bei kleinen Verletzungen tritt starker Milchfluß auf und färbt die Finger braun
Brätling (Lactarius volemus)
Brätling (Lactarius volemus)

Bronze-Röhrling, Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus)

  • Wuchsform: 15 cm hoch, 3 bis 5 cm dicker Stiel, halbkugeliger, bis zu 25 cm großer Hut, samtige Haut
  • Hutfarbe: schwarz bis ocker-braun
  • Stielfarbe: cremegelb bis cremeweiß
  • Röhren (Schwamm): weiß
  • Vorkommen: unter Kastanien und Eichen
  • Sammelzeit: Juli bis Oktober
  • Geschmack: nussig und mild
  • Verwechslungsgefahr: keine, ähnelt anderen Steinpilzen, die allesamt essbar sind
  • Besonderheit: Pilz des Jahres 2008, einer der imposantesten, essbaren Pilz auf heimischem Boden
Bronze-Röhrling, Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus)
Bronze-Röhrling, Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus)

Dünnfleischiger Anischampignon (Agaricus silvicola)

  • Wuchsform: 8 bis 10 cm hoch, dünner Hut mit 5 bis 10 cm Durchmesser, zuerst glockenförmig, später flach aufgeschirmt
  • Hutfarbe: schwefelgelb bis creme mit gelben Flecken
  • Stiel: weiß, innen hohl, schlank, 1 bis 1,5 cm dick, knolliger Fuß
  • Lamellen: rosafarben, mit zunehmendem Alter braun
  • Vorkommen: Laub- und Nadelwälder
  • Sammelzeit: Juni bis Oktober
  • Verwechslungsgefahr: giftiger Knollenblätterpilz mit weißen Lamellen
  • Besonderheit: intensiver Duft nach Anis oder Mandeln
Dünnfleischiger Anischampignon (Agaricus silvicola)
Dünnfleischiger Anischampignon (Agaricus silvicola)

Edelreizker, Blut-Reizker (Lactarius deliciosus)

  • Wuchsform: 3 bis 7 cm hoch, 5 bis 10 cm breit, im Alter mit hohlem Fuß
  • Hut: zuerst flach, später trichterförmig bis eingerollt, ziegel-orangefarben mit Schattierungen, silbrig gestreift
  • Stielfarbe: orange
  • Lamellen: ockergelb bis hellorange
  • Vorkommen: Kiefernwälder
  • Sammelzeit: August bis Oktober
  • Geschmack: mild, fruchtig
  • Verwechslungsgefahr: Lachs-Reizker, der nicht giftig aber von äußerst bitterem Geschmack ist
  • Besonderheit: orangefarbene Milch färbt nach Verzehr den Harn rot, was aber unbedenklich ist
Edelreizker, Blut-Reizker (Lactarius deliciosus)
Edelreizker, Blut-Reizker (Lactarius deliciosus)

Pilze von F bis H

Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum)

  • Wuchsform: stachelige, weiße Gestalt, 3 bis 10 cm groß, kein ausgeprägter Hut
  • Stielfarbe: weiß bei jungen Pilzen, braun bei älteren Exemplaren
  • Vorkommen: Nadelwälder, seltener in Laubwäldern
  • Sammelzeit: Juni bis Oktober
  • Verwechslungsgefahr: Giftige Kartoffelboviste mit gelbbraunen Warzen und schwarzem Fleisch im Inneren
  • Besonderheit: braunes Fleisch älterer Pilze ist ungenießbar
Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum)
Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum)

Frauentäubling (Russula cyanoxantha)

  • Wuchsform: 5 bis 15 cm breiter, flacher Hut
  • Hutfarbe: violett-grün, seltener ocker-gelb
  • Stiel: 4 bis 10 cm hoch, 1 bis 4 cm dick, weißlich mit lila-farbenem Schimmer
  • Lamellen: weiß
  • Vorkommen: Buchenwälder und in Mischwäldern
  • Sammelzeit: Juli bis Oktober
  • Geschmack: angenehm mild
  • Verwechslungsgefahr: mit anderen Täublingen, deren bitterer Geschmack die Zunge betäuben kann
  • Besonderheit: Pilz des Jahres 1997
Frauentäubling (Russula cyanoxantha)
Frauentäubling (Russula cyanoxantha)

Goldröhrling (Suillus grevillei)

  • Wuchsform: zuerst halbkugeliger, später flacher Hut, 5 bis 15 cm breit
  • Hutfarbe: gold-gelb bis orange-braun
  • Stiel: gelblich, 4 bis 10 cm hoch und 0,5 bis 2 cm breit, weißer Hautring
  • Röhren (Schwamm): gelblich, im Alter braun
  • Vorkommen: unter Lärchen in symbiotischer Gemeinschaft
  • Sammelzeit: Juli bis Oktober
  • Geschmack: würzig-mild, mit zartem Fleisch
  • Verwechslungsgefahr: keine
Goldröhrling (Suillus grevillei)
Goldröhrling (Suillus grevillei)

Habichtspilz, Rehpilz (Sarcodon imbricatus)

  • Wuchsform: 5 bis 8 cm hoch mit bis zu 15 cm breitem Hut, unterseits stachelig
  • Hut: schuppig und hellbraun wie das Federkleid von Habicht und Sperber, mit vertiefter Mitte
  • Stiel: 2 bis 5 cm breit, zunächst weiß, verfärbt sich später von der Basis her braun
  • Lamellen: hellgrau, stachelartig
  • Vorkommen: in Buchen- und Fichtenwäldern, häufig in geschlossenen Hexenringen
  • Sammelzeit: Juni bis November
  • Geschmack: mild bis nussig-würzig
  • Verwechslungsgefahr: aufgrund der stacheligen Hut-Unterseite auch vom Laien gut zu identifizieren
  • Besonderheit: Pilz des Jahres 1996
Habichtspilz, Rehpilz (Sarcodon imbricatus)
Habichtspilz, Rehpilz (Sarcodon imbricatus)

Hainbuchenröhrling (Leccinum carpini)

  • Wuchsform: runzeliger Hut mit bis zu 12 cm Durchmesser
  • Hutfarbe: hellbraun bis dunkelbraun
  • Stielfarbe: gräulich mit dunklen Schuppen
  • Röhren: polsterförmig ausgebuchtet um den Stiel grau-weiß, später grau-grün
  • Vorkommen: unter Hainbuchen und Hainbuchen-Hecken
  • Sammelzeit: Juli bis Oktober
  • Geschmack: angenehm mild
  • Verwechslungsgefahr: keine, ähnelt dem ebenfalls essbaren Birkenpilz
  • Besonderheit: nach Anschnitt färbt sich das Fleisch violett bis schwarz, was den Geschmack nicht beeinträchtigt
Hainbuchenröhrling (Leccinum carpini)
Hainbuchenröhrling (Leccinum carpini)

Herbst-Trompete (Craterellus cornucopioides)

  • Wuchsform: trichterförmiger, hohler Fruchtkörper, 2 bis 6 cm breit, 3 bis 12 cm groß
  • Hutfarbe: innen schwarz, außen braun-schwarz mit umgeschlagenem Rand
  • Stielfarbe: grau
  • Vorkommen: vornehmlich unter Rotbuchen, ansonsten in Buchen- und Tannenwäldern
  • Sammelzeit: August bis November
  • Geschmack: mild
  • Verwechslungsgefahr: Grauer Leistling mit 1-6 cm breitem, grau-braunem Trichter-Hut
Herbst-Trompete (Craterellus cornucopioides)
Herbst-Trompete (Craterellus cornucopioides)

Pilze von J bis M

Judasohr (Auricularia)

  • Wuchsform: 4 bis 10 cm breit, elastischer Fruchtkörper erinnert an eine Ohrmuschel
  • Fruchtkörper-Farbe: rotbraun, olivbraun bis gräulich-violett
  • Fleischfarbe: rötlich-braun
  • Vorkommen: vornehmlich am Holz des Schwarzen Holunders sowie an anderen Laubgehölzen
  • Sammelzeit: ganzjährig
  • Geschmack: sehr mild
  • Verwechslungsgefahr: aufgrund der bizarren Form unverwechselbar
  • Besonderheit: Pilz des Jahres 2017, zieht sich bei Trockenheit zusammen und schwillt bei Nässe an
Judasohr (Auricularia)
Judasohr (Auricularia)

Krause Glucke, Krause Henne (Sparassis crispa)

  • Wuchsform: krauser Fruchtkörper, 10 bis 40 cm im Durchmesser, ähnelt einem Badeschwamm
  • Farbe Fruchtkörper: gelblich bis hellbraun
  • Fleischfarbe: weiß-gelb
  • Stiel: dickfleischige Basis, erinnert an einen Blumenkohlstrunk
  • Vorkommen: Kiefern
  • Sammelzeit: Juli bis November
  • Geschmack: sehr schmackhaft, mild-nussig, je heller das Fruchtfleisch, desto delikater
  • Verwechslungsgefahr: keine, die ähnliche aussehende Eichen-Glucke ist ebenfalls essbar
Krause Glucke, Krause Henne (Sparassis crispa)
Krause Glucke, Krause Henne (Sparassis crispa)

Maipilz (Calocybe gambosa)

  • Wuchsform: 5 bis 8 cm hoch, 3 bis 10 cm breit, zunächst geschlossener, später ausgebreiteter Hut, eingerollter Rand
  • Hutfarbe: creme-weiß
  • Stielfarbe: creme-weiß
  • Lamellen: creme-weiß
  • Vorkommen: an Waldrändern
  • Sammelzeit: Mai und Juni
  • Geschmack: mild
  • Verwechslungsgefahr: stark giftiger Ziegelroter Risspilz, optischer Doppelgänger, dessen obstartiger Duft als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal dient
  • Besonderheit: intensiver, als aufdringlich empfundener, mehliger Geruch, der beim Kochen schwindet
Maipilz (Calocybe gambosa)
Maipilz (Calocybe gambosa)

Maronen-Röhrling (Xerocomus badius)

  • Wuchsform: 12 cm hoch, 3 cm breit, halbrund
  • Hutfarbe: bräunlich, matt, bei Nässe schmierig
  • Stielfarbe: gelbbraun
  • Röhren (Schwamm): cremegelb, auf leichten Druck bläulich verfärbt
  • Vorkommen: Fichten- und Kieferwälder
  • Sammelzeit: Juni bis November
  • Geschmack: nussig, mild-aromatisch
  • Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen: keine
Maronen-Röhrling (Xerocomus badius)
Maronen-Röhrling (Xerocomus badius)

Mohrenkopf-Milchling (Lactarius lignyotus)

  • Wuchsform: Hut mit eingerolltem Rand, 2 bis 6 cm breit, gefurchter Stiel
  • Hutfarbe: schwarz-braun bis rußfarben
  • Stielfarbe: schwarz-braun
  • Fleischfarbe: weiß
  • Lamellen: weiß
  • Vorkommen: Fichtenwälder
  • Sammelzeit: August bis Oktober
  • Geschmack: mild, jedoch kann die Milch bitter schmecken
  • Verwechslungsgefahr: Pechschwarzer Milchling, ungefurchter, dunklerer Stiel, spitz gebuckelt, verursacht Magenbeschwerden
Mohrenkopf-Milchling (Lactarius lignyotus)
Mohrenkopf-Milchling (Lactarius lignyotus)

Mönchskopf (Clitocybe geotropa)

  • Wuchsform: 8 bis 15 cm groß, mit bis zu 25 cm breitem, weit ausladenden Hut und warzenartigem Buckel
  • Hutfarbe: cremefarben bis beige, im Alter bräunlich
  • Stielfarbe: cremefarben bis beige
  • Lamellen: weiß bis cremefarben, am Stiel abwärts verlaufend
  • Vorkommen: Laub- und Nadelwälder
  • Sammelzeit: September bis November
  • Verwechslungsgefahr: stark giftiger Bleiweißer Firnis-Trichterling, nur halb so groß und ohne Buckel auf dem Hut
  • Besonderheit: versammelt sich zu bis zu 800 m großen Hexenringen
Mönchskopf (Clitocybe geotropa)
Mönchskopf (Clitocybe geotropa)

Pilze von P bis S

Perlpilz (Amanita rubescens)

  • Wuchsform: kugeliger, später aufgeschirmter Hut, bis 15 cm groß
  • Hutfarbe: hellbraun, besetzt mit rosa-grauen Perlen-Flocken
  • Stielfarbe: weiß mit rötlichem Schimmer, geriefter Ring
  • Lamellen: weiß, im Alter rosarot gefleckt
  • Vorkommen: Laub- und Nadelwälder
  • Sammelzeit: Juni bis Oktober
  • Geschmack: mild, süßlich, roh giftig
  • Verwechslungsgefahr: Pantherpilz, sehr giftig, weißer Stiel ohne roten Schimmer, Hut mit kleineren Perlenflocken
  • Besonderheit: bei Regen verschwinden die perlenartigen Flocken vom Hut
Perlpilz (Amanita rubescens)
Perlpilz (Amanita rubescens)

Pfifferling (Cantharellus cibarius)

  • Wuchsform: halbkugelig, kurzstielig, 3 bis 8 cm groß
  • Hut: leuchtend gelb, 3 bis 12 cm groß, wechselnde Formen von flach vertieft über gewölbt bis trichterförmig
  • Stiel: dünn, gerillt und gelb
  • Lamellen: gelblich und gegabelt
  • Vorkommen: Nadelwälder, vornehmlich in Nestern unter Kiefern
  • Sammelzeit: Juni bis Oktober
  • Geschmack: würzig bis leicht pfeffrig
  • Verwechslungsgefahr: keine, ähnelt dem Falschen Pfifferling, der fade schmeckt
  • Besonderheit: steht unter Naturschutz und darf nur für den Eigenverbrauch gesammelt werden
Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Pfifferling (Cantharellus cibarius)

Riesenschirmling (Macrolepiota procera)

  • Wuchsform: 15 bis 40 cm hoch, junger Hut rund, aufgeschirmt bis 40 cm groß, mittig mit leichtem Buckel
  • Hutfarbe: cremefarben mit dunklen Schuppen
  • Stiel: schlank, hohl, mit verschiebbarem Ring, grau-braun
  • Lamellen: cremeweiß, später bräunlich
  • Vorkommen: auf Lichtungen und an Rändern von Laubwäldern, in Parks und auf Friedhöfen
  • Sammelzeit: Juni bis November
  • Geschmack: nussig bis mild, insbesondere der Ring
  • Verwechslungsgefahr: Gift-Safranschirmling, 5 bis 30 cm groß, heller Hut mit dunklen Flecken, verursacht Magenbeschwerden
  • Besonderheit: Speisepilz des Jahres in 2017, dennoch roh giftig
Riesenschirmling (Macrolepiota procera)
Riesenschirmling (Macrolepiota procera)

Schafchampignon (Agaricus arvensis)

  • Wuchsform: 5 bis 15 cm hoch, halbkugeliger bis leicht gewölbter, sehr fleischiger Hut, bis 15 cm im Durchmesser
  • Hutfarbe: cremefarben, glatte Oberfläche
  • Stielfarbe: cremefarben bis schmutzig-gelb
  • Lamellen: grau-weiß bis rosa und bräunlich
  • Vorkommen: Wiesen, Parkanlagen, Viehweiden
  • Sammelzeit: Mai bis Oktober
  • Geschmack: schmackhaft, mild-angenehm
  • Verwechslungsgefahren: hoch giftiger Karbol-Champignon, optisch sehr ähnlich, Karbol-artiger, unangenehmer Geruch ist wichtigstes Unterscheidungsmerkmal; tödlich giftiger Frühlings-Knollenblätterpilz, der erkennbar ist an rein-weißen Lamellen, daher bitte äußerste Vorsicht bei jungen Champignons, die noch mit weißen Lamellen gedeihen
Schafchampignon (Agaricus arvensis)
Schafchampignon (Agaricus arvensis)

Schopftintling (Coprinus comatus)

  • Wuchsform: 10 bis 25 cm hoch mit walzenförmigem Hut
  • Hut: 5 bis 10 cm hoch, 3 bis 6 cm breit, weiß mit braunen Schuppen
  • Stielfarbe: weiß
  • Lamellen: weiß
  • Vorkommen: Schuttplätze, Acker- und Straßenränder, Fettwiesen, seltener in Wäldern
  • Sammelzeit: Mai bis November
  • Geschmack: mild, zart, jedoch nur bei jungen Pilzen
  • Verwechslungsgefahr: unverwechselbar
  • Besonderheit: alte Exemplare zerfließen, wie dunkle Tinte
Schopftintling (Coprinus comatus)
Schopftintling (Coprinus comatus)

Schweinsohr, Purpurleistling (Gomphus clavatus)

  • Wuchsform: 2 bis 8 cm hoch, 4 bis 8 cm breite, häufig miteinander verwachsene, trichterförmige Fruchtkörper, welliger Rand
  • Fruchtkörperfarbe: fleischfarben bis purpur
  • Leisten an der Außenseite: fleischfarben, längsaderig, gegabelt
  • Vorkommen: Buchen- und Fichtenwälder
  • Sammelzeit: August bis Oktober
  • Verwechslungsgefahr: aufgrund der ungewöhnlichen Form selbst für Laien unverwechselbar
  • Besonderheit: Pilz des Jahres 1998, steht unter Naturschutz, sammeln für den Eigenbedarf ist erlaubt
Schweinsohr, Purpurleistling (Gomphus clavatus)
Schweinsohr, Purpurleistling (Gomphus clavatus)

Speisemorchel (Morchella esculenta)

  • Wuchsform: 10 bis 30 cm groß, ovaler bis eiförmiger mit runden, wabenförmigen Rippen
  • Hutfarbe: hellbeige bis bräunlich
  • Stielfarbe: weiß, heller als der Hut
  • Vorkommen: Laubwälder, Parkanlagen
  • Sammelzeit: April bis Mai
  • Verwechslungsgefahr: keine, ähnelt den weniger schmackhaften Spitzmorcheln mit spitzem, netzartigem Hut
  • Besonderheit: steht unter Naturschutz, sammeln für den Eigenbedarf ist erlaubt
Speisemorchel (Morchella esculenta)
Speisemorchel (Morchella esculenta)

Steinpilz, Fichten-Steinpilz, Herrenpilz (Boletus edulis)

  • Wuchsform: dickröhrig, rundlicher, gewölbter Hut
  • Hutfarbe: braun
  • Stiel: blassbraun, dickbauchig, tonnen- bis walzenförmig, mit heller Netzzeichnung
  • Röhren (Schwamm): mit zunehmendem Alter von weiß über gelblich bis grün
  • Vorkommen: Nadel- und Laubwälder
  • Sammelzeit: Juni bis Oktober
  • Geschmack: nussig
  • Verwechslungsgefahr: keine, ähnelt ungiftigen, bitteren, hellbraunen Gallenröhrlingen mit rosafarbener Unterseite
  • Besonderheit: steht unter Naturschutz, pflücken für den Eigenbedarf ist erlaubt
Steinpilz, Fichten-Steinpilz, Herrenpilz (Boletus edulis)
Steinpilz, Fichten-Steinpilz, Herrenpilz (Boletus edulis)

Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

  • Wuchsform: 5 cm hoch, 4 cm breit,
  • Hutfarbe: braun, feucht glänzend
  • Stiel:  ein Ring trennt die glatte, obere, cremefarbene Hälfte von geschuppter, dunkler, unterer Stielhälfte
  • Lamellen: cremeweiß
  • Vorkommen: Laubwälder
  • Sammelzeit: April bis November
  • Geschmack: würzig
  • Verwechslungsgefahr: Gift-Häubling mit glattem, cremefarben bis brauner Stiel als einziges Unterscheidungsmerkmal
Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)
Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

Pilze von V bis W

Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)

  • Wuchsform: 4 bis 10 cm hoch, 2 bis 6 cm großer, flacher bis gewölbter Hut
  • Hutfarbe: im feuchten Zustand: intensiv Violett, je trockener, desto blasser
  • Stielfarbe: violett, faserig
  • Lamellen: violett, auffallend weit auseinander stehend
  • Vorkommen: Laub- und Tannenwälder sowie in Parkanlagen
  • Sammelzeit: Juni bis November
  • Geschmack: eher unauffällig, verleiht Pilzgerichten jedoch farbigen Pepp
  • Verwechslungsgefahr: keine, ähnelt dem folgenden, essbaren Violetten Rötelritterling
Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)
Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)

Violetter Rötelritterling (Lepista nuda)

  • Wuchsform: 5 bis 15 cm hoch, glatter, glänzender, gewölbter bis trichterförmiger Hut, im Alter flacher, eingerollter Rand
  • Hutfarbe: leuchtendes Violett, im Alter bräunlich
  • Stiel: violett und knollig mit silbrig-weißen Längsfasern
  • Lamellen: violett
  • Vorkommen: Buchen- und Fichtenwälder, mitunter auf Wiesen oder auf Komposthaufen
  • Sammelzeit: September bis November
  • Verwechslungsgefahr: keine
Violetter Rötelritterling (Lepista nuda)
Violetter Rötelritterling (Lepista nuda)

Wiesenchampignon (Agaricus campestris)

  • Wuchsform: 10 cm groß, zu Beginn kugeliger, später flacher Hut, ähnlich der Champignons im Laden
  • Hutfarbe: grau-braun bis weiß
  • Stielfarbe: weiß
  • Lamellen: grau-rosa, später dunkel-grau bis schwarz
  • Vorkommen: Wiesen, Grünanlagen, Pferdekoppeln, Magerrasen
  • Sammelzeit: Mai bis November
  • Verwechslungsgefahr: giftiger Karbol-Champignon, unangenehmer Geruch, chrom-gelbes Fleisch in der Stielbasis; giftiger Weißer Knollenblätterpilz mit weißen Lamellen
Wiesenchampignon (Agaricus campestris)
Wiesenchampignon (Agaricus campestris)

Winterrübling, Samtfußrübling (Flammulina velutipes)

  • Wuchsform: 2 bis 10 cm breiter Hut, dünnfleischig, mit schmieriger Oberfläche
  • Hutfarbe: honig-gelb bis rötlich-braun mit dunkler Mitte
  • Stiel: ringellos, samtig bis filzig, 3 bis 8 cm lang, oben gelb-braun, unten dunkel-braun
  • Lamellen: weiß bis blass-gelb
  • Vorkommen: an Stämmen und Stümpfen lebender oder abgestorbener Bäume
  • Sammelzeit: September bis April
  • Geschmack: wohlschmeckender Speisepilz
  • Verwechslungsgefahr: Gift-Häubling mit glattem Stiel als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal
  • Besonderheit: wächst sogar durch eine Schneedecke hindurch
Winterrübling, Samtfußrübling (Flammulina velutipes)
Winterrübling, Samtfußrübling (Flammulina velutipes)

Pilzführer

Pilzführer minimieren Verwechslungsgefahr

Über die hier vorgestellten, 30 beliebtesten Pilze hinaus, tummeln sich zahlreiche weitere essbare und giftige Pilzarten in unseren Wäldern. Daher unsere Empfehlung: Statten Sie sich mit weiterer Literatur aus, um Speisepilze eindeutig zu identifizieren. Pilzführer gibt es in Buchform, als Ebook oder PDF. Wichtige Standardwerke führt die folgende Liste auf:

  • Hans Ernst Laux: Der große Kosmos-Pilzführer, erschienen im Franckh-Kosmos Verlag, ISBN 978-3-440-12408-6

Das wohl umfangreichste Bestimmungsbuch für Pilze beschreibt mehr als 1.200 Arten mit Fotos und einem unkomplizierten Bestimmungsschlüssel. Das Werk ist als Buch, Ebook und PDF erhältlich, sodass Pilz-Freunde es beim Sammeln mit sich führen können.

  • Ewald Gerhard: Der große BLV Pilzführer für unterwegs, erschienen im BLV-Verlag, ISBN 978-3-8354-1663-5

Dieser Pilzführer enthält mehr als 1.200 farbige Abbildungen und Illustrationen. Alle Pilze wurden am natürlichen Standort fotografiert und werden ausführlich beschrieben. Die 8. Auflage ist erschienen im Februar 2017 und somit brandaktuell. Für Einsteiger gibt es zudem den kleinen BLV Pilzführer, ISBN 978-3-8354-1647-5, mit 220 Abbildungen zum Kennenlernen.

  • Hans W. Kothe: Lexikon der Pilze, erschienen im KOMET-Verlag, ISBN 978-3-86941-598-7

Eine kompakte Übersicht über heimische Pilzarten mit 230 Speisepilzen und Giftpilzen. Gestochen scharfe Fotos am natürlichen Standort erleichtern die Identifizierung mit Tipps zu Verwechslungsmöglichkeiten.

  • Jean-Louis Lamaison, Jean-Marie Polese: Der große Pilzatlas, erschienen bei Ullman Medien, ISBN 978-3842704831

Auf 240 Seiten können sich Anfänger und Fortgeschrittene anhand von 1.000 Fotografien über 500 heimische Pilz informieren. Detaillierte Bestimmungsschlüssel erleichtern die Identifizierung in Feld und Wald.

gesammelte Pilze zur Pilzbestimmung
gesammelte Pilze zur Pilzbestimmung
  • Pilze: Das große Bestimmungsbuch, erschienen im Verlag Dorling Kindersley, ISBN 978-3831025398

Das umfassende Kompendium stellt mehr als 450 Waldpilze detailliert vor mit Steckbrief, Vorkommen, Merkmalen und vielen weiteren Infos. Jeder Pilz wird im Längs- und Querschnitt dargestellt sowie in seiner natürlichen Umgebung. Zudem hilft ein grafischer Bestimmungsschlüssel dabei, gesammelte Pilz rasch und sicher zu erkennen.

Apps zur Bestimmung von Speisepilzen mit Hinweisen zur Unterscheidung von Giftpilzen nahmen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Mykologie unter die Lupe. Die 7 geprüften Apps erfüllten die Erwartungen in keiner Weise. Wer sich als unerfahrener Pilzesammler einzig dieser Hilfe bedient, setzt seine Gesundheit grob fahrlässig aufs Spiel.

Pilzberater

Auf Nummer sicher mit einem persönlichen Pilzberater

Wollen Sie sich nicht auf einen Pilzführer in Schrift und Bild verlassen? Dann vertrauen Sie sich einem kundigen, zertifizierten Sachverständigen an, der Ihre gesammelten Pilze begutachtet. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. bietet auf ihrer Homepage eine Suchfunktion nach Postleitzahlen an, damit Sie einen Pilzsachverständigen in Ihrer Nähe finden. Die Experten nehmen jeden Pilz genau in Augenschein. Bringen Sie daher Ihre gesamte Pilz-Ausbeute zur Analyse mit, damit sich nicht in einem anderen Korb doch noch ein giftiges Exemplar versteckt.

Pilze im Wald und auf Wiesen sammeln
Pilze im Wald und auf Wiesen sammeln

Tipps zum Sammeln

Tipps zum sachkundigen Sammeln

Unsachgemäßer Transport, falsche Lagerung und Zubereitung sind häufigere Ursachen für eine Pilzvergiftung, als der Verzehr von Giftpilzen. Zusätzlich zur hier empfohlenen Fachliteratur und einem Termin beim Pilzexperten, möchten wir Ihnen die folgenden Hinweise rund um das gekonnte Pilzesammeln ans Herz legen.

in Körben gesammelte Pilze
in Körben gesammelte Pilze
  • stets eindeutig identifizierte Pilze pflücken
  • gesammelte Pilze sogleich kochen, trocknen oder einfrieren
  • zu kleine, madige oder alte Pilze nicht verzehren
  • im Korb oder einem ähnlich luftigem Behälter transportieren – niemals in luftdichter Folie

Roh sind nahezu alle Pilze gesundheitsschädlich bis giftig. Erst gekocht oder gedünstet hält ein Speisepilz, was sein Name verspricht.

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