Fliederbaum lässt Blätter hängen: was tun? | Gelbe Blätter am Flieder

Flieder Blätter

Ein leuchtender Flieder im Garten ist ein wunderschöner Anblick und in vielen Gärten blüht er schon mehrere Jahrzehnte. Syringa braucht kaum Pflege, blüht jedes Jahr aufs Neue und ist ein treuer Begleiter. Doch manchmal hat auch der versierteste Hobbygärtner Pech und plötzlich färben sich die Blätter gelb und die Blüte wirkt kümmerlich. Es gibt mehrere Gründe, warum es zu diesen Symptomen kommen kann.

Gelbe Blätter am Flieder

Ursachen

Gründe wenn am Fliederbaum die Blätter gelb werden

Erst einmal ist es ein Schreck, wenn sich am Fliederbaum plötzlich gelbes Laub zeigt. Bevor jedoch Panik ausbricht, ist Ursachenforschung empfehlenswert. Wenn jetzt im Glauben, der Pflanze was Gutes zu tun, gedüngt wird, kann das fatale Folgen haben.

Folgende Ursachen kommen in Betracht:

  • der falsche Standort
  • Mangel an Nährstoffen
  • Staunässe
Bogenflieder, Syringa reflexa
Bogenflieder, Syringa reflexa

Falscher Standort

Der Flieder braucht Sonne, sonst fühlt er sich nicht wohl und blüht nicht in voller Pracht. Wenn die Blüte zurückgeht und sich stattdessen gelbes Laub zeigt, sollte der Standort in Augenschein genommen werden.

Ist der Platz zu dunkel, kann nur ein Umzug an einen helleren Platz Abhilfe schaffen. Bei Flieder im Kübel ist das zumeist schnell erledigt. Wenn die Pflanze jedoch im Beet steht, muss sie sorgfältig und vorsichtig ausgegraben und dann umgesetzt werden.

Nährstoffmangel

Wenn sich gelbes Laub zeigt, können fehlende Nährstoffe ein Auslöser sein. Steht die Pflanze in einem Boden mit wenig Nährstoffen, kann es zur Gelbfärbung der Blätter kommen. Wenn das Laub sehr hell wird, die Blattadern hingegen dunkel wirken, liegt eine Chlorose vor. Diese kann nur behandelt werden, indem ein Eisendünger zum Gießwasser gegeben wird.

Bevor Nährstoffe in Form von Dünger zugeführt werden, sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden. Steht der Fliederbaum nämlich im Schatten, hat aber genug Nährstoffe, kann eine Düngung ebenfalls zu Symptomen führen.

Staunässe

Der Flieder mag es trocken, Staunässe ist ein Todesurteil. Um zu verhindern, dass Regen- und Gießwasser gestaut wird und zur Wurzelfäule führt, müssen Vorkehrungen getroffen werden.
Kann das Wasser im Beet nicht abfließen, muss eine Drainage gelegt werden. Auch bei Kübelpflanzen ist eine Drainage mit Blähton oder Tongestein empfehlenswert und ratsam.

Hängende Blätter am Flieder

Vor allem bei frisch eingepflanzten Exemplaren passiert das häufig. Hier liegt kein Grund zur Panik vor, die Pflanze erholt sich recht schnell wieder.

Ursachen

Standortwechsel

Ursächlich ist hier oft der Stress, denn der Flieder kann mitunter sensibel auf einen Umzug oder Standortwechsel reagieren. Vor allem wenn sehr alte Bäume ausgegraben und umgesetzt werden, kann es zu marginalen Verletzungen im Bereich der Wurzel kommen. Hierauf reagiert Syringa sensibel und lässt manchmal das Laub hängen.
Damit das erst gar nicht passiert, können folgende Maßnahmen beim Umtopfen Abhilfe schaffen:

  • ausreichend großes Pflanzloch bzw. ausreichend großer Topf ist hilfreich
  • am Tag des Einpflanzens sollte es trocken und warm sein
  • Wurzeln nach Möglichkeit nicht beschädigen
  • alte, anhaftende Erde sollte am Wurzelstock verbleiben
  • wenn es kühl draußen ist, Substrat leicht wärmen
  • neutrales Substrat ist für Syringa am besten geeignet, kein mit Nährstoffen versetztes
  • nach dem Umpflanzen brauchen Fliederbäume viel Wasser

Sommerflieder pflegen

Wassermangel oder Staunässe

Wenn eine lange Trockenperiode herrscht, ist Wassermangel ein häufiges Problem. Als Maßnahme Nummer eins hat sich hier wässern erwiesen. Sie müssen allerdings darauf achten, dass das Wasser abfließen kann und es nicht zum Gegenteil, der Staunässe kommt. Denn Staunässe entsteht besonders in schwerem Substrat, mit einem Umzug in leichtere Erde ist Fliederbäumen in dem Fall am besten geholfen.

Wurzelfäule

Die Wurzelfäule, die meist durch Pilze ausgelöst wird, ist nur mit sofortigen Gegenmaßnahmen zu bekämpfen. Ein starker Rückschnitt kommt ebenso in Betracht wie ein Umzug an einen anderen Standort mit besserem Boden.

Falscher Standort

Ist der Boden zu lehmhaltig, können sich die Wurzeln des Flieders nicht ausbreiten und die Pflanze erhält kaum noch Wasser. Auch wenn zu wenig Licht auf die Pflanze fällt, kann das zu Wachstumsstörungen führen.
Mit einem Umzug an einen neuen Standort oder einer Drainage lässt sich problemlos Abhilfe schaffen. Auch eine sorgfältige Bodenverbesserung hat sich in vielen Fällen als hilfreich erwiesen.

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