Frostschäden am Zitronenbaum – was tun, wenn er erfroren ist?

Zitronenbaum ist ein tropisches Gewächs

Zitronenbäume sind der Klassiker unter den tropischen Gewächsen. Die schnellwüchsigen Pflanzen verwandeln den heimischen Garten in eine mediterrane Oase. Die immergrüne Pracht hat auch ihren Preis: Zitronenbäumchen besitzen keine Frosthärte und müssen noch vor dem Absinken der Temperaturen im Herbst in ein sicheres Winterquartier umziehen. Das Alter und die Größe der Pflanzen spielt für diese Pflegemaßnahme keine Rolle. Frostschäden am Zitrusbaum sollte man ernst nehmen, können sie die Pflanze doch nachhaltig beeinträchtigen.

Frostschäden

Frostschäden erkennen

Citrus limon, so der botanische Name des Zitronenbaums, ist eine faszinierende Pflanze. Die Anzahl der passionierten Liebhaber der mediterranen Gewächse steigt kontinuierlich an. Ein erheblicher Vorteil bei der Kultivierung: Im warmen Sommer haben die tropischen Schönheiten nichts gegen einen Platz im Steingarten oder auf dem warmen Balkon einzuwenden. Im Spätsommer bzw. im zeitigen Herbst ist Vorsicht geboten. Der Zitronenbaum verträgt weder Kälte noch Frost. Im Gegensatz zu heimischen Pflanzen besitzt der Zitrusbaum keinen natürlichen Schutzmechanismus gegen das feucht-kalte Klima in unseren Breitengraden.

Der Aufenthalt im Garten bis zum letzten Moment im Garten kann für das Gewächs negativ ausgehen.

Frostschäden an der Pflanze zeigen sich schnell:

  • Blätter rollen sich ein und verwelken
  • Blüten und Früchte fallen ab
  • Knospen und junge Triebe sterben

Zitronenbaum mit Zitronenfrüchten

Wie es im Inneren der Pflanze aussieht, lässt sich schwierig beurteilen. Stellen Sie den Zitronenbaum unverzüglich an einen geschützten Standort um, sobald sich die oben genannten Symptome zeigen.

Erste Hilfe Maßnahmen

Ältere und große Zitronenbäumchen können für kurze Zeit Temperaturen um den Gefrierpunkt herum trotzen, ohne einen nennenswerten Schaden davonzutragen. Junge und kleine Exemplare haben hier eher das Nachsehen. Ist der Härtefall eingetreten, sodass Triebe und Blätter erfroren sind, sollten Sie folgende Tipps berücksichtigen.

  • der Raum sollte hell sein
  • einen vollsonnigen Standort meiden
  • Temperaturen zwischen 6° – 12° C sind optimal
  • vor Kälte schützen
  • Wurzelballen darf nicht austrocknen
  • Staunässe vermeiden

Heizung

So verlockend es erscheint, stellen Sie den Zitronenbaum nicht in die unmittelbare Nähe von aktiven Heizkörpern. Die mediterranen Pflanzen lieben Wärme. Doch im Winterquartier trocknet die Heizung das Substrat schnell aus und fördert zudem den Befall von Spinnmilben. Die Versuchung ist groß, die Zitruspflanze mit allen Annehmlichkeiten zu versehen. Hier ist Vorsicht angebracht. Der vom Frost angerichtete Schaden offenbart sich erst im Laufe der Zeit.

Zitronenbaum ist ein mediterranes Gewächs

Rückschnitt

Von einem sofortigen Rückschnitt der offensichtlich betroffenen Pflanzenteile wird abgeraten. Denn viele im Handel erhältlichen Zitrusbäumchen sind veredelt. Diese Exemplare bilden bereits in den ersten Lebensjahren eine Fülle von Blüten und Früchten aus. Der Nachteil: Wenn Sie den Schnitt zu tief ansetzen, bleibt nur die Unterlage intakt. Diese Veredelungsgrundlage besteht fast immer aus einer anderen Sorte.

Um dieses Problem zu umgehen, ist Geduld gefragt. Verzichten Sie auf einen Rückschnitt und warten Sie ab. Der Zitronenbaum lässt sich viel Zeit, um sich von Erfrierungen zu erholen. Bis sich die ersten grünen Triebspitzen zeigen und neues Laub gebildet wird, können mehrere Monate vergehen. Erst danach können Sie beginnen, die erfrorenen Pflanzenteile großzügig zu entfernen. Wenn sich nach ungefähr einem Jahr keine Veränderungen zeigen, sind höchstwahrscheinlich die Wurzeln komplett erfroren. Das Gewächs ist tot.

Pflegemaßnahmen

Hilfreiche Pflegemaßnahmen

Nach der Ausbildung neuer Triebe und Blätter lässt sich der vom Frost verursachte Schaden gut erkennen. Abgestorbene Pflanzenteile können Sie mit einer scharfen Rosenschere entfernen. Bis sich der Zitronenbaum wieder in voller Pracht zeigt und zuverlässig Blüten ausbildet, können noch einmal mehrere Monate vergehen.

Folgende Punkte fördern das Wachstum der Gewächse:

  • mit kalkfreiem Wasser gießen
  • von März bis August düngen
  • regelmäßig auf Schädlingsbefall untersuchen

Zitronenbaum sollte die richtige Pflege bekommen

Meiden Sie Faktoren, die der Pflanze zusetzen und ihre Gesundheit beeinträchtigen könnten. Gegen einen Aufenthalt im Garten ist in der warmen Jahreszeit nichts einzuwenden. Gewöhnen Sie die Bäumchen langsam an die direkte Sonneneinstrahlung. Verfärbungen an den Blättern sind in diesem Stadium häufig ein Anzeichen für Verbrennungen. Diese lassen sich umgehen, indem man die Gewächse beispielsweise an einen hellen Standort platziert oder sie mit einem Schirm vor der kräftigen Mittagssonne abschirmt. Aufgrund der fehlenden Frosthärte müssen die Pflanzen in Sicherheit gebracht werden, sobald das Thermometer in den einstelligen Bereich absinkt.

Überwinterung

Die richtige Überwinterungstaktik

Zitruspflanzen stammen aus subtropischen bzw. tropischen Regionen. Dementsprechend empfindlich reagieren die Gewächse auf Kälte. Selbst dick eingewickelt in Sackleinen ist es reine Glückssache, wenn die Gewächse einen harten Winter im Garten unbeschadet überstehen.

Ergreifen Sie vorbeugende Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen:

  • der Zitronenbaum braucht einen frostsicheren Raum
  • Umgebungstemperaturen zwischen 2° – 8° C sind optimal
  • in der kalten Jahreszeit nicht düngen

Zitronenbaum mit Frostschäden erkennen

Als wichtigster Grundsatz gilt: Das Zitronenbäumchen ist in der kalten Jahreszeit auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen. Während die Pflanzen im Freiland aufgrund ihrer mangelnden Frosthärte erfrieren, vertrocknet eine Vielzahl von Zitrusgewächsen im Winterquartier. Beim Düngen in der kalten Jahreszeit gibt es eine Besonderheit. Pflanzen, die ihr Leben ganzjährig im Wintergarten verbringen, vertragen auch im Winter eine reduzierte Gabe von Nährstoffen.

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