Fuchsien gehören seit dem 18. Jahrhundert zur deutschen Zierpflanzen-Landschaft und begeistern durch ihre nach unten hängenden Blüten, die sich dekorativ an den Pflanzen zeigen. Die Zierpflanzen stammen ursprünglich vom südamerikanischen Kontinent und haben sich von dort bis nach Mittelamerika ausgebreitet. Da es sich bei den Pflanzen um Exoten handelt, wundern sich viele Interessierte, ob die Fuchsien giftig sind oder ob irgendwelche Gefahren von dieser ausgehen. Das erfahren Sie hier.

Sind Fuchsien giftig ?

Die Frage, ob Fuchsien giftig sind, lässt sich ganz klar mit einem Nein beantworten. Alle 107 Arten sind ungiftig und stellen aus diesem Grund keine wirkliche Gefahr für Mensch und Tier dar. Der Grund hierfür sind die Inhaltsstoffe, denn diese sind dafür verantwortlich, ob eine mögliche Toxizität vorliegt oder nicht. Bei den Arten innerhalb der Gattung Fuchsie liegen keinerlei toxische Stoffe vor, was sie komplett ungiftig macht. Sie können alle Pflanzenteile verzehren und anfassen, ohne sich Gedanken über eine mögliche Vergiftung machen zu müssen. Selbst Kinder können mit den Fuchsien spielen, diese in den Mund nehmen und essen. Dennoch kann es bei einem Verzehr übermäßiger Mengen zu den folgenden Symptomen kommen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Krämpfe
  • Reizungen des Magen-Darm-Trakts

Bei diesen Symptomen handelt es sich um Nebenwirkungen der Pflanzenteile, die durch unbekannte Inhaltsstoffe hervorgerufen werden. Trotz dieses Effekts ist die Pflanze nicht wirklich giftig. Kinder und empfindliche Menschen sollten dennoch darauf achten, nicht zu viele Pflanzenteile der Gewächse zu verspeisen.

Tipp: Sie können sich sogar an den Früchten der Fuchsien laben, deren Aroma häufig mit dem Geschmack von Zitrusfrüchten gleichgesetzt wird, die mit pfeffrigen und weiteren herben Noten versehen sind. Nach Erfahrungswerten gilt die Fuchsia splendens aus Zentralamerika als die aromatischste Fuchsie und wie von allen Arten der Gattung munden selbst die Blüten, die zum Beispiel über einen Salat gegeben oder zum Anrichten von Desserts genutzt werden können.

Fuchsie - Fuchsia

Haustiere

Hunde, Katzen und Kleintiere wie Hasen, Hamster oder Meerschweinchen sind ebenso wenig von den Fuchsia gefährdet und können sich ohne große Probleme in der Nähe der Pflanzen aufhalten. Gerade Stubentiger und Nager profitieren von den fehlenden Giftstoffen in der Pflanze, da sie ihre Welt über das Ankauen von Pflanzen erkunden. Da die Pflanzen ungiftig sind, können die Tiere sich entspannt in der Nähe der Gewächse aufhalten und Sie müssen sich keine Sorgen über eine mögliche Vergiftung machten. Wie bei Menschen spielt die Menge der verzehrten Pflanzenteile eine wichtige Rolle, bis die Nebenwirkungen der Pflanze eintreten. Dabei kann grob die folgende Reihenfolge eingehalten werden, welches der Tiere am widerstandsfähigsten gegen diese ist:

  • mittelgroße bis große Hunde
  • Katzen und kleine Hunderassen
  • Hasen
  • Nagetiere

Je geringer das Gewicht, desto anfälliger ist das Tier für die Nebenwirkungen, die durch den Verzehr der Fuchsie entstehen können. Da es hier aber keine festgelegte Dosis gibt, ist es nicht möglich zu wissen, ab wann es den Tieren zu viel wird. Solche Gefahren können sich auf Dauer auf die Gesundheit Ihrer Haustiere auswirken. Behalten Sie diese also vorsichtshalber im Auge, damit sie keine Unmengen der Nachtkerzengewächse (bot. Onagraceae) verspeisen.

Vögel

Wundern Sie sich, ob Vögel die Inhaltsstoffe der Fuchsie vertragen? Wenn Sie selbst stolzer Vogelbesitzer sind müssen Sie sich keine Sorgen um Ihre gefiederten Freunde machen, denn die Nachtkerzengewächse sind völlig ungefährlich für diese. Sie können sogar im Vergleich zu Menschen, Hunden und Katzen bedenkenlos große Mengen verzehren, da es ihnen in keiner Form schaden wird. Selbst wählerische Vögel halten sich gerne bei den Pflanzen auf. Hier müssen Sie sich überhaupt keine Sorgen machen. Die folgenden Pflanzenteile der Fuchsia werden von Vögeln genutzt:

  • Früchte
  • Blüten
  • Zweige

Ein großer Vorteil an den Pflanzen ist ihr tropisches Ursprungsgebiet. Viele Vögel aus Südamerika, die häufig keine europäischen Früchte verzehren, haben mit der Fuchsie eine Alternative parat.

Fuchsie - Fuchsia

Hinweis: Fuchsien auf dem Balkon ziehen aufgrund ihres einzigartigen Aromas zahlreiche Vögel an, die sich von Natur aus von Beeren ernähren. Vor allem in urbanen Gebiete kann eine Fuchsie dabei helfen, Vögel anzulocken und diese bei der Nahrungssuche zu beobachten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag keinesfalls einen Arztbesuch ersetzt. Es besteht keine Gewährleistung auf Richtigkeit medizinischer Aussagen.
Ausführliche Informationen zur ersten Hilfe bei Vergiftungen und wichtige Angaben zu den Giftnotrufzentralen finden Sie hier.

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