Gänseblümchen auf der Wiese

Wer kennt sie nicht? Gänseblümchen (Bellis perennis), auch als Tausendschön, Maßliebchen oder Gänseliesl bekannt, die kleinen, ausdauernden und anspruchslosen Stauden. Man kann sie überall finden, auch noch an spärlichen Orten bezaubern sie mit ihren lieblichen Blüten. Neben der Wildform gibt es dabei auch zahlreiche Zuchtformen. Fast das ganze Jahr über begleiten uns dann die kleinen weiß-gelben Strahlenblüten oder die roten, weißen oder rosafarbenen Blütenbälle der Zuchtformen. Natürlich kann für eine langanhaltende Blütenpracht auch einiges getan werden. Anbei einige Tipps.

Blütezeit von Gänseblümchen

Das Gänseblümchen ist im wahrsten Sinne des Wortes, ein richtiges kleines „fleißiges Lieschen“. Fast ganzjährig erscheinen die kleinen korbförmigen Blütenstände. Wobei es hier natürlich auch Unterschiede zwischen dem Gemeinen Gänseblümchen (Bellis perennis) und den Zuchtformen (Bellis perennis-Hybriden) gibt. Die Wildform ist in ihrer Konstitution robuster und weist somit auch eine längere Blütezeit auf. Sie widerstehen Temperaturen bis -15 °C.

  • Wildform: März bis Oktober / November
  • Zuchtform: März bis August

Mitunter in milden Wintern, wenn andere Pflanzen noch in der Winterruhe sind, kommen die kleinen Blüten schon im Januar oder Februar zum Vorschein. Das Gemeine Gänseblümchen zeigt damit schon langsam das Ende des Winters an. In milden Regionen, beispielsweise Weinbaugebieten am Niederrhein oder auch in Gärten mit einem geschützten Mikroklima kann es auch ganzjährig zur Blüte kommen.

Gänseblümchen, Bellis perennis

Tipp: Nach der Blütezeit erfolgt die Vermehrung durch Selbstaussaat. Falls nicht gewünscht, müssen die verblühten Blüten regelmäßig entfernt werden. Dazu ist eine tägliche Kontrolle notwendig.

Gänseblümchen als Wetterprophet

Das doch eher bescheidene Gänseblümchen kann Hinweise auf das kommende Wetter geben. Es wendet sich immer der Sonne zu, morgens nach Osten und abends nach Westen. Die kleinen Blüten öffnen sich nur bei schönem, stabilem Wetter. Erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und das Risiko auf Regen in den nächsten Stunden, dann schließen sich die Blütenköpfchen oder bleiben gleich geschlossen. Auch abends nach Sonnenuntergang schließen sie sich.

Einflussfaktoren

Standort beeinflusst Blütezeit

Gänseblümchen sind echte Sonnenanbeter. Der richtige Standort und die Bodenbeschaffenheit gewährleisten dabei eine lange und ununterbrochene Blütenpracht. Die kleinen Stauden lieben

  • einen sonnigen bis halbschattigen Standort
  • einen lockeren, humus- und nährstoffreichen, durchlässigen Boden
  • Lehmanteil im Boden wird vertragen
  • im Kübel reicht normale Blumenerde
  • bei Kübelhaltung eine Drainageschicht

An schattigen Plätzen und auch bei schweren, nassen Lehmböden erfolgt zwar auch eine Blüte, aber diese fällt in der Regel recht spärlich aus und daneben ist auch die Blütezeit sehr verkürzt.

Während Blüte gießen

In der Regel sind Gänseblümchen sehr bescheiden und anspruchslos. Pflege ist kaum notwendig. Jedoch für eine üppige und langanhaltende Blütenpracht kann einiges getan werden, wie beispielsweise

  • von März bis September eine 14-tägige Gabe von Flüssigdünger
  • regelmäßig gießen, besonders bei Kultur in Töpfen
  • Staunässe vermeiden
  • kalkhaltiges Wasser wird vertragen
  • ein radikaler Rückschnitt im Frühjahr und Herbst
  • Winterschutz für Zuchtformen im Beet (Tannenreisig) und Kübel (Jutesäcke, Luftpolsterfolie)

Normalerweise benötigt das Gemeine Gänseblümchen im Beet kaum Wassergaben lediglich an heißen Tagen und bei langen Hitzeperioden.

Gänseblümchen, Bellis

Tipp: Gänseblümchen im Kübel müssen auch im Winter gelegentlich an frostfreien Tagen gegossen werden, damit sie nicht vertrocknen.

Verlängerung der Blütezeit

Zur Verlängerung der Blütezeit ist nicht sehr viel notwendig. Lediglich müssen Sie dabei einiges beachten:

  • regelmäßige Ausputzen von verblühten Blüten
  • dadurch wird Neubildung von Blüten angeregt
  • leicht bei Kübelhaltung oder sonstigen Gefäßen möglich
  • bei großen Horsten im Freiland recht schwierig und sehr zeitaufwendig
  • nach Hauptblüte Stauden handbreit zurückschneiden, es folgt Nachblüte

Falls das Ausputzen zu aufwendig wird, können auch unterschiedliche Bellis perennis- Sorten gepflanzt werden. Diese haben oft unterschiedliche Blütezeiten. In diesem Fall erfolgt fast das ganze Jahr über eine reichhaltige Blüte.

Tipp: Die Wild- und auch Zuchtformen des Gänseblümchens sind essbar und eine gute Vitaminquelle. Das leicht scharfe Aroma eignet sich dabei für viele Gerichte. Daneben regen sie auch den Stoffwechsel an und es ist gut für die Haut und inneren Organe.

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