separaten Gartenwasserzähler einbauen - Titel

Gerade in trockenen Sommerperioden kommt man nicht umhin, für die Gartenbewässerung Leitungswasser zu verwenden. Damit Sie die Abwassergebühr und somit bares Geld sparen können, lohnt sich der Einbau von einem Gartenwasserzähler.

Auf den Punkt gebracht

  • separate Wasseruhr spart Abwassergebühren ein
  • nur geeichte und amtlich zugelassene Wasserzähler verwenden
  • Vorschriften und Regelungen kommunal verschieden
  • Selbsteinbau nicht überall möglich
  • Kostenersparnis von verschiedenen Faktoren abhängig

Gründe & Vorteile

Die Funktionsweise eines Gartenwasserzählers ist im Grunde ganz einfach: Sie zahlen lediglich die Wassergebühren und sparen sich die Abwassergebühren, da das Gießwasser schließlich im Boden versickert und nicht wiederaufbereitet werden muss. Somit hat eine separate Wasseruhr für den Garten handfeste Vorteile, denn sie spart bares Geld. Üblicherweise berechnet Ihnen Ihr Wasserversorger für jeden Kubikmeter Leitungswasser zweifach Gebühren, wobei die Abwassergebühren aufgrund der Kosten für die Aufbereitung um ein Vielfaches höher sind. Da im Garten kein Abwasser anfällt, zieht der Versorger die fällige Abwassergebühr für dort verbrauchtes Leitungswasser von der Rechnung ab. Wenn Sie einen großen Garten mit hohem Wasserbedarf haben, können Sie so pro Jahr mehrere hundert Euro einsparen.

Tipp: Noch günstiger wird es, wenn Sie im Garten einen Brunnen anlegen oder Regenwasser in Zisternen sammeln. Der Brunnenbau lohnt sich jedoch nur, wenn sich das Grundwasser entsprechend dicht unter der Oberfläche befindet.

Vorschriften & Auflagen

Allerdings dürfen Sie die separate Wasseruhr nicht einfach nach Lust und Laune einbauen. Bei jeder Kommune bzw. Gemeinde gelten diesbezüglich konkrete Vorschriften, die Sie, wollen Sie mit der Gartenwasseruhr Geld sparen und sich keinen Ärger einhandeln, penibel einhalten müssen. Dazu gehört, sich im Vorfeld beim örtlichen Wasserversorger über die geltenden Regelungen und Auflagen zu informieren. Grundlage für diese sind stets lokale Satzungen, die häufig online oder nach Nachfrage einsehbar sind. Zwar unterscheiden sich die Vorschriften in Deutschland voneinander, allerdings gibt es einige für alle gültige Gemeinsamkeiten:

Wasseruhr im Garten
Wasseruhr im Garten
  • nur amtlich zugelassene und geeichte Wasserzähler sind zugelassen
  • Garteneigentümer ist für Einbau verantwortlich
  • bei Pachtgärten oder im Mietshaus Vermieter fragen
  • Zähler muss regelmäßig durch Versorger oder Gemeinde geprüft werden
  • alle sechs Jahre ist Nacheichen bzw. Zählerwechsel fällig
  • Beachtung der Hygienevorschriften der Trinkwasserverordnung

Letzteres bezieht sich vor allem auf die Gefahr von Legionellen, die sich insbesondere bei warmen sommerlichen Temperaturen sehr schnell vermehren und schwere gesundheitliche Komplikationen hervorrufen. Die regelmäßige Wartung sowie der Zählerwechsel wiederum lässt ebenfalls Gebühren fällig werden, die sich jedoch meist im Bereich zwischen ca. 30 und 100 Euro bewegen – die genaue Höhe ist abhängig von Ihrem Versorger.

Installation

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an einen Gartenwasserzähler zu kommen:

  • Zähler im Baumarkt selbst kaufen und einbauen
  • Einbau durch eine Fachfirma
  • Zähler beim Versorger kaufen oder wahlweise mieten

Damit das Wasser für den Garten korrekt abgerechnet wird (und Sie nicht etwa bei einer Kontrolle in die Bredouille kommen), müssen Sie den Zähler an der Außenwasserleitung montieren. Auch hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Manche Wasserzähler werden fest verbaut, andere hingegen lediglich aufgeschraubt. Verplombt werden müssen sie jedoch alle. Achten Sie zudem darauf, dass der Zähler möglichst im Haus angebracht wird, da Sie ihn im Winter sonst abbauen müssen – er darf keinem Frost ausgesetzt werden, sonst geht er kaputt.

Gartenwasserzähler

Hinweis: Nicht in allen Gemeinden dürfen Sie den Zähler selbst ablesen und die Werte an den Versorger übermitteln. In manchen Fällen übernimmt der Versorger selbst die jährlich erfolgende Ablesung.

Wasserverbrauch & Ersparnis

Wie viel Geld Sie konkret mit dem Gartenwasserzähler einsparen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Größe des Gartens
  • Art der Bepflanzung
  • Bodenart
  • Witterung / Niederschlagshäufigkeit
  • Abwassergebühr

Grundsätzlich ist es so, dass Gärten mit sandigen bzw. durchlässigen Böden einen höheren Wasserverbrauch haben als Garten mit lehmhaltigen Böden. Diese nämlich speichern Regenwasser besser, weshalb Sie ihre Pflanzen weniger häufig gießen müssen. Auch die Art der Bepflanzung spielt beim Wasserverbrauch und damit bei den Kosten eine große Rolle: Eine Rasenfläche etwa ist wesentlich bewässerungsintensiver als etwa ein Stein- oder Präriegarten. Ihre Kostenersparnis durch einen separaten Wasserzähler kann daher sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie es um die genannten Gegebenheiten bei Ihnen steht.

Häufig gestellte Fragen

Wer montiert den Gartenwasserzähler?

In der Regel ist der Gartenbesitzer selbst für den Einbau des Gartenwasserzählers zuständig, da der örtliche Wasserversorger diese Aufgabe nicht übernimmt. Sie können jedoch eine Fachfirma damit beauftragen, allerdings muss der Versorger den Außenwasserzähler abnehmen. Dies kostet zusätzliche Gebühren.

Wie wird der Gartenwasserzähler abgerechnet?

Damit der Außenwasserzähler abrechnet werden kann, müssen Sie ihn nach Vorgabe Ihres Versorgers ablesen und diesem die verbrauchte Wassermenge schriftlich mitteilen. Ihr Versorger wird die berechnete Abwassergebühr von Ihrer Wasserrechnung abziehen.

Was kostet ein separater Wasserzähler für den Garten?

Wenn Sie den Wasserzähler im Garten durch einen Fachbetrieb einbauen lassen, sollten Sie mit Kosten zwischen ca. 75 bis 150 Euro rechnen. Dafür haben Sie aber auch die Sicherheit, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden. Außerdem können Sie im Falle des Falles, etwa wenn die Wasserleitung anschließend beschädigt ist, die gesetzliche Gewährleistung in Anspruch nehmen. Dies ist bei einem Selbsteinbau nicht der Fall.