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Bäume, Hecken und Sträucher mit schwarzen Beeren

15 Sträucher, Hecken & Bäume mit schwarzen Beeren

Es gibt zahlreiche Sträucher, Bäume und Heckenpflanzen, die dunkle, meist schwarze Beerenfrüchte hervorbringen. Manche sind giftig, andere gelten wiederum als sehr gesunde Früchte. Folgend die am häufigsten vorkommenden Gehölze, die schwarze Beeren tragen.

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Auf den Punkt gebracht

  • zum Verzehr geeignete schwarze Beeren immer sehr gesund
  • zwischen wenigen Millimetern und mehreren Zentimetern groß
  • haben unterschiedlich schwarze Färbungen
  • stark bitterer Geschmack häufig Anzeichen für Giftigkeit
  • schwarze Beeren überwiegend weniger süßlich als rote Beerensorten

Ungiftige schwarze Beeren

Bibernell-Rose (Rosa spinosissima)

Dieser frostharte Rosenstrauch wird bis zu 150 Zentimeter hoch und mag besonders warme, sonnige, steinige sowie sandige Standorte an Hängen, in Dünen und auf Brachfeldern. Die matt-schwarze Beeren sind rundlich und erinnern an Hagebutten.

Bibernell-Rose (Rosa spinosissima)
  • Größe: Umfang zwischen vier und sieben Zentimetern wie rote Hagebutten
  • Erntezeit: zwischen September und Oktober
  • Geschmack: herb; leicht bitteres Aroma
  • Zusatzinformationen: sehr hitze- und salzverträglich

Brombeere (Rubus fruticosus)

Die Brombeere zählt zu den bekanntesten Gehölzen mit blau-schwarzen, glänzenden Beeren und kann bis zu zehn Metern Höhe heranwachsen. Der Standort des Strauches sollte sonnig bis halbschattig und der Boden frisch und humusreich sein.

Brombeeren
  • Größe: bis fünf Zentimeter
  • Erntezeit: zwischen August und Oktober
  • Geschmack: süß-säuerlich
  • Zusatzinformationen: sehr gesund, weil zuckerarm, vitaminreich und viele Ballaststoffe; unreife Beeren schmecken ungenießbar sauer

Schlehdorn (Prunus spinosa)

Beim Schlehdorn wechseln die Beeren ihre Farbe von blau zu schwarz. Der Baum wird bis zu fünf Meter hoch und benötigt zum Wachsen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und nährstoffreichen, frischen Boden.

Schlehdorn (Prunus spinosa)
Quelle: Hubert Berberich (HubiB), Prunus spinosa – Schlehdorn, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Größe: fünf bis zehn Zentimeter
  • Erntezeit: zwischen November und Dezember
  • Geschmack: sehr sauer und herb
  • Zusatzinformationen: gesundheitsfördernd, da schleimlösend und entzündungshemmend

Hinweis: Eigentlich handelt es sich bei den Früchten der Schlehe botanisch gesehen nicht um eine Beere, sondern um eine Steinfrucht.

Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa)

Auch als Schwarze Eberesche oder Aronia bekannt, wird dieser Strauch an feuchten, sauren, sonnigen bis halbschattigen Standorten bis zu 2,5 Meter hoch. Seine tiefschwarzen, runden Beeren wachsen zu mehreren an einem Stiel und ähneln einer Steinfrucht.

Früchte der Schwarzen Apfelbeere (Aronia melanocarpa)
  • Größe: erbsengroß
  • Erntezeit: zwischen August und Oktober
  • Geschmack: herb
  • Zusatzinformationen: werden meist zur Gelee- und Saftverarbeitung genutzt; Superfood aufgrund hohen Vitamingehalts

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Zu den bekanntesten Sträuchern mit schwarzen Früchten zählen die Schwarzen Johannisbeeren, die eine Wuchshöhe zwischen ein und zwei Metern erreichen. Die Beeren schimmern leicht und wachsen üppig an sonnigen, humusreichen und windgeschützten Standorten, während an schattigen Stellen mit weniger Früchten zu rechnen ist.

Schwarze Johannisbeeren (Ribes nigrum)
  • Größe: acht bis zwölf Millimeter
  • Erntezeit: zwischen Juni und Juli
  • Geschmack: mild-säuerlich; leicht bittere Note
  • Zusatzinformationen: sehr gesund; schützen vor oxidativem Stress

Schwarze Krähenbeere (Empetrum nigrum)

Die schwarzen Krähenbeeren verdanken ihren Namen den tiefschwarzen Beeren, die sich an den bodendeckenden Zwergsträuchern als Einzelfrüchte auf einer Wuchshöhe bis zu 50 Zentimeter bilden. Voraussetzung: Der Standort ist sonnig bis absonnig und der Boden leicht und steinig bis sandig.

Schwarze Krähenbeere (Empetrum nigrum)
  • Größe: 5 bis 7 Millimeter
  • Erntezeit: zwischen August bis September
  • Geschmack: säuerlich-bitter; Exemplare aus Nordeuropa deutlich aromatischer
  • Zusatzinformationen: Pflanzen werden sehr alt; viel Vitamin C enthalten; Steinfrucht

Bedingt essbare schwarze Beeren

Echter Lorbeer (Laurus nobilis)

Die oval-runden Lorbeeren des gleichnamigen Baumes weisen eine blau-schwarze bis schwärzliche Färbung auf und werden hauptsächlich als Gewürz oder zu Heilzwecken verwendet. Der bis zu 10 Meter hohe Strauch duftet stark und gedeiht vorzugsweise an warmen, sonnigen und windgeschützten Standorten in trockenen bis leicht feuchten Böden.

Echter Lorbeer (Laurus nobilis) mit schwarzen Früchten
  • Größe: erbsengroß wie Schwarze Eberesche
  • Erntezeit: zwischen Juli und August
  • Geschmack: herb; leicht bitter
  • Zusatzinformationen: beinhaltet ätherisches Öl zur Behandlung von Läuse- und Milbenbefällen

Holunder (Sambucus nigra)

Der Holunderstrauch umfasst über 70 verschiedene Arten, wozu auch diese Variante mit den tiefschwarzen Fliederbeeren zählt, die zu Beginn erst rot sind. Der Schwarze Holunder ist die am häufigsten in Mitteleuropa vorkommende Sorte, wird bis zu zwölf Meter hoch und bevorzugt sonnige bis halbschattige, mäßig feuchte sowie nährstoffreiche Standorte.

Holunderbeeren
  • Größe: Umfang bis fünf Zentimeter
  • Erntezeit: zwischen August und September
  • Geschmack: leicht süß-säuerlich; sehr aromatisch
  • Zusatzinformationen: sehr reich an Vitamin C und Kalium; roher Verzehr kann zu Magenproblemen führen

Hinweis: Wenn Sie über einen empfindlichen Magen verfügen, sollten Sie schwarze Holunderbeeren nur nach vorherigem Kochen verwenden. Noch rohe Beeren enthalten Giftstoffe, die erst durch Hitze zerstört werden.

Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)

Die kleinen, krautigen Schwarznachtschatten gedeihen am besten auf durchlässigem, nährstoffreichem Boden an einem warmen, sonnigen Standort bis zu 70 Zentimeter hoch. Aber auch im Halbschatten bilden sich leicht glänzende, eiförmige, erst grüne, später schwarze Beeren und werden bis zu 70 Zentimeter hoch.

Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Größe: zwischen sechs und zehn Millimeter
  • Erntezeit: zwischen Juni bis Oktober
  • Geschmack: süß
  • Zusatzinformationen: unreife Beeren giftig; Blätter als Kochgemüse zum Verzehr geeignet

Wacholder (Juniperus communis)

Erst nach einigen Jahren zeigt das Gehölz erstmals blau-schwarze Beeren, die sich bis zu einer Wuchshöhe von zwölf Metern entwickeln. Damit die Sträucher oder Bäume blühen, benötigt es einen sonnigen, humusreichen oder sauren Standort.

Wacholderbeeren
  • Größe: erbsengroß wie Schwarze Eberesche
  • Erntezeit: August
  • Geschmack: erfrischend; leichte Süße; minimales Aroma von Kiefernnadel und Kampfer
  • Zusatzinformationen: Wärmewirkung; häufig Unverträglichkeit nach mehr als zehn Beeren

Giftige schwarze Beeren

Gemeiner Efeu (Hedera helix)

Gemeiner Efeu ist eine Rankpflanze, deren Klettertriebe bis zu 30 Meter lang werden können, wenn der Standort optimale Bedingungen mit wenig Sonne und feuchten Verhältnissen erfüllt. An den meist älteren Exemplaren bilden sich matt-farbige Beeren, die bei erreichter Vollreife bläulich- oder grünlich-schwarz sind.

Schwarze Früchte am Gemeinen Efeu (Hedera helix)
  • Größe: sechs bis neun Millimeter
  • Erntezeit: zwischen August und Oktober
  • Geschmack: extrem bitter und ungenießbar
  • Zusatzinformationen: bedingt giftig; außer Reichweite von Kindern und Haustieren pflanzen

Faulbaum (Rhamnus frangula)

Auch als Schießbeere bekannt, präsentiert sich dieses Kreuzdorngewächs mit einem minimalen Fäulnisgeruch der Rinde und einer Höhe bis vier Meter, selten auch bis acht Meter. Er liebt feuchte, sonnige Standorte, wo aus unscheinbaren Blüten zunächst grüne, dann rote kugelige Steinfrüchte mit zwei oder drei Kernen heranreifen, die im Endstadium dann wie violett-schwarze Beeren wirken.

Früchte am Faulbaum (Rhamnus frangula)
  • Größe: bis etwa acht Millimeter
  • Erntezeit: zwischen Juli und Oktober
  • Geschmack: ungenießbar
  • Zusatzinformationen: alle Pflanzenteile giftig

Hinweis: Trotz ihrer Giftigkeit wird die Rinde aufgrund ihrer abführenden Wirkung zur Behandlung von Verstopfung verwendet. Wir empfehlen dennoch jede Art der Selbsttherapie damit zu vermeiden.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)

Der bis zu sieben Meter hoch wachsende Kirschlorbeer ist in zahlreichen Gärten vor allem als Hecke zu finden. Dort wächst er an sonnigen bis halbschattigen, lehmigen oder sandigen sowie feuchten, humosen Standorten am besten. Nach der Blütezeit zwischen April und Mai bilden sich Beeren, die sich erst grün und dann über rot bis zur Erntereife glänzend-schwarz verfärben.

Beeren an Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
  • Größe: Umfang zwischen zwölf bis 16 Millimeter
  • Erntezeit: zwischen August und September
  • Geschmack: sehr bitter und ungenießbar
  • Zusatzinformationen: alle Pflanzenteile sind giftig

Liguster (Ligustrum vulgare)

Als dekorative Heckenpflanze ist Liguster sehr beliebt, der sehr pflegeleicht und anspruchslos an jedem sonnigen bis halbschattigen Standort schnell eine Höhe von bis vier Metern erreicht. Die schwarzen Beeren dieses Gehölzes glänzen und sind gern als Futter bei Wildtieren gesehen.

Ligusterbeeren
  • Größe: rund drei Millimeter
  • Erntezeit: zwischen September und Oktober
  • Geschmack: herb; stark bitter
  • Zusatzinformationen: Beeren sind giftig und lösen schon in geringen Mengen Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Übelkeit und Durchfall aus

Tollkirsche (Atropa belladonna)

Die Tollkirsche ist bekannt für ihre hochgiftigen glänzend schwarzen Beeren, die Kirschen ähneln. Der Baum wird bis zu 1,50 Meter hoch und bevorzugt kalkhaltige, humose, sonnige bis halbschattige Standorte.

Frucht der Tollkirsche (Atropa belladonna)
  • Größe: Kirschgröße
  • Erntezeit: zwischen August bis September
  • Geschmack: pelzig; leicht süßlich; geringe Bitternote
  • Zusatzinformationen: Beeren enthalten intensiv-giftige Alkaloide wie L-Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin

Häufig gestellte Fragen

Warum gelten Apfelbeeren als besonders gesund?

Apfelbeeren beinhalten viele Vitamine in vergleichsweise hohen Mengen sowie lebenswichtige Mineralstoffe. Ebenso sind sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise oligomere Proanthocyanide vorhanden, die als Antioxidantien bekannt sind und eine schützende Wirkung gegen Herz- und Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen aufweisen.

Wie erkenne ich reife Holunderbeeren?

Zwischen August und September sollten Sie auf vollständige tiefschwarz gefärbte Beeren mit Glanz achten. Die Beerenhaut fühlt prall gefüllt an.

Welche Beeren sind gesünder: rote oder schwarze Johannisbeeren?

Die schwarzen Johannisbeeren gelten als gesünder, weil sie einen fünffach höheren Gehalt an Vitamin C aufweisen und doppelt so reichhaltig an Ballaststoffen sind als rote Johannisbeeren.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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