Röhrenpilze

Röhrlinge sind Pilzarten, deren Hüte unterseits ein schwammartiges Gewebe besitzen. Die Arten gehören zu den Familien der Dickröhrlings- und Schmierröhrlingsverwandten. Nur wenige Arten sind giftig, weswegen Röhrenpilze beliebte Anfängerpilze sind.

Steinpilze

Sie zeichnen sich durch eine auffällige Wuchsform aus. Steinpilze erscheinen kompakt mit bauchigen Stielen, auf denen anfangs gewölbte und später polsterförmige bis halbkugelige Hüte wachsen. Das Fruchtfleisch hat einen mild pilzigen Geschmack, der durch ein nuss- bis mandelähnliches Aroma abgerundet wird. Es gibt zahlreiche Röhrenpilze, die wegen ihrer schwierigen Unterscheidbarkeit von Laien als Steinpilze bezeichnet werden. Diese heben sich von ähnlichen Gattungsvertretern durch anfangs weiße und im Alter blassgelbe Röhren ab. Wenn Sie das Fruchtfleisch anschneiden, verfärbt es sich nicht, sondern bleibt hell.

Birken-Steinpilz

  • wissenschaftlicher Name: Boletus betulicola
  • sehr guter Speisepilz mit angenehmem Aroma
  • Hut: hell, ockerbraun bis bronzefarben, fühlt sich feucht und im Alter schmierig an
  • Stiel: bräunlich mit weißer Netzzeichnung
  • Röhren: anfangs weißlich, später satt gelb bis ockergelb
  • Lebensraum: Laubwälder mit Birken
Birkensteinpilz (Boletus betulicola)
Quelle: jacilluch, Boletus (15500266978), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0

Eichen-Steinpilz

  • wissenschaftlicher Name: Boletus aestivalis
  • einer der wenigen Röhrlinge, die auch roh verzehrt werden können
  • Hut: fein filzig-faserig, variable Braunfärbung
  • Stiel: hasel- bis lederbraun, Netz erhaben und hellbräunlich bis weiß gefärbt
  • Röhren: anfangs weißlich, später cremegelblich bis grüngelb
  • Lebensraum: Laubwälder mit Buchen und Eichen
Eichensteinpilz (Boletus aestivalis)
Quelle: BoletusAestivalis.JPG: Archenzo derivative work: Ak ccm (talk), 2006-10-07 Boletus aestivalis cropped, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Fichten-Steinpilz

  • wissenschaftlicher Name: Boletus edulis
  • kann auch roh verzehrt werden
  • Hut: haselnuss- bis maronenbraun, selten rot- bis dunkelbraun, immer mit gelblich-weißem Rand
  • Stiel: weiß bis bräunlich mit feinem weißem Netz
  • Röhren: anfangs weißlich, später cremefarben bis grünlichgelb
  • Lebensraum: bevorzugt in Mischwäldern mit Fichten, Kiefern und Tannen
Fichtensteinpilz (Boletus edulis)
Quelle: H. Krisp, (Gemeine Steinpilz) Boletus edulis, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Schwarzhütiger Steinpilz

  • wissenschaftlicher Name: Boletus aereus
  • Synonym: Bronze-Röhrling
  • essbar, aber relativ selten
  • Hut: kaffeebraun bis fast schwarz mit gelbbraunen Flecken
  • Stiel: blass dunkel- bis lederbraun mit feinem weiß- bis hellbräunlichen Netz
  • Röhren: anfangs weißlich, später cremefarben bis grüngelb
  • Lebensraum: wärmebegünstigte Eichen- und Buchenwälder
schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus)
Quelle: Roberto1974, Boletus aereus IT, bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0

Braunkappen

Eine Art, die sich aus Sicht des Speisewerts auf einer Ebene mit Steinpilzen bewegt, wird auch als Braunkappe bezeichnet. Typisch für diesen Vertreter der Röhrlinge ist das feste Fruchtfleisch mit weißlicher bis zitronengelber Färbung, das sich bei Luftkontakt grünlichblau verfärbt. Diese Röhrenpilze gehören zu den beliebten und weit verbreiteten Speisepilzen, deren Hauptsaison sich von Mitte September bis zum Spätherbst erstreckt. Ursprünglich wurden Braunkappen zu den Steinpilzen gezählt, doch infolge intensiver Forschungen bilden Braunkappen nun eine eigene Art. Ihr Geschmack erinnert an das milde Aroma der Steinpilze.

Maronen-Röhrling

  • wissenschaftlicher Name: Imleria badia, auch Boletus badius
  • Hut: dunkel- bis kastanienbraune Färbung, teilweise heller rötlichbraun bis olivbraun
  • Stiel: braun bis gelblichbraun und blasser als der Hut
  • Röhren: anfangs weißlich bis cremegelbe, später olivgelb bis schmutzig olivgrün, auf Druck blauend
  • Lebensraum: bevorzugt Fichtenwälder, auch unter Lärchen
  • Verwechslung mit Steinpilzen und Gallenröhrling
Maronen-Röhrling (Xerocomus badius)
Maronen-Röhrling (Xerocomus badius)

Hinweis: Der essbare Riesen-Träuschling wird ebenfalls als Braunkappe bezeichnet. Er gehört allerdings nicht zu den Röhrenpilzen, sondern ist ein Vertreter der Champignonartigen.

Rotkappen

Typisch für diese Röhrlinge ist der weißliche Stiel, der von schwarzbraunen Schuppen besetzt ist. Sie erinnern an haftenden Schmutz und lassen die Rinde dreckig erscheinen. Diese Beschuppung brachte den Arten, welche leicht miteinander verwechselt werden können, die Bezeichnung „Raufüße“ ein. Junge Exemplare besitzen einen bauchigen Stiel, der mit zunehmendem Alter immer länger wird und zylindrisch bis leicht keulig erscheint. Rotkappen sind sehr gute Speisepilze mit einem sehr angenehm pilzigen Geschmack. Ihr Fleisch zeigt bei Verletzung variable Verfärbungen, die von Rot über Rosa bis Blau, Grün und Schwarz reichen.

Hinweis: Auch wenn sich das Fruchtfleisch der Rotkappen beim Kochen schwarz verfärbt, wird der Geschmack keineswegs beeinträchtigt. Die Arten sind unverwechselbar und eindeutig von giftigen Röhrenpilzen unterscheidbar.

Birkenrotkappe

  • wissenschaftlicher Name: Leccinum versipelle
  • essbar, sollte allerdings gut durchgegart werden
  • Hut: ziegelähnliche Farbe, gelborange oder braunrötlich
  • Stiel: meist auffallend dick
  • Röhren: jung gelblich bis gräulich, später heller
  • Lebensraum: auf sandigen Lehmböden unter Birken
Birkenrotkappe (Leccinum versipelle)
QUelle: Aorg1961, Birkenrotkappe, Heidenrotkappe – Koźlarz pomarańczowy, koźlarz pomarańczowożółty – Leccinum versipelle, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Eichenrotkappe

  • wissenschaftlicher Name: Leccinum aurantiacum
  • ausgezeichneter Geschmack, besser als Birkenpilze
  • Hut: gelborange, orangerot oder orangebraun; seltener ocker- bis gelbbraun
  • Stiel: leicht abstehende Schuppen, die anfangs weißlich, später ziegelorange erscheinen
  • Röhren: lange weißlich bis hell cremegrau gefärbt, nur im Alter oliv- bis graugelblich
  • Lebensraum: unter Espen und Zitterpappeln
Eichenrotkappe (Leccinum aurantiacum)
Quelle: About field station from Russia, 2010-09-13 Leccinum aurantiacum 6555643513, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0

Gemeiner Birkenpilz

  • wissenschaftlicher Name: Leccinum scabrum, auch Boletus scaber
  • schmeckt mild, aber leicht säuerlich
  • Hut: hell graubraun bis rötlich-graubraun, teilweise mit gelblichen Tönen
  • Stiel: schlank, verjüngt sich nach oben
  • Röhren: anfangs weißlich, später grau und sehr schwammig
  • Lebensraum: unter Birken
  • häufige Verwechslung mit Steinpilzen
Gemeiner Birkenpilz (Leccinum scabrum)
Quelle: 2007-10-13_Leccinum_scabrum_(Bull.)_Gray_12300.jpg:
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English | español | français | italiano | македонски | മലയാളം | português | +/− derivative work: Ak ccm (talk), 2007-10-13 Leccinum scabrum (Bull.) Gray 12300 crop, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Tipp: Das Fruchtfleisch dieser Röhrenpilze lässt sich leicht von den Röhren ablösen. Sie sollten die Röhrlinge vor allem jung sammeln, denn dann ist das Fleisch relativ fest und nicht wasserhaltig.

Fichtenrotkappe

  • wissenschaftlicher Name: Leccinum piceinum
  • schmeckt mild und leicht säuerlich
  • Hut: braunrot bis orangebraun und feinfilzig
  • Stiel: Schuppen werden nach unten dichter
  • Röhren: schmutzig weißlichgrau, graubraun, gelbbraun oder braun
  • Lebensraum: unter Fichten, zwischen Heidelbeeren
Fichtenrotkappe (Leccinum piceinum)
Quelle: Colin Rose from Montreal, Canada, Leccinum piceinum, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0

Schmierröhrlinge

Schmierröhrlingsverwandte stellen die zweite große Familie innerhalb der Röhrlinge dar. Diese Röhrenpilze gelten als beliebte Speisepilze, wobei ihr Geschmack häufig mild-säuerlich ist. Sie sind mittelgroß und zeichnen sich durch ein besonders weiches Fruchtfleisch aus. Je älter die Pilze werden, desto schmieriger erscheint die Huthaut. Bei manchen Arten bleibt diese allerdings filzig und trocken. Der Butter-Röhrling gilt als Typusart für Schmierröhrlinge. Die meisten dieser Röhrenpilze sind an bestimmte Bäume gebunden.

Butterpilz

  • wissenschaftlicher Name: Suillus luteus
  • schmeckt säuerlich, nicht für sensible Mägen geeignet
  • Hut: braun und glänzend, sehr schleimig
  • Stiel: gelb gefärbt mit braunviolettem Ring und bräunlichen Pünktchen
  • Röhrenpilze mit zitronengelben Röhren
  • Lebensraum: unter Kiefern
Butterpilz (Suillus luteus)
Quelle: Björn S…, Solingen 23.09.2017 Slippery Jack – Suillus luteus (23973332568), Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0

Goldröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Suillus grevillei
  • Synonyme: Goldgelber Lärchenröhrling, Goldkappe
  • essbar, schmeckt allerdings fade und teilweise muffig
  • Hut: gold- bis orangegelb, gelegentlich orange- bis rostbraun oder zitronengelb
  • Stiel: unten dunkelorange bis bräunlich, oberhalb der Ringzone wie die Röhren gefärbt
  • Röhren: anfangs gelb, später bräunlich
  • Lebensraum: unter Lärchen
Goldröhrling (Suillus grevillei)
Quelle: Bernard Spragg. NZ from Christchurch, New Zealand, Boletus Suillus grevillei. (16424322871), Bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0

Sandröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Suillus variegatus
  • Synonyme: Samtröhrling, Hirsepilz
  • angenehm mildes und pilziges Aroma
  • Hut: gelb bis olivocker, Huthaut körnig bis filzig, leicht angeraut bis matt
  • Stiel: gelblich und fein braunkörnig bereift, bei Verletzung leicht bis mittelstark blau verfärbend
  • Röhren: anfangs bräunlich bis rostgelb, später schmutzig olivbraun
  • Lebensraum: unter Kiefern
Sandröhrling (Suillus variegatus)
Jerzy Opioła, Suillus variegatus T31, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Rotfußröhrlinge

Diese Röhrenpilze sind kleiner und schlanker als Steinpilze. Ihre Huthaut ist auch bei Regenwetter nicht schleimig, sondern trocken. Der Hut ist zentral gestielt, wobei der schmale Stiel sehr weich ist und keine oder eine stark reduzierte Rinde besitzt. Gelegentlich erscheint diese mit Längsstreifen. Typisch für Rotfußröhrlinge ist die lebhafte Färbung und die filzige Huthaut. Ihr Fruchtfleisch schmeckt mild. Da sie kein typisches Netz ausbilden, können sie leicht mit giftigen Arten verwechselt werden.

Gemeiner Rotfußröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Xerocomellus chrysenteron
  • wegen des säuerlichen Aromas als Mischpilz empfehlenswert
  • Hut: bräunlich, Huthaut filzig bis samtig, reißt später auf, Hut wirkt rissig mit rötlichen Furchen
  • Stiel: rötlich punktiert und geflockt, Netzzeichnung fehlt
  • Röhren: gelb bis olivgelb
  • Lebensraum: Mischwälder
  • Verwechslung mit Gallenröhrling
Gemeiner Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
Quelle: Xerocomus_chrysenteron_a1.jpg: Jerzy Opioła derivative work: Ak ccm, 2012-07-10 Xerocomellus chrysenteron crop, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Falscher Rotfuß

  • wissenschaftlicher Name: Xerocomellus porosporus
  • Synonyme: Düsterner Rotfußröhrling
  • milder und etwas säuerlicher Geschmack, nimmt das Aroma anderer Pilze an
  • Hut: nussbraun bis beige, filzig und aufreißend, Furchen weniger rot gefärbt als bei anderen Rotfußröhrlingen
  • Stiel: gelblich bis weißgrau oder graugelb, nur selten rötlich punktiert
  • Röhrlinge mit gelb gefärbten Röhren
  • Lebensraum: Mischwälder
  • Verwechslung mit Gallenröhrling
Falscher Rotfuß (Xerocomellus porosporus)
Quelle: Björn S., Xerocomellus porosporus – panoramio (2), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Herbstrotfuß

  • wissenschaftlicher Name: Xerocomellus pruinatus
  • Synonym: Bereifter Rotfußröhrling
  • schmeckt säuerlich, allerdings weniger madig als andere Rotfußröhrlinge
  • Hut: bräunlich und filzig, aufreißend, später mit roten Furchen
  • Stiel: rötlich punktiert bis flockig, aber ohne Netzzeichnung
  • Röhren: gelb
  • Lebensraum: Mischwälder
  • Verwechslung mit Gallenröhrling
Herbstrotfuß (Xerocomellus pruinatus)
Quelle: Strobilomyces, Xerocomellus pruinatus 041031w, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Sonstige Röhrenpilze

Zahlreiche Pilze wurden ursprünglich zu den Steinpilzen gerechnet, was an den synonymen wissenschaftlichen Bezeichnungen erkennbar ist. Arten der Gattung Neoboletus haben starke Ähnlichkeiten zu Steinpilzen. Ihr Fruchtfleisch ist fest und hat eine blasse bis helle Gelbfärbung. Wird es verletzt oder zusammengedrückt, kommt es schnell zu einer dunkelblauen Verfärbung.

Flockenstieliger Hexenröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Neoboletus luridiformis
  • Synonym: Zigeuner
  • ergiebige Röhrlinge mit mildem und angenehm pilzigem Geschmack
  • Hut: dunkelbraun, selten hellbraun mit olivegrünen Nuancen
  • Stiel: gelb bis bräunlichgelb gefärbt, von feinen Flocken überzogen
  • Röhren: gelblich mit olivgrünem Stich, Druckstellen verfärben sich blau
  • Lebensraum: häufiger Waldpilz, bevorzugt unter Nadelbäumen
  • Verwechslung mit Satans-Röhrling
Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus luridiformis)
Quelle: H. Krisp, Flockenstielige Hexenröhrling, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Glattstieliger Hexenröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Suillellus queletii, auch Boletus queletii
  • sehr seltene Röhrenpilze mit mildem Geschmack
  • Hut: von bräunlich und rubinrot, über ziegel- bis kupfer- und dunkel karminrot
  • Stiel: oben hellgelb gefärbt, nach unten wein- bis granatrot, fein bepudert
  • Röhren: anfangs zitronengelb, später goldgelb und schließlich blass olivgrün
  • Lebensraum: Laubwälder und Parks
  • Verwechslung mit Satansröhrling, Flockenstieligem Hexenröhrling
Glattstieliger Hexenröhrling (Boletus queletii)
Quelle: This image was created by user Gerhard Koller (Gerhard) at Mushroom Observer, a source for mycological images.
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English | español | français | italiano | македонски | മലയാളം | português | +/−, 2012-07-22 Boletus queletii Schulzer 253584, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Pfefferröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Chalciporus piperatus, auch Boletus piperatus
  • pfeffrig scharf, Schärfe geht beim Trocknen und Kochen etwas zurück
  • Hut: rotbraun gefärbt, uneben bis leicht gebuckelt und filzig oder klebrig
  • Stiel: auffallend dünn, außen bräunlich bis gelblich, innen gelb
  • Röhrenpilze mit großen Poren und braunen bis rotbraunen Röhren
  • Lebensraum: Mischwälder, bevorzugt auf sauren Böden
  • Verwechslungsgefahr: kaum zu verwechseln
Pfefferröhrling (Boletus piperatus)
Quelle: Jerzy Opioła, Chalciporus piperatus BŻ4, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Ziegenlippe

  • wissenschaftlicher Name: Xerocomus subtomentosus, auch Boletus subtomentosus
  • Synonyme: Pilze werden auch als Filzige Röhrlinge bezeichnet
  • milder Speisepilz
  • Hut: graubraun, unter der Huthaut dezent rosa, Huthaut filzig
  • Stiel: lang und schlank, leicht bräunlich gefleckt bis fast vollständig weiß, im Alter ist die Spitze verdreht und rötlich
  • Röhren: anfangs chrom- bis okergelb, später gelb- bis grünbraun, gelegentlich leicht blauend
  • Lebensraum: Mischwälder
Ziegenlippe (Boletus subtomentosus)
Quelle: Strobilomyces, Xerocomus subtomentosus 031102Aw, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Giftige Doppelgänger

Giftige Röhrenpilze gehören zu unterschiedlichen Gattungen und zeichnen sich durch typische Merkmale aus. Charakteristisch für die Arten der Gattung Rubroboletus, zu denen der Satans-Röhrling zählt, ist die Kombination aus rötlichem Hut mit gelben Röhren und einem rötlichen Netz auf gelben Stielen. Bei Verletzung färbt sich das Fruchtfleisch blau. Diese lebendige Farbkombination teilen sich Arten dieser Gattung mit den Caloboletus-Pilzen. Sie haben ebenfalls gelbe Röhren. Typisch für diese Arten ist die Huthaut, die von verwobenen Pilzfäden überzogen ist. Ihr Fleisch verfärbt sich bei Verletzung blau und schmeckt deutlich bitter. Um toxische und ungenießbare Arten von Speisepilzen zu unterscheiden, sollten verschiedene Merkmale genauer untersucht werden.

Bitterröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Caloboletus radicans
  • Synonyme: Wurzelnder Bitterröhrling, Bitterschwamm
  • Röhrenpilze gelten wegen ihrer starken Bitterkeit als ungenießbar
  • Hut: grau bis grauweiß oder braungrau, gefleckt
  • Stiel: gelblich mit gelbbräunlichem Netz, bekommt bei Druck rötliche bis braunrote Flecken
  • Röhren: gelblich bis olivgelb, Druckstellen intensiv blau verfärbend
  • Lebensraum: Laubwälder, unter Eichen, Buchen und Linden
  • Verwechslung mit Steinpilzen
Bitterröhrling (Caloboletus radicans)
Quelle: Pumber, Gyökeres, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Gallenröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Tylopilus felleus
  • Synonyme: Gemeiner Gallenröhrling, Bitterröhrling, Bitterpilz
  • Röhrlinge gelten wegen ihrer starken Bitterkeit als ungenießbar, wobei auch milde Varianten auftreten
  • Hut: hellbraun, manchmal auch dunkelbraun
  • Stiel: hellbräunlich mit braunem Netz, nach oben hin heller
  • Röhren: anfangs weiß, später rosa, verfärbt sich bei Druck dunkelrosa
  • Lebensraum: Misch- und Nadelwälder, bevorzugt auf sauren Böden
Gallenröhrling (Tylopilus felleus)
QUelle: Pumber, Epeízű, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Netzstieliger Hexenröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Suillellus luridus
  • Synonyme: Rotstrumpf, Saupilz, Netzhexe
  • Röhrenpilze bei zeitgleichem Genuss von Alkohol giftig, ansonsten essbar
  • Hut: hell- bis dunkelbraun oder lederfarben bis graubraun, oft mit Olivton, Oberfläche blauend und samtig bis klebrig
  • Stiel: mit rötlicher bis rot- oder dunkelbrauner Netzzeichnung auf gelblichem Grund, oft glänzend rötlich überhaucht
  • Röhren: gelb, orangegelb bis fast weinrot
  • Lebensraum: Laubwälder
  • Verwechslung mit Flockenstieligem Hexen-Röhrling oder Satans-Röhrling
Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus)
Quelle:Sava Krstic (sava), 2011-07-07 Boletus luridus 71775, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Satans-Röhrling

  • wissenschaftlicher Name: Rubroboletus satanas
  • Synonyme: Teufelspilz, Satans-Purpurröhrling
  • giftige Röhrenpilze mit mildem Geschmack
  • Hut: anfangs grauweiß bis schottersteinfarben, älter ocker-, lederfarben bis grünlich und unregelmäßig gewölbt
  • Stiel: deutlich rotes bis blutrotes Netz auf gelbem Grund
  • Röhren: erst blassgelb, schließlich grüngelb bis schwach blaugrün
  • Geruch: jung schwach und später intensiv aasartig
  • Lebensraum: Laubwälder, bevorzugt auf kalkhaltigen Böden
Satans-Röhrling (Boletus satanas)
Quelle: H. Krisp, Satans-Röhrling Boletus satanas, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Schönfußröhrling

  • wissenschaftlicher Name: Caloboletus calopus
  • Synonyme: Hantling, Dickfußröhrling, Dickfuß
  • giftige Röhrlinge
  • Hut: lehmgrau bis tonfarben, trocken und samtig, unregelmäßig gewellt
  • Stiel: typisch dickfüßig bis leicht keulig, an der Spitze gelblich, Richtung Stielbasis rötlich, mit braunrötlichem Netz
  • Röhren: gelblich, bei Druck blauend
  • Lebensraum: Mischwälder und Nadelwälder
Schönfuß-Röhrling (Boletus calopus)
Quelle: H. Krisp, Schönfuß-Röhrling Boletus calopus, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Trügerischer Hexenpilz

  • wissenschaftlicher Name: Suillellus mendax
  • Synonym: Kurznetziger Hexenröhrling
  • sind mit Alkohol giftig, aber gekocht genießbar
  • Hut: dunkelbraun bis weinrot oder olivbraun bis graubraun, samtig bis klebrig,
  • Stiel: rotbraune bis dunkelbraune Netzzeichnung
  • Röhren: orangerot
  • Lebensraum: Laubwälder
Trügerischer Hexenpilz (Suillellus mendax)
Quelle: Xth-Floor, Vrbenské rybníky – Boletus mendax 02, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0