Grabgestaltung mit Steinen - Titel


Die Grabgestaltung mit Steinen kann auf dekorative Weise individuell und abseits traditioneller Formen realisiert werden. In diesem Ratgeber finden Sie 10 Ideen zur pflegeleichten und langlebigen Gestaltung der letzten Ruhestätte.

Auf den Punkt gebracht

  • Natursteine sind das ideale Material für die Gestaltung von Gräbern
  • Eingesetzt werden sie in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Zierkies oder ganze Steine
  • Farben und Formen der Natursteine sind entscheidend für das endgültige Gestaltungskonzept
  • Es stehen verschiedene Stile zur Gestaltung zur Verfügung

Geeignete Steine

Wenn Sie das Grab eines Verstorbenen pflegeleicht und langlebig gestalten wollen, sollten Sie auf Natursteine setzen. Diese verfügen über die besten Eigenschaften für eine ausgiebige Nutzung über Jahre hinweg und fügen sich harmonisch ins Bild des Friedhofs ein. Etabliert haben sich die folgenden Arten:

Grab mit Steinen gestalten
Grab mit Steinen gestalten
  • Quarz
  • Basalt
  • Granit
  • Schiefer (Bordeaux)
  • Feldsteine
  • Findlinge

Verfügbar sind die Steine in den folgenden Formen, was die Kosten maßgeblich beeinflusst:

  • Kies
  • Splitt
  • Blöcke
  • natürliche Steine
  • Steinfiguren
  • aufwendig geformte Stücke vom Steinmetz

Die große Zahl an verfügbaren Farben ermöglicht es, die Grabgestaltung dem Grabstein entsprechend anzupassen. Das ist ein wichtiger Faktor: Wählen Sie die Steine für das Dekor immer passend zum Grabstein, der gewünschten Bepflanzung und den Motiven aus, die den Verstorbenen verkörpern sollen.

Tipp: Verzichten Sie auf den Einsatz von weißem Marmor für die Gestaltung, denn die Oberfläche ist ein wahrer Schwamm für Verschmutzungen. Wenn Sie Marmor einsetzen wollen, sollten Sie auf Figuren aus dem Gestein (bspw. Engel) zurückgreifen.

Grabgestaltung mit Kies: 5 Ideen

Klassisches Kiesbett: Wenn Sie das Grab pflegeleicht und langlebig anlegen wollen, ist ein Kiesbett in der gewünschten Farbe zu empfehlen. Es ist schlicht, benötigt nicht viel Pflege und kann mit Figuren oder Pflanzkübeln versehen werden. Die Pflege der Kiesfläche gestaltet sich recht einfach, wenn Sie zuvor eine Folie ausgelegt haben, durch die kein Unkraut dringen kann. Mit geringem Aufwand lässt sich das Grab mit einer Kiesfläche ansprechend gestalten.

Teicherde selber machen mit Kies

Kiesweg mit Bepflanzung: Eine andere Variante der Kiesfläche ist ein Weg, der je nach Wunsch gerade oder verschlungen vom Ende des Grabs bis zum Grabstein verläuft. Dieser sollte eingefasst werden, damit an den freien Stellen ohne Probleme passende Pflanzen gesetzt werden können. Setzen Sie auf Bodendecker wie das Kleine Immergrün (Vinca minor), Efeu (Hedera helix) oder Heiden (Erica), um den Weg zu gestalten. Es können sogar Feldsteine verwendet werden.

Ansprechend abgetrennt: Im Gegensatz zu einer kompletten Fläche wechseln Sie mit dieser Idee zwischen Kies- und Pflanzflächen. Orientieren Sie sich dabei an geometrischen Formen wie Dreiecken, Trapezen oder Rechtecken, die für einen modernen Hauch sorgen. Sie können zum Beispiel ein Drittel mit Kies oder Splitt füllen, eines mit flachen Bodendeckern dekorieren und das letzte Drittel erneut mit Kies oder Splitt umsetzen.

Schlossgarten: Wenn Sie eine Blühpflanze in die Mitte des Grabs setzen und alle vier Ecken ebenfalls mit Grün versehen, können Sie einen winzigen Schlossgarten zaubern. Füllen Sie dafür Kies hoch genug um die mittig gesetzte Pflanze. Da die Ecken ebenfalls für Pflanzen vorgesehen sind, nicht aber die Ränder, wirkt der Kies wie ein Weg aus vier Richtungen.

Asiatischer Flair: Eine asiatisch angehauchte Grabgestaltung mit Kies lässt sich ohne Probleme umsetzen. Legen Sie hierfür zuerst Elemente wie Findlinge und einzelne, kleine Pflanzen mit viel Grün wie einen Teddy-Lebensbaum (Thuja occidentalis ‚Teddy‘) an. Verwenden Sie nicht zu viele von diesen und ordnen Sie sie versetzt voneinander an. Dann wird der Kies eingefüllt und in eine Richtung gerecht, um eine fließende Bewegung im Kies zu erzeugen. Orientieren Sie sich bei dieser Idee an japanischen Gärten.

Hinweis: Je nach Gestaltungsidee sollten Sie über den Einsatz einer Grabeinfassung nachdenken. Für Kies zum Beispiel ist eine Einfassung empfehlenswert, während bei der Verwendung einzelner Steine aus diese verzichtet werden kann.

Verschiedene Steinformen: verwenden: 5 Ideen

Naturnahes Grab: Eine naturnahe Grabgestaltung ist die beste Möglichkeit, um Steine aus Granit oder anderen Materialien komplett zu verwenden. Nutzen Sie Bodendecker, Kräuter wie Thymian (Thymus) und Ziergräser, die fast „willkürlich“ zwischen den Steinen sitzen. Der Aufwand hält sich in Grenzen, wenn Sie einen regelmäßigen Schnitt nicht versäumen.

Pflanzpartner - Roter Sand-Thymian
Der Rote Sand-Thymian eignet sich hervorragend als Bodendecker für die Grabgestaltung mit Natursteinen

Wegplatten: Ein Klassiker schlechthin sind Wegplatten aus Naturstein. Diese können entweder direkt auf dem Erdreich oder Rasen verlegt werden und reichen in Kombination mit ein zwei Pflanzen völlig aus. Legen Sie den Weg entsprechend Ihren Vorlieben aus. Verzichten Sie auf Hecken als Einfassung, der Schnittaufwand in dieser Größe ist gewaltig.

Grableuchte im Fokus: Falls Sie das Grab schlicht, aber mit einem Hauch Melancholie gestalten wollen, setzen Sie auf Grableuchten und Steine. Fokussieren Sie sich auf eine Leuchte, die Sie entweder mittig oder in einer der Ecken platzieren. Nutzen Sie eine kleine Steinplattform, um das Licht noch deutlicher zu machen. Feldsteine lassen sich hierfür ebenfalls verwenden.

Dekorative Stufen: Wenn Sie Steinblöcke verwenden wollen, können Sie mehrere Ebenen wie Stufen anlegen. Dafür gestalten Sie aus den Blöcken Rahmen, die sie mit füllen und Platz für eine Pflanze, Rasen oder Kies bieten. Sie können so viele Stufen verwenden wie Sie wollen, überladen Sie das Grab aber nicht. Zwei bis drei reichen völlig aus.

Steinkübel in verschiedenen Formen: Ebenso pflegeleicht wie die anderen Ideen ist der Einsatz eines Steinkübels. Dieser kann ganz nach Ihren Wünschen aus einem Drahtgitter geformt werden, das mit Steinen befüllt wird. Wenn Sie zum Beispiel ein Herz oder ein simples Quadrat geformt haben, lässt es sich mit Steinen befüllt direkt verwenden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine ansprechende Alternative zu Steinen?

Wenn sie ein Grab pflegeleicht ohne lose Steine anlegen wollen, sollten Sie auf eine Grabplatte setzen. Diese nimmt das gesamte Grab ein und kann sogar als Grabstein dienen. Zwar sind die Anschaffungskosten deutlich höher und die Einbettung erfordert einen Fachmann, dafür kann die Platte anschließend mit Schnittblumen, Bildern und anderer Deko verziert werden.

Gibt es Vorgaben für die Grabgestaltung?

Ja. Sie müssen die aktuelle Friedhofsordnung beachten, die genau vorgibt, welche Punkte bei der Gestaltung zum Tragen kommen. Diese reichen vom gültigen Material der Einfassung bis zu den genehmigten Pflanzen.

Warum dürfen Grabstätten nicht sofort gestaltet werden?

Der Grund dafür ist die Erde, mit der die Grabstätte verschlossen wird. Diese muss sich erst absetzen und verdichten, da sonst Grabsteine, Dekorelemente und Pflanzen absinken können. Die Wartezeit hängt von der Größe und Art ab und reicht von zwei (Urnengrab) bis über zwölf Monate (Doppelgrab).