Der Granatapfel ist keine heimische Frucht. Ursprünglich stammt die Pflanze, die den Weiderichgewächsen (Lythraceae) zugeordnet wird, aus West- und Mittelasien. In der heutigen Zeit wird der Granatapfelbaum auch im Mittelmeergebiet angebaut. Die Bezeichnung Apfel im Namen ist ein wenig irreführend, denn er ist mit den heimischen Äpfeln in keiner Weise verwandt. Dennoch stellt sich auch beim Granatapfel oft die Frage, ob die Kerne giftig sind. Der folgende Artikel soll Aufschluss darüber geben, ob Sie die Granatapfelkerne bedenkenlos essen können, oder ob sie vielleicht doch giftig sind.

Granatapfel

Punica granatum ist ein kleiner Baum, der als Nutz- sowie auch als Zierpflanze kultiviert werden kann. Die Früchte werden schon sehr lange verzehrt und galten früher als Symbol für die Fruchtbarkeit in vielen Kulturen. Sowohl in der Bibel, im Koran sowie auch der griechischen Mythologie hatte die Frucht bereits ein große Bedeutung. So steht sie nicht nur für Fruchtbarkeit, sondern auch für das Leben allgemein sowie die Macht. Auch in den hiesigen Breitengraden ist die Pflanze als Kübelkultivierung seit Jahrhunderten beliebt. Bei dem Granatapfelbaum handelt es sich eigentlich um einen Großstrauch, der dicht verzweigt wächst. Die Früchte sind essbar. Allerdings stellt sich hier vielen Verzehrern die Frage, ob die Kerne ebenso giftig sind, wie die eines herkömmlichen Apfels. Doch diese Frage kann eindeutig mit nein beantwortet werden. So sieht die Frucht wie folgt aus:

  • rote, feste Schale
  • im inneren hunderte von Kernen
  • wenig weißes Fruchtfleisch
  • hierin sind die Kerne eingebettet
  • wenig Flüssigkeit im Inneren
  • Saft befindet sich in den Kernen

Granatäpfel sind die Namensgeber für Granaten

Granatapfelkerne essen

Wenn der Granatapfel aufgeschnitten wird, springen sofort die vielen roten Kerne ins Auge. Diese sind nicht giftig und können gegessen werden. Im Gegenteil, diese sind sogar sehr gesund und das einzige genießbare am Granatapfel. Denn die Schale ist zu hart, um diese zu essen und das Fruchtfleisch ist zum Mitessen zu bitter. So handelt es sich um eine der gesündesten Früchte überhaupt, was an den folgenden Inhaltsstoffen liegt:

  • Kupfer
  • Zink
  • Karotin
  • Vitamine C und E
  • Eisen
  • Kalium
  • Ballast- und Mineralstoffe

Mit 74 Kilokalorien und 16,7 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm frische Frucht sind dies nicht gerade wenig, dennoch handelt es sich hierbei um gesunde Kalorien, wenn diese mit anderen, wie denen in der Schokolade zum Beispiel, verglichen werden. Von Fett und Eiweiß hingegen sind nur Spuren enthalten und daher kaum erwähnenswert.

Tipp: Dem Granatapfel wird aufgrund der Inhaltsstoffe eine positive Wirkung auf die Gelenke, bei Herzkreislauf-Erkrankungen sowie auch bei Krebserkrankungen zugeschrieben. Zudem sollen die gesunden Inhaltsstoffe auch für eine bessere Durchblutung sorgen und die Gefäße elastisch halten. So wird Ihr Körper bei einem Verzehr mit gesunden Antioxidantien versorgt, was sogar wissenschaftlich bewiesen wurde.

Granatapfel richtig öffnen

Wer Granatäpfel kennt der weiß, es ist schwer an die gesunden Kerne heran zu kommen, ohne dass die Küche, der Boden, die Schränke oder sogar die eigene Kleidung hierbei einen Schaden nehmen. Denn sollen die Kerne zum Essen der Schale entnommen werden, kann es schnell zu vielen kleinen Spritzer mit dem enthaltenen Fruchtsaft kommen. Meistens wird die Frucht in zwei Hälften geschnitten und die Granatapfelkerne vorsichtig in eine Schale zum Essen gekrümelt. Allerdings gibt es ein paar Tipps, die es erleichtern, die Granatapfelkerne sauber für den Verzehr oder die weitere Verarbeitung aus der Schale zu bekommen:

  • Auspressen und trinken
  • ganz einfach auf einer Zitruspresse
  • Granatapfel zum Lösen der Kerne feste hin und her rollen
  • dabei feste kneten
  • danach aufschneiden
  • fallen von selbst raus
  • hierzu ein wenig gegen Schale klopfen
  • Hälfte über Schüssel halten

Granatapfel

Hinweis: Der Granatapfelkernsaft kann auf Ihrer Kleidung oder anderen Stoffen unschöne und sehr hartnäckige Flecken hinterlassen, die nicht so einfach zu entfernen sind. Hierzu müssen Sie wissen, dass bereits im frühen Orient die Flüssigkeit aus den Kernen zum Färben von Teppichen genutzt wurde.

Verwendung

Die Kerne des Granatapfels sind in der Küche vielseitig einsetzbar. So können diese einfach roh verzehrt oder auch getrocknet werden. Aber auch der Saft ist sehr schmackhaft und gesund und auch das Auspressen ist eine gesunde Alternative, die auf keinen Fall giftigen und im Gegenteil sehr gesunden Granatapfelkerne zu verzehren. Auch die innovative Küche hat das Kochen mit den Kernen bereits entdeckt und so finden diese viele Verwendungen in verschiedenen Gerichten. Aber auch Marmeladen oder Kompott  lässt sich aus den gesunden Kernen herstellen. So können Sie die gesunden Früchte wie folgt verwenden:

  • als Granatapfelkernöl
  • im gut sortierten Fachhandel erhältlich
  • enthält ungesättigte Fettsäuren
  • schützt die Körperzellen vor Schäden
  • pur und frisch als Topping auf Speisen
  • besonders gesund
  • Saft zur Herzstärkung täglich trinken
  • getrocknete Früchte aus der Drogerie oder Apotheke
  • zur Bekämpfung von bakteriellen Infektionen
  • wie Paradontitis oder anderen Infektionen im Rachenraum

Tipp: Achten Sie darauf, das weiße Fruchtfleisch immer vollständig zu entfernen. Auch wenn dieses ebenfalls nicht giftig ist, so ist es dennoch geschmacklich ungenießbar und sehr bitter. Diese Bitterstoffe könnten durch anhaften an den Kernen mit in das Endprodukt gelangen und so die Speise weniger lecker machen.