Symptome des Grasmilbenbisses erkennen

Wer Rötungen auf der Haut entdeckt, denkt sofort an Mückenstiche. Dabei lösen auch andere Übeltäter diese Reaktion aus. Nach einem Spaziergang durch hohes Gras können etwa Grasmilbenbisse der Auslöser sein. Wie Sie die Symptome bei Bissen von Grasmilben erkennen, zeigen wir Ihnen hier.

Auf den Punkt gebracht

  • durch Larven der Grasmilben ausgelöst
  • Symptome: Juckreiz, Hautrötungen, Schwellungen
  • selten allergische Reaktion
  • Behandlung mit Hausmitteln, Salben oder Mückenspray

Woher kommen Grasmilbenbisse?

Grasmilbenbisse stammen von den Larven der Grasmilben (Neotrombicula autumnalis). Die rötlichen Spinnentiere sind von Juni bis Oktober aktiv. Sie sind nur etwa 0,2 mm groß und somit mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Die Larven besiedeln, anders als die unterirdisch lebenden ausgewachsenen Grasmilben, Spitzen von Grashalmen. Dort lauern sie auf Tiere oder Menschen, die barfuß oder in kurzer Kleidung durch das Gras laufen. Die Larven wandern dann an den Beinen hoch und beißen sich an dünnhäutigen, feuchtwarmen Stellen fest. Besonders häufig findet man sie an

  • Kniekehlen
  • Leiste
  • Schambereich
  • Achseln
  • Knöchel
  • Unterschenkel
  • Bauchnabel

Mittels ihres sichelförmigen Mundwerkzeugs dringen sie dort in die oberste Hautschicht ein. Dann injizieren sie Enzyme, die die Haut auflösen, sodass die Larven Zellsaft und Lymphe aufsaugen können.

Grasmilbenbiss: Symptome

Den Biss der Grasmilben nehmen Menschen zunächst nicht wahr. Erst etwa 24 Stunden nach dem Biss, wenn die Grasmilbe den Körper bereits wieder verlassen hat, erkennt man die Folgen. Grasmilbenbisse sind kleiner und schmerzhafter als Mückenstiche, es treten zudem meist viele kleine Bisse nebeneinander auf. Mit ihnen gehen häufig folgende Symptome einher:

  • juckende Haut
  • Hautrötungen
  • kleine Schwellungen im Bissbereich
  • kleine harte Quaddeln
  • geschwollene Pusteln, die Wasserbläschen enthalten
  • bei sehr empfindlichen Menschen: Ausschlag (nicht nur lokal um Bissstelle); Fieber
  • bei Grasmilbenallergie: Bläschen an Bissstellen
Symptome Grasmilbenbiss
Grasmilbenbisse zeigen sich meist durch kleine rote Bläschen auf der Haut.

Die Symptome sind in den ersten drei Tag nach dem Grasmilbenbiss am stärksten ausgeprägt. Für gewöhnlich klingen sie aber nach spätestens 10 bis 14 Tagen wieder ab.

Hinweis: Halten die Symptome länger als zwei Wochen an, treten ungewöhnliche Symptome auf oder sind diese sehr intensiv, sollten Sie auch bei Grasmilbenbissen einen Arzt aufsuchen. Er kann Ihnen, wenn nötig, Antibiotika verschreiben.

Grasmilbenbiss: Behandlung von Symptomen

Grundsätzlich sind Bisse von Grasmilben ungefährlich, da diese keine Krankheiten übertragen. Dennoch ist der mit dem Biss einhergehende Juckreiz oft sehr unangenehm. Schnelle Abhilfe schafft dann etwa

  • Desinfektionsmittel
  • Zitronensaft
  • Zwiebelsaft
  • Salzwasser
  • heißer Löffel auf Bissstelle
  • Anti-Bite-Hitzestifte
  • Kortison-Salbe
  • Anti-Histamin-Tablette
  • kühlende Salbe/ Creme aus der Apotheke

Hinweis: Kratzen Sie die betroffenen Stellen niemals auf. So verteilen Sie nur die Fremdkörper. Außerdem können Bakterien in die offenen Stellen eindringen und dann Entzündungen auslösen.

Vorbeugen

Damit man erst gar nicht mit Symptomen von Grasmilbenbissen zu kämpfen hat, sollte man am besten vorbeugende Maßnahmen treffen. Idealerweise ziehen Sie deshalb beim nächsten Spaziergang lange Kleidung an. Wegen den hohen Temperaturen ist das allerdings nicht immer die ideale Lösung. Alternativ empfiehlt sich

  • Mückenschutz mit Wirkstoffe Deet oder Icaridin
  • nach Spaziergang duschen
  • Kleidung wechseln und waschen

Es ist jedoch nicht nur hohes Gras auf Spaziergängen betroffen. Auch im eigenen Garten können sich Grasmilben einnisten. Dort sollten Sie die Grasflöhe bekämpfen. Um Grasmilbenlarven diesen Lebensraum frühestmöglich zu entziehen, sollten Sie regelmäßig

  • Rasen mähen
  • gießen
  • vertikutieren
  • Rasen entfernt vom Haus entsorgen
  • bei wenigen betroffenen Stellen: kochendes Wasser ausgießen oder Niem- oder Rapsöl sprühen
Rasenmäher auf Wiese
Regelmäßiges Rasenmähen beugt einem Grasmilben-Befall vor.

Tipp: Wenn Sie überprüfen wollen, ob Ihr Rasen von Grasmilben betroffen ist, legen Sie an einem sonnigen Tag ein weißes Blatt Papier auf das Gras. Ist es nach einiger Zeit mit roten Tierchen besetzt, so ist Ihr Rasen befallen.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist besonders von Symptomen der Grasmilbenbisses betroffen?

Besonders betroffen sind Allergiker und Kinder. Letztere insbesondere deshalb, weil sie dem Drang, den Biss aufzukratzen, schnell nachgeben. So heilt der Biss nur langsam ab und es kann im schlimmsten Fall zu weiteren Entzündungen kommen.

Was tun, wenn die Grasmilben in meinem Bett auftauchen?

Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihre Kleidung nach einem Spaziergang sofort waschen und sich selbst duschen. Gelangen die Grasmilben trotzdem ins Bett, so sollten Sie die Bettwäsche gründlich reinigen. Kissen und Decke können Sie in die Tiefkühltruhe legen. Alternativ können Sie auch abwarten, im Haus überleben Grasmilben nur wenige Tage.

Wie schütze ich mein Haustier vor Grasmilbenbissen?

Sprühen Sie Ihren Liebling vor dem Spaziergang mit Mückenspray ein. Danach sollten Sie Ihr Haustier gründlich abduschen. Wenn Sie trotzdem bemerken, dass Ihr Tier sich stetig an einer Stelle kratzt oder diese ableckt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann entzündungshemmende Salben verschreiben.

Sterben die Milben bei Nachfrost ab?

Ja, Grasmilben überleben Frost nicht. Danach können Sie wieder unbedenklich durch hohes Gras spazieren.