Gurkenpflanze lässt Blätter hängen – was hat meine Gurke?

Gurkenpflanze Blätter hängen

Eigentlich sind die Nutzpflanzen unkompliziert zu pflegen und bringen eine reichhaltige Ernte mit sich. Die Rede ist von der Gurke, einer Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Hin und wieder kann es jedoch bei der Pflanze zu Schäden kommen, die häufig die Blätter betreffen. Ursache ist meist eine Krankheit namens Gurkenwelke.

Gurkenpflanze lässt die Blätter hängen

Wie erkennt man die Gurkenwelke?

Unabhängig davon ob die Gurke im Freiland oder im Gewächshaus wächst, einen Pflegefehler verzeiht die Gurkenpflanze kaum. Die Gurkenwelke, welche für hängendes Blattwerk verantwortlich ist, wird durch einen Pilz ausgelöst und ist zunächst schwierig zu erkennen. Folgende Symptome zeigen sich:

  • zu Beginn hängen die Blätter tagsüber herunter
  • in der Nacht regeneriert sich das Blattwerk
  • später welken Stängel und Triebe
  • schlappes Laub erholt sich im späten Stadium nicht mehr

Zunächst sterben vereinzelte Triebe, später dann die gesamte Gurkenpflanze ab. Die Erkrankung lässt sich ausschließlich am Laub und an den sterbenden Pflanzenteilen erkennen. Eine Früherkennung ist kaum möglich, so dass sich der Pilz problemlos auf andere Pflanzen ausbreiten kann.

Blatt einer Gurkenpflanze
Blatt einer Gurkenpflanze

Gurkenwelke

Ist die Gurkenpflanze noch zu retten?

Eine Behandlung der Gurkenwelke ist nicht möglich. Die betroffene Pflanze muss entsorgt werden, da sich der Erreger sonst noch weiterverbreiten kann.

Warnhinweis: Die Entsorgung darf nicht über den Kompost stattfinden, da sich die Sporen verbreiten könnten. Entsorgen Sie eine betroffene Gurkenpflanze stattdessen über den Hausmüll und achten Sie auf eine luftdichte Verpackung!

Wenn Sie eine betroffene Gurke entdeckt und entsorgt haben, müssen Sie die Pflanzen aus dem näheren Umkreis genau beobachten. Zeigen sich Symptome, ist es ratsam die Pflanze so früh wie möglich zu entsorgen.

Beachten Sie, dass auch die Erde gewechselt werden muss, denn die Pilzsporen, die für die Gurkenwelke verantwortlich sind, befinden sich auch im Substrat.

Gurkenwelke verhindern

Wodurch wird die Entstehung der Gurkenwelke begünstigt?

Es gibt einige Pflegefehler, die eine Gurke nachhaltig schwächen können. Auch der falsche Standort ist eine Gefahr und birgt das Risiko, dass sich die Gurkenpflanze infiziert. Folgende Pflegefehler sind häufiger Auslöser dafür, dass die Gurke ihre Blätter hängen lässt:

  • zu kaltes Gießwasser (15 °C – 20 °C sind optimal)
  • Zugluft am Standort
  • das Substrat ist zu dicht
  • der Boden ist zu kalt (Frost)
  • Staunässe im Substrat
  • zu häufige Kultur am gleichen Platz
  • der Standort ist zu dunkel
  • fehlender Sonnenschutz

Die Gurke reagiert außerdem sehr sensibel auf Schwankungen der Temperatur und die Widerstandskraft der Pflanze nimmt ab. Dadurch steigt das Risiko für Erkrankungen. Mit den optimalen Standortbedingungen und der Vermeidung von Staunässe lässt sich der Entstehung der Gurkenwelke oft vorbeugen.

Der richtige Standort

Die Gurkenpflanze braucht einen geschützten und hellen Standort. Jegliche Form von Zugluft, ein zu kalter Boden oder starke Temperaturschwankungen sind für die Pflanze nicht geeignet. Zu vermeiden ist auch die Mittagssonne, ein Standort im Halbschatten ist hingegen optimal geeignet.

Gurken vertragen keine Staunässe und benötigten daher ein durchlässiges Substrat mit einer Drainage (bei Kübelkultivierung).
Sollte der Standort in der Sonne liegen, ist es notwendig dass Sie mit einem Beschattungsnetz Abhilfe schaffen. So kann verhindert werden, dass zu viel Wasser über die Blätter verdunstet und dass es zu Verbrennungen kommt.

Gießen als Vorbeugung gegen schlappe Blätter

Fehler beim Gießen sind einer der häufigsten Gründe für Blattschäden und Erkrankungen. Gurkenpflanzen haben einen recht hohen Wasserbedarf, die Flüssigkeit darf beim Gießen aber nicht zu kalt sein. Die Pflanze empfindet zu kaltes Wasser als Temperaturschwankung und reagiert mit einer allgemeinen Schwächung. Achten Sie beim Gießen daher auf:

  • angenehm temperiertes Wasser, keinesfalls zu kalt
  • abgestandenes Wasser
  • Leitungswasser mit wenig Kalk

Weniger Schäden durch widerstandsfähige Gurkenarten

Eine gute, vorbeugende Maßnahme gegen Krankheiten wie die Gurkenwelke ist es, wenn Sie besonders widerstandsfähige Pflanzensorten auswählen. Gut geeignet sind alle Gurken, die auf einer Kürbisbasis veredelt wurden.

Diese Maßnahme macht die Pflanze robust und widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten und Infektionen. Bei der Veredelung muss darauf geachtet werden, dass sich die Schnittstelle überm Substrat befindet und keine direkte Berührung stattfindet.

grüne Gurken an Gurkenpflanzen im Gewächshaus

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