Hainbuchenhecke richtig pflanzen – Infos zu Pflanzzeit, Abstand und Düngen

Hainbuchenhecke richtig pflanzen

Die pflegeleichten Hainbuchen machen sich nicht nur als Solitär gut im Gartenbeet, sie sind auch ideal, um sie in einer Hecke zu pflanzen, die nach einigen Jahren einen guten Sichtschutz bieten wird. Denn Carpinus betulus wächst schnell und verzeiht auch kleine Pflegefehler. Zudem sind die dichten Hecken ein guter Unterschlupf für viele heimische Tiere und vor allem Vögel, die hier gerne Nisten. Eine Anleitung und alles Wissen, das zum Pflanzen einer Hainbuchenhecke benötigt wird, werden hier aufgezeigt.

Der ideale Zeitpunkt

Idealerweise werden die Hainbuchen und so auch die Pflanzen für eine Hecke im Spätherbst gepflanzt. Denn um diese Jahreszeit ist die Bodenfeuchtigkeit ideal für die jungen Pflanzen. Wer hingegen den Zeitpunkt im Herbst verpasst hat und erst im Frühling einpflanzen möchte, sollte Hainbuchen als Containerware kaufen, da bei diesen das Wurzelwerk bereits mit Erde ummantelt ist.

Wenn die Pflanzen im Frühling gesetzt werden, muss für die richtige Feuchtigkeit der Erde gesorgt werden und häufig viel gegossen werden. Trotz allem überleben nicht alle neu eingepflanzten Hainbuchen die Pflanzung beim falschen Zeitpunkt im Frühjahr und gehen ein.

Standort

Die Hainbuche wächst an fast jedem Standort. Aus diesem Grund und wegen ihrem dichten Wachstum ist sie so beliebt als Hecke, zum Beispiel als Abgrenzung an einer Straßenseite oder als Sichtschutz zum Nachbargarten.

Der ideale Standort sieht daher wie folgt aus:

  • sonnig bis halbschattig
  • auch überwiegend Schatten wird vertragen
  • als Grundstücksumrandung und Sichtschutz
  • können auch an steilen Hängen kultiviert werden

Hainbuchenhecke braucht sonnigen bis halbschattigen Standort

Bodenbeschaffenheit

Die Hainbuchenhecke, die in der Regel relativ pflegeleicht ist, stellt an den Boden jedoch gewisse Ansprüche. So sollte dieser am gewünschten Standort humos, kalkhaltig und durchlässig sein. Staunässe wird überhaupt nicht vertragen. Daher sollte der Boden vor der ersten Pflanzung im Herbst wie folgt vorbereitet werden.

  • Kompost untermischen
  • Kalk untermischen
  • alternativ wurde bereits der Kompost vorab mit Kalk gemischt
  • Sand für die Durchlässigkeit
  • Lehm, um die Feuchtigkeit zu erhalten

Auch eine Schicht Mulch über dem Boden verhindert das schnelle Austrocknen. Daher direkt nach dem Einpflanzen der Hainbuchenhecke den Mulch auf der Erde rund um die einzelnen Bäume verteilen.

Anleitung zum Einpflanzen

Idealerweise wird, damit die Hainbuchenhecke später auch gerade wächst, vor dem Einsetzen eine Linie gezogen. Hierzu am Anfang und am Ende der späteren Hecke einen Stock einsetzen und von einem Ende zum anderen ein Seil ziehen. Hier entlang kann nun gegraben und die Erde ausgehoben werden.

Hierbei sowie bei der Pflanzung sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • einen 30 cm breiten und 40 cm tiefen Graben ausheben
  • die Erde in eine bereitgestellte Schubkarre geben
  • hier kann sie gut vorbereitet werden
  • Sand, Torf, Kompost und Kalk unterheben und gut mit Erde mischen
  • auf den Boden des Grabens eine Drainage gegen Staunässe anlegen
  • hierzu mittelgroße Stein-Findlinge oder Tonscherben nutzen
  • Hainbuche im ausgerechneten Pflanzabstand einsetzen
  • hierzu kann ein Lineal oder Metermaß genutzt werden
  • Erde einfüllen und gut fest treten
  • für die Stabilität für den Anfang Stützen mit einsetzen

Nach dem Einpflanzen muss die Hainbuchenhecke sofort gut gegossen werden. Danach kann noch Mulch auf die Erde gelegt werden. Der erste Schnitt kann nun direkt ebenfalls erfolgen und sollte bei den jungen Pflanzen regelmäßig eingehalten werden. Die ersten Jahre werden die jungen Hainbuchen mindestens sechs Mal im Jahr geschnitten. Wird Ballen- oder Containerware verwendet, sollten die Hainbuchen vor dem Einpflanzen an den Wurzeln gut gewässert werden. Hierzu können Sie nach nacheinander in einen Eimer mit Wasser gesetzt werden, bis sich keine Luftblasen mehr bilden.

Hainbuchenhecke wächst an fast jedem Standort

Abstand

Der Abstand zwischen den einzelnen Carpinus betulus sollte etwa 50 cm betragen, so dass als Faustregel gelten kann, dass zwei Pflanzen pro Meter Hecke benötigt werden. Werden mehr Bäumchen als Hecke in einer Reihe gesetzt, damit diese von Anfang schon dicht steht, müssen später, wenn diese größer werden, einige der Bäumchen eventuell aus den Abständen entfernt werden. Ansonsten könnte die Hainbuchenhecke von unten her verkahlen.

Allerdings gibt es die folgenden Faustregeln für den Pflanzabstand:

  • zwischen zwei Hainbuchen mit Ballen gilt 50 cm Abstand
  • zwischen kleineren Bäumchen ohne Ballen können auch 30 bis 40 cm ausreichend sein
  • soll eine Hecke etwa zwei Meter hoch werden, liegt der Abstand bei 80 cm

Da es einige Jahre dauert, bis die Hecke zwei Meter hoch geworden ist, können die Hainbuchen bei Anlegen der Hecke auf alle 40 cm Abstand gesetzt werden. Wird die Hecke höher, kann immer jeweils eine zwischen zwei weiteren Weißbuchen entnommen werden. So ist die Dichtigkeit auch bei niedrigen Hecken gegeben.

Düngen

Eine Weißbuche benötigt nur wenig Dünger. Bei der ersten Pflanzung der Hecke wird der Boden mit Kompost und Kalk angereichert, was für das erste Jahr nach der Kultivierung durchaus ausreicht. Wenn die Hecke im Herbst gepflanzt wurde, ist es daher ausreichend, im übernächsten Jahr im Frühling etwas Kompost  unterzumengen.

Hainbuchenhecke dient auch gut als Sichtschutz

Je nachdem, was als Gießwasser genutzt wird, ist eine zusätzliche Kalkung nicht unbedingt erforderlich, denn wird überwiegend mit Leitungswasser gegossen, enthält dieses schon einen Teil Kalk, der ausreichend für die Hainbuche ist. Ansonsten sollte bei der Düngung der Hainbuchenhecke noch wie folgt vorgegangen werden.

  • organischen Dünger nutzen
  • einmal im Jahr Kompost unterheben
  • eventuell gleichzeitig auch Kalk aufstreuen
  • in der Regel im Frühling
  • im Gartenfachhandel wird auch organischer Dünger in Pulverform angeboten
  • Mulchen ist nicht nur gut, um die Feuchtigkeit zu halten
  • Hornmehl kann mit dem Mulch ebenfalls aufgestreut werden
  • wird die Weißbuche älter, benötigt sie kaum noch Dünger

So kann regelmäßig alle vier Wochen eine Schicht Rindenmulch mit Hornspänen vermischt auf die Erde rund um die Hainbuchen in der Hecke aufgegeben werden. Dies dient einerseits der Düngung sowie dem Schutz der Wurzeln. Da die Hainbuche auch im Winter ihre Blätter nicht abwirft, ist die Aufbringung von Mulch hier sehr sinnvoll. Am besten eignet sich hier der hochwertige Rindenmulch von Lärchen, es kann aber auch jeder andere Mulch verarbeitet werden.

Preise für Carpinus betulus

Wer eine Hecke aus Hainbuchen anlegen möchte, sollte erst einmal ausmessen, wie lang diese werden soll. Entsprechend wird ausgerechnet, wie viele Hainbuchenpflanzen benötigt werden. Wird von einem Pflanzabstand von 50 cm ausgegangen, müssen zwei Pflanzen pro Meter gerechnet werden. Soll die Hecke daher zum Beispiel acht Meter lang werden, werden mindestens 16 Hainbuchen benötigt. Die Preise sind unterschiedlich da die Weißbuche in verschiedenen Varianten angeboten wird.

So richten sich die Preise nach den folgenden Kriterien:

  • Containerware
  • Ballenpflanze
  • wurzelnackt
  • auch Größe spielt eine Rolle
  • besitzt die Hainbuche bereits einen Formschnitt, ist sie teurer
  • Kauf im gut sortierten Gartenhandel oder im Versand bringt preislichen Unterschied

Hainbuchenhecke ist pflegeleicht

Dabei ist davon auszugehen, dass die Kosten für die wurzelnackten Hainbuchen am geringsten sind, und gerade diese werden gerne für eine Hecke, die im Spätherbst eingepflanzt werden soll, gewählt. Zudem werden die Heckenpflanzen oft bereits in Gebinden angeboten, in denen 10 oder auch 50 Stück vorhanden sind. Diese sind etwa zwischen 40 und 70 cm hoch und als Ballenware zu werten.

Der Preis bei diesen Gebinden liegt umgerechnet bei etwa ein bis zwei Euro pro Weißbuche. Wer Carpinus betulus im gut sortierten Gartenfachhandel kaufen möchte, liegt bei den Preisen etwas höher, als zum Beispiel im Versandhandel. Die Gärtnereien bieten jedoch oft eine Garantie auf ihre Produkte, so dass eingegangene Hainbuchen ohne weitere Kosten für den Käufer ersetzt werden.

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