Heidelbeeren ernten

Heidelbeeren gibt es in Deutschland in zwei Varianten. Zum einen die Kulturheidelbeere, welche in Gärten angebaut wird und zum anderen die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus). Der Erntezeitraum beider Beerenarten unterscheidet sich nicht sehr. Im Juli ist es in der Regel soweit und man kann in den Wald oder den Garten zum Pflücken der Heidelbeeren gehen.

Heidelbeeren ernten

Waldheidelbeere

Wann genau Vaccinium myrtillus im Wald reifen, hängt ganz vom jeweiligen Standort ab. Die Sträucher wachsen sehr niedrig und bekommen deshalb wenig Licht, je heller und wärmer sie jedoch stehen, umso früher reifen sie. Es lässt sich nicht genau sagen, wann ein Heidelbeerbestand im Wald erntereif ist. Es lohnt sich daher, öfters mal nachzuschauen. Im Wald reifen Heidelbeeren gleichmäßig, alle Beeren sind gleichzeitig erntereif. Aus diesem Grund wurden früher häufig Heidelbeerkämme zum Ernten eingesetzt. Heute ist das nicht mehr erlaubt, da dabei auch das Laub der Beerensträucher entfernt wird. Die Erntezeit von Waldheidelbeeren erstreckt sich bis Ende August.

Kulturheidelbeere

Die im Garten wachsenden Blaubeeren stammten von amerikanischen Sorten (Vaccinium corymbosum) ab. Sie unterscheiden sich von Waldheidelbeeren durch ihre Größe und dem nicht durchgefärbten Fruchtfleisch. Nur die Schale ist blau, innen sind Kulturheidelbeeren weiß durchsichtig, leicht grünlich oder blassblau. Außerdem sind sie nicht ganz so aromatisch wie ihre wilden Verwandten hierzulande. Aus diesem Grund lohnt es sich besonders, sie nur im vollreifen Zustand zu ernten. Gepflückt werden sie am besten von Hand.

Heidelbeeren - Blaubeeren - Vaccinium myrtillu

Erntereife

Heidelbeeren reifen nach der Ernte nicht nach, wie zum Beispiel Äpfel oder Birnen. Bei der Ernte muss also darauf geachtet werden, dass jede Beere tiefblau und bereift ist, erst dann lohnt es sich, sie zu pflücken. Sie lösen sich dann leicht vom Strauch und schmecken süß und aromatisch. Je reifer die Beeren werden, umso leichter lösen sie sich vom Strauch, bis sie irgendwann von selbst abfallen.

Vögeln ist der perfekte Erntezeitpunkt egal, sie fressen Blaubeeren, sobald sie anfangen blau zu werden. Um keine reifen Früchte zu verlieren, lohnt es sich, die Beerensträucher mit einem Netz gegen Vogelfraß zu schützen.

Erntezeitraum

Die meisten Heidelbeersorten reifen von Juli bis September, es gibt aber auch sehr frühe und sehr späte Sorten. Außerdem hängt es auch bei den Kulturheidelbeeren vom Standort ab, wie schnell die Beeren am Strauch reif werden. Im Gegensatz zur Waldheidelbeere werden nicht alle Früchte am Strauch gleichzeitig reif. Es muss also mehrfach gepflückt werden, ungefähr im Abstand von einer Woche, je nach der Witterung.

Blaubeeren halten sich einige Zeit frisch und lassen sich auch gut einfrieren. Die Ernte kann damit über einen längeren Zeitraum gesammelt werden, wenn eine größere Menge an Beeren benötigt wird.

Erntezeit der häufigsten Blaubeersorten im Garten im Überblick

  • `Goldtraube´, Reichtragend und großfrüchtige Sorte: spätreif von August – September
  • `Bluecrop´, Sorte für halbschattige Standorte: lange Erntezeit von Ende Juli – September
  • `Earlyblue´, Frühreifende Sorte: reift schon Anfang Juli – September
  • `Duke´, Sorte mit regelmäßigen und hohen Erträgen: früh reif von Juli – August
  • `Elisabeth´, sehr schmackhafte Früchte: spätreif von Mitte August – Mitte September
  • `Spartan´, Sorte mit auffälliger Herbstfärbung: Mitte Juli
  • `Hortblue Petite´, neue Sorte : trägt zweimal, Ende Juli – Ende August und ab September bis zum Frost

Heidelbeeren - Blaubeeren - Vaccinium myrtillu

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