heimische Käfer bestimmen - Titel

In Deutschland leben rund 7000 verschiedene Arten von Käfern, die sich in ihrem Äußeren und ihrer Lebensweise teils stark voneinander unterscheiden. Einige heimische Käfer stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

Auf den Punkt gebracht

  • zahlreiche Arten in verschiedenen Größen und Farben
  • viele räuberisch lebende Arten
  • manche fressen auch Blütenteile, Pollen oder Baumsaft
  • andere leben auf oder im Wasser
  • Larven häufig als Engerlinge in der Erde

Arten von A – D

Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus)

Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus)
Quelle: Jacek Proszyk, Ciołek matowy, Bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0
  • Länge: 20 bis 32 Millimeter
  • Aussehen: mattschwarze Färbung, gerunzelte Flügeldecken, Kopf- und Halsschild fein punktiert, Männchen mit kräftigen Oberkiefern
  • Lebensweise: ernährt sich hauptsächlich von austretenden Baumsäften
  • Larve: entwickelt sich innerhalb von 2 bis 3 Jahren in morschem oder totem Holz

Bienenkäfer (Trichodes apiarius)

Bienenkäfer (Trichodes apiarius)
  • Länge: 9 bis 15 Millimeter
  • Aussehen: Flügeldecken leuchtend rot mit drei schwarzen Querbinden, wobei hintere ans Flügelende stößt, auffällige Behaarung
  • Lebensweise: vorwiegend räuberisch
  • Larve: räuberisch, lebt in Nestern von Bienen und frisst deren Larven und Puppen

Der hübsch gezeichnete Bienenkäfer gehört zur Familie der Buntkäfer und wird auch als Immenkäfer oder Immenwolf bezeichnet.

Hinweis: Etwas seltener anzutreffen ist der sehr ähnliche Zottige Bienenkäfer (Trichodes alvearius), bei dem jedoch die dritte schwarze Querbinde nicht ans Flügelende stößt.

Buchdrucker (Ips typographus)

Buchdrucker (Ips typographus) heimischer Käfer
Quelle: Gilles San Martin, Ips typographus (female), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Länge: 4 bis 5 Millimeter
  • Aussehen: rötlich braun mit deutlicher, abstehender Behaarung, kleine Zähnchen am Hinterende
  • Lebensweise: in Fichtenholz, charakteristische Fraßgänge, gefürchteter Forstschädling
  • Larve: in Fichtenholz, madenartig, beinlos, nur wenige Tage zur vollständigen Entwicklung

Brennnesselblatt-Rüssler (Phyllobius pomaceus)

Brennnesselblatt-Rüssler (Phyllobius pomaceus) heimischer Käfer
  • Länge: 6 bis 8 Millimeter
  • Aussehen: gesamter Körper mit grünlich glänzenden Schuppenhaaren bedeckt, kurzer Rüssel
  • Lebensweise: häufig auf Brennnesseln
  • Larve: bodenlebend, ernährt sich von Pflanzenwurzeln

Arten von E – F

Eichenblattroller (Attelabus nitens)

Eichenblattroller (Attelabus nitens), heimischer Käfer
Quelle: NobbiP, Eichenblattroller Attelabus nitens auf Brennnessel 9497, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Länge: 4 bis 7 Millimeter
  • Aussehen: braun, Kopf und Beine schwarz, Fühler an der Basis rötlich
  • Lebensweise: ernährt sich von Eichenblättern
  • Larve: entwickelt sich in zusammengerollten Eichenblättern

Erlenblattkäfer (Agelastica alni)

Erlenblattkäfer (Agelastica alni)
  • Länge: 6 bis 7 Millimeter
  • Aussehen: blauschwarz, blauviolett, dunkelblau oder grünlich gefärbt, Weibchen mit dickem, von Eiern befülltem Hinterleib
  • Lebensweise: ernähren sich von Erlenblättern
  • Larve: schwarz, lebt in Gruppen auf Erlenblättern

Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris)

Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris), heimischer Käfer
Quelle: Andreas Eichler, 2017.03.25.-04-Kaefertaler Wald-Mannheim–Feld-Sandlaufkaefer, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Länge: 10 bis 16 Millimeter
  • Aussehen: metallisch grüne Färbung mit punktförmigen Flecken, große, vorstehende Augen, lange und spitze Oberkiefer
  • Lebensweise: räuberisch
  • Larve: lebt räuberisch, lebt in selbst gegrabenen, senkrechten Erdröhren

Die Art ist vor allem bei starker Sonneneinstrahlung in Kiesgruben, an Sandstränden, Trockenhängen, auf Wegen, Feldern sowie in Heidegebieten aktiv.

Arten mit G

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)

Gartenlaubkäfer
AfroBrazilian, Phyllopertha horticola 06, Zuschnitt von Plantopedia, CC BY-SA 4.0
  • Länge: 8 bis 12 Millimeter
  • Aussehen: Kopf und Halsschild grünlich glänzend, Flügeldecken rötlich braun, ganzer Körper dicht behaart
  • Lebensweise: frisst Blätter und Blüten
  • Larve: lebt als Engerling im Boden und gilt als Schädling

Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis)

Schwimmkäfer - Gelbrandkäfer
Der Gelbrandkäfer (Dysticus marginalis) ist der häufigste Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa.
  • Länge: 27 bis 35 Millimeter
  • Aussehen Männchen: Flügeldecken glänzend dunkelgrün und glatt, Halsschild und Flügeldecken mit auffälligen gelben Randstreifen
  • Aussehen Weibchen: grünlich braun mit tiefen Längsfurchen
  • Lebensweise: räuberisch, lebt im Wasser
  • Larve: ca. fünf bis sieben Millimeter lang, lebt räuberisch

Der hübsche Gelbrandkäfer ist ein häufiger anzutreffender heimischer Käfer, der sowohl in stehenden als auch in langsam fließenden Gewässern anzutreffen ist.

Gewöhnlicher Schaufelläufer (Cychrus caraboides)

Gewöhnlicher Schaufelläufer (Cychrus caraboides), schwarzer Käfer
Quelle: AJC1 from UK, The Snail Hunter (25671963043), Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Länge: 12 bis 20 Millimeter
  • Aussehen: schwarz glänzend, Flügeldecken leicht gerunzelt, langer, auffallend schmaler Kopf mit lang vorgestreckten Mundwerkzeugen
  • Lebensweise: räuberisch, dämmerungs- und nachtaktiv
  • Larve: lebt räuberisch, asselartiges Aussehen

Sowohl die Larve als auch der adulte Käfer fressen hauptsächlich Nackt- und Gehäuseschnecken, weshalb die Art sowohl in der Landwirtschaft als auch im Garten ein gern gesehener Nützling ist.

Hinweis: Der Schmale Schaufelläufer (Cychrus attenuatus) bietet Verwechslungsgefahr, lässt sich jedoch an seinem leichten Bronzeschimmer in der Färbung unterscheiden.

Glühwürmchen (Lamprohiza splendidula)

Glühwürmchen (Lamprohiza splendidula), heimischer Käfer
Quelle: Kryp, Lamprohiza-splendidula-13-fws, bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0
  • Länge: 8 bis 10 Millimeter
  • Aussehen Männchen: dunkelbraune Färbung, Kopf unter Halsschild verborgen, fein gerunzelte Flügeldecken
  • Aussehen Weibchen: larvenähnlich, flugunfähig, helle Färbung
  • Larve: asselähnlich, ernährt sich hauptsächlich von Schnecken

Zwischen Juni und Juli fliegen die männlichen Leuchtkäfer als winzige Irrlichter durch die Dämmerung, um die häufig im Gras sitzenden Weibchen zu finden. Auch Ei und Larve erzeugen ein schwaches Leuchten.

Goldlaufkäfer (Carabus auratus)

Goldlaufkäfer
Quelle: gbohne from Berlin, Germany, The Golden ground beetle eating a slug on a countryside road (5116458380), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Länge: 17 bis 30 Millimeter
  • Aussehen: Oberseite glänzend goldgrün, rötliche Beine und Antennensegmente
  • Lebensweise: räuberisch

Die auch als Goldhenne oder Goldschmied bezeichnete Art ist ein sehr häufig anzutreffender heimischer Käfer, der pflanzenfressende Insekten und deren Larven jagt und deshalb als Nützling eingestuft ist.

Hinweis: Recht ähnlich sieht der Goldglänzende Laufkäfer (Carabus auronitens) aus, der jedoch etwas dunkler gefärbt ist. Zudem sind die Flügeldecken-Rippen bei dieser Art schwarz gefärbt anstatt goldgrün wie beim Goldlaufkäfer.

Arten von H – K

Haselnussbohrer (Curculio nucum)

Haselnussbohrer (Curculio nucum)
Quelle: Jerzy Strzelecki, Curculio nucum 01(js) Lodz(Poland), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Länge: 6 bis 9 Millimeter
  • Aussehen: gesamter Körper schwarz, weiß und grau geschuppt, fast körperlanger, gebogener Rüssel, gekniete Fühler am Rüssel
  • Lebensweise: in Wäldern und Parks verbreiteter heimischer Käfer
  • Larve: entwickelt sich in Haselnüssen und frisst den Kern

Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Hirschkäfer (Lucanus cervus)
  • Länge: 30 bis 75 Millimeter
  • Aussehen Männchen: mächtige, geweihartige Zangen am Kopf, Kopf und Halsschild schwarz, Flügeldecken braun
  • Aussehen Weibchen: einfarbig schwarz, trägt nur kurze Zangen
  • Lebensweise: adulte Käfer lecken Baumsäfte auf
  • Larve: Entwicklungszeit 5 bis 8 Jahre, in morschem Eichenholz

Größter heimischer Käfer, der zudem auf das Vorkommen alter Eichen angewiesen ist. Die stark gefährdete Art steht unter strengem Schutz.

Junikäfer (auch Gerippter Brachkäfer, Amphimallon solstitiale)

Junikäfer (Amphimallon solstitiale) heimischer Käfer
  • Länge: 14 bis 18 Millimeter
  • Aussehen: hellbraune, leicht durchscheinende Flügeldecken, dicht behaart, 3-gliedriger Fühlerfächer
  • Lebensweise: ernährt sich von Blättern und Blüten
  • Larve: 4 bis 5 Zentimeter lang, als Engerling im Boden

Kolbenwasserkäfer (Hydrophilus piceus)

Großer Kolbenwasserläufer - Hydrophilus piceus
Großer Kolbenwasserläufer – Hydrophilus piceus Quelle: Darkone, Großer Kolbenwasserkäfer Hydrous piceus 1, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.5 (Käfer), Herbert Henderkes, Hydrous piceus Larva by H. Henderkes, Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0 (Larve)
  • Länge: 30 bis 43 Millimeter
  • Aussehen: glänzend schwarz
  • Lebensweise: frisst frische Blätter und Algen, flugfähig
  • Larven: bis zu sieben Zentimeter lang, fressen vornehmlich Schnecken

Dieser Wasserkäfer lebt meist verborgen zwischen Wasserpflanzen und kommt nur zum Luftholen an die Wasseroberfläche. Anschließend trägt er seinen Luftvorrat als glänzende Luftblase am Bauch mit sich. Fängt man ihn, beißt er schmerzhaft zu.

Hinweis: Ein heimischer Käfer, der jedoch stark gefährdet und daher streng geschützt ist. Eine Entnahme aus dem Gartenteich (oder woanders) ist nicht erlaubt!

Arten von L – M

Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)

Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)
Quelle: Katya from Moscow, Russia, Жужелица шагреневая (Жужелица черная)- Carabus coriaceus – Черен бегач – Lederlaufkäfer (22702957014), Bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0
  • Länge: 30 bis 41 Millimeter
  • Aussehen: schwarz, Flügeldecken lederartig gerunzelt, große Oberkieferzangen
  • Lebensweise: räuberisch, auch die Larve
  • Larve: verpuppt sich im Boden, schlüpft ab Mai als fertiger Käfer

Die größte Laufkäferart Mitteleuropas kann nicht fliegen und ist überwiegend nachtaktiv. Bei Gefahr versprüht die Art bis zu einem Meter weit ätzende Buttersäure.

Maikäfer (Melolontha melolontha)

Maikäfer (melolontha melolontha) heimischer Käfer
  • Länge: 20 bis 30 Millimeter
  • Aussehen: glänzende, braune Flügeldecken, schwarzes Halsschild, Hinterleib spitz ausgezogen, weißliche, dreieckige Flecken an den Bauchseiten
  • Lebensweise: ernährt sich von Laubblättern, vor allem von Eichen
  • Larve: ca. 5 bis 6 Millimeter lang, lebt als Engerling im Wurzelbereich von Pflanzen

Matter Pillendreher (Sisyphus schaefferi)

Matter Pillendreher (Sisyphus schaefferi)
Quelle: Fritz Geller-Grimm, Steinau fg23, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Länge: 8 bis 12 Millimeter
  • Aussehen: dunkelbraun bis schwarz, stark gewölbter, nach hinten zugespitzter Körper, lange, gebogene Hinterbeine, Vorderbeine als Grabbeine ausgebildet
  • Lebensweise: stellt Kotkugeln aus tierischen Exkrementen her und vergräbt diese im Boden
  • Larve: entwickeln sich auf vergrabenen Kotkugeln

Hinweis: Heimischer Käfer, der jedoch stark gefährdet ist und daher unter strengem Schutz steht.

Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Mehlkäfer (Tenebrio molitor)
Tenebrio molitor. Quelle: Donald Hobern from Copenhagen, Denmark, Tenebrio molitor (42203443085), Zuschnitt von Plantopedia, CC BY 2.0
  • Länge: 12 bis 18 Millimeter
  • Aussehen: glänzend kastanienbraun bis schwarz, Längsrillen auf den Flügeldecken, Halsschild fein punktiert
  • Lebensweise: besiedelt menschliche Umgebung, bevorzugt dunkle und warme Stellen
  • Larve: bis 4 Zentimeter lang, wurmartiges Aussehen, gefürchteter Vorratsschädling

Arten von N – R

Nashornkäfer (Oryctes nasicornis)

Nashornkäfer (Oryctes nasicornis) heimischer Käfer
  • Länge: 25 bis 40 Millimeter
  • Aussehen: dunkelbraun, Männchen mit langem, gebogenem Kopfhorn
  • Lebensweise: lebt in verrottendem organischen Material (z. B. Kompostmieten)
  • Larve: mit einer Länge von bis zu 12 Zentimetern größte Käferlarve Europas, Entwicklungszeit 3 bis 5 Jahre

Ein heimischer Käfer, der mittlerweile jedoch sehr selten geworden ist und daher unter strengem Schutz steht.

Ölkäfer (Meloidae spec.)

Ölkäfer (Meloidae)
  • Länge: 10 bis 35 Millimeter
  • Aussehen: schwärzlich-blaue, glänzende Färbung, stark angeschwollener Hinterleib, kurze, auseinander klaffende Flügeldecken
  • Lebensweise: ernährt sich von Pflanzenteilen, flugunfähig
  • Larve: lebt in Erdbienennestern und frisst Bieneneier

Auch dies ist ein häufig anzutreffender heimischer Käfer, der vor allem in wärmebegünstigten Biotopen wie Trockenrasen, Waldrändern und auf sandigen Böden zu finden ist.

Rosenkäfer (Cetonia aurata)

gemeiner Rosenkäfer, Cetonia aurata
gemeiner Rosenkäfer, Cetonia aurata
  • Länge: 14 bis 20 Millimeter
  • Aussehen: grün-, braun- oder bronzemetallisch glänzend mit weißen Flecken, Fühler keulenförmig verdickt
  • Lebensweise: ernährt sich von Blütenteilen und Pollen
  • Larve: ernährt sich überwiegend von Holzmulm, oft in Kompost zu finden

Der sonnenliebende Rosenkäfer fliegt insbesondere die Blüten von Rosen, Obstbäumen, Holunder und Doldenblütengewächsen an, wobei er im Flug einen lauten Brummton vernehmen lässt.

Rotgelber Weichkäfer (Rhagonycha fulva)

Roter Weichkäfer
Rhagonycha fulva
  • Länge: 7 bis 10 Millimeter
  • Aussehen: Kopf, Halsschild und Flügeldecken bräunlich rot, Spitzen der Flügeldecken schwärzlich, lange, dünne Fühler
  • Lebensweise: vornehmlich räuberisch
  • Larve: samtbraun gefärbt, frisst Schnecken und Würmer

Dieser hübsche Käfer gilt als überaus nützlich, weil er große Mengen an pflanzenschädigenden Insekten vertilgt.

Arten mit S

Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea)

Scharlachroter Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea)
  • Länge: 14 bis 18 Millimeter
  • Aussehen: Halsschild und Flügeldecken leuchtend rot, samtartig behaart, Kopf, Fühler und Beine schwarz
  • Lebensweise: lebt von Pflanzensäften und dem Honigtau von Blattläusen
  • Larve: gelblich braun, leicht abgeplattet, unter loser Rinde und in morschem Holz

Hinweis: Da die Larve auch Borkenkäferlarven vertilgt, gilt sie in der Forstwirtschaft als Nützling.

Schwarzer Moderkäfer (Ocypus olens)

Schwarzer Moderkäfer (Ocypus olens) heimischer Käfer
Quelle: Daniel Ullrich, Threedots, Ocypus spec, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Länge: 20 bis 32 Millimeter
  • Aussehen: schwarz, sehr kurze Flügeldecken, langgestreckter Körper, großer Kopf, kurze Fühler
  • Lebensweise: räuberisch

Weit verbreiteter heimischer Käfer, der bei Bedrohung in eine typische Abwehrhaltung geht: Der Hinterleib wird nach vorn gebogen und die Mandibeln zum Zubeißen gespreizt. Zudem kann das Tier ein übel riechendes Sekret absondern.

Schwarzhörniger Totengräber (Nicrophorus vespilloides)

Schwarzhörniger Totengräber (Nicrophorus vespilloides)
  • Länge: 10 bis 18 Millimeter
  • Aussehen: schwarze Färbung mit 2 orangeroten Querbinden auf den Flügeldecken
  • Lebensweise: Aasfresser, „Gesundheitspolizei des Waldes“

Der in ganz Europa weit verbreitete Totengräber trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Tote Tierchen im Wald (z. B. Mäuse) werden von diesen Käfern praktisch in der Erde vergraben. Der vergrabene Tierkadaver dient wiederum als Nahrung für den Käfernachwuchs.

Soldatenkäfer (Cantharis fusca)

Soldatenkäfer - Cantharis fusca
Soldatenkäfer bei der Paarung
  • Länge: 11 bis 15 Millimeter
  • Aussehen: dunkle, samtartig behaarte Flügeldecken, rotes Halsschild mit schwarzem Fleck, rötlicher Hinterleib
  • Lebensweise: vornehmlich räuberisch
  • Larven: ca. zwei Zentimeter lang, samtig schwarz gefärbt

Ein ebenfalls häufig anzutreffender heimischer Käfer ist der zur Familie der Weichkäfer zählende Soldatenkäfer. Meist sieht man den Soldatenkäfer bei Sonnenschein auf Blüten oder Blättern sitzen, wo er Blattläuse und andere kleine Insekten frisst. Auch die überwiegend tagaktive Larve ist bei Gärtnern sehr beliebt, weil sie Schnecken frisst.

Arten von T – Z

Taumelkäfer (Gyrinidae)

  • Länge: 5 bis 7 Millimeter
  • Aussehen: schwarz glänzend, regelmäßige Punktreihen auf den Flügeldecken
  • Lebensweise: räuberisch
  • Larven: ca. 15 Millimeter lang, lebt im Gewässerboden

Typisch für die etwa 20 verschiedenen europäischen Taumelkäferarten ist die Schwarmbildung, die vor allem an sonnigen Tagen gut zu beobachten ist. Dann drehen die Käfer scharenweise schnelle Kreise an der Wasseroberfläche, was ihnen auch den Artnamen eingebracht hat.

Wald-Mistkäfer (Anoplotrupes stercorosus)

Waldmistkäfer (Anoplotrupes stercorosus)
Quelle: Georg Wiora; Edit by Waugsberg (colors, sharpening), Bug moving dead snail with fly 1a, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0
  • Länge: 12 bis 19 Millimeter
  • Aussehen: grünlich bis bläulich, metallisch glänzend, kräftige Beine mit Dornen und Widerhaken
  • Lebensweise: frisst tierische Exkremente
  • Larve: in 30 bis 40 Zentimeter tiefen, mit Kot angefüllten Bodenröhren, ernähren sich vom Kotvorrat

Zierlicher Prachtkäfer (Anthaxia nitidula)

Zierlicher Prachtkäfer (Anthaxia nitidula), heimischer Käfer
Quelle: By ©entomartIn case of publication or commercial use, Entomart wishes then to be warned (http://www.entomart.be/contact.html), but this without obligation. Thank you., Attribution, Link
  • Länge: 5 bis 7 Millimeter
  • Aussehen Männchen: einfarbig grün, metallisch glänzend
  • Aussehen Weibchen: wie Männchen, nur mit kupferrotem Kopf und Halsschild
  • Lebensweise: frisst Pollen und Blütenblätter
  • Larve: entwickelt sich unter der Rinde von Obstbäumen

Dieser und andere Prachtkäfer sind vor allem an sonnigen Waldrändern, in Gebüschen und Obstgärten zu finden.

Häufig gestellte Fragen

Warum hat der Hirschkäfer so große Zangen am Kopf?

Die charakteristischen Geweihzangen tragen nur männliche Hirschkäfer, die – ganz wie die echten Hirsche auch – mit diesen gegeneinander um die viel unscheinbareren Weibchen kämpfen.

Welche Käfer haben extrem lange Fühler?

So genannte Bockkäfer, zu denen unter anderem der Große Eichenbock, Moschusbock, der Alpenbock, der Rote Halsbock oder der Echte Widderbock gehören, zeichnen sich durch einen sehr schmalen Körperbau und lange, bei manchen Arten sogar deutlich überkörperlange, Fühler aus.

Gehören die im Kompost befindlichen Käferlarven zu einer Schädlingsart?

Sollten Sie im Kompost dicke, weiße Engerlinge finden, freuen Sie sich darüber: Bei diesen handelt es sich keineswegs um Schädlinge. Stattdessen sorgen die Larven dafür, dass der Kompost besser verrottet und sind daher sehr nützlich. Lassen Sie die Larven nicht zu lange im Licht, da sie keine UV-Strahlung vertragen und schnell sterben.