Heimische Waldpilze: diese 11 Pilze sind essbar | Genießbare Arten

Ein beliebtes Hobby in den hiesigen Breitengraden ist das Sammeln von Pilzen. Gerade im Herbst ziehen wieder viele Pilzsammler los, um sich die schmackhaften Pilze nach Hause zu holen. Gerade jedoch unerfahrene Sammler wissen nicht genau, welche der Waldpilze genießbar sind und von welchen sie besser die Finger lassen sollten. Denn oft haben die genießbaren Pilze einen ungenießbaren Doppelgänger. Damit es nicht mehr zu Verwechslungen kommt, wurde die Liste über essbaren Waldpilze in heimischen Wäldern erstellt.

Essbare Waldpilze

Apfeltäubling

Der Apfeltäubling ist ein schmackhafter Speisepilz und daher auch genießbar. Eine Verwechslungsgefahr besteht jedoch mit anderen Täublingen, die giftig sein könnten. Zwischen Juni und Oktober wächst der Pilz im feuchten Nadelwald. Der Pilz, der auch in den hiesigen Breitengraden heimisch ist, hat die folgenden Merkmale:

  • 8 cm hoch und 12 cm breit
  • jung ist er halbrund und kugelig
  • im Alter mit Vertiefung im Hut und flach
  • Hutfarbe rot, im Alter verblassend
  • Stielfarbe weiß oder leicht rot
  • Lamellen gelb bis hellbeige
  • Fleischfarbe weiß
  • Geruch leicht pilzig
  • milder Geschmack
  • große Verwechslungsgefahr mit Speitäubling
Apfeltäubling, Russula paludosa
Apfeltäubling, Russula paludosa

Austernseitling

Der Austernseitling ist auch unter den Namen Austernpilz oder Kalbfleischpilz bekannt. Er kommt im Frühling zwischen März und Mai sowie im Herbst von September bis Dezember im Wald an den Laubholzstämmen vor. Der schmackhafte Speisepilz ist genießbar und soll sogar gegen Darmkrebs eine vorbeugende Wirkung besitzen. Er ist auch beliebt als Zuchtpilz und daher an vielen Gemüsetheken erhältlich. Er zeichnet sich durch sein Aussehen wie folgt aus:

  • zwischen 5 cm und 15 cm breit
  • Hutfarbe dunkelviolett bis graubraun
  • dunkler als die Pilze aus der Zucht
  • Lamellen lila bis weiß
  • Stielfarbe weiß
  • Fleischfarbe weiß
  • würziger Geruch
  • milder Geschmack
  • Verwechslungsgefahr mit Gelbstieligem Muschelseitling
Austernseitling, Pleurotus ostreatus

Birkenpilz

Der Birkenpilz ist unter vielen Namen bekannt. So ist er Pilzsammlern auch unter Birkenraufuß, graugrüner Birkenpilz oder Langhaxen bekannt. Er gehört zur Gattung der Röhrlinge und wächst bevorzugt in einer Symbiose unter Birken im Wald und am Wegesrand. Von Juni bis November ist seine Wachstumszeit. Der Birkenpilz zeichnet sich wie folgt aus:

  • halbkugeliger bis polsterförmiger Hut
  • bis zu 15 cm breit und 15 cm hoch
  • Hutfarbe von rotbraun über gelb, graubraun bis dunkelbraun
  • Stielfarbe ist weiß mit schwarzem Netz
  • fast geruchslos
  • essbar mit mildem bis saurem Geschmack
  • verwechselbar mit Vielfärbendem Birkenpilz, nicht giftig
Birkenpilz, Leccinum scabrum

Brätling

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen sehr beliebten Speisepilz, der genießbar und essbar und vor allem auch sehr schmackhaft ist. Er ist in unseren Wäldern heimisch und wächst hier zwischen Juli und Oktober im Nadel- oder Laub-Wald. Oft wird er auch an Wegesrändern gefunden. Je nach Gebiet, hat er viele Namen wie Brot-, Milch- oder Birnenpilz, Damenschwamm, Ehegürtel oder Goldbrätling, um nur einige Namen zu nennen. Der Brätling ist an den folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Höhe 12 cm, Breite zwischen 5 cm und 15 cm
  • ungewöhnlich orange Hutfarbe
  • Stielfarbe ebenfalls orange
  • es tritt weiße Milch bei Verletzungen aus
  • extremer Geruch nach Fisch
  • aufgrund des Geruchs keine Verwechslung möglich
  • milder Geschmack
  • genießbar nach braten in der Pfanne ohne Stiel
Brätling, Lactifluus volemus
Brätling, Lactifluus volemus

Dorniger Stachelbart

Der Dornige Stachelbart oder auch Dorniger Stachelseitling zeichnet sich vor allem durch seine breiten und dichten Stacheln aus. Die jungen Pilze sind genieß- und essbar. Die älteren Pilze hingegen werden zäh. Zu finden ist der Dornige Stachelbart zwischen August und November bevorzugt im Laubwald unter Birken und Buchen. Er sollte nicht mit dem Tannenstachelbart, dem Igelstachelbart, dem Ästigen Stachelbart sowie dem Nördlichen Stachelseitling verwechselt werden. So kann er an den folgenden Eigenschaften erkannt werden:

  • besitzt als einziger der Gattung hutförmigen Fruchtkörper
  • Stachelfarbe cremeweiß oder weiß
  • Hutfarbe weiß, im Alter gelblich
  • Stielfarbe weiß
  • verströmt angenehmen Geruch
  • besitzt einen milden Geschmack
 Dorniger Stachelbart
Dorniger Stachelbart

Fichtenzapfenrübling

Der Fichtenzapfenrübling wächst nur auf Fichtenzapfen, die unter der Erde vergraben liegen. So werden diese Pilze, die in den hiesigen Wäldern heimisch sind, vor allem in den Frühlingsmonaten unter Fichten in einem Nadelwald gefunden. Verwechselt werden kann er leicht mit den Kiefern-Zapfenrübling. Damit dies nicht passiert, sollte auf die folgenden Eigenschaften geachtet werden:

  • Hut zwischen einem und drei Zentimeter
  • Farbe braun mit weißen Lamellen
  • Stiel graugelb bis braun
  • angenehmer pilziger Geruch
  • milder und nussiger Geschmack
Fichtenzapfenrübling, Strobilurus esculentus
Fichtenzapfenrübling, Strobilurus esculentus

Frauentäubling

Der leckere Frauentäubling, der auch unter den Namen Blautäubling, Grüntäubling oder Lilagrüner Täubling bekannt ist, wächst bevorzugt unter Buchen in einem Mischwald. Hier kann er von den Sammlern in der Zeit von Juli bis Oktober gefunden werden. Die Pilze, die mit den anderen Sorten der Täublinge leicht verwechselt werden können, können anhand der folgenden Eigenschaften erkannt werden:

  • Hutfarbe ist von Ocker bis violett-grün
  • Stielfarbe schimmert leicht violett auf weißem Untergrund
  • Hut wird bis 15 cm breit, von halbrund bis flach
  • Pilze verströmen keinen Geruch
  • Geschmack ist mild und nussig
  • weitere Täublinge könnten giftig sein
Frauentäubling, Russula cyanoxantha
Frauentäubling, Russula cyanoxantha

Goldröhrling

Genießbar, Essbar und heimisch unter Lärchen in unseren Wäldern ist der Goldröhrling. Hierbei handelt es sich um einen sehr schmackhaften Speisepilz, der von Kennern gerne in der Küche verarbeitet wird. So ist er auch unter Schöner, Zierlicher, oder Gelber Röhrling, Goldgelber Lärchenröhrling oder Goldkappe bekannt. Er besitzt die folgenden Eigenschaften:

  • 3 cm – 10 cm breiter, leicht schleimiger Hut
  • bis 10 cm hoch
  • Hut ist goldrot bis goldbraun
  • Stielfarbe gelb mit braunen Fasern durchzogen
  • kann mit den essbaren Lärchenröhrlingen verwechselt werden
  • kein bestimmter Geruch oder Geschmack
  • schmierige Haut vor dem Verzehr entfernen

Goldröhrling, Suillus grevillei

Maronenröhrling

Der Maronenröhrling ist ein schmackhafter Speisepilz, der sich vor allem auch gut zum Trocknen eignet. Er wächst bevorzugt in Nadelwäldern in der Zeit zwischen Juni und November. Eine Verwechslung könnte mit dem Steinpilz erfolgen. Die Pilze dieser Gattung besitzen die folgenden Eigenschaften:

  • trockener, matter Hut, wird bei Regen schmierig
  • wird zwischen 10 cm breit und 12 cm hoch
  • Hutfarbe in allen braunen Tönen
  • Stiel ist gelbbraun
  • Fleischfarbe weiß bis gelb
  • duftet nach Pilz
  • der Geschmack ist leicht nussig
Maronenrührling, Imleria badia
Maronenrührling, Imleria badia

Pfifferling

Dem gesunden Speisepilz wird eine antibiotische und krebshemmende Wirkung nachgesagt. Auch in der Küche ist er sehr beliebt. In hiesigen Gebieten ist der Pilz unter fast vierzig Namen bekannt. Hierzu gehören Dotterpilz, Pfefferling, Rehling oder auch Schweinsfüsserl. Zu finden ist er in der Zeit zwischen Juni und Oktober im Laub- sowie auch im Nadelwald. Zu erkennen ist der Pfifferling an den folgenden Merkmalen

  • Hutbreite 2 cm – 10 cm
  • Hutfarbe orangegelb
  • Geruch erinnert an Obst
  • Geschmack ist leicht pfeffrig
  • Verwechslung mit falschem Pfifferling ohne Pfeffergeschmack
Pfifferling, Cantharellus
Pfifferling, Cantharellus

Steinpilz

Nicht nur unter passionierten Pilzsammlern ist der Steinpilz bekannt, auch wer Pilze im Supermarkt kauft, kennt den schmackhaften Pilz, der im hiesigen Wald heimisch ist. Er ist auch unter weiteren Namen bekannt wie zum Beispiel Dobberniggl, Steini, Herrenpilz oder Beisserl. Der Steinpilz, von dem es sieben Arten gibt, die genieß- und essbar sind, findet sich zwischen Juni und Oktober bevorzugt unter Fichten im Wald. Er lebt gerne in Symbiose mit Pfefferröhrling, Fliegenpilz oder Mehlräsling. An den folgenden Eigenschaften lässt sich der Steinpilz einfach erkennen:

  • brauner Hut bis 22 cm breit
  • marmorierter brauner Stiel bis zu 20 cm hoch
  • riecht angenehm nach Pilz
  • milder Geschmack
  • auch roh genieß- und essbar
  • Verwechslungsgefahr mit dem Gallenröhrling
gemeiner Steinpilz, Boletus edulis
gemeiner Steinpilz, Boletus edulis
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