Hibiskus überwintern – der beste Standort und Winterschutz

Hibiskus richtig überwintern

Der Hibiskus, auch Roseneibisch genannt, fasziniert insbesondere mit seinen wunderbaren Blüten. Bei uns muss Hibiscus rosa-sinensis unbedingt im Kübel kultiviert werden, da er, im Gegensatz zum Garteneibisch, nicht winterhart ist. Da die Pflanze sehr kälteempfindlich ist, endet die Freiluftsaison spätestens Mitte Oktober, wenn die Temperaturen unter 15 Grad Celsius fallen. Das richtige Winterquartier für den Hibiskus ist nicht ganz einfach zu finden, aber die Pflanze bedankt sich für die gute Winterpflege mit üppigen Blüten im nächsten Jahr.

Richtiger Standort

Der Hibiskus mit seinen wunderschönen Blüten ist nicht nur die Nationalpflanze von Hawaii, sondern auch eine hochspezialisierte Pflanze, die in der ganzen Welt verbreitet ist. Ursprünglich stammt die Pflanzenfamilie aus den Tropen. Daher ist es wenig überraschend, dass sie sehr empfindlich auf kältere Temperaturen reagiert.

Auch mag der Roseneibisch Standortveränderungen nicht besonders bis gar nicht. Seinen „Ärger“ darüber zeigt er uns, indem er die Blätter verliert, und dann leider auch das Blühen einstellt. Damit Hibiscus rosa-sinensis mit seinem Winterquartier richtig zufrieden ist, sollte das Winterquartier warm sein.

  • Temperatur: mindestens um 15 Grad Celsius
  • heller Platz
  • Wintergarten ist ideal

Da natürlich nicht jeder einen Wintergarten besitzt, muss in den eigenen vier Wänden ein anderer Platz gefunden werden. Da die wunderbar blühende Pflanze ihre Winterruhe braucht, sind beheizte Räume, wie das Wohnzimmer, nicht als Winterquartier geeignet. Als Alternative bieten sich kühlere Räume in der Wohnung oder ein „warmes“ Treppenhaus an.

Hibiskus braucht das richtige Winterquartier

Achten Sie beim Standort zusätzlich auf:

  • Helligkeit
  • am besten Fensterplatz suchen
  • pralle Sonne vermeiden
  • Nähe von Heizkörpern vermeiden

Tipp: Halten Sie das Fenster möglichst von Gardinen, Rollos oder anderen Verdunkelungen frei.

Richtiger Zeitpunkt

Da der Roseneibisch Standortwechsel leider nur sehr schlecht verträgt, sollten Sie ihm den Übergang von Draußen nach Drinnen so leicht wie möglich machen. Um allzu große Temperaturschwankungen zu vermeiden, bringen Sie die Pflanze mitsamt Kübel am besten bereits Anfang Oktober ins warme Winterquartier. Das hat zudem den Vorteil, dass es keine allzu großen Lichtunterschiede zwischen Balkon und Winterquartier gibt. Je nach Witterung können Sie mit der Freiluftsaison für Hibiscus rosa-sinensis auch schon früher beginnen. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn die Temperaturen draußen so um die 15 Grad Celsius betragen.

Tipp: Wenn Sie sich bei der Entwicklung der Temperaturen unsicher sind, holen Sie die Pflanze lieber schon etwas früher ins Innere.

Die Freiluftsaison beginnt, je nach Witterung, in der zweiten Aprilhälfte oder nach den Eisheiligen Mitte Mai. Wie im Winterquartier sollten die Temperaturen zumindest am Tag über 10 Grad Celsius liegen. Damit sich die Pflanze wieder an die Sonne gewöhnt, geben Sie ihr zum Akklimatisieren für ein paar Tage erst einmal ein schattigeres Plätzchen. Am besten starten Sie die Freiluftsaison an einem warmen, bedeckten Tag. Nach ein paar Tagen des Eingewöhnens kann die Kübelpflanze anschließend an seinen Sommerstandort im Freien umziehen.

Hibiskus mit orange-gelber Blütenfarbe

Pflege im Winter

Pflege im Winterquartier

Nicht nur der richtige Standort ist für die kälteempfindliche Pflanze im Winter wichtig. Sie braucht während der Winterruhe auch etwas Pflege. Grundsätzlich gehört die Hibiskuspflanze zu den immergrünen Pflanzen, d.h., ihre Blätter fallen nicht ab und vereinzelt entwickelt sie auch neue Blätter.

Daher sollten Sie den Hibiscus rosa-sinensis:

  • wenig gießen
  • alle zwei Wochen oder einmal im Monat
  • geringe Wassermengen geben
  • Pflanze darf nicht vollständig austrocknen
  • nicht düngen
  • regelmäßig auf Schädlinge überprüfen

Bitte nicht vergessen: Vor der Winterruhe sollten Sie Verblühtes und abgestorbene Triebe abschneiden.

Tipp: Die Menge der Wassergabe richtig sich neben der Größe auch nach der Anzahl der Blätter. Es gilt: Je mehr Blätter, desto mehr Wasser braucht die Pflanze.

Hibiskus ist eine kälteempfindliche Pflanze

Schädlingsbefall

Schädlinge während der Winterruhe

Hibiscus rosa-sinensis ist nicht nur beim Menschen, sondern leider auch bei Blattläusen sehr beliebt. Damit die lästigen Schädlinge sich während der Winterruhe erst gar nicht ausbreiten können, überprüfen Sie den Roseneibisch auf Befall, bevor Sie ihn nach Drinnen holen. Haben sich Blattläuse eingenistet, schneiden Sie die befallenen Triebe ab.

Spinnmilben sind weitere, ebenso lästige Schädlinge. Sie nisten sich sehr gerne während der Überwinterung ein und überziehen den Roseneibisch mit einem weißen Gespinst. Haben Spinnmilben die Pflanze befallen, ergreifen Sie sofort Gegenmaßnahmen. Am besten ist es, die lästigen Milben mit Feuchtigkeit zu vertreiben. Sprühen Sie die Pflanze dafür mit Wasser ein. Kleinere Exemplare können auch in der Badewanne oder in der Dusche „geduscht“ werden. Bitte im Anschluss Wanne oder Dusche reinigen.

Vorbeugend sollten Sie das Winterquartier an frostfreien Tagen lüften. Achten Sie darauf, dass die Pflanze keine Zugluft bekommt.

Hibiskus mit gelber Blütenfarbe

Tipp: Ist die Spinnmilben-Plage bereits weit fortgeschritten, hilft meistens nur mehr die chemische Keule. Wenn es die Größe der Pflanze zulässt, sprühen Sie den Hibiskus und das Erdreich ein, und stülpen Sie für ein bis zwei Tage durchsichtiges Plastik über die Pflanze und den Kübel. So bleibt die „Giftwolke“ länger erhalten. Um große Pflanzen von den Schädlingen zu befreien, sollten Sie alle befallenen Pflanzenteile großzügig abschneiden. Mit etwas Glück treibt der Hibiskus im Frühjahr wieder aus.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Schädlingsbefall beim Überwintern sind:

  • zweimal pro Woche kontrollieren
  • besonders auf die Blattunterseiten achten
  • befallene Pflanzen isolieren
  • sorgen Sie zudem für ausreichend Feuchtigkeit beim Überwintern, sie hält Schädlinge fern
  • dazu besprühen Sie die Hibiskusblätter regelmäßig mit möglichst kalkfreien Wasser
  • hängen Sie Luftbefeuchter am Heizkörper auf
  • stellen Sie einen Luftbefeuchter in der Nähe der Pflanze auf

Keller Überwinterung

Überwintern im Keller

Findet sich für die Hibiskuspflanze in den Wohnräumen kein geeignetes Plätzchen, kann sie auch im Keller überwintern. Ideal ist das nicht, aber als Lösung vertretbar. Es kommt auf den Keller an. Damit er auch dort den Winter gut übersteht, sollte der Keller folgende Eigenschaften haben.

  • Temperatur darf keinesfalls unter 10 Grad Celsius fallen
  • 10 Grad Celsius ist die Temperatur-Untergrenze für den Hibiskus
  • Kellerfenster muss vorhanden sein

Wie bei der Überwinterung im Wintergarten oder in der Wohnung muss der Keller regelmäßig gelüftet werden. Achten Sie auch auf genügend Luftfeuchtigkeit, um Schädlingsbefall zu vermeiden.

Hibiskus als schöne Zimmerpflanze

Zimmerpflanze

Hibiskus als Zimmerpflanze

Wird der Roseneibisch als Zimmerpflanze kultiviert, sollten Sie ihm auch eine Winterruhe gönnen. Grundsätzlich muss die Pflanze dann zum Überwintern nicht umziehen, allerdings sollte die Pflege ein Stück weit verringert werden. Verlängern Sie hierfür die Abstände zwischen den Wassergaben, ohne dass der Ballen komplett austrocknet. Gedüngt wird der Hibiskus nur mehr alle vier bis sechs Wochen, um den erhöhten Nährstoffbedarf bei der warmen Überwinterung auszugleichen.

Als Zimmerpflanze kultiviert, zeigen Hibiskuspflanzen manchmal auch ganz speziellen Eigenheiten. So kann es durchaus vorkommen, dass sie während der eigentlichen Winterruhe bereits zu blühen anfangen. Ist dies der Fall, müssen Sie die richtige Winterpflege nicht verändern. Pflegefehler zeigt Ihnen der Hibiskus durch gelbe Blätter, die abfallen.

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