Hibiskus verliert Blätter/wirft alle Blätter ab: so können Sie ihn retten

Hibiskus verliert Blätter

Egal ob als Zimmerpflanze oder in Einzelstellung im mediterranem Garten, der Hibiskus ist in all seinen Arten ein gern gesehener Gast. Die charakteristischen Blüten, unterstützt durch das üppige Grün der Blätter ist ein traumhafter Anblick, der sich jedes Jahr aufs Neue blicken lässt. Wenn jedoch die Blätter auf einmal in großen Mengen abfallen, besteht Grund zur Sorge, dass es dem Hibiskus nicht gut geht und etwas dagegen unternommen werden muss.

Ursachen

Ursachen für den Blattverlust

Eibisch wird in Deutschland in einer Vielzahl von Arten angeboten, darunter sind wohl am bekanntesten der Garten- und Rosen-Eibisch. Während der Garteneibisch ohne Probleme im Garten zurechtkommt und eigentlich sehr robust, handelt es sich beim Chinesischen Roseneibisch um eine sensible Pflanze, die häufig in den falschen Töpfen und Substraten geliefert wird. Das führt zu zahlreichen Problemen, die sich zuerst in gelblichen und anschließend fallenden Blättern zeigt. Allgemein sind Hibiskus-Arten, die im  Freien gehalten werden können, robuster als die Zimmer-Varianten, doch ist ein heftiger Verlust der Blätter immer mit Vorsicht zu genießen.

Folgende Ursachen sind zu nennen:

  • Trockenheit
  • Staunässe
  • mangelhafte Schnittpflege
  • Standortwechsel
  • Blatt- und Gelbfleckenkrankheit
  • Chlorose
  • Schädlinge

Hibiskus mit Blattverlust

Bitte beachten, nicht immer sind der Verlust und eine gelbliche Färbung sofort ein Grund zur Sorge, denn die Pflanzen verlieren zwischendurch und vor allem im Winter ihre Blätter. Geschieht der Blattverlust jedoch schnell und unvorhergesehen, liegt meist ein Problem vor, das behoben werden muss.

Trockenheit

Nicht austrocknen lassen

Trockenheit ist niemals für Eibisch-Arten zu empfehlen, da die Pflanze schnell beginnt darunter zu leiden. Das liegt an der Wuchsform, die viel Feuchtigkeit benötigt, um die Nährstoffe aus dem Substrat über die Wurzeln bis in die Blätter und Blüten zu leiden. Zu häufige Trockenperioden zeigen sich zuerst im Verlieren der Blüten und Knospen, anschließend gelblich hängenden Blättern, die allmählich abfallen. Es ist wichtig, alle Hibiskus-Arten ausreichend feucht zu halten, um den Wuchs zu unterstützen. Hier gilt: je schneller das Problem erkannt wird, desto geringer ist der Schaden.

Gehen Sie dabei wir folgt vor:

  • überprüfen Sie die Feuchtigkeit des Pflanzsubstrats auf Trockenheit
  • wenn ausschließlich die obere Schicht angetrocknet ist, kann mit weichem Wasser ausreichend gegossen werden
  • falls der Blattverlust stark und die Erde sehr trocken ist, muss ein sofortiger Rückschnitt her, da sich die Pflanze nicht mehr erholen kann
  • nach dem Rückschnitt unbedingt ausreichend gießen
  • Düngen wie gewohnt

Das Gießen der Pflanze sollte im Sommer minimal alle zwei Tage erfolgen, vor allem wenn es warm und trocken ist. Im Winter sollte der Zimmer-Hibiskus nur noch schwach gewässert werden, der Garteneibisch jedoch nicht. Der Rückschnitt ermöglicht der Tropenpflanze, die verlorene Energie aus der Trockenperiode wieder aufzunehmen und in frische Triebe in der kommenden Saison umzuwandeln. Der Schnitt ist aber wirklich nur erforderlich, wenn die Pflanze fast vertrocknet ist.

Hibiskus wirft seine Blätter ab

Staunässe

Staunässe vermeiden

Wie so viele Tropenpflanzen sollte der Eibisch weder zu trocknen oder zu nass gehalten werden. Staunässe ist vor allem schädlich für die Wurzeln. Wenn sich die Blätter gelb färben und drohen, abgeworfen zu werden, überprüfen Sie den Standort im Garten oder den Untersetzer des Topfes auf zu viel Wasser. Durch Staunässe faulen die Wurzeln und die Pflanze verendet, da keine Nährstoffversorgung mehr möglich ist. Bei Staunässe eines Zimmer-Hibiskus gehen Sie wie folgt beschrieben vor.

  • topfen Sie den Hibiskus um
  • entnehmen Sie die Pflanze aus dem Topf
  • entfernen Sie so vorsichtig wie möglich das nasse Substrat um die Wurzeln
  • schneiden Sie dunkle und faulig riechende Wurzeln ab
  • achten Sie darauf, keine hellen Wurzeln zu entfernen, diese benötigt die Pflanze zum Wachsen
  • bereiten Sie einen Topf mit frischem Substrat vor
  • dieser sollte über Ablauflöcher verfügen
  • richten Sie zusätzlich eine Drainage aus Perlit oder Quarzsand am Boden ein
  • setzen Sie nun die Pflanze wieder zurück und gießen Sie regelmäßig und nicht zu viel

Hibiskus bei Staunässe umtopfen

Hinweis: Ist der Standort des Garteneibischs gut gewählt, wird das Gewächs nicht unter Staunässe leiden, da Hibiscus ein weites und dichtes Wurzelnetz anlegt. Dieses nimmt sehr viel Feuchtigkeit auf und entgeht somit der Staunässe.

Standort

Garant für fallende Blätter: falscher Standortwechsel

Hibiskus-Arten sind bekannt dafür, sich schnell an ihren Standort zu gewöhnen und missbilligen einem Wechsel häufig mit dem Abwerfen der Blätter. Dies trifft vor allem auf die Zimmerpflanzen zu, denn der Garteneibisch wird aufgrund seiner Größe und des Wurzelgeflechts äußerst selten umgepflanzt. Wenn Sie den Rosen-Eibisch umstellen müssen, sollte der Standort entweder genauso wie der vorherige Platz sein oder folgende Eigenschaften aufweisen, um den Wuchs der Tropenpflanze zu unterstützen.

  • vollsonnig
  • Mittagssonne vermeiden
  • kühle Zugluft durch Türen, Klimaanlagen oder Fenster vermeiden
  • normale Zimmertemperatur
  • Zimmertemperatur sollte im Winter kühler sein

Schneiden

Falsch oder zu wenig geschnitten

Hibiskus-Arten sollten regelmäßig einem Pflegeschnitt unterzogen werden, damit die zahlreichen, alten Triebe entfernt werden können. Diese finden sich vor allem bodennah und sollten vor allem nach dem ersten Austreiben frischer Triebe ausgelichtet werden. Das bewahrt den Hibiskus davor, zu viel Energie für das alte Holz aufzuwenden, was in einem Nährstoffmangel endet. Aus diesem Grund verfärben sich die Blätter gelb und fallen anschließend ab. Achten Sie beim Auslichten darauf, ausschließlich das alte Gehölz aus dem Vorjahr zu entfernen und nicht die frischen Triebe. An diesen befinden sich nämlich neue Blüten über die Blütezeit im Spätsommer.

Hibiskus verliert Blätter verursacht durch eine Mangelerscheinung

Erkrankung

Die Blatt- und Gelbfleckenkrankheit

Bei der Blatt- und Gelbfleckenkrankheit handelt es sich eigentlich um zwei verschiedene Krankheiten, die sich mit ähnlichen Symptomen präsentieren und beide den Verlust der Blätter zur Folge haben. Die Blattfleckenkrankheit zeigt sich über unregelmäßig auftretende Flecken in einem bräunlichen Farbton. Der Grund hierfür ist ein Pilzbefall, den Sie wie folgt eindämmen.

  • entfernen Sie alle befallenen Blätter auf der Stelle
  • entsorgen Sie diese anschließend im Hausmüll
  • der Kompost zur Entsorgung ist ungeeignet, da der Pilz sich dort vermehren könnte

Die Entsorgung über den Hausmüll ist bei beiden Krankheiten notwendig, da sie nicht ausschließlich Malvengewächse, sondern fast alle Blumen und Gewächse befallen. Die Gelbfleckenkrankheit zeigt sich durch intensiv gelbe Flecken auf den Blättern. Diese stammen von einem Virus, der sich schnell auf andere Pflanzen übertragen könnte, was unbedingt zu vermeiden ist. Gehen Sie dabei wie bei der Blattfleckenkrankheit vor, isolieren Sie die Pflanze aber zusätzlich von anderen Exemplaren. Das ist notwendig, da der Virus sonst auf andere Exemplare übergehen und diese anstecken könnte.

Chlorose

Gegen die Chlorose ankämpfen

Die Chlorose ist ein Eisenmangel beim Hibiskus. Häufig wird dies aufgrund von zu wenig oder den falschen Dünger verursacht. Wählen Sie hierfür einen passenden Qualitäts-Blumendünger, zum Beispiel von Compo, und verabreichen Sie der Pflanze von März bis Oktober wöchentlich Dünger. Ebenso kann die Chlorose auftreten, wenn Zimmer-Hibiskus nicht warm genug ist. Wählen Sie dann einfach einen wärmen Standort für die Pflanze. Garteneibisch kann aufgrund eines Nährstoffmangels an Chlorose leiden, dem mit Rindenmulch entgegengewirkt wird. Dieser versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und ausreichend Feuchtigkeit.

Hibiskus verliert auch Blätter verursacht durch Schädlinge

Schädlinge

Spinnmilben sind gefährlich im Winter

Wenn die Blätter Ihres Rosen-Eibischs durchsichtig und schwach erscheinen und sich Spinnweben unter den Blättern und den Trieben erkennen lassen, dient Ihr Hibiskus Spinnmilben als Nahrungsquelle. Diese Plagegeister ernähren sich von den nährstoffreichen Pflanzensätzen des Hibiscus und entziehen ihm seine Lebenskraft. Spinnmilben treten häufig im Winter auf, wenn die Heizungsluft ein trockenes Raumklima verursacht. Besprühen Sie regelmäßig die Pflanze mit weichem Wasser und bei einem starken Befall, sollten Sie folgendes tun.

  • Pflanze mit Wasser abwaschen
  • Wattestäbchen mit Alkohol betupfen und die Spinnmilben gründlich entfernen
  • anschließend sorgen Sie für kühlere Temperaturen im Raum und eine höhere Luftfeuchtigkeit
  • kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf einen weiteren Befall

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