Hokkaido-Kürbis ernten und trocknen – die beste Erntezeit für Kürbisse

Hokkaido-Kürbis ernten und trocknen

Wenn die Kürbissaison naht, können Hobbygärtner die Ernte der imposanten Früchte kaum noch abwarten. Dabei gehört der Hokkaido-Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen und zugleich den beliebtesten Speisekürbissen. Sowohl im Anbau als auch beim Ernten sind es sehr dankbare und unkomplizierte Gewächse. Mit ihrem leicht nussigen, maronenähnlichen Geschmack und dem saftigen, Faserarmen Fruchtfleisch gelingen leckere Suppen, Desserts und Gemüsevarianten. Auch die Kürbiskerne, getrocknet oder geröstet, verleihen vielen Gerichten den nötigen Biss.

Beste Erntezeit

Beste Erntezeit für den Hokkaido-Kürbis

Bereits im August blitzen die prallen orangefarbenen Früchte durch das üppige grüne Laub. Dennoch beginnt die Erntezeit in der Regel erst im September und reicht bis in den Oktober hinein. Sofern kein Frost vorherrscht, kann gegebenenfalls bis in den November hinein geerntet werden. Wann man genau ernten kann, richtet sich nach dem Zeitpunkt der Aussaat und den vorherrschenden Witterungsbedingungen. Je nach Witterung können diese Kürbisse manchmal auch schon im August erntereif sein. Eine Kürbispflanze bringt immer mehrere Früchte hervor, die unterschiedlich reifen.

Die zu den Winterkürbissen zählenden Hokkaido-Kürbisse sollten immer im vollreifen Zustand abgeerntet werden. Lediglich, wenn es um den Erntezeitraum sehr nass und kalt ist, können sie auch unreif geerntet werden. An einem hellen, trockenen und warmen Standort, bei Temperaturen um die 20 Grad, reifen die Früchte innerhalb der nächsten 2-3 Wochen nach.

Geschmack und Aroma sind bei diesen Früchten jedoch nicht so stark ausgeprägt. Häufige oder andauernde Regenfälle  einige Zeit vor der Ernte können schnell dazu führen, dass die Früchte auf dem Boden zu faulen beginnen und verderben. Um das zu verhindern, ist es hilfreich, sie auf Holzbrettern oder einer dicken Schicht Stroh zu betten.

Hokkaido-Kürbis halbiert

Tipp: Achtet man bei diesen Pflanzen auf gute und weniger gute Pflanznachbarn, kann das durchaus förderlich für den Ertrag sein. So sollte man den Hokkaido-Kürbis nicht mit andern Kürbissorten zusammen pflanzen, wogegen eine unmittelbare Nachbarschaft zu Mais oder Stangenbohnen empfehlenswert ist.

Ernte

Erntereife Früchte erkennen

Es gibt eindeutige Anzeichen dafür, dass ein Hokkaido-Kürbis voll ausgereift ist. Das Bekannteste ist der sogenannte Klopftest. Klopft man mit den Fingerknochen leicht gegen die Schale und nimmt man ein dumpfes, hohles Geräusch wahr, ist der Kürbis reif und kann geerntet werden. Ein weiteres Indiz für die Vollreife ist ein trockener, bräunlich verfärbter, verholzender Stiel. Nicht zu vergessen die intensive orange Färbung der Früchte und eine harte Schale. Sollten sie trotz aller Vorsicht Frost abbekommen haben, sind sie nicht mehr zum Verzehr geeignet und sollten entsorgt werden.

Kürbiskerne aus der Frucht entnehmen

Hokkaido-Kürbis richtig ernten

Je nach dem, welcher Verwendung die Kürbisgewächse nach dem Abernten zugeführt werden sollen, müssen sie auch geerntet werden. Früchte, die für eine längere Lagerung gedacht sind, sollten immer mit Stiel bzw. einem mehrere Zentimeter langen Stielansatz geerntet werden. Dieser sollte dabei möglichst nicht verletzt werden. Entfernt man ihn, dauert es meist nicht lange, bis der Kürbis fault. Bei Kürbissen, die zeitnah verzehrt bzw. verarbeitet werden sollen, spielt der Stiel keine Rolle und kann entfernt werden.

  • vollreife Früchte nie länger als nötig auf dem Beet bzw. an der Pflanze belassen
  • immer zügig abernten
  • anderenfalls könnte es zu Mäuseverbiss kommen
  • oder der Hokkaido-Kürbis beginnt zu faulen
  • am Tag der Ernte sollte es möglichst trocken sein
  • den Kürbis mit einem scharfen Messer etwa 1 cm oberhalb des Stielansatzes abschneiden
  • je länger der Stielansatz an der Frucht, desto besser die Haltbarkeit
  • den Kürbis beim Ernten nicht verletzen oder beschädigen
  • auch Druckstellen vermeiden
  • beschädigte Früchte für eine längere Lagerung nicht geeignet
  • eingetrocknete Blütenansätze können am Kürbis bleiben

Hokkaido-Kürbis, wann kann er geerntet werden

Tipp: Je intensiver die Färbung eines Hokkaido-Kürbisses ist, desto ausgeprägter sind Geschmack und Aroma und desto vitaminreicher ist er. Im Gegensatz zu vielen anderen Kürbissorten kann der Hokkaido mit Schale verzehrt bzw. verarbeitet werden.

Kürbiskerne trocknen

Von diesen Kürbissen muss in der Regel nichts weggeworfen werden, denn selbst die Kerne sind für den Verzehr geeignet. Sie können getrocknet, geröstet oder gesalzen werden, Salaten, Müsli und anderen Gerichten eine besondere Note verleihen oder als kleine Knabberei und Backzutat herhalten. Wie das Fruchtfleisch haben auch sie ein nussiges Aroma und verfügen zudem über viele wertvolle Inhaltsstoffe.

Nachdem man den Kürbis halbiert hat, lassen sich die Kerne samt Kerngehäuse relativ leicht mit einem Löffel entnehmen. Anschließend entfernt man die anhaftenden Reste vom Fruchtfleisch und spült die Kerne, am besten in einem Sieb, unter fließendem Wasser ab. Danach breitet man sie auf einem Küchentuch oder einem anderen saugfähigen Tuch aus und befreit sie durch leichtes Rubbeln von noch anhaftenden Fleischfasern.

Nun können sie im Backofen getrocknet werden. Dazu den Ofen auf 180-200 Grad vorheizen und die Kürbiskerne auf einem Blech mit Backpapier ausbreiten. Für eine optimale Trocknung sollte zwischen den Kernen ausreichend Platz sein, sodass sie sich nicht berühren.

Kürbiskerne trocknen

Nun das Blech mit den Kernen zum Trocknen für etwa 20 Minuten in den Ofen und nach der Hälfte der Zeit die Kerne wenden. Nach der Backzeit aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Sind die Kürbiskerne abgekühlt, kann man sie gut mit den Fingern aufknacken und sie ähnlich, wie Sonnenblumenkerne von der Schale bzw. Hülse befreien. In einem verschließbaren Behälter können die getrockneten Kerne dann an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt und je nach Bedarf verwendet werden.

Lagerung

Haltbar machen/Lagern

Hokkaido-Kürbisse sind grundsätzlich mehrere Monate lagerfähig. Eine über drei Monate hinausgehende Lagerdauer geht in der Regel zulasten der Qualität.

  • Exemplare, die gelagert werden sollen, dürfen keine Beschädigungen aufweisen
  • sie müssen komplett unversehrt sein
  • auch der Stiel sollte noch an der Frucht und unbeschädigt sein
  • immer nur voll ausgereifte Früchte einlagern
  • Lagerraum bzw. Aufbewahrungsort sollte gut belüftet und trocken sein
  • optimal sind Temperaturen zwischen 10 und 14 Grad
  • hängende Aufbewahrung in einem Netz empfehlenswert

Ist eine hängende Aufbewahrung nicht möglich, kann man den Hokkaido-Kürbis auch in Holzstiegen oder auf Holzpaletten lagern. Wie beim Trocknen der Kerne sollten auch die Früchte selbst nicht übereinander geschichtet, sondern immer nebeneinanderliegend gelagert werden, um Druckstellen und Fäulnisbildung zu vermeiden.

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