Hühnerrassen


Die Haltung von verschiedenen Hühnerrassen im eigenen Garten liegt voll im Trend. Kein Wunder: Man erhält nicht nur jeden Tag frische Frühstückseier, sondern kann sie auch an dem quirligen Treiben der Hühner erfreuen.

Auswahl und Systematik

Allein in Deutschland sind rund 180 Hühnerrassen bzw. Hühnerarten offiziell anerkannt. Darunter befinden sich allerdings jede Menge Exoten, die zum Teil nur noch von einem einzigen Züchter gezüchtet werden oder bereits ausgestorben sind. Bei unserer Auswahl haben wir ausschließlich auf Rassen gesetzt, die relativ einfach zu bekommen sind. Darüber hinaus war uns wichtig, dass die Haltung der Tiere weitgehend unkompliziert ist. Sogenannte Hybridrassen, die alleine auf eine möglichst große Legeleistung hin gezüchtet wurden, haben wir von vorne herein ausgeschlossen. Alle Angaben zum Gewicht und zur Legeleistung sind Durchschnittswerte, die nur einen ungefähren Anhalt geben sollen. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass die Legeleistung mit zunehmendem Alter der Hühner naturgemäß abnimmt.

Tipp: Küken oder Jungtiere kauft man am besten direkt beim Züchter. Informationen dazu liefern Geflügelzüchtervereine oder auch Geflügelschauen bzw. Geflügelmärte, die regelmäßig im Land stattfinden.

Rassen von A – C

Ancona

  • Gewicht: 2 kg (Henne), 3 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: cremefarben
  • Eiergewicht: 50 g
  • Legeleistung: 220 Eier pro Jahr
  • Wesen: umtriebig, quirlig
Ancona Huhn
Quelle: Stanley Howe, Free range hen at Glencat – geograph.org.uk – 869918, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 2.0

Es gab Zeiten, da sah man in den Ancona-Hühnern die beste Legerasse überhaupt. Kein Wunder: Bei einem sehr geringen Eigengewicht bringt es eine Henne immerhin auf bis zu 220 Eier im Jahr. Das war allerdings, bevor hochgezüchtete Hybridrassen zur Verfügung standen. Heute sind die Ancona noch auf Bauernhöfen und bei Selbstversorgern zu finden, spielen für die professionelle Eierproduktion aber praktisch keine Rolle mehr. Dabei sind die umtriebigen Tiere in der Haltung sehr anspruchslos, wenn sie einen großen Auslauf haben. Lediglich mit Kälte kommen sie nicht besonders gut zurecht. Für den Winter benötigen sie deshalb unbedingt einen warmen Stall.

Araucana

  • Gewicht: 1,6 bis 2 kg (Henne), 2 bis 2,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: grün
  • Eiergewicht: 50 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: zutraulich, robust
Araucana Huhn
Quelle: Ickemitder45, Aracuana Hahn, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Die Araucana Hühner sind einige der wenigen Hühnerrassen, die grüne Eier legen. Man sagt, grüne Eier sind gesünder, da sie weniger Cholesterin enthalten. Das ist so allgemein nicht richtig und trifft nur auf sehr wenige einzelne Eier zu. Mit der grünen Farbe lässt sich also vor allem optisch punkten. Die ursprünglich in Chile beheimateten Araucana können ausgesprochen zahm, ja zutraulich werden. In der Haltung sind sie damit absolut unkompliziert und sehr pflegeleicht. Da sie über einen prächtigen Feder-Kopfschmuck verfügen, sollten sie jedoch nicht mit breiiger Nahrung gefüttert werden, um ein Verkleben zu vermeiden.

Australorp

  • Gewicht: 2 bis 2,5 kg (Henne), 3 bis 3,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: braun
  • Eiergewicht: 55 g
  • Legeleistung: 200 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, zutraulich
Australorp Huhn
Quelle: JTdale, Australorp Rooster, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 3.0

Der Name deutet es bereits an: Die Australorp kommen ursprünglich aus dem heißen Australien. Erstaunlicherweise gehören sie dennoch zu den Hühnerarten, die mit Kälte sehr gut zurechtkommen – jedenfalls mit der Kälte wie sie in der Regel bei uns im Winter herrscht. Die Australorp sind unkompliziert und eignen sich auch deshalb perfekt für Anfänger in der Hühnerhaltung. Sie werden meist auch sehr zutraulich und lassen sich ohne Probleme anfassen. Ach ja: Zu den Besonderheiten dieser Rasse gehört übrigens, dass sich sowohl Als- als auch Junghähne untereinander vertragen, wenn genügend Platz zur Verfügung steht.

Barnevelder

  • Gewicht: 2,5 bis 2,7 kg (Henne), 3 bis 3,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: braun
  • Eiergewicht: 65 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, zutraulich, robust
Barnevelder Huhn
Quelle: PaulsRarePoultry Paul Pleece, Barnevelder-18, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Barnevelder gehören zu den mittelgroßen Hühnerrassen. Sie sind sehr umgänglich und können zudem auch erstaunlich zutraulich werden. Typischerweise fliegen die Barnevelder nicht besonders gern. Sie sind dennoch sehr beweglich und ausgezeichnete Springer. Bei Freilandhaltung muss deshalb eine ausreichend hohe Umzäunung vorhanden sein. Das Gelände sollte außerdem nicht zu klein sein, muss aber auch keine übermäßige Größe aus sein. Die sehr sanften Tiere lassen sich übrigens ausgezeichnet mit anderen Hühnerarten zusammenhalten, ohne dass es zu Konflikten und Kämpfen kommt.

Brahma

  • Gewicht: 3 bis 4 kg (Henne), 3,5 bis 5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: gelb-rot
  • Eiergewicht: 53 g
  • Legeleistung: 140 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, prachtvoll, robust
Brahma Huhn
Quelle: Frank Vincentz, Saerbeck – Wildfreigehege Nöttler Berg – Brahma 03 ies, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Bei den Brahma handelt es sich tatsächlich um Legehühner und nicht um Zierhühner. Ihr prachtvolles Federkleid und die Federfüße irritieren da etwas. Brahma gehören eindeutig zu jenen Hühnerrassen, die optisch viel hermachen. Die Haltung ist relativ unkompliziert. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, dass die Tiere keinem Stress ausgesetzt sind. Mit dem kommen sie nämlich nicht gut zurecht. Eine möglichst ruhige Lage für das Auslaufgelände und den Stall ist deshalb sehr empfehlenswert. Bei Gefahr ergreifen Brahma-Hühner übrigens nicht die Flucht, sondern verharren still und sehen der Bedrohung relativ gefasst ins Auge.

Brakel

  • Gewicht: 1,75 bis 2,25 kg (Henne), 2,25 bis 2,75 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: weiß
  • Eiergewicht: 55 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: scheu, aber robust
Brakel Huhn
Quelle: Wouter Hagens, Zilverbrakel E, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Es gibt Hühnerarten, die nie richtig zutraulich werden und den Menschen immer eine gewisse Skepsis entgegenbringen. Die Brakel Hühner gehören da eindeutig dazu. Sie lassen sich in der Regel nicht oder nur sehr ungern anfassen. Ansonsten sind die Tiere aber weitgehend unkompliziert. Und weil sie auch noch sehr robust und unempfindlich sind, eignen sie sich ausdrücklich auch für Anfänger. Sie benötigen einen Auslauf von mittlerer Größe – und der sollte auf jeden Fall großzügig umzäunt oder gar mit einem Dach versehen sein. Denn: Brakel Hühner sind exzellente Flieger und erheben sich liebend gerne in die Lüfte.

Rassen von D – H

Deutsches Lachshuhn

  • Gewicht: 2,5 bis 3,25 kg (Henne), 3 bis 4 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: weiß
  • Eiergewicht: 60 g
  • Legeleistung: 160 Eier pro Jahr
  • Wesen: robust, unkompliziert
Deutsches Lachshuhn
Quelle: —Xocolatl, Wilhelma Deutsches Lachshuhn, bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0

Das Deutsche Lachshuhn macht währenddessen optisch einiges her. Das hat zum einen mit seinen lachsfarbenen Farbschlägen zu tun aber auch mit seinen Federfüßen. Mittlerweile spielt die Optik beim Lachshuhn aber eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, dass es sowohl als Legehuhn als auch als Fleischlieferant genutzt werden kann. Das Fleisch weist eine strahlend weiße Farbe auf und gilt als äußerst schmackhaft. Haben die Lachshühner jedoch nicht genügend Auslauf, neigen sie extrem stark zur Verfettung. Sie sind darüber hinaus robust, sollten aber bei extrem schlechtem bzw. kaltem Wetter unbedingt in einem Stall untergebracht werden. Das Deutsche Lachshuhn eignet sich explizit auch für Anfänger.

Dorking

  • Gewicht: 2,5 bis 3,5 kg (Henne), 3,5 bis 4,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: weiß
  • Eiergewicht: 55 g
  • Legeleistung: 140 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, robust, unkompliziert
Dorking Huhn
Quelle: 3268zauber, Dorking Henne, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Dorking Hühner werden seit mehr als 2000 Jahren auf den britischen Inseln gehalten. Da das Wetter dort bekanntermaßen häufig stürmisch und regnerisch ist, sind die Tiere auch extrem robust und widerstandsfähig. Da sie zudem ausgesprochen bewegungsfreudig sind, benötigen sie unbedingt einen Auslauf, der auf jeden Fall eine Mittler Größe aufweist. Haben sie zu wenig Auslauf, neigen die Dorking Hühner schnell zur Verfettung. Bei ihnen handelt es sich übrigens um eine der wenigen Hühnerrassen, die auch im Winter zuverlässig Eier legen. Allerdings muss man dann mit einer geringeren Legeleistung rechnen.

Dresdner

  • Gewicht: 2 bis 2,25 kg (Henne), 2,75 bis 3 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: gelb-braun
  • Eiergewicht: 60 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: sehr zutraulich, widerstandsfähig
Dresdner Huhn
Quelle: Jörg Erich, Zwerg Dresdner (Henne), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Auch die Dresdner Hühner gehören zu den Hühnerarten, die man für gewöhnlich als Winterleger bezeichnet. Sie stellen also während der kalten Jahreszeit das Eierlegen nicht ein. Die Legeleistung reduziert sich dabei nur geringfügig. Kälte und Nässe können den sehr robusten Tieren nichts oder nur sehr wenig anhaben. Mit den in unseren Breiten üblichen Wetterkapriolen kommen sie jedenfalls sehr gut zurecht. Auch ohne viel Bewegung sind Dresdner Hühner exzellente Futterverwerter und setzen nicht leicht Fett an. Ein eher kleines Gelände reicht für sie deshalb vollkommen aus. Typischerweise werden die Dresdner sehr zutraulich und suchen auch den Kontakt zum Menschen. Auch deshalb dürfen sie als völlig unkompliziert und friedlich eingestuft werden.

Hamburger

  • Gewicht: 1 bis 2 kg (Henne), 1,5 bis 2 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: weiß
  • Eiergewicht: 55 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: scheu, lebhaft, robust
Hamburger Huhn
Quelle: Joe Mabel, Cory’s chickens 10 – Silver Spangled Hamburg cockerel (28667803622), bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Hamburger Hühner sind alles andere als ruhig. Im Gegenteil: Sie sind extrem aktiv, ja quirlig, und kommen nur höchst selten wirklich zur Ruhe. Sie müssen sich unbedingt viel bewegen. Ein großer oder gar unbegrenzter Auslauf ist für diese Hühner deshalb dringend angeraten. Da sie zudem sehr flugfreudig sind und gerne mal auch in Bäumen übernachten, sollte man ihnen diese Freiheit auch gönnen. Man muss sich im Übrigen keine Sorgen machen, dass die Tiere nicht zurückkommen. Sie sind einerseits zwar sehr scheu, wissen aber andererseits auch ganz genau, wo es Futter gibt. Wer Hamburger Hühner halten möchte, sollte somit unbedingt schon etwas Erfahrung in der Hühnerhaltung haben.

Rassen von J – N

Jersey Giant

  • Gewicht: 3,6 bis 4,5 kg (Henne), 4,5 bis 5,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: braun
  • Eiergewicht: 60 g
  • Legeleistung: 170 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, zutraulich
Jersey Giant Huhn
Quelle: DanielPenfield, OntarioCountyFair2018JerseyGiantCockerel, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Für Jersey Giant Hühner muss vom Stall bis hin zum Auslauf alles etwas größer sein. Die ursprünglich aus den USA stammenden Giganten gehören ohne Wenn und Aber zu den großen Hühnerrassen und brauchen deshalb auch viel Platz. Dazu passt, dass sie auch noch zu den sehr bewegungsfreudigen Hühnerarten gezählt werden können. Wenn die Tiere nicht gerade schlafen, brüten oder Eier legen sind sie eigentlich permanent aktiv. Jersey Giant Hühner sind hervorragende Fleischlieferanten, können sich aber auch mit ihrer Legeleistung durchaus sehen lassen. Außerdem sind es extrem friedliche Tiere, die schnell zutraulich werden und sich auch gerne anfassen lassen.

La Flèche

  • Gewicht: 2,5 bis 3 kg (Henne), 3 bis 4 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: weiß
  • Eiergewicht: 70 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: scheu, sehr lebhaft
La Flèche Huhn
Quelle: Édouard Hue, Poule de La Flèche, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

La Flèche Hühner werden gerne auch als Teufelshühner bezeichnet. Der Grund dafür ist einerseits ihr hörnerförmiger Kamm, der an die Hörner des Teufels erinnern soll. Andererseits sind die Tiere meist durchgehend schwarz gefiedert. Die Teufelshühner weisen aber auch ein Verhalten auf, dass man bis zu einem gewissen Grad durchaus als wild bezeichnen darf. Sie sind auf jeden Fall sehr quirlig und bewegungsfreudig. La Flèche Hühner bleiben dem Menschen gegenüber ein Leben lang sehr reserviert. Es handelt sich bei ihnen um ausgesprochen scheue und vorsichtige Tiere. Da sie außerdem sehr gute Flieger sind, sollte bei Freilandhaltung ein Zaun mit einer Mindesthöhe von zwei Metern angebracht werden.

Leghorn

  • Gewicht: 1,7 bis 2,2 kg (Henne), 2 bis 2,7 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: weiß
  • Eiergewicht: 60 g
  • Legeleistung: 220 Eier pro Jahr
  • Wesen: sehr robust
Leghorn Huhn
Quelle: Bodlina, Leghorn cockerel and hen, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 3.0

Leghorn Hühner sind typische Landhühner. Sie werden war durchaus zahm, lassen sich aber nie besonders gerne anfassen. Mit einer Legeleistung von 220 Eiern im ersten Jahr sind die Hennen ausgesprochen effektive Eierproduzenten. Die Hähne indes eignen sich hervorragend als Tafelhühner. Leghorns sind bewegungsfreudig und gute Flieger. Wenn sie die Möglichkeit dazu haben, verlassen sie ihre angestammte Freilauffläche gerne mal und übernachten dann in den naheliegenden Bäumen. Leghorn Hühner sind zwar sehr robust, allerdings verträgt weder ihr Kamm noch ihr Kehllappen große Kälte.

Niederrheiner

  • Gewicht: 2,5 bis 3 kg (Henne), 4,5 bis 4 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: gelb-braun
  • Eiergewicht: 55 g
  • Legeleistung: 200 Eier pro Jahr
  • Wesen: ausgesprochen friedlich, gemütlich
Niederrheiner Huhn
Quelle: Michi012, Niederrheiner Gelbsperber 03, bearbeitet von Plantopedia, CC BY-SA 4.0

Auch die Niederrheiner Hühner müssen bei den ländlichen Hühnerrassen eingestuft werden. Sie gehören folglich zu den Hühnerarten, die nicht nur jede Menge Eier, sondern auch leckeres Fleisch liefern. Niederrheiner haben indes in ihrer langen Zuchtahnenreihe tatsächlich einige extrem schwere Arten. Bis heute sind die Tiere ausgesprochen füllig. Das hat natürlich Auswirkungen auf ihr Verhalten: Sie sind eher gemütlich, nicht sonderlich bewegungsfreudig und allgemein sehr friedlich. Dazu passt, dass sie praktisch nie fliegen, obwohl sie es könnten. Und ja, Niederrheiner Hühner werden sehr schnell handzahm.

Rassen von O – Z

Plymouth Rock

  • Gewicht: 2,5 bis 3 kg (Henne), 3 bis 3,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: gelb-braun
  • Eiergewicht: 55 g
  • Legeleistung: 180 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, sehr zutraulich
Plymouth Rock Huhn
Quelle: Noelle, Barred Plymouth Rock Hen 002, bearbeitet von Plantopedia, CC BY 2.0

Plymouth Rock Hühner sind so etwas wie die idealen Familienhühner. Sie lassen sich erstaunlich leicht zähmen und suchen anschließend auch regelmäßig Kontakt zum Menschen. Aggressivität scheint ihnen weitgehend unbekannt zu sein. Die Hennen sind extrem fleißige Futtersucher, die mehr oder weniger den ganzen Tag mit Picken beschäftigt sind. Die Haltung der Tiere ist absolut unkompliziert. Eine kleine Einfriedung reicht bereits aus, um sie im Freien halten zu können. Allerdings sollte der obere Teil der Einfriedung nicht mit einer Stange oder eine Leiste abgeschlossen sein, da es sich die Tiere sonst dort gemütlich machen und eventuell sogar flüchten.

Sundheimer

  • Gewicht: 2 bis 2,5 kg (Henne), 3 bis 3,5 kg (Hahn)
  • Eierfarbe: braun
  • Eiergewicht: 60 g
  • Legeleistung: 200 Eier pro Jahr
  • Wesen: friedlich, zutraulich
Sundheimer Huhn
Quelle: Xocolatl, Wilhelma Sundheimer Gruppe, bearbeitet von Plantopedia, CC0 1.0

Auch Sundheimer Hühner sind perfekt als Familienhühner geeignet. Sie sind nicht nur friedlich und zutraulich, sondern lassen sich auch gerne streicheln. Mitunter werden sie deshalb auch in Streichelzoos gehalten. Es handelt sich um eine mittelschwere Rasse, die nicht unbedingt bewegungsfreudig ist aber auch kaum mehr fliegen kann. Ganz allgemein kann man sagen, dass Sundheimer ausgesprochen unkompliziert in der Haltung sind. Etwas Pflege benötigen lediglich ihre prachtvollen Federfüße. Sie sollten ab und an gereinigt werden, damit sich dort im Gefieder keine Parasiten einnisten können.