Immergrüne Heckenpflanzen – die besten 10 Arten

Buchsbaum

Kaum eine Gartenpflanze ist so beliebt und nützlich wie immergrüne Heckenpflanzen. Als einerseits preiswerter und andererseits langlebiger Sichtschutz erfüllen immergrüne Heckenpflanzen ihren Nutzen hervorragend. Allerdings gibt es auch einen Nachteil, die Hecke muss regelmäßig in Form gebracht werden. Außerdem ist je nach Pflanzenart eine Menge Geduld nötig, bis der Sichtschutz vollkommen dicht ist.

Folgende zehn immergrüne Heckenpflanzen sind besonders unkompliziert zu pflegen und eignen sich hervorragend für den Garten:

Die immergrüne Eibe

Zu den langlebigsten Heckenpflanzen überhaupt gehört die Eibe. Sie kann ein stolzes Alter von bis zu 1000 Jahren erreichen. Ihre Höhe beträgt zwischen einem und vier Metern, ihr Standort sollte nicht übermäßig ausgetrocknet sein. Die Heckenpflanze ist immergrün und fühlt sich sowohl im Schatten, als auch in der Sonne wohl.

Selbst ein durchwurzelter Boden schadet der Eibe nicht, sie ist sehr anspruchslos hinsichtlich ihres Standorts. Ihr Wachstum ist recht gering, so dass nur einmal pro Jahr geschnitten werden muss. Die an der Eibe ausgebildeten Früchte können verzehrt werden, ansonsten ist die Eibe aber giftig. Die Heckenpflanze ist winterhart und verträgt bereits den ersten Winter nach Setzung ohne Probleme.

Vorteile der Eibe:

  • sehr langlebig
  • frosthart und winterhart
  • sehr gut schnittverträglich
  • sehr anspruchslos bezüglich des Standorts

Nachteile der Eibe:

  • sehr langsames Wachstum, es dauert lange bis Sichtschutz gewährt wird
  • Pflanzenteile sind bis auf die Früchte hochgiftig

Eiben können 1000 Jahre alt werden

Der immergrüne Lebensbaum

Mit einer Höhe von zwei bis vier Metern ist der Lebensbaum eine gute Wahl für jeden Garten. Die Pflanze ist sehr frosthart und trotz Wind und Wetter. Als Standort wird ein mäßig feuchter, sehr humusreicher Boden gebraucht. Die Heckenpflanzen sind im Einkauf günstig und können im Frühjahr jederzeit ausgepflanzt werden.

Der Lebensbaum wächst schnell, so dass es nur wenige Jahre dauert, bis eine dichte Sichtschutzwand errichtet wurde. Durch den schnellen Wuchs ist es jedoch nötig zweimal pro Jahr zu schneiden.

Vorteile des Lebensbaumes:

  • preiswert in der Anschaffung
  • schneller Wuchs und schneller Sichtschutz
  • äußerst winterhart, kommt auch gut mit Wind klar

Nachteile des Lebensbaumes:

  • gilt als Friedhofspflanze
  • ist relativ empfindlich gegenüber Trockenheit und Staunässe
  • anfällig für Pilzkrankheiten
  • verträgt keinen starken Rückschnitt

Thuja-Hecke richtig schneiden

Die Scheinzypresse

Optisch unterscheiden sich Scheinzypresse und Lebensbaum nur wenig. Auch die Zypressenart ist immergrün und extrem frosthart. Sie eignet sich für Hecken von bis zu vier Metern Höhe und braucht einen ausreichend feuchten Boden. Es gibt zahlreiche Untersorten der Scheinzypresse.

Ein Rückschnitt pro Jahr ist erforderlich, starke Schnitte werden jedoch kaum toleriert.

Vorteile der Scheinzypresse:

  • aufrechter Wuchs bis zu vier Meter hoch
  • kann sonnig und halbschattig stehen
  • zahlreiche, verschiedene Sorten in unterschiedlichen Farbtönen
  • nur ein Rückschnitt pro Jahr erforderlich

Nachteile der Scheinzypresse:

  • verträgt nicht so gut Wind wie der Lebensbaum
  • mag keinen Standort in voller Sonne

Die Scheinzypresse benötigt feuchten Boden

Der Kirschlorbeer

Aus der Gattung der Kirschen und Pflaumen stammt der Kirschlorbeer, welcher als Strauch immergrün ist und sich als Heckenpflanze eignet. Die Wuchshöhe beträgt maximal zwei Meter. Kirschlorbeer hat keine Probleme mit Trockenheit, er kann in nahezu jeden Boden gepflanzt werden. Sowohl ein Standort in voller Sonne, als auch ein Platz im Schatten sind für diese Pflanze akzeptabel.

Durch das breite Wachstum dieser Heckenpflanzen ist ein jährlicher Schnitt mit einer Handheckenschere erforderlich.

Vorteile des Kirschlorbeer:

  • unkompliziert bei der Wahl des Standorts
  • kann auch in Wurzelgeflechten anderer Bäume wachsen
  • bietet eine mediterrane Optik
    Nachteile des Kirschlorbeer:
  • braucht jährlich einen Schnitt mit der Handschere
  • ist empfindlich gegen Frost bei sonnigen Wintertagen
  • als Sichtschutz eignen sich nicht alle Arten

Kirschlorbeer wächst sehr schnell

Die immergrüne Stechpalme

Zu den eher flachen Heckenpflanzen gehört die immergrüne Stechpalme. Sie eignet sich für Hecken von einer Höhe bis zu zwei Metern und braucht einen halbschattigen, humusreichen Boden. Die Heckenpflanzen sind nicht besonders winterhart und sollten daher in kalten Regionen nicht verwendet werden. Insbesondere die buntblättrigen Arten sind kaum frosthart und können in kalten Wintern Schaden nehmen.

Die immergrüne Stechpalme wächst relativ langsam und es dauert einige Jahre, bis ein zuverlässiger Sichtschutz entstanden ist. Der Vorteil daran ist, dass sich die Schnittarbeit in Grenzen hält.

Vorteile der immergrünen Stechpalme:

  • brauchen nur einen Schnitt im Jahr
  • wirken sehr dekorativ durch bunte Blätter und Früchte
  • vertragen Halbschatten ohne Probleme

Nachteile der immergrünen Stechpalme:

  • langsamer Wuchs, lange Dauer bis Sichtschutz aufgebaut ist
  • wird oft Opfer der Minierfliege, die sich kaum bekämpfen lässt
  • ist nicht ausreichend frosthart und kann im Winter Schäden erleiden

Die Stechpalme ist nicht winterhart

Der Liguster

Zu den sehr robusten Hecken Arten gehört der Liguster, der den Beinamen Rainweide trägt. Sowohl im Sommer, als auch im Winter ist diese Pflanze äußerst pflegeleicht und passt sich seiner Umgebung an. Geeignet ist der Liguster für Hecken von einer Höhe bis zu drei Metern. Das Wachstum ist schnell, zweimal pro Jahr ist daher ein Schnitt nötig.

Ligusterhecken bieten mit ihren schwarzen Früchten Nahrungsmittel für Vögel, so dass sie gern als Nistplatz genutzt werden.

Vorteile der Liguster:

  • dient als Nistplatz für viele Vogelarten
  • ist anpassungsfähig an den Boden
  • wächst schnell zu einer dichten Hecke heran
  • verträgt einen Radikalschnitt ohne Probleme

Nachteile der Liguster:

  • wächst sehr ausufernd und kann andere Arten schwächen
  • im kalten Winter wirft Liguster sein Laub ab und verliert den Sichtschutz
  • bildet häufig ungewünschte Ausläufer

Ligusterhecke enthält toxische Stoffe

Der Buchsbaum

Der Buchsbaum gehört zu den beliebtesten Arten, in vielen Schlossgärten sind die Heckenpflanzen gern gesehen. Am besten eignet sich diese Heckenart für niedrige Hecken, da die maximale Wuchshöhe bei einem Meter liegt. Ein Standort mit nährstoffreichem, feuchtem und durchlässigem Boden ist perfekt für den Buchsbaum geeignet.

Pro Jahr ist beim Buchsbaum nur ein Schnitt erforderlich, außer er wird von einer Pilzerkrankung befallen. Die Blüte der Hecke ist bei Bienenvölkern sehr gern gesehen.

Vorteile des Buchsbaums:

  • treibt auch bei starken Schnitten wieder aus
  • ist mehrjährig und immergrün
  • kann schattig oder in voller Sonne stehen

Nachteile des Buchsbaums:

  • wächst nur selten über einen Meter nach oben
  • wird gelegentlich von Pilzerkrankungen heimgesucht

Buchsbaum ist eine beliebte Ziergartenpflanze

Die Rotbuche

Rotbuchen gehören zu den langlebigen Arten, die sowohl im schattigen Garten, als auch in der Sonne stehen können. Sie sind optimal für hohe Hecken von vier Metern und mehr geeignet. Rotbuchen wachsen sehr schnell und eignen sich daher gut für einen schnellen Sichtschutzaufbau. Zweimal im Jahr ist ein Formschnitt erforderlich, selbst ein Radikalschnitt wird von der Rotbuche gut toleriert.

Selbst im Winter bietet die Rotbuche einen zuverlässigen Sichtschutz, was sie zu einer der beliebtesten Heckenarten macht.

Vorteile der Rotbuche:

  • schnelles Wachstum, vertragen jeden Standort
  • große Hecken von mehr als vier Metern sind möglich
  • Sichtschutz bleibt auch im Winter aufrecht erhalten

Nachteile der Rotbuche:

  • verträgt keinerlei Staunässe wegen empfindlicher Wurzeln
  • brauchen regelmäßige Formschnitte (zweimal jährlich)

Rotbuchen wachsen schnell

Die Hainbuche

Hainbuchen gehören eigentlich zu den Birkengewächsen und täuschen daher mit ihrem Namen. Es handelt sich hierbei um äußerst robuste Heckenpflanzen, die bis zu vier Metern hoch werden können. Ob Schatten, Sonne, Feuchtigkeit oder Trockenheit – die Hainbuche gedeiht an nahezu jedem Ort und dient zuverlässig als Sichtschutz.

Im Winter wirft die Hainbuche das Laub ab, wodurch der Sichtschutz vermindert wird. Aus dem abgeworfenen Laub entsteht ein sehr wertvoller Humus für andere Pflanzenarten.

Vorteile der Hainbuche:

  • verträgt nahezu alle Witterungsarten und ist frosthart
  • sehr robuste Heckenpflanze, die schnell zur Hecke wächst
  • verträgt auch Radikalschnitte ohne Probleme

Nachteile der Hainbuche:

  • wird häufig von echtem Mehltau befallen
  • wird im Winter durchsichtig
  • braucht zweimal pro Jahr einen Formschnitt

Hainbuchen sind robuste Heckenpflanzen

Der Feldahorn

Der immergrüne Feldahorn gehört zu den attraktivsten Heckenpflanzen, der besonders gut in natürlichen Gärten eingesetzt werden kann. Benötigt wird ein leicht schattiger Standort, bezüglich des Bodens hat die immergrüne Heckenpflanze kaum Ansprüche. Sie reagiert lediglich auf saure, überfeuchte Böden empfindlich.

Zweimal pro Jahr ist ein Schnitt nötig, dieser kann sogar radikal erfolgen. Die Pflanze ist mehrjährig und verträgt den Winter ohne Probleme. Allerdings wird das Laub im Winter abgeworfen, so dass kein Sichtschutz mehr vorhanden ist.

Vorteile des Feldahorns:

  • verträgt problemlos starke Rückschnitte
  • ist winterhart
  • hat kein Problem mit starker Sonneneinstrahlung
  • ist mehrjährig und dient Vögeln als Nistplatz

Nachteile des Feldahorns:

  • wird häufig von echtem Mehltau befallen
  • wirkt ungepflegt, trotz regelmäßigem Schnitt
  • eignet sich wegen Laubverlust nicht als Ganzjahresschutz

Feldahorn benötigt einen schattigen Standort