Ist die Goldfruchtpalme giftig? Infos zu Chrysalidocarpus lutescens

Die Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens) ist eine der am meisten in deutschen Gefilden verbreitete Pflanzenart. Sie besitzt luftreinigende Eigenschaften und fühlt sich im Sommer Draußen ebenso wohl wie im Haus. Generell ist immer Vorsicht bei der Wahl von Pflanzen geboten, wenn Zugang von Kindern und Haustieren besteht. Ob diese aufgrund vorliegender Giftigkeit berechtigt ist oder sie ungiftig sind und Sie sich entsprechend entspannen können, erfahren Sie im Folgenden.

Ist die Goldfruchtpalme giftig?

Prinzipiell ist die Frage klar mit einem Nein zu beantworten, wenngleich Vielerorts das Gerücht besteht, sie sei vor allem für die Katze giftig. Von der ursprünglich aus Madagaskar stammenden Fiederpalme, worunter die Chrysalidocarpus lutescens auch bekannt ist, geht keine Gefahr für Menschen, Hunde oder Katzen aus. Zumindest sind bisher keine Vergiftungserscheinungen bekannt geworden. Bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen wird die im Volksmund genannte Betelpalme als „vermutlich ungiftig“ gelistet.

Problem bei der Identifizierung

Trotz, dass die Areca-Palme als nicht giftig eingestuft ist, ist dennoch keine Entwarnung zu geben. Ein Problem stellt die Vielzahl von Palmenarten dar, die der Goldfruchtpalme teilweise enorm ähnlich sehen können. Haben Sie Kinder, Hunde und/oder Katzen im Haus, sollten Sie aus dem genannten Grund unbedingt sicher sein, ob es sich um die Chrysalidocarpus lutescens handelt, bevor Sie von einer Ungiftigkeit ausgehen. Ansonsten bleibt Ihnen natürlich noch die Wahl, Ihre „namenlose“ Palme vorsichtshalber an einen Ort zu stellen, an dem Kinder, Katzen und Hunde nicht an die Pflanze heran können.
Typische Erkennungsmerkmale sind:

  • Gelbe Fruchtstände
  • Blätter färben sich hellgrün bis goldfarbig, wenn sie in der Sonne stehen
  • Dunkle Pünktchen am Stamm der Palme (bei alten Pflanzen können diese abnehmen)
  • Einfach gespaltene Blattformen ähnlich nach der Keimung (erinnert weniger an die bereits vorhandenen Blätter)
  • Wächst im Freien deutlich höher, als bei Zimmerhaltung

Tipp: Sollte Sie Ihre Palme nicht eindeutig identifizieren können oder sind sich unsicher, sollten Sie einen Experten zu Rate ziehen. In jedem Gartenfachhandel finden Sie normalerweise kompetente Hilfe bei der Pflanzenbestimmung.

Chrysalidocarpus lutescens, Goldfruchtpalme
Chrysalidocarpus lutescens, Goldfruchtpalme

Ungiftig, aber trotzdem vorsichtig sein!

Auch wenn die attraktive Areca-Palme nicht giftig für Menschen und Tiere ist, so kann sie dennoch gesundheitsgefährdende Situationen hervorrufen. Deshalb sollten Sie stets auf Folgendes achten:

Pflanzenreste

Haben Sie Triebe oder Blätter abgeschnitten, so können die Pflanzenreste von Kindern und Haustieren in den Mund genommen werden. Hier können sie zu einem Verschlucken führen und im schlimmsten Fall sogar eine Erstickung hervorrufen. Deshalb gilt: Pflanzenreste immer sofort entsorgen.

Schwere Umtöpfe

Die Chrysalidocarpus lutescens wächst relativ schnell. In der Regel wird sie in einem größeren Topf gepflanzt, damit sie nicht am Wachstum gehindert wird. Größere Exemplare besitzen ein dementsprechendes Gewicht. Achten Sie darauf, dass der Standort einen festen Untergrund bietet, wo sie nicht umkippen und eventuell auf Kinder oder Haustiere fallen kann.

Schnitt- und Stichverletzungen

Die Wedel der Goldfruchtpalmen sind verhältnismäßig scharf und spitz. Haben Sie Wedel abgetrennt und sie geraten in die Hände von Kindern, können sie sich schmerzhafte Schnitt- und Stichverletzungen damit zuziehen. Bei Verletzungen am Auge kann dies besonders gefährliche Folgen für die Sehkraft bedeuten.
Auch können sich Menschen beim Vorbeigehen an den scharfen, spitzen Wedeln verletzen. Stellen Sie also sicher, dass ein optimaler Standort ausgewählt wird und achten Sie darauf, dass abgetrennte Wedel nicht in Kinderhände gehören.

Nicht von Tieren anfressen lassen

Hund und Katze

Dass die Goldfruchtpalme für Hunde und Katzen nicht giftig ist, heißt aber nicht, dass sie diese nun sorglos anknabbern sollten. Vor allem Samtpfoten finden gern Gefallen an den Blättern. Werden Wedel aber angefressen, bekommt ihnen das nicht gut. Die Spuren des Anknabberns lassen sich bald in Form von braunen Blättern sehen. Das stört insgesamt das gepflegte Bild der Goldfruchtpalme.

Vögel

Bei Vögeln gilt besondere Vorsicht. Ob der Wellensittich oder Kanarienvogel, sie vertragen ein Anknabbern in der Regel nicht und nicht selten sterben sie in der Folge. Giftig ist auch für sie die Chrysalidocarpus lutescens nicht, aber meist sind die Pflanzen gedüngt. Auch Pestizide und Hormone könnten sich in den Pflanzenteilen befinden, vor allem bei Pflanzen, die Sie gerade erst gekauft haben. Das Immunsystem der kleinen Vögel würde dies nicht verkraften, wenn die Stoffe über die Blätter in ihren Körper gelangen. Das bezieht sich auch auf das Picken in der Blumenerde. Diese sollte grundsätzlich mit Kieselsteinen oder Ähnlichem abgedeckt sein, falls Ihr Vogel eine Vorliebe für Blumenerde besitzt. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Vögel gar keinen Zugang zu einer Goldfruchtpalme erhalten.

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