Ist die Weigelie giftig? Hinweise für Kinder und Haustiere

Weigelie, Glockenstrauch

Asiatische, speziell japanische, Ziersträucher sind seit Jahrhunderten aufgrund ihrer Schönheit und des Wuchses beliebt bei Gärtnern aus aller Welt. Zu diesen zählen ebenfalls die Weigelien (bot. Weigelia), die mit ihrer Blütenpracht und den deutlich erkennbaren Blütenkelchen Kinder und Erwachsene gleichermaßen faszinieren. Jede der zehn Weigelie-Arten bildet neben den malerischen Blüten Früchte aus. Diese Beeren sind meist schwarz und rot gefärbt und viele Eltern und Tierbesitzer wundern sich: Sind Weigelien giftig?

Giftigkeit

Ist die Weigelie giftig?

Sie können beruhigt sein, Weigelien sind in allen Pflanzenteilen komplett ungiftig. Selbst die Beeren sind nicht giftig und können ohne die Gefahr auf eine Vergiftung verzehrt werden. Die gesamte Pflanze stellt keine Gefahr für Mensch und Tier dar und so können selbst Kleinkinder mit den Beeren oder Pflanzenteilen im Garten spielen. Jedoch verzichten Kinder häufig auf den Verzehr der Beeren, da diese ungenießbar sind und meist nach dem Probieren sofort wieder ausgespuckt werden. Wenn eine größere Menge der Früchte der Weigelie verzehrt wurden, kann es aufgrund der Ungenießbarkeit zu den folgenden Symptomen kommen.

  • leichte Übelkeit
  • Magenbeschwerden
Weigelie mit voller Blütenpracht
Weigelie mit voller Blütenpracht

Giftwirkung

Die Wirkung hinterlässt aber keine bleibenden Schäden und es ist kein Gang zum Arzt nötig. Dennoch sollten vor allem Kleinkinder und Säuglinge die Beeren nicht essen, da sonst der Magen durcheinander gerät. Da die Verdauung in den ersten Lebensmonaten und Jahren viel empfindlicher ist, könnten zu viele Beeren demnach zu Durchfall oder leichtem Erbrechen führen, vor allem wenn zuvor etwas anderes gegessen wurde. Natürlich sollten besonders kleine Kinder beim Spielen mit den Beeren immer beobachtet werden, da sie leicht verschluckt und im Hals stecken bleiben können. Das Spielen mit den Trieben, Blättern, Blüten und sogar Wurzeln ist ebenfalls ungefährlich.

Tipp: Weigelien sind ideale Pflanzen für Ihren Garten, wenn Sie Nachwuchs und Haustiere haben, da diese nicht nur ungiftig sind, sondern zudem keine Dornen oder andere Verteidigungsmechanismen ausbilden. Selbst empfindliche oder kränkliche Menschen können die Weigelia-Arten problemlos anfassen und diese sogar schneiden.

Verwechslungsgefahr

Vorsicht!

So schön die Weigelien auch sind, so hoch ist die mögliche Verwechslungsgefahr mit anderen giftigen Pflanzen. Die Rede ist hier vor allem von Arten, die ebenfalls Beerenfrüchte ausbilden und vor allem von Kinder nur schwer auseinander gehalten werden können.

Die Rede ist hier von den folgenden Pflanzen, die alle Beeren bilden:

  • Gemeiner Efeu (bot. Hedera helix)
  • Wacholder (bot. Juniperus)
  • Holunder (bot. Sambucus)
  • Lorbeerkirsche (bot. Prunus laurocerasus)
  • Maiglöckchen (bot. Convallaria majalis)
  • Stechäpfel (bot. Datura)

Tollkirsche

Die Tollkirsche (bot. Atropa belladonna) sollte hier ebenfalls genannt werden, auch wenn sie seltener wie die anderen Pflanzen verwechselt wird. Ihre Schützlinge können diese Beeren noch schlecht voneinander unterscheiden, da sie in gleichen oder ähnlichen Farbtönen gehalten sind. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Kindern unbedingt erklären, welche Beeren essbar sind und welche nicht. Falls Sie eine der giftigen Pflanzen im Garten haben, können Sie natürlich einfacher Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit Ihre Schützlinge die Beeren nicht verzehren.

Schwarze Tollkirsche, Atropa belladonna
Schwarze Tollkirsche, Atropa belladonna

Tipp: Vogelbeeren können im Auge von Kindern den Beeren der Weigelien ähnlich sehen, doch dürfen diese trotz ihres schlechten Rufes verzehrt werden, da sie nicht giftig sind. Im rohen Zustand sind die Beeren aufgrund der enthaltenen Parasorbinsäure ungenießbar und können in größeren Mengen Magenschmerzen verursachen, jedoch ist die Wirkung nicht toxisch.

Wirkung auf Tiere

Für Tiere ist die Weigelie ebenfalls ungiftig. Selbst Katzen und Nagetiere dürfen die Pflanzen in allen Teilen verzehren, jedoch verzichten sie aufgrund der Ungenießbarkeit in den meisten Fällen darauf. Selbst Katzen, die bekannt dafür sind, alle Pflanzen in der Umgebung anzukauen, können bedenkenlos die Blätter der Weigelie zwischen die Zähne nehmen. Wenn Sie Bissspuren an den Blüten oder Blättern Ihrer Weigelien erkennen, müssen Sie sich also keine Sorgen machen. Hunde können ebenfalls mit den einzelnen Pflanzenteilen spielen und sogar auf den Trieben und Ästen herumkauen.

Weigelie ist ein Geißblattgewächs
Weigelie ist ein Geißblattgewächs

Tipp: Vögel essen häufiger die Früchte der Weigelie, da diese viele Nährstoffe enthalten und in den meisten Fällen nicht von anderen Tieren als Nahrungsquelle genutzt werden. Das Beste daran: Sie können sich über fliegende Gäste im Garten freuen.

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