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Japanischer Ahorn

Japanischer Ahorn Standort: Ansprüche an Boden & Licht

Leuchtend rote Blätter im Herbst sind das schon von Weitem sichtbare Markenzeichen des Japanischen Ahorns. Wünschen Sie sich auch so einen zauberhaften Blickfang im Garten? So sieht der ideale Standort für den Japanischen Ahorn aus.

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Auf den Punkt gebracht

  • stammt aus Bergregionen Japans
  • gebräuchliche Bezeichnung für zwei Arten: Acer japonicum und Acer palmatum (Fächerahorn)
  • dekoratives Gartengehölz mit wirkungsvoller Laubfärbung
  • sonniger Standort mit leicht saurem Boden empfohlen
  • je mehr Sonne, desto feuchter die Erde

Japanischer Ahorn

Auf der Suche nach einem Ziergehölz für den Garten stößt man schnell auf den Japanischen Ahorn. Zwei aus den Bergregionen Ostasiens stammende Sorten tragen in der Praxis oftmals diese Bezeichnung:

  • (Eisenhutblättriger) Japanischer Ahorn (Acer japonicum)
  • Fächerahorn (Acer palmatum)
Acer japonicum 'Aconitifolium' und Acer palmatum 'Black Lace'
Acer japonicum ‚Aconitifolium‘ (links) und Acer palmatum ‚Black Lace‘

Auch in mitteleuropäischen Regionen kann der kleine Baum seine Schönheit entfalten. Die Voraussetzung dafür ist ein geeigneter Platz. Wir geben Tipps zur Standortwahl.

Standortbedingungen

Wunderschön wirkt der Japanische Ahorn in Einzelstellung. Wenn er von allen Seiten Licht bekommt, kann er seine dekorative Schirmkrone perfekt ausbilden. Der optimale Platz für ihn ist sonnig bis halbschattig und windgeschützt. Pflanzen Sie das Bäumchen möglichst an die Südseite Ihres Grundstücks. Beachten Sie jedoch, dass die Qualität des Bodens an die Lichtverhältnisse gekoppelt sind. An einem sonnigen Standort muss der Boden feucht sein. Bei trockenem Boden wird ein halbschattiger Platz empfohlen.

Grundsätzlich gilt für die Bodenqualität:

  • humos-sandig oder sandig-lehmig
  • leicht sauer
  • ohne Kalkgehalt
  • gut durchlässig
  • Staunässe unbedingt vermeiden

Gewöhnlicher Gartenboden ist für Japanische Ahornbäume gut geeignet. Sehr sandigen, trockenen Boden können Sie durch Zugabe von Kompost und etwas lehmigem Mutterboden aufwerten. Sollte der Gartenboden jedoch schwer und tonhaltig sein, empfehlen wir eine gründliche Lockerung sowie die Zugabe von Sand und Laubkompost.

Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum) im Steingarten
Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum) macht am richtigen Standort auch im Steingarten eine gute Figur.

Hinweis: Beginnen Sie an sonnigen Standorten rechtzeitig mit der Bewässerung! Die flachen Wurzeln dürfen nicht austrocknen. Eine Mulchdecke verhindert das Austrocknen des Bodens und versorgt das schöne Ziergehölz mit Nährstoffen.

Japanischen Ahorn pflanzen

Wenn Sie den geeigneten Standort gefunden haben, heben Sie ein Pflanzloch doppelt so groß wie die Wurzel aus. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und stellen Sie in ein Gefäß mit Wasser. Warten Sie, bis sich der Wurzelballen vollständig mit Wasser vollgesogen hat. Setzen Sie den Wurzelballen in das Pflanzloch ein. Geben Sie die herausgehobene Erde wieder hinein und schlämmen Sie alles gut mit Wasser ein.

Hinweis: Im Winter kann starke Sonneneinstrahlung zu Rindenrissen führen. Umwickeln Sie den Stamm mit Schilfmatten oder Jute.

Perfekt für Kübelkultur geeignet

Die Ansprüche des Japanischen Ahorns können in Kübelkultur ausgezeichnet erfüllt werden. Wählen Sie dazu zunächst ein großes Gefäß. Füllen Sie eine dann dicke Kiesschicht als Drainage ein, um Staunässe zu vermeiden. Setzen Sie nun die Pflanze ein und füllen das Substrat auf. Pflanzen Sie den Ahornbaum alle drei bis vier Jahre um. In der Zeit dazwischen reicht es, wenn Sie die obere Schicht des Substrates regelmäßig durch frische Erde ersetzen. Die rotlaubigen Ahornbäumchen wachsen sehr langsam.

Japanischer Ahorn (Acer japonicum)

Tipp: Wollen Sie das entzückende Gehölz entsprechend seiner Herkunft richtig japanisch wirken lassen? Bemalen Sie dazu beispielsweise einen einfachen Terrakotta-Blumenkübel mit japanischen Schriftzeichen und Verzierungen und pflanzen Sie den kleinen Baum hinein.

Häufig gestellte Fragen

Was verursacht trockene dunkle Flecken auf den Blättern eines jungen Japanischen Ahorns?

Junge Ahornbäumchen bekommen an einem sonnigen Standort schnell einen Sonnenbrand auf ihren Blättern. Keine Angst, die Pflanze wird dadurch nicht beeinträchtigt. Je älter die Ziergehölze werden, umso robuster werden die Blätter.

Wie entwickelt sich der Japanische Ahorn an schattigen Standorten?

Der Japanische Ahornbaum gehört zu den sonnenhungrigen Gehölzen. Seine schöne Form mit kurzem Stamm und ausladender, schirmförmiger Krone kann sich nur entwickeln, wenn er ausreichend Licht erhält. Bedenken Sie, dass die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen, die an einem ungünstigen Standort wachsen, leidet.

Welche Sorten des Japanischen Ahorns sind für mitteleuropäische Regionen geeignet?

Die Nummer Eins unter den rotblättrigen Ahornen mit tief gelapptem Laub ist Acer japonicum ‚Aconitifolium‘. Mit großen Blättern in kräftigem Dunkelrot überzeugt Acer japonicum ‚Vitifolium‘. Wer seinen Garten japanisch elegant gestalten will, kommt am Fächerahorn Acer palmatum ‚Garnet‘ mit purpurrotem Blattschmuck nicht vorbei.

Autor
Mirko ist zwar studierter Anglist, beherrscht aber auch die Sprache der Pflanzen perfekt. Er wuchs quasi im Schrebergarten seiner Großeltern auf und verbringt den Großteil seiner Freizeit in der Natur, wenn er nicht gerade schreibt.

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