Kapuzinerkresse Aussaat im Freiland/Balkon: so geht’s

Die Kapuzinerkresse trägt die botanische Bezeichnung Tropaeolum, sie lässt sich sowohl im Freiland als auch auf dem Balkon aussäen und kultivieren. Die einjährige Pflanze sorgt mit ihren strahlenden Blüten und sattgrünen Blättern nicht nur für eine schöne Farbe, beide Pflanzenteile sind zudem sehr schmackhaft und komplett zum Verzehr geeignet. Nicht nur ist die Aussaat kinderleicht zu bewerkstelligen, auch bei der Pflege stellt das Gewächs keine hohen Ansprüche und wächst schnell kräftig heran.

Aussaat im Freiland

Die Aussaat der Kapuzinerkresse ist nicht besonders schwierig, deshalb sollte sie auch Anfängern beim Gärtnern ohne Probleme gelingen. Die dafür benötigten Samen sind im gut sortierten Gartenfachmarkt zu erhalten. Wer in Ihrer Nachbarschaft oder im Freundeskreis das Tropaeolum anpflanzt, der kann vielleicht auf eine freundliche Nachfrage einige Samen erübrigen.

Sehr schön wirkt das Gewächs in einem Bauerngarten neben anderen Kräutern und Nutzpflanzen, vor allem wegen der leuchtenden und farbenfrohen Blüten. Zur Auswahl stehen Sorten mit verschiedenen Blütenfarben und abweichenden Größenordnungen. Da das Gewächs nicht frosthart ist, besser die Aussaat der Kapuzinerkresse erst später im Frühling durchführen. Ansonsten kann es durch relativ spät einsetzende Bodenfröste zu Schäden kommen. Bei extrem kalten Temperaturen können die noch jungen und relativ zarten Jungpflanzen sogar komplett verenden.

  • Ideal ist halbschattiger bis vollsonniger Standort
  • Bevorzugt durchlässige und lockere Bodenqualität
  • Im Freiland ab Mitte April bis Mitte Mai aussäen
  • In höheren Lagen immer die Eisheiligen abwarten
  • Samen sind relativ groß, lassen sich leicht in Erde stecken
  • Entweder einzeln oder zu zweit vorgehen
  • Abstand von etwa 20 bis 30 cm einhalten
  • Samen in Tiefe von etwa 2 bis 3 cm einstecken
  • Mit ausreichend Erde bedecken
  • Pflanze gehört zu den Dunkelkeimern
  • Samen stets gut feucht halten, aber Staunässe vermeiden
  • Nach ca. 10 bis 20 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge

Tipp: Wenn die Kapuzinerkresse schon sehr früh im Garten blühen und gedeihen soll, dann ist eine Vorzucht ab Februar bis März im warmen Innenbereich oder im Gewächshaus zu empfehlen.

Kapuzinerkresse säen

Aussäen auf dem Balkon

Ebenfalls problemlos möglich ist eine Kultivierung der Kapuzinerkresse in einem Pflanzgefäß auf dem Balkon. Allerdings ist schon beim Aussäen zu bedenken, dass das Tropaeolum stark in die Breite wächst. Deshalb ist die Größe des Gefäßes mit Bedacht auszusuchen, um der Pflanze ausreichend Platz für die ungestörte Entfaltung zu gewährleisten. Einmal im Außenbereich ausgesät, sollten die Jungpflanzen am besten am gleichen Standort verbleiben und dort in Ruhe gedeihen können. Zu viele Ortswechsel mag das Gewächs nicht und verträgt sie auch nicht gut.

Auch bei diesem Prozess ist zu bedenken, dass die Kapuzinerkresse keine kalten Temperaturen mag. Deshalb ist bei kühlen Wetterlagen eine Vorzucht in geschlossenen Räumen anzuraten. Für die Bepflanzung von Balkonen bieten sich kleinwüchsige Sorten der Kapuzinerkresse mit einer breiten Vielfalt an Blütenfarben an, da die großwüchsigen Exemplare extrem viel Platz und eine Rankhilfe brauchen.

  • Samen vorher für einige Stunden im Wasserbad aufquellen
  • Optimal sind große Kübel und breite Blumenkästen
  • Lockeres und nährstoffreiches Substrat in Pflanzgefäße füllen
  • Pro Topf 2 bis 3 Samen etwa 3 cm tief hineinstecken
  • Dann dünne Schicht Substrat darauf streuen
  • Im Anschluss Samen und Erde leicht anfeuchten
  • Anschließend Töpfe an einen hellen Platz auf dem Balkon stellen
  • Alternativ bei kaltem Wetter auf der Fensterbank unterbringen
  • Ideale Temperaturwerte zum Keimen liegen bei 18° bis 22° C
  • Substrat in dieser Zeitspanne mäßig feucht halten
  • Keimlinge später regelmäßig mit Wasser versorgen

Hinweis: Als Hilfe bei der Aussaat der Kapuzinerkresse können Sie die Töpfe mit Klarsichtfolie abdecken und die Folie mit einem Gummiband fixieren. Auf diese Weise entsteht ein Mini-Gewächshaus, allerdings ist dabei regelmäßiges Lüften erforderlich, um Schimmelbildung zu verhindern.