Kapuziner gelbe Blätter - Titel

Einzelne gelbe Blätter an der Kapuzinerkresse sind normal. Wenn sich vermehrt Blätter verfärben, ist dies ein Alarmzeichen, das es der Pflanze nicht gut geht. Einfache Maßnahmen bringen die Farbe zurück.

Auf den Punkt gebracht

  • einige wenige gelb verfärbte Blätter sind ein normaler Alterungsprozess
  • erst bei einer Häufung von gelben Blättern auf mögliche Ursachen kontrollieren
  • zu viel oder zu wenige Wasser kann zu gelben Blättern führen
  • bei Überdüngung verfärben sich die Blätter gelb
  • Schädlinge wie Blattläuse können zu gelben Blättern führen

Natürlicher Alterungsprozess

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) gibt es mittlerweile in den unterschiedlichen Varianten als Bodendecker oder Kletterpflanze. Ihre gelben bis orangen Blüten zeigt sie etwa ab Juni bis zum Frost. In dieser Zeit sollte auch das Laub schön grün sein. Dennoch kann es vorkommen, dass sie einzelne gelbe Blätter hat. Dies ist noch kein Alarmzeichen, sondern Teil vom natürlichen Alterungsprozess der Pflanze. Ältere Blätter sterben ab, da es der Pflanze zu viel Kraft kostet, sie zu erhalten. Auch Blätter, die zu wenig Licht bekommen oder beschädigt sind, von denen trennt sich die Pflanze und sie werden gelb und fallen irgendwann ab.

Kapuzinerkresse

Hinweis: Sie können die Pflanze unterstützen, indem Sie Blätter, die anfangen gelb zu werden, nahe am Stiel entfernen. So muss die Pflanze weniger Energie in diesen Abbauprozess investieren.

Wasserversorgung

Ursachen, warum sich die Blätter gelb verfärben, gibt es viele. Der häufigste Grund ist die Versorgung mit Wasser. Kapuzinerkressen reagieren sowohl auf zu viel Wasser als auch auf zu wenig Wasser mit gelblichen Verfärbungen der Blätter. Ob es zu viel oder zu wenig Wasser ist, lässt sich leicht feststellen. Bei zu viel Wasser verfärben sich eher die Blätter im unteren Bereich als Erstes. Die Blätter im unteren Bereich sind durch zu viel Wasser auch in größerer Gefahr, dass sich dort Infektionen wie durch Schimmelpilze bilden.
Resultieren die gelben Blätter aus Wassermangel, können Sie dies an folgenden Merkmalen erkennen:

  • gelbe Blätter im oberen Bereich (Triebspitzen)
  • Blätter hängen schlaff herunter
  • Blätter rollen sich teilweise ein

Wassermangel oder einem Wasserstau können Sie einfach bei der Pflanzung vorbeugen. Dazu vermischen Sie den Boden mit Tongranulat oder Blähton. Dieser lockert den Boden auf, kann aber zugleich auch sehr gut Wasser speichern, das nach und nach an die Umgebung abgegeben wird.

Zu viel Dünger

Die Kapuzinerkresse erreicht oft beeindruckende Größen, weshalb viele Hobbygärtner vermuten, dass sie einen hohen Nährstoffbedarf hat. Sie braucht zwar Nährstoffe und das auch mehr als üblicherweise Kräuter benötigen, jedoch ist sie kein Starkzehrer. Im Verbrauch liegt sie eher im unteren Bereich der Mittelzehrer. Zu viel Dünger führt bei der Kapuzinerkresse jedoch dazu, dass sich die Blätter gelb verfärben und sie diese abwirft.
Resultieren die gelben Blätter aus Überdüngung, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Düngung sofort einstellen
  • vermehrt gießen, jedoch keine Staunässe erzeugen
  • wenn möglich an einen nährstoffärmeren Standort verpflanzen
Kapuzinerkresse bekommt gelbe Blätter

Das Gießen ist ein einfaches Mittel um die Konzentration an Nährstoffen im Boden zu reduzieren. Sie sollten hier allerdings auf den richtigen Zeitpunkt achten. Der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist der späte Vormittag. Zu diesem Zeitpunkt ist das Risiko auch gering, dass sich Staunässe bildet, denn die Sonne trocknet über den Tag den Boden wieder aus.

Tipp: Wird die Kapuzinerkresse im Topf kultiviert, tauschen Sie einfach das Substrat. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst viel von dem überdüngten Substrat entfernen, ohne dabei die Wurzeln zu stark zu verletzen.

Gänzlich auf Nährstoffe dürfen Sie jedoch nicht verzichten, denn sonst können sich wiederum gelbe Blätter aufgrund einer Unterversorgung bilden. Wenn Sie die Kapuzinerkresse im Frühjahr pflanzen, mischen Sie ein Substrat mit mittlerer Nährstoffkonzentration. Dies besteht aus folgenden Teilen:

  • 3 Teile Gartenerde
  • 2 Teile Komposterde (gesiebt)
  • 1 Teil Sand

Viele sind versucht die Kapuzinerkresse zusätzlich zu pflegen, indem sie Flüssigdünger geben. Darauf sollte jedoch weitgehend verzichtet werden. Vor allem dürfen Sie keine Dünger verwenden, die einen hohen Stickstoffanteil haben. Maximal etwas Kompost können Sie im Laufe der Saison noch um die Pflanze einarbeiten.

Blattläuse

Obwohl Kapuzinerkressen durch ihre Inhaltsstoffe gut vor Krankheiten und Schädlingen geschützt sind, bleiben sie dennoch nicht gänzlich verschont. Ein häufiges Problem an diesen Pflanzen sind Blattläuse. Sie sind meist besonders schwer zu entdecken bzw. werden lange nicht gefunden, da die großen runden Blätter einen optimalen Sichtschutz für die Läuse bieten.
Die Läuse verletzen die Blätter mit ihren Mundwerkzeugen. Ein paar Stellen kann die Pflanze noch kompensieren, bei einem starken Befall verfärben sich die Blätter und anschließend werden sie abgeworfen. Dies ist jedoch oft ein Teufelskreis, dann die Blattläuse krabbeln dann wieder auf die Pflanze und richten dort weiter Schaden an.
Diesen können Sie einfach bekämpfen:

Ameise mit Blattläusen
  • stark befallene Blätter entfernen und im Restmüll entsorgen
  • Läuse mit einer Schmierseifenlösung (1L Wasser und 2 EL Kernseife) abwaschen
  • Nützlinge wie Marienkäfer fördern
  • Epidermis der Pflanze mit Jauchen (Ackerschachtelhalm) stärken

Tipp: Schauen Sie gelegentlich die Unterseite der Blätter an. So entdecken Sie frühzeitig, ob Blattläuse die Pflanze befallen haben.

Häufig gestellte Fragen

Sorgen Jauchen nicht für eine zusätzliche Stickstoffversorgung?

Nicht jede Jauche hat einen hohen Anteil an Stickstoff. Ackerschachtelhalm stärkt die Epidermis der Pflanze, hat jedoch wenig Stickstoff. Alternativ zu Jauchen können Sie zudem Brühen oder Tees verwenden, die kaum bis keinen Stickstoff enthalten.

Wie häufig sollen Kapuzinerkressepflanzen gegossen werden?

Kurzfristig kommen Kapuzinerkressen mit Trockenheit gut zurecht. Bei einer länger anhaltenden Trockenphase sollten sie alle drei bis fünf Tage durchdringend gegossen werden.

Begünstigt die Ernte die Bildung von gelben Blättern?

Nein, weder das Abschneiden der Blüten noch der Blätter fördert eine Gelbfärbung. Lediglich Reste von Blatt- und Blütenstielen verfärben sich gelb und fallen ab. Daher sollten Sie Blätter und Blüten immer nahe am Haupttrieb entfernen.