Katzen vertreiben: so halten Sie sie aus dem Garten fern – 10 Methoden

Katzen vom eigenen Garten fernhalten

Katzen dominieren das Internet, verzücken mit ihrer grazilen Gestalt und haben Launen, die sich verändern wie der Wind. Viele Stubentiger verbringen ihre Zeit in den Wohnräumen der Menschen, doch finden sich zahlreiche Fellnasen, die Freilauf genießen. Sie durchstreifen gerne die Gärten der Nachbarschaft, knabbern Blumen an oder nutzen das Kartoffelbeet als Katzenklo. Aus diesem Grund wollen viele Gartenbesitzer Katzen aus der eigenen grünen Oase fernhalten, wofür sich unterschiedliche Methoden anbieten.

Katzenabwehr

Die effektive Katzenabwehr: 10 Tipps gegen Samtpfoten im Garten

Katzen gehören zur Gesellschaft dazu wie Hunde und haben sich in den letzten zehntausend Jahren immer stärker in das Leben der Menschen integriert. Dennoch ist Felis silvestris catus für einen gut gepflegten Garten häufig Grund für viel Kopfzerbrechen, denn die Vierbeiner sorgen für Unheil und eine Menge an Kot. Sie durchstreifen ohne ein Geräusch die Gärten und können aufgrund ihres ausgeprägten Territorialverhaltens dabei sogar für das Verenden sensibler Pflanzen sorgen oder die Erdbeerernte zunichtemachen. Kein Wunder, dass Gärtner eine Vielzahl von Methoden entwickelt haben, um Katzen zu vertreiben.

  • Wasser
  • Hunde
  • Ultraschall
  • Kaffeesatz
  • natürliche Duftstoffe
  • chemische Mittel
  • duftende Pflanzen
  • Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus caninus)
  • Dornensträucher
  • Kot entfernen

Die genannten Methoden haben sich auf ihre eigene Weise als Anti-Katzenmittel etabliert und helfen, den Garten vor den Vierbeinern zu schützen. Natürlich gibt es auch immer Katzen, die es sich nur in Ihrem Garten gemütlich machen wollen, ohne ihr Revier zu markieren oder an den Pflanzen zu knabbern. Das sind meist ältere, zum Teil sterilisierte oder kastrierte Vierbeiner, die vielleicht Ihre Gartenbank zum Schlafen aufsuchen, weil diese perfekt in der Sonne liegt oder sie an Ihrer Katzenminze riechen wollen. Katzenminze sollten Sie übrigens im Garten meiden, wenn Sie aufdringliche Nachbarskatzen vertreiben wollen.

Bitte beachten: Umzäunen Sie Ihren Garten oder Teile des Gartens bitte nicht mit einem Stacheldraht- oder Elektrozaun. Diese sind je nach Bundesland zwar erlaubt, fügen den Tieren aber Schmerzen und vielleicht tödliche Verletzungen zu und gefährden zudem Kinder, Hunde und Erwachsene.

Katzen mit Anti-Katzenmitteln vom Garten fernhalten

Wasser

Dass Katzen wasserscheu sind, ist auf der ganzen Welt bekannt. Auch wenn Großkatzen echte Wasserratten sind, haben Hauskatzen gelernt, das Wasser zu vermeiden. Aus diesem Grund bietet sich das kühle Nass perfekt als Katzenabwehr an, ohne diese zu verletzen. Ihnen stehen hierbei, wie folgt aufgeführt, zwei Varianten zur Verfügung.

Wasserschlauch

Mit einem Wasserschlauch haben Sie zwar eine gute „Waffe“ gegen die sanften Vierbeiner, doch ist es nicht für jeden Menschen möglich, stundenlang auf der Lauer zu liegen, um die Tiere zu vertreiben. Dennoch, wenn Sie gerade mit der Gartenarbeit beschäftigt sind oder sich im Garten auf die Lauer legen, können Sie mit einem gezielten Strahl neben das Tier dieses vertreiben. Je häufiger dies geschieht, desto schneller merkt sich die Katze, den Garten zu meiden. Achten Sie bitte darauf, niemals das Tier mit dem Strahl zu erwischen, sondern immer nur in die Nähe zu spritzen. Das reicht völlig aus.

Katzen mit Wasser aus Garten vertreiben

Reiherschreck

Der Reiherschreck ist eine automatisierte Variante des Gartenschlauchs und eignet sich für eine Rundum-Abwehr. Dieses Gerät wird über einen Bewegungssensor gesteuert. Wird die Katze vom Sensor erfasst, spritzt sie einen Wasserstrahl in die Nähe des Tieres und vertreibt es, ohne dass Sie selbst Hand anlegen müssen. Ein großer Vorteil des Reiherschrecks ist die automatische 24-Stunden-Überwachung, falls das ausgewählte Gerät über diese verfügt. So ist Ihr Garten selbst in der Nacht vor den Samtpfoten geschützt.

Natürlich bietet sich hier der Reiherschreck eindeutig besser an, da Sie nicht jede Stunde im Garten nach Katzen Ausschau halten können. Doch sollten Sie beim Reiherschreck darauf achten, diesen nicht in der Nähe von äußerst empfindlichen Pflanzen zu platzieren, da das Wasser diesen schaden könnte.

Hund

Mit dem Hund Katzen fernhalten

Über den Einsatz von Hunden als Katzenschreck muss nicht viel gesagt werden. Der beste Freund des Menschen steht seit jeher in einem fast schon komödiantischem Verhältnis zur Katze. Hunde eignen sich äußerst gut zum Fernhalten der Fellnasen, da eine Katze eigentlich immer Reißaus nimmt, wenn ein Hund in Sicht ist. Vor allem noch junge Hunde mit hohem Jagdinstinkt oder einem ausgeprägten Spieltrieb sind hier zu empfehlen, da diese sich nicht wie eine Katze verhalten. Aufgrund der hündischen Neugier und der, im Vergleich zur Samtpfote, lauten Art sich fortzubewegen, meiden Feline die Tiere und halten sicheren Abstand.

Katzen durch einen Hund aus dem Garten verjagen

Tipp: Selbst kleine Hunderassen wie ein Chihuahua oder Dackel eignen sich schon zum Fernhalten einer Katze. Allein schon das Bellen eines Hundes dient als perfekte Katzenabwehr.

Ultraschall-Geräte

Ultraschall-Geräte als Katzenschreck

Im Handel finden sich Geräte, die einen Ultraschall-Sound erzeugen, der von Tieren und seltener Kleinkindern vernommen wird. Sobald die Katze den Sound hört, erschrickt sie sich und macht sich vom Acker. Je nach Einstellung und Effektivität des Geräts dauert es zwischen einer bis zwei Wochen, bis die Katze sich nicht mehr in die Nähe des Gartens traut. Sie funktionieren wie der Reiherschreck über einen Bewegungsmelder, der auf die Katzen reagiert und anschließend den Ultraschall-Sound erzeugt. Sie funktionieren recht effektiv, sind günstig und laufen über Batterien. Ein Nachteil ist jedoch, dass manche Katzen sich an den Sound gewöhnen.

Kaffeesatz

Kaffeesatz wird aufgrund des bitteren Geruchs von Katzen gemieden. Da Kaffee nach Tee und Wasser das häufigste Getränk in Deutschland ist, bietet sich der Kaffeesatz perfekt als Anti-Katzenmittel an. Verstreuen Sie eine ausreichende Menge an Kaffeesatz in Ihren Beeten, um Sträucher und Bäume. Da Katzen vor dem Markieren immer die Stellen beschnüffeln, wird sie der Kaffeesatz vertreiben. Es ist egal, welcher Kaffee benutzt wird, die Bitterstoffe sind das Entscheidende. Zudem düngt der Kaffeesatz Ihre Pflanzen, was ein großer Vorteil ist.

Katzen mit Kaffeesatz aus Garten verscheuchen

Natürliche Duftmittel

Ebenso wie Kaffeesatz bieten sich zahlreiche Gewürze, ätherische Öle und Essig zum Fernhalten der Katzen an.

Dazu gehören:

  • Knoblauch (gehackt)
  • Zwiebeln (gehackt)
  • Pfeffer
  • Chilischoten- oder Pulver
  • Apfelessig
  • Nelken
  • Öle aus Zitruspflanzen
  • Menthol
  • andere ätherische Öle außer Minze

Verteilen Sie diese einfach wie den Kaffeesatz in Ihrem Garten, am besten wenn es trocken ist. Da es sich bei den Duftstoffen um natürliche Erzeugnisse handelt, müssen diese wie der Kaffeesatz nach einem Regenfall neu verteilt werden. Äußerst effektiv von den oben genannten Mitteln sind vor allem Pfeffer, Chili, Apfelessig und Menthol.

Katzen mit Gewürzen, wie Chili, aus dem Garten vertreiben

Chemische Mittel

Chemische Anti-Katzenabwehr

Natürlich finden sich zahlreiche Fertigmittel, die als Spray, Granulat oder Flüssigkeit zum Einsatz kommen. Die enthaltenen Duftstoffe sind unangenehm für die Tiere, aber nicht giftig. Sie müssen ebenfalls nach einem Regenfall neu benutzt werden, um effektiv zu wirken. Diese werden zum Beispiel von Neudorff oder Compo angeboten.

Duftpflanzen

Duftpflanzen: angenehm für den Menschen, schrecklich für die Katze

Eine weitere Form der Abwehr sind spezielle Duftpflanzen, die sich effektiv gegen Katzen einsetzen lassen. Setzen Sie sich einfach ein Exemplar der folgenden Gewächse in den Garten, um Katzen zu vertreiben.

  • Weinraute (Ruta graveolens): weinähnlicher Duft
  • Storchschnäbel (Geranium): herb, fast unangenehm
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis): riecht nach Zitrone
  • verschiedene Duftgeranien (Pelargonium-Sorten): riechen nach Rosen, Zitronen und weiteren Düften
  • Buntnessel (Solenostemon scutellarioides): riecht nach Menthol

Natürlich sind diese Pflanzen wirksamer, wenn viele Exemplare gesetzt werden, um den Duft noch zu intensivieren. Wenn Sie es besonders gründlich wollen, können Sie zum Beispiel eine große Zahl an Weinrauten zum Einrahmen ihres Gartens nutzen. Da die Katzen durch die Pflanze schreiten oder darüber springen müssen, was eine Annäherung zur Pflanze bedeuten würde, halten sie sich lieber fern. Viele der oben genannten Pflanzen locken zudem Bienen und andere Insekten an, sind Heilkräuter und begeistern durch ihre Farbvielfalt. Somit können Sie einen ansprechenden Duftakzent in ihren Garten setzen und verfügen gleichzeitig über eine funktionierende Katzenabwehr.

Katzen mit Duftpflanzen, wie Zitronenmelisse, aus dem Garten fortjagen

Verpiss-dich-Pflanze

Hinter dem Namen Verpiss-dich-Pflanze steht ein Harfenstrauch, der vom süddeutschem Züchter Dieter Stegmeier aus dem südlichen Afrika nach Deutschland geholt und seit 2001 unter diesem Namen vermarktet wird. Plectranthus ornatus, so der botanische Name, ist heimisch von Eritrea bis Südafrika und zieht sich über den östlichen Teil des Kontinents. Der nachgewiesene unangenehme Geruch soll alle Formen von Tieren, außer Vögeln, in einer Entfernung von fünf Metern fernhalten. Diese Wirkung ist nur zum Teil nachgewiesen und daher ist diese Pflanze auf gut Glück einzusetzen. Dennoch wirkt sie gut als Zierpflanze im Garten.

Hinweis: Da die Pflanze ätherische Öle enthält, ist die Wirkung vor allem auf Katzen anzunehmen. Zu den wichtigsten Ölen des Harfenstrauchs gehört vor allem Menthol, das Katzen einfach gar nicht ausstehen können.

mit der Verpiss-dich-Pflanze Katzen aus dem Garten verjagen

Dornensträucher

Wenn Sie sich für den Einsatz von Dornensträuchern zum Fernhalten der Katzen entscheiden, können Sie nicht viel falsch machen. Da es zahlreiche, attraktive Dornensträucher gibt, können Sie die Tiere sogar mit Stil vertreiben und Ihren Garten oder spezielle Teile Ihrer Grünoase einrahmen. Der Grund hierfür sind die Katzenpfoten. Im Vergleich zu Hunden sind die Ballen äußerst weich und daher schmerzen schon kleinste Dornen oder Stacheln in den Pfoten. Da sich Katzen in Gehölzen und Büschen mit ihren Pfoten vorantasten, entfernt sich das Tier, sobald etwas sticht. Daher sollten Sie über das Anlegen einer Begrenzung aus Dornensträuchern nachdenken. Folgende Pflanzen stehen hierbei zur Verfügung:

  • Sauerdorn (Berberis vulgaris)
  • Himbeeren (Rubus idaeus)
  • Feuerdorn (Pyracantha)
  • Hundsrose (Rosa canina)
  • Stechender Mäusedorn (Ruscus aculeatus)
  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
  • Schlehe (Prunus spinosa)
  • Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
  • Wilde Rose (Rosa rugosa)
  • Zierquitten (Chaenomeles)

mit Dornensträuchern, wie Himbeeren, Katzen aus dem Garten verbannen

Aufgrund ihrer Wuchsform und der häufig sehr kräftigen Dornen und zahlreichen Stacheln sind sie eine natürliche Abwehr gegen Katzen und sorgen zudem für einen traumhaften Anblick im eigenen Garten. Zudem können Sie im Herbst einige der Sträucher ernten und die Früchte genießen. Einige Exemplare behalten ihre Dornen über den Winter und sind somit selbst zur kalten Jahreszeit Anti-Katze.

Kot aufräumen

Auch wenn es eine mühselige und äußerst unangenehme Arbeit ist, entfernen Sie den Katzenkot sobald sie welchen ausfindig machen. Katzen markieren ihr Revier über Kot, Urin wird eher zur Fortpflanzung genutzt. Das liegt daran, dass Kot viel widerstandsfähiger gegen die Elemente ist und daher selbst nach starken Regenfällen noch zum Abgrenzen des eigenen Territoriums nützlich ist. Wenn Sie sich sicher darüber sind, dass eine oder mehrere Katzen Ihren Garten als Revier nutzen, säubern Sie diesen täglich. Es kommt häufig vor, dass eine Katze Ihren Garten mit der Zeit nicht mehr nutzen wird und dadurch werden keine weiteren Vierbeiner angelockt, die ebenfalls ein Revier abgrenzen wollen.

Katzen aus dem heimischen Garten verdrängen

Tipp: Nutzen Sie zur Entfernung des Kots entweder Müllbeutel aus Tiergeschäften, die häufig für Hunde angeboten werden oder eine Schaufel. Mit etwas Wasser können Sie zudem weitere Spuren des Kots gründlich entfernen.