Katzenkot im Garten

Katzenkot im heimischen Garten ist ein stinkendes Ärgernis. Was Sie gegen die Hinterlassenschaften der Vierbeiner tun können und von welchen „Tipps“ Sie besser die Finger lassen, erfahren Sie in diesem Artikel.

War es wirklich die Katze?

Doch bevor Sie Nachbars Katze beschuldigen und allerlei erfolglose Maßnahmen gegen den vermeintlichen Katzenkot starten, sollten Sie zunächst einmal überprüfen, um welchen Kot es sich denn tatsächlich handelt. Der Kot von Igeln oder Mardern sieht dem einer Katze recht ähnlich, sodass es schnell zu Verwechslungen kommt. So können Sie die Ausscheidungen der Tiere unterscheiden:

  • Marderkot ist häufig leicht spiralig gedreht
  • Marder koten direkt auf den Boden
  • Katzen vergraben ihren Kot (jedoch nicht immer!)
  • Marderkot kann Reste von pflanzlicher Nahrung enthalten (z. B. von Früchten)
  • Katzen fressen keine Früchte, daher auch keine pflanzlichen Reste

Der Kot eines Igels hingegen befindet sich häufig nicht gesammelt an einer Stelle, sondern kann sich über eine längere Strecke verteilen. Die possierlichen Tiere koten im Laufen und setzen ihren Kot daher nach und nach über eine gewisse Wegstrecke ab.

Katzenkot erkennen

Hinweis: Doch ganz gleich, um wessen Ausscheidungen es sich auch handelt: Tierkot – auch der einer Hauskatze – ist gefährlich. Kommen Sie damit in Kontakt, etwa beim Umgraben des Beetes, können dabei Krankheitserreger oder Wurmeier übertragen werden. Schon allein aus diesem Grund ist es sinnvoll, dem kätzischen Treiben Einhalt zu gebieten. Waschen Sie sich nach erfolgtem Kontakt sofort gründlich die Hände!

Das hilft gegen Katzenkot im Garten

Viele Menschen glauben, Katzen würden nicht in den eigenen Garten koten. So ganz richtig ist das nicht, wie so mancher Katzenbesitzer sicherlich bestätigt. Findet der Vierbeiner ein geeignetes Plätzchen, nimmt er natürlich mit den Beeten seines Besitzers vorlieb. Allerdings markieren gerade Kätzinnen ihr Revier durch das Absetzen des Kotes, weshalb dann gerne auch Nachbars Garten dran glauben muss. Das aber ist gefährlich, denn wo eine Freigängerin ihr Revier kennzeichnet, finden sich alsbald Nachahmer. Oft kotet also nicht nur eine Katze in Ihren Garten, sondern mindestens zwei – oder sogar mehr.

Ganz abgesehen davon sollte die kotende Katze nicht davon ausgehen dürfen, dass ihr ein fremder Garten „gehört“. Die Tiere koten bevorzugt immer wieder an dieselben Stellen, sodass Sie das Problem nur dann loswerden, wenn Sie es gezielt angehen. Dazu gehört, den aufgefundenen Katzenkot immer wieder zu entsorgen. Mit geeigneten Maßnahmen halten Sie die streunenden Vierbeiner zudem davon ab, weiterhin Ihre Beete und Rabatten als Toilette zu missbrauchen.

Tipp: Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und bitten Sie sie höflich, der Katze doch bitte eine Toilette im eigenen Garten anzubieten. Diese kann etwa aus einer mit Katzenminze umpflanzten Sandkiste bestehen, die leicht zu reinigen ist. Verrichtet die Katze ihr Geschäft dort, ist Ihr Garten sicher.

Katzenminze, Katzenmelisse, Nepeta faassenii
Katzenminze, Katzenmelisse, Nepeta faassenii

1. Dornenhecke pflanzen

Katzen sind praktisch unaufhaltsam und erklimmen jede Mauer und jeden Zaun. Doch mit einer hohen Dornenhecke halten Sie die Vierbeiner und damit den Katzenkot aus Ihrem Garten heraus. Zudem eignen sich Berberitzen oder Weißdorn sehr gut als Sichtschutz und bieten zudem Insekten und Vögeln sowohl Nahrung als auch Verstecke. Achten Sie nur darauf, dass die Hecke keine Lücken aufweist – ein davor oder dahinter installierter, engmaschiger Maschendrahtzaun verhindert hier ein Durchkommen.

2. Beete und Rabatten abdecken

Katzenkot findet sich zumeist in weicher, trockener Erde oder Sand, weshalb die fein bearbeitete Erde in Gemüsebeeten und Blumenrabatten für die Vierbeiner als Toilette besonders reizvoll ist. Das Abkoten an diesen Plätzen verhindern Sie am besten dadurch, dass Sie sie den Vierbeinern möglichst unattraktiv machen bzw. ihnen den Zugang verwehren. Eine gute Möglichkeit ist es, Beete und Rabatten mit verschiedenen Materialien abzudecken. Geeignet sind vor allem:

  • größere Kiesel, z. B. in Steinbeeten
  • eine Beetabdeckung mittels auf ein Holzgerüst gespannten Maschendrahtzaun
  • ein Mulchen des Beetes mit Rosenschnitt oder anderem dornigen Schnittgut
  • Kaffee, beispielsweise ein Mulchen mit getrocknetem Kaffeesatz

Letzteres eignet sich vor allem für Pflanzen mit einer Vorliebe für sauren Boden gut, da Kaffee die Erde absäuert. Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren oder Farne fühlen sich auf einem solchen Untergrund wohl.

3. Diese Pflanzen mögen Katzen nicht

Katzen haben zudem eine feine Nase und halten sich von Beeten mit für sie stinkenden Pflanzen fern. Umranden Sie Ihre Gemüsebeete daher mit einer niedrigen Hecke aus diesen Gewächsen oder pflanzen Sie sie in regelmäßigen Abständen ins Zierbeet. Besonders unbeliebt bei den Vierbeinern sind diese Arten:

Lavandula angustifolia, Lavendel

Insbesondere die „Verpiss-Dich-Pflanze“ ist bei vielen Katzen sehr unbeliebt, allerdings nicht bei allen. Manche Katzen lassen sich von dem Geruch nicht stören, was übrigens auch für andere Katzenvertreibungsmittel gilt – letztendlich müssen Sie einfach ausprobieren, was bei Ihrem speziellen Exemplar gut funktioniert und was eher nicht. Übrigens wird oft auch frisch geschnittener Rasen als Vertreibungsmittel empfohlen. Allerdings gibt es viele Katzen, die sich gerade von diesem Duft wie magisch angezogen fühlen. Daher sollten Sie von dieser Idee besser Abstand nehmen, auch wenn sich Rasenschnitt hervorragend zum Mulchen von Gemüsebeeten eignet.

Hinweis: Umgekehrt gibt es einige Pflanzen, deren Duft für Katzen unwiderstehlich ist. Wollen Sie also Katzenkot im Garten vermeiden, sollten Sie insbesondere auf Katzenminze (Nepeta cataria), Baldrian (Valeriana officinalis), Ehrenpreis (Veronica officinalis), Gamander (Teucrium) und den Amur-Strahlengriffel (Actinidia kolomikta) verzichten.

4. Hausmittel zur Katzenabwehr

Andere Gerüche aus dem Haushalt oder der Hausapotheke helfen ebenfalls dabei, Katzen aus dem Garten zu vertreiben. Hierzu eignen sich etwa:

  • Kaffee
  • ätherische Öle, insbesondere mit Menthol- oder Zitrusduft
  • Apfelessig
  • Knoblauch
  • Pfeffer
  • Chili
Gartenknoblauch, Allium sativum

Haben Sie die bevorzugten Plätze der Katze zum Absetzen des Kotes entdeckt, so präparieren Sie die Stellen mit den ausgewählten Mitteln:

  • bringen Sie getrockneten Kaffee-Grund aus
  • besprühen Sie die Erde mit Apfelessig
  • oder einem ätherischen Öl
  • hacken Sie Knoblauch klein und verteilen Sie diesen
  • streuen Sie Pfeffer oder Chilipulver auf den Boden

All diese Mittel haben allerdings einen Nachteil: Sie halten nicht besonders lange vor und müssen daher regelmäßig erneuert werden. Daher ist es besser, den weiter oben beschriebenen Maßnahmen den Vorzug zu geben und den Dufteffekt lediglich zur weiteren Abschreckung zu nutzen. Des Weiteren vertreibt ein gezielter Spritzer aus dem Wasserschlauch oder aus einer Wasserpistole die meisten Katzen.

Hinweis: Ganz gleich, wie sehr Sie der Katzenkot im Garten auch ärgert: Sie dürfen die Verursacher zwar verscheuchen, aber nicht verletzen oder gar töten.