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Wie lange braucht Rasen zum Keimen?

Keimdauer Rasen - Titel

Rasen ist vermutlich der pflegeintensivste Bereich des Gartens. Das fängt bereits bei der Keimung der Samen an, die je nach Sorte des Rasen variieren kann. Und nicht alle Gräser keimen gleich.

Auf den Punkt gebracht

  • Keimung ist die Basis für das Gelingen der Rasensaat
  • Rasensamen sind mit einer Keimruhe ausgestattet, die überwunden werden muss
  • verhindert die Keimung und dauert unterschiedlich lange
  • Keimzeit liegt in der Regel zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen

Dauer der Keimung

Die Keimung von Rasen setzt bestimmte Bedingungen voraus. Die tatsächliche Keimdauer wird von der Rasensorte und deren Keimfähigkeit bestimmt. Natürlich spielen auch Faktoren wie Bewässerung, Temperatur und Sauerstoffversorgung eine wesentliche Rolle. Den Keimprozess beschleunigen können sie aber nicht. Je nach Saatgut erfolgt die Keimung innerhalb von sechs bis 28 Tagen. Bei den gängigsten Sorten sieht das wie folgt aus:

  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) benötigt 7-15 Tage
  • Rotschwingel (Festuca rubra) und Rohrschwingel (F. arundinacea) etwa 10-18 Tage
  • Schafschwingel (Festuca ovina) zwischen 11 und 19 Tagen
  • Straußgräser (Agrostis spp.) keimen nach ca. 12-20 Tagen
  • Wiesen- und Lägerrispe (Poa pratensis/supina) nach 14-21 bzw. 24 Tagen
Rasenerde berechnen

Wird die Keimung des Rasens unterbrochen, beispielsweise durch ausbleibende Feuchtigkeit, werden die Rasensamen vertrocknen. Bekommen sie nicht ausreichend Sauerstoff, werden sie verkümmern. Aber auch zu viel Hitze und Überwässerung können die Keimung behindern. Wie bereits erwähnt gibt es auch Unterschiede bei der Keimfähigkeit der Samen. Während sie beim Deutschen Weidelgras bei 80 % liegt, sind es bei Wiesenrispe, Rot- und Schafschwingel 75 %.

Hinweis: Alle im Handel erhältlichen Rasensamen müssen bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen, die im Saatgutgesetz geregelt sind. Die Forschungsgesellschaft für Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau gibt für Regel-Saatgut-Mischungen sogar eine Keimquote von mindestens 85 % vor.

Keimprozess beschleunigen

Wem die Zeit bis zur Keimung ihres Rasens zu lang ist, der hat die Möglichkeit, diesen Prozess durch verschiedene Maßnahmen zu verkürzen. Dazu gehören eine entsprechende Startdüngung, die Einhaltung des idealen Aussaat-Zeitpunktes, eine gute Vorbereitung des Untergrundes, regelmäßige Bewässerung oder eine flächige Abdeckung der betreffenden Fläche.

  • Rasen vorzugsweise im Frühherbst anlegen
  • sandig lehmige Böden bestens geeignet
  • bei Bedarf Bodenaktivator nutzen
  • tonige und reine Sandböden ungeeignet
  • neue Saat konstant feucht halten
  • bereits ausgesäten Rasen mit Vlies oder Wachstumsfolie abdecken
Rasenfläche vorbereiten, um danach den Rasen zu säen

Tipp: Unter dem Vlies oder der Wachstumsfolie entsteht ein ideales Mikroklima, dass die Keimzeit verkürzen kann. Es wird flach auf der Saatfläche aufgelegt und an den Enden mit Erdankern, Steinen oder ähnlichem befestigt.

Häufig gestellte Fragen

Was, wenn die Keimung ausbleibt oder sehr lückenhaft ist?

Das Ausbleiben der Keimung oder lückenhaftes Auflaufen kann mehrere Ursachen haben. So kann man den Zeitpunkt für die Aussaat schlecht gewählt oder minderwertiges Saatgut verwendet haben. Möglicherweise ist der Boden zu stark verdichtet, zu trocken oder zu feucht. Oder ein Teil der Saat ist durch Vogelfraß verloren gegangen.

Wie bereitet man den Boden für die Keimung vor?

Am besten gräbt man ihn bis in eine Tiefe von etwa 20 cm um und lockert das Ganze anschließend mit einem Harken auf. Sichtbare Wurzeln von Unkräutern werden entfernt und die Fläche planiert. Etwa zwei Wochen vor der Aussaat wird der Boden gedüngt.

Bei welcher Temperatur keimt der Rasen?

Damit die Keimung optimal ablaufen kann, sollte der Boden relativ konstante Temperaturen von mindestens acht bis zehn Grad aufweisen.

Wann kann gekeimter Rasen das erste Mal betreten werden?

Nach frühestens vier Wochen kann man die Fläche zum Mähen einmalig betreten. Genutzt werden sollte er dann allerdings noch nicht.

Wie sieht es bei der sogenannten Turbosaat mit der Keimzeit aus?

Bei diesen Turbosaaten handelt es sich um Rasensaaten mit bestimmten Beimengungen, die die Keimung vorantreiben sollen. Mit einer bis zu 30 % schnelleren Keimung bzw. einer Keimdauer von unter sieben Tagen sollen sie sich vor allem für flächige Nachsaaten eignen.

Maria liebt die exotische Pflanzenwelt. Neben ihrem Zitronenbaum "John Lemon" findet man bei ihr Zuhause unter anderem auch ein Avocado-Bäumchen und eine Ananas-Pflanze.

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