Kellergeruch entfernen

Meistens merkt man es schon, wenn man die Tür zum Keller öffnet. Es riecht unangenehm. Nach Schimmel, Erde oder auch Verwesung. Wie man den Kellergeruch erfolgreich los wird, erfahren Sie hier.

Auf den Punkt gebracht

  • Kellergeruch meist modrig und feucht
  • Ursachen müssen gefunden werden
  • vielseitige Methoden zur Bekämpfung und Vorbeugung
  • feuchte Keller nur im Notfall als Lagerraum nutzen
  • Schimmel und Feuchtigkeit unbedingt beseitigen

Wie riecht ein Keller?

Jeder Mensch nimmt Gerüche anders wahr. Wenn jedoch die Tür zum Keller offen steht, wird das häufig im gesamten Haus bemerkt. Das liegt daran, dass der Keller einen typischen Geruch entwickelt. Dies gilt besonders bei alten, feuchten, ungedämmten Naturkellern. Sie riechen nach

  • Feuchtigkeit,
  • Schimmel,
  • feuchtem Putz,
  • moderndem Holz oder
  • Erde.

Hinweis: Werden Lebensmittel darin gelagert, kann es auch faulig riechen.

Woher kommt der Modergeruch?

Dieser charakteristische Geruch entwickelt sich durch Feuchtigkeit im Keller, die nicht abziehen kann. Sie sorgt dafür, dass Pilze sich entwickeln. Darunter holzzersetzende Pilze und Schimmelpilze. Fäulnisgerüche können durch verdorbene Lebensmittel entstehen, manchmal aber auch durch tote Tiere, die in den Keller gelangt sind.

Feuchte Kellerwände
Feuchtigkeit im Keller ist häufig eine Hauptursache für den modernden Geruch.

Ursache finden

Wenn der Keller überwiegend ungenutzt ist, dann ist es leichter, die Ursachen für die Gerüche festzustellen. Eine starke Beleuchtung ist dafür erforderlich, gegebenenfalls eine Taschenlampe. Dann werden alle Böden, Wände und Decken untersucht, insbesondere auf Schimmelstellen oder abplatzenden Putz. Außerdem sollte nach verwesenden Tieren Ausschau gehalten werden. Aufsteigende Feuchtigkeit ist durch dunkle Flecken auf dem Boden erkennbar. Ebenso wichtig ist die Untersuchung von allen verbauten Holzteilen. Nicht nur wegen der Feuchtigkeit, sondern auch weil sich Schädlinge gern in feuchtem Holz einnisten.

Hinweis: Sind Pilzgeflechte oder gar Fruchtkörper von Pilzen sichtbar, sollte unbedingt ein Fachmann hinzugerufen werden. Es kann sich um gefährliche Bauwerksschädlinge handeln.

Keller als Abstellraum

Die Ursache für Modergeruch kann schwieriger zu finden sein, wenn der Keller als Abstellraum genutzt wird. Dann müssen nicht nur die Wände und Decken untersucht werden, sondern auch die gelagerten Dinge. Das bedeutet, dass der Keller als Erstes vollständig ausgeräumt werden muss. Besonders gefährdet sind dabei Polstermöbel und Kleidung.

Methoden gegen Kellergeruch

Nachfolgend haben wir einige Tipps & Tricks zusammengestellt, mit denen Sie Modergeruch im Keller entgegenwirken bzw. im Idealfall schon vorbeugen können.

Kellergeruch entfernen - Fenster öffnen
Lüften Sie den Keller regelmäßig!
  • Alle nicht benötigten Möbel, Gegenstände und vor allem Kleidung aus dem Keller entfernen. Je leerer der Keller ist, umso besser kann die Luft zirkulieren.
  • Angeschimmeltes wegwerfen.
  • Wird der Keller als Lager genutzt, alles ausräumen und anschließend gründlich lüften. Bei dieser Gelegenheit Pappkartons entfernen und durch andere geeignetere Lagerungsmöglichkeiten ersetzen.
  • Schadstellen im Keller suchen und beseitigen. Losen Putz entfernen und frisch verputzen, feuchte Stellen sanieren oder einen Fachmann hinzuziehen.
  • Schimmel mit entsprechenden Mitteln entfernen.
  • Bei Naturkellern hilft kalken. Dafür entweder gekaufte Kalkfarbe auftragen oder Farbe selbst anmischen. Sie neutralisiert nicht nur den Kellergeruch, sie hilft auch bei der Feuchtigkeitsregulierung und beugt Schimmelbefall vor.
  • Möglichst wenig Holz im Keller nutzen. Alle notwendigen Holzbauteile mit Holzschutzmitteln behandeln. Als Alternative zu Holz Metall oder Kunststoff nutzen. Metall kann zwar rosten, aber nicht schimmeln.
  • Der Kellergeruch setzt sich bevorzugt in Kleidung ab. Diese vor dem Tragen waschen und am besten an der Luft trocknen lassen. Anders wird man den Geruch nicht loswerden. Nur Auslüften bringt zu wenig.
  • Auch Polstermöbel sind für den Kellergeruch anfällig. Deshalb besser gar nicht erst im Keller lagern. Ist das unvermeidlich, Möbel in dicke Folie einwickeln und trocken halten. Vor der Wiederverwendung gründlich reinigen oder reinigen lassen.
  • Beim Saubermachen im Keller nicht zu viel Wasser nutzen, da Feuchtigkeit grundsätzlich schlecht abzieht.
  • Nach jeder feuchten Reinigung den Keller gründlich austrocknen lassen. Bei Kellern, in denen von außen nicht viel Feuchtigkeit eindringen kann, Luftentfeuchter aufstellen.
  • Ein der wichtigsten Methoden ist regelmäßiges umfassendes Lüften des Kellers. Dafür an einem trockenen, warmen Tag alle Fenster und Türen öffnen und offenhalten. Damit sich keine Tiere in den Keller einfinden, Kellerfenster mit Insektengitter sichern.
  • Wenn Haushaltsgegenstände im Keller gelagert werden müssen, diese nicht direkt an die Wände stellen, immer ausreichend Platz zur Belüftung lassen. Aus diesem Grund die Räume nicht zu voll stellen, wenn möglich Türen offenlassen, dass verbessert die Luftzirkulation. Fenster müssen zum Lüften immer erreichbar sein.

Häufig gestellte Fragen

Empfiehlt es sich, Naturkeller nachträglich zu dämmen?

Das ist nicht zwingend notwendig. Der Keller muss nur ausgebaut und renoviert werden, wenn er als Wohn- oder Lagerraum genutzt werden soll. Ansonsten reicht es, die Kellerdecke zu isolieren.

Kann der Modergeruch mit anderen Gerüchen überdeckt werden?

Diese Lösung scheint eine der einfachsten Methoden zu sein, unangenehme Gerüche zu entfernen, doch sie bekämpft nicht die Ursache. Außerdem kann man den Geruch damit nicht dauerhaft loswerden.

Was sollte man im Keller lagern?

Klassische ungedämmte Naturkeller wurden früher zur Lagerung von Lebensmitteln genutzt. Sie waren frostfrei und hatten genau die richtige Feuchtigkeit, damit Äpfel und Kartoffeln nicht schrumpelten. Gedämmte, ausgebaute Keller eignen sich nicht mehr zur Lagerung unverpackter Lebensmittel, stattdessen können unempfindliche Haushaltsgegenstände untergebracht werden.